Offener Brief an den Innenminister zur verfehlten Asylpolitik der Bundeskanzlerin

Von Klaus Hildebrandt

Sehr geehrter Herr Innenminister de Maizière,
schon wieder sind unschuldige Menschen ums Leben gekommen und weitere 40 Personen für ihr ganzes Leben geschädigt, diesmal in London, einer befreundeten europäischen Metropole.
 
Tatsache ist, dass wir es hier direkt oder indirekt mit den Folgen des muslimischen Dschihad zu tun haben, den unsere Bundeskanzlerin in ihrer gutmenschlichen Naivität buchstäblich „willkommen“ hieß und darüber hinaus sogar den Ländern Europas mit aller Gewalt und Überzeugungskraft aufs Auge zu drücken versuchte, so auch Großbritannien.
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Die deutsche „Flüchtlingspolitik“ war übrigens auch für den BREXIT verantwortlich, der inzwischen die ganze EU zu zerstören droht, denn der Ausgang des britischen Referendums war knapp und stand dort ganz unter dem Zeichen der Flüchtlingsströme (s. Calais). Ich kann dieses demokratisch errungene Ergebnis eines souveränen Landes problemlos nachvollziehen.
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Bleibt zu klären, warum Frau Merkel diese  – ihre ganz persönliche – Entscheidung mit Blick auf die schon seinerzeit absehbaren fatalen Folgen bis heute nicht förmlich widerrufen hat, was unser Land zunehmend spaltet und es in seiner Zusammensetzung  und Identität gezielt verändern möchte.
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Nur eine klare und diesbezüglich unmissverständliche Botschaft nach außen hätte eine reale Chance auf Wirkung. Frau Merkel müsste schon eine Visionärin sein, um von den Eliten der Welt, geschweige dem Bürger noch verstanden zu werden. Die fast ausschließlich männlichen „Flüchtlinge“ kommen also weiter, denn der Willkommensruf der Kanzlerin hat sich inzwischen bis ins südliche Afrika herumgesprochen. Hieß es doch seinerzeit, es handele sich überwiegend um „syrische“ Flüchtlinge. Das geschieht, wenn man nur noch die eigene Sache betreibt und am Parlament vorbei regiert.
 
Aber auch das Dilemma um die Türkei ist eine direkte Folge des Alleingangs der Kanzlerin, der bei gesundem Selbstbewusstsein und politischer Bescheidenheit nie hätte zustande kommen dürfen.
Dass Deutschland und damit die gesamte EU sich erpressbar machen würden, war offensichtlich. Warum hält sie trotz der unsäglichen Nazi-Beschimpfungen noch an der geplanten EU-Mitgliedschaft dieses Despoten Erdogan fest und verschenkt auch noch unser Geld an ihn? Glaubt sie etwa, Erdogan für ihre weiche Politik gewinnen zu können? Es war alles vorhersehbar.
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Bitte machen Sie die Grenzen dicht, denn es ist unsere gutes Recht, Eindringlinge vor die Tür zu setzen bzw. sich vor ihnen zu schützen. Setzen Sie sich stattdessen für eine Lösung der Krise im internationalen Rahmen ein, auch wenn die Kanzlerin es sich inzwischen sogar mit den maßgeblichen Akteuren Russland und den USA gründlich verdarb.
Auch und gerade in einer Demokratie hat niemand das Recht, einem Volk und Nachbarland den Suizid zu verordnen. Wir brauchen eine schnelle Rückkehr zur breiten Mitte, keinen staatlich gefördertem Linkspopulismus. Überlassen wir die Geschicke unseres Landes nicht nur einer Person.
Klären Sie das Volk auf, so wie es sich gehört, nämlich der Wahrheit entsprechend, und es wird sich wieder alles zum Besseren wenden.
 
Igendwann kommt der legitime Selbstschutz der Bürger zum Tragen. Überlegen Sie doch, was diese Dame uns allen völlig unnötig antat und woran sie immer noch wie eine Klette festhält. Wir brauchen dringend eine Rückkehr zu mehr Vernunft und konstruktiver Parlamentsbeteiligung.
 
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Hildebrandt

Islam-Experte Prof. Bassam Tibi warnt vor muslimischer Judenfeindschaft in Europa

Von Felizitas Küble

Der aus Syrien stammende, in Deutschland lebende und in den USA lehrende Professor Bassam Tibi hat sich in dutzenden fundierter Sachbücher kritisch mit dem zunehmenden Islamismus befaßt und dabei auch den Judenhaß thematisiert, der einen fester Bestandteil des islamischen Weltbildes darstellt.

Die ideologischen Ursachen hierfür sind weitaus älter als der Nahostkonflikt, weshalb es naiv und leichtfertig wäre, muslimischen Antisemitismus auf den Israel-Palästinenser-Konflikt reduzieren oder ihn damit rechtfertigen zu wollen.

Prof. Tibi ist selber Muslim, freilich vertritt er eine aufgeklärte Version seiner Religion. Zugleich räumte er schon vor Jahren ein, seine Idee, ein gemäßigter Euro-Islam könne sich allmählich etablieren, sei weitgehend gescheitert.

Ihm geht es um die Verteidigung der humanistischen Werte Europas vor der neuen totalitären Gefahr, die aus dem politischen Islam stammt, der überdies stets mit Judenfeindlichkeit verknüpft ist.

Jetzt hat der Islamkenner in der „Basler Zeitung“ dem Mainstream deutscher Medien und Politiker vorgehalten, die Gefahr des muslimischen Antisemitismus auszublenden, um dadurch eine wachsende Kritik an der Asylpolitik der letzten Jahre zu dämpfen.
Unter dem Titel „Die Rückkehr des Judenhasses“ veröffentlichte diese Schweizer Tageszeitung am 13. März 2017 seinen aufrüttelnden Artikel über diese Tabuzone in der deutschen Presselandschaft. 
Der Autor stellt gleich eingangs klar, daß die Menschen in Nahost in einer antisemitischen Ideologie aufwachsen, daher würde die aus dieser Region nach Europa kommenden Flüchtlnge eine „antiwestliche und judenfeindliche Kultur“ mit sich bringen.
 
Prof. Tibi befaßt sich kritisch mit deutschen Politikern, die sich „wie ein Elefant im Porzellanladen“ benehmen, wenn sie die „Trump-Administration über den Respekt vor dem Islam und Religionsfreiheit“ belehren und vor „Islamophobie“ warnen.

Er schreibt dazu: „Deutsche Politiker, die die Welt vor Islamophobie schützen wollen, übersehen geflissentlich, wie im eigenen Land der Antisemitismus ungeahndet in der Islamgemeinde gedeiht. Während des Gazakrieges 2014 wurden 1596 antisemitische Straftaten von Muslimen verübt. In diesem Zeitraum hat kein einziger Jude einem Araber etwas angetan.

Und wie reagiert die ansonsten belehrende Politik hierauf? Die „Zeit“ vom 9. Februar 2017 schrieb: «Antisemitische Taten werden, wenn sie von Zuwanderern begangen werden, als politisch motivierte Ausländerkriminalität verbucht und tauchen in der Antisemitismusstatistik gar nicht auf.“

Auf die Frage, warum dies so sei, antwortet der Autor: „Weil die Täter Araber und keine deutschen Nazis sind….Arabischer Antisemi­tismus wird nicht nur verdeckt, sondern als solcher statistisch gar nicht erfasst, auch strafrechtlich nicht verfolgt.“

Quelle für die Zitate: http://mobile2.bazonline.ch/articles/58c64782ab5c375831000001

 

 


Dr. Alice Weidel zur wachsenden Terrorgefahr

Zur Gefahr von islamistisch motivierten Terror- und Gewalttaten in Deutschland erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Dr. Alice Weidel (siehe Foto):

„Seit 2013 hat sich die Zahl von Hinweisen auf mögliche Terroranschläge laut Verfassungsschutz verdreifacht. Von 1600 islamistischen Gefährdern in Deutschland wissen die Behörden. Eine katastrophale und unhaltbare Lage.

Ein Aufschrei seitens der Politik ist jedoch nicht zu hören. Das verwundert auch kaum, denn die Regierung Merkel käme dann nicht mehr umhin, ihre Verantwortung für den Dauer-Alarmzustand, in dem sich unser Land befindet, einzugestehen.

Dabei ist eine drastische Kurskorrektur unbedingt erforderlich. Nach wie vor können Islamisten nahezu ungehindert und unbehelligt nach Deutschland einreisen. Das müssen wir ändern. Die deutschen Grenzen sind umgehend zu sichern, Migranten erkennungsdienstlich zu erfassen. Bekannte Gefährder müssen gefasst und nach Möglichkeit schnellstens ausgewiesen werden.

Wie lange will die Bundesregierung damit noch warten? Muss erst nochmal etwas Schreckliches passieren, bevor endlich gehandelt wird?“

 


Stoiber hält Grüne für ein „Sicherheitsrisiko“ und lehnt schwarz-grüne Koalition ab

Der Ehrenvorsitzende der CSU, Edmund Stoiber, hat in einem Gastbeitrag im Bayernkurier den klaren programmatischen Unterschied zwischen linken Parteien und der CSU aufgezeigt.    csu

Laut einer aktuellen Umfrage halten mehr als die Hälfte der Befragten die Flüchtlingsmigration für das vordringlich zu lösende Problem, gefolgt von der Inneren Sicherheit. Stoiber stellt dazu klar:

„Sicherheit ist ein Grundrecht. Die CSU steht wie keine andere Partei in Deutschland für den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung vor Kriminalität und Terror. Polizei, Justiz und Verfassungsschutz sind in Bayern so leistungsfähig wie in keinem anderen Bundesland. In Bayern lebt es sich deshalb seit Langem am sichersten“.     

Gleichzeitig kritisiert Stoiber, dass in linken Kreisen Sicherheit gegen Freiheit ausgespielt werde.

„Für die CSU gilt: Im Zweifel für die Sicherheit. Sicherheit steht nicht gegen Freiheit, sondern ist die Voraussetzung für Freiheit. Nicht die Einführung von zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ist ein Punktgewinn für die Terroristen, wie manche Linke meinen, sondern die Angst und die Unsicherheit der Menschen.“    Bündnis_90_-_Die_Grünen_Logo.svg

Besonders hart kritisiert der CSU-Ehrenvorsitzende die Grünen. Für diese hätten Unisex-Toiletten und Transgender-Seminare einen höheren Stellenwert als mehr Kompetenzen für Polizei und Verfassungsschutz: „Es ist nicht hinnehmbar, dass immer erst etwas passieren muss, bevor sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt werden können“.  

Eine Koalition mit den Grünen ist für Stoiber vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohungssituation nicht denkbar:

„Die Grünen sind bei der heutigen Gefahrenlage ein Sicherheitsrisiko. Eine Zustimmung der CSU zu einer schwarz-grünen Koalition auf Bundesebene wäre politisches Harakiri und eine schwere Hypothek für die Landtagswahl 2018“.

Das sei man den hier lebenden Menschen schuldig, gerade auch den friedliebenden und hart arbeitenden Migranten, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, so Stoiber.

Quelle: http://www.csu.de/


Dr. Alice Weidel (AfD) zu steigenden Bevölkerungszahlen und weiterer Migration

Zu den Bevölkerungszahlen des Statistischen Bundesamtes und Planungen der Bundesregierung, jedes Jahr etwa 300.000 weitere Migranten in Deutschland aufzunehmen, erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied, Dr. Alice Weidel (siehe Foto): Weidel-150x150

„Von der Bundesregierung und Vertretern von Großkonzernen werden die Rekord-Einwohnerzahlen durch Zuwanderung gefeiert. Die Bevölkerung auf dem Gebiet der Bundesrepublik steigt. Das allein ist jedoch keine Meldung, die Grund zum Jubeln ist.   

Die meisten Zuwanderer der letzten Jahre sind gering qualifiziert und kaum integrierbar. Per Saldo kosten sie den Sozialstaat deutlich mehr als sie einbringen. Ihr Konsum bewirkt einen temporären Wachstumseffekt, der aber nicht nachhaltig ist. Er wird finanziert auf Kosten der Steuerzahler. Damit lassen sich zwar für einige Jahre künstlich geschönte Wachstumszahlen präsentieren und die Asylindustrie kann satte Gewinne einstreichen. Die strukturellen Probleme des Sozialstaates werden damit aber noch weiter verschlimmert.

Eine gesteuerte qualifizierte Zuwanderung kann positive Effekte haben. Sie kann aber kein Ersatz für eine zukunftsfähige Familien- und Bildungspolitik sein.

Eine geschätzte Zuwanderung von rund 300.000 pro Jahr – besonders aus den arabischen Staaten – wäre eine demographische Katastrophe für Deutschland. Hier von ‚Stabilisierung‘ zu sprechen, ist blanker Hohn.

Die aktuelle Politik der offenen Grenzen, die vor allem muslimische Armutsmigranten ohne Qualifikation nach Deutschland lockt, bringt große gesellschaftliche und langfristig auch ökonomische Verwerfungen mit sich.“


Wir brauchen weniger Ideologie, weniger Staat, aber mehr Vernunft

OFFENER BRIEF von Klaus Hildebrand zum gestrigen TV-Talk „Hart aber fair“
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Sehr geehrter Herr Plasberg,
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eine aus meiner Sicht nicht so interessante Sendung, die Sie da gestern veranstalteten. Immerhin hatten Sie alle wichtigen Vertreter der politischen Parteien dazu eingeladen, ja sogar Frau Petry von der AfD. Warum Sie die Dame nicht neben „Möchtegern-rechts-und-kann-nicht“- Volker Kauder (CDU) als treuer Vertreter der Kanzlerin platzierten, ist mir ein Rätsel. AfD-Petry
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Leider handelte es sich um das übliche  „Klein-Klein“, was nicht Ihre Schuld war, denn viele quasselten wieder durcheinander. Wen interessieren eigentlich die gestern so ausführlich diskutieren Vermögens- und Erbschaftssteuern, wenn sie die meisten Bürger und Zuschauer überhaupt nicht betreffen und wo doch zunehmend viele Menschen hierzulande auf der Straße und unter Brücken schlafen?
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Gerade in einer Zeit, wo sowohl Staat als auch Kirchen im Geld schwimmen, scheint mir eine solche Diskussion nicht hilfreich und und auch nicht erforderlich. Wäre es da nicht besser gewesen, über die staatlichen Ausgaben zu reden, wie es leider nur Frau Petry forderte, und wo sich der Staat doch vom Ballast so vieler völlig unnötiger Auf- und Ausgaben (z.B. Genderindustrie) befreien könnte?
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Ginge es nach mir, so würden die rd. 6 Mrd. Überschuss ohne Wenn und Aber und ohne lange Diskussionen sämtlich zur Rückzahlung von Staatsschulden verwendet, so wie es jeder verantwortungsvolle Bürger privat besser auch täte.
Der gestrige Beitrag machte deutlich, auf welch kleinkarierten Ebene die deutsche Politik ihr Geschäft betreibt, denn außer Frau Petry sprach niemand die eigentlich gründsätzlichen Probleme an, allen voran die miserable Familienpolitik Frau Schwesigs (SPD), ohne die unser Land sich absehbar auf Zeit selbst zerstört.Foto: IGFM
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Und wer beim Thema „Flüchtlinge“ nun noch von Herrn Amri und den armen Moslems redet bzw. wer welche Fehler beging, der macht es sich zu einfach.
Tatsache ist, hätte die Kanzlerin diese Leute nicht hierher gerufen ohne jedem dieser Menschen noch vor Überschreitung der deutschen Grenze tief in die Augen zu schauen, – so wie es im Übrigen die Asylgesetzgebung auch verlangt -, dann hätten wir heute die diesbezüglichen Probleme (s. auch Polizeinotstand) nicht.
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Und es sollte mir niemand von den Regierungsparteien und Grünen-Linken damit kommen, die Flüchtlinge seien aus humanitären Gründen aufgenommen worden, denn es gibt wesentlich bessere Lösungen, sowohl für die Flüchtlinge selbst als auch für unser Land und Europa im Ganzen. Schon die zu Anfang der Sendung erwähnte problematische demografische Entwicklung sollte nun dringend in Einklang mit Art. 6 GG angepackt und korrigiert werden, hat sie der Staat doch selbst verschuldet.
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Wer das alles nicht verstehen will bzw. kann, oder den poliitischen Widerstand fürchtet, ist unreif für die Politik bzw. verfolgt nur eigene Interessen. Egal wie man es dreht und wendet, diese junge AfD ist gut für unser Land und verdient  –  wie übrigens jeder Neuling  –  eine faire Chance zwecks Mitgestaltung unserer Gesellschaft. Wovor haben die Parteien eigentlich so große Angst? 
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Wir brauchen weniger ideologie und mehr Vernunft, denn es geht um die Zukunft unseres Landes. Dazu brauchen wir nicht mehr, sondern weniger Staat.
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Mit freundlichen Grüßen
Klaus Hildebrandt
(Rheinland-Pfalz)

Bischof Voderholzer erinnert an Papst Silvester und die Bedeutung des Sonntags

Voller Wortlaut der Silvester-Predigt des Regensburger Bischofs Dr. Rudolf Voderholzer im Dom St. Peter am 31.12.2016:

Liebe Mitbrüder im Bischofs-, Priester- und Diakonenamt!
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben an den Mensch gewordenen Gottessohn!

Der letzte Tag des Jahres trägt den Namen Silvester. Wohl den wenigsten, die mit diesem Tag vor allem Feuerwerk, ausgelassenes Feiern und Party bis in die frühen 141225_Dom erster Weihnachtsfeiertag 5Morgenstunden des 1. Januar verbinden, wird bewusst sein, dass sie damit den Namen eines Bischofs von Rom, den Namen eines Papstes im Munde führen. Es ist der Name des Papstes, der am 31. Dezember des Jahres 335 nach einer 19-jährigen Amtszeit in Rom starb und seit dem 5. Jahrhundert als Heiliger verehrt wird.

Im kirchlichen Bereich und Sprachgebrauch greifen wir schon öfter einmal auf die Heiligennamen zurück, wenn wir bestimmte Tage bezeichnen: Stefani für den 26. Dezember, Josefi für den 19. März oder Michaeli für den 29. September. Aber außerhalb von kirchlichen Kreisen muss man dann meistens schon erklären, dass wir mit dem Peter und Pauls-Tag den 29. Juni meinen.

Bei Silvester aber, so scheint mir, haben wir den einmaligen Fall, dass sich der Name des an diesem Tag verehrten Heiligen bis in die säkularste Welt hinein eingebürgert hat, mit der Folge freilich, dass es den allermeisten gar nicht bewusst ist, wo diese Bezeichnung herstammt. Allein dies ist schon bemerkenswert.

Silvester: Papst nach dem Ende der römischen Christenverfolgung

Darüber hinaus führt uns das Leben und Wirken des heiligen Silvester in eine für die Kirchengeschichte außerordentlich wichtige Zeitspanne. Silvester wurde Papst genau ein Jahr nach dem Erlass des Mailänder Edikts 313.

Mit ihm hatte Kaiser Konstantin, der gerade durch Ausschaltung seines letzten Konkurrenten die Macht an sich gerissen hatte und auf dem Wege war, das römische Reich noch einmal zu einen, dem Christentum den Status einer „erlaubten Religion“ zugesprochen und damit die Christenverfolgung im römischen Reich beendet.papst_letzter_tag_01

Auf die politische Entwicklung dürfte Papst Silvester, der noch die Zeiten der Verfolgung miterlebt hatte, wenig Einfluss genommen haben. Jedenfalls haben wir keine historischen Zeugnisse dafür. Zu unbedeutend und zu gering im Vergleich zum mächtigen Kaiser war der Bischof von Rom in dieser Zeit noch.

Aber Silvester wird Zeuge und Nutznießer verschiedenster Maßnahmen von Kaiser Konstantin zugunsten der Kirche. Er erlebt nicht nur den Bau der ersten päpstlichen Basilika auf dem Gelände der Laterani, sondern auch über dem Petrusgrab im Vatikan.

Der Sonntag als Ruhetag und Feiertag zugleich

Papst Silvester wird vor allem Zeuge der Einführung des Sonntags als staatlich geschützter Ruhetag. Im Jahr 321, es war das siebte Jahr des Pontifikates von Papst Silvester, hat Kaiser Konstantin die Sieben-Tage-Woche gesetzlich eingeführt und damit dem Abendland die vom jüdisch-christlichen Offenbarungsglauben her als göttlich begründete Zeitstruktur geschenkt.

Evangelische Kirche in Augsburg Eine Zeitstruktur, die, gleichermaßen am Rhythmus der Sonne und des Mondes Maß nehmend, der Ruhe und der Muße ihr Recht gibt und den Menschen schützt vor der Versklavung an die Arbeit. Ja, es ist Kaiser Konstantin in den Jahren des Pontifikats von Papst Silvester, der den Sonntag gesetzlich befreit von Lohn-Arbeit und Gerichtsterminen und ihn so positiv frei macht für die gottesdienstliche Versammlung am helllichten Tag und die Feier der Eucharistie nicht nur am Abend oder vor Sonnenaufgang.

Der Sonntag als erster Tag der Woche, der Tag der Auferstehung Jesu Christi, der bereits in neutestamentlicher Zeit die Vorzüge und Würden des Sabbats an sich gezogen hatte, wird somit der Urfeiertag des Abendlandes.

Das Konzil von Nizäa bestätigte die Gottheit Christi

In Silvesters Amtszeit fällt auch das erste Konzil von Nizäa 325. Der Bischof von Rom nahm nicht persönlich daran teil, war aber durch zwei Delegaten vertreten und unterstützte das Anliegen, gegen die Lehre des Arius von der wesenhaften Unterordnung des Logos unter den Vater die Gleichewigkeit und Göttlichkeit des Sohnes als Glauben der Kirche feierlich festzuhalten.krippe_weihnachten - Kopie

Konstantin, der die Reichseinheit durch die Uneinigkeit der Christen in Gefahr sah, war sehr an einer Einigung gelegen, und so dürfte er den Konzilsbeschluss durch die Einführung eines Festes bekräftigt haben – Weihnachten am 25. Dezember als Fest der Geburt, als Fest der Menschwerdung, Fest des „homoousios“.

Die angebliche Überformung eines heidnischen Festes des „Sol invictus“ als Ursprung des christlichen Weihnachtsfestes wird in der historischen Literatur mittlerweile längst als eine – wenn auch hartnäckig sich haltende – „Forschungslegende“ bezeichnet (vgl. die Studien von Martin Wallraff, Christus verus sol  –   und Hans Förster, Die Anfänge von Weihnachten und Epiphanias).

Es spricht vieles dafür, dass Kaiser Konstantin bald nach 325 das Weihnachtsfest am 25. Dezember neu eingeführt hat als Reaktion auf den Konzilsbeschluss von der Gleichwesentlichkeit des menschgewordenen Sohnes mit dem ewigen Vater. Möglicherweise hat er gleichzeitig, um dem nach wie vor ja auch zahlenmäßig starken Heidentum entgegenzukommen, gleichzeitig auch ein heidnisches Fest für den unbesiegbaren Sonnengott gestattet. Dass wir den 25. Dezember als genuin christliches Fest und den neben dem schon älteren 6. Januar als Weihnachtstag dem Kaiser Konstantin verdanken, scheint historisch ziemlich gesichert.

Kreuzigung als Todesstrafe verboten

Papst Silvester wird schließlich auch Zeuge des Verbotes der Kreuzigung als Todesstrafe. Diese bis dahin ja für die Menschen oft zu erlebende Grausamkeit wird – nicht zuletzt im Hinblick auf den Kreuzestod des von den Christen verehrten und als Erlöser bekannten Christus – geächtet.

Der berühmten Legende gemäß schrieb Konstantin auch seinen Sieg in der entscheidenden Schlacht an der Milvischen Brücke 312 schon dem Kreuz als Segensbringer zu. „In hoc signo vinces – in diesem Zeichen wirst Du siegen“, soll ihm am Vorabend der Schlacht in einer Vision verheißen worden sein. Die Ächtung der Kreuzigung als Vollzugsform der Todesstrafe war nun aber die Voraussetzung dafür, dass das Kreuz fortan als Erkennungszeichen der Christen, als Segenszeichen und Zeichen des Glaubens mehr und mehr in den öffentlichen Raum dringen konnte und das Fischsymbol in den Hintergrund drängte. Kreuzkuppel

Zusammen mit dem Glauben an den Mensch gewordenen Gottessohn steht das Kreuz auch für das sozial-caritative Engagement der Kirche. Als Kaiser Julian (den die Nachwelt den „Apostaten“ nannte), ein Neffe Konstantins, eine Generation später im Jahr 361 kurzzeitig das Rad der Geschichte noch einmal zurückdrehen und das Heidentum noch einmal beleben wollte, forderte er in einem Brief den Oberpriester Arsacios von Galatien auf, sich die Christen mit ihrem sozial-caritativen Tun zum Vorbild zu nehmen.

„Denn“, so der abtrünnige Nachfahre Konstantins als wahrhaft unverdächtiger Zeuge, „es ist eine Schmach, wenn von den Juden nicht ein einziger um Unterstützung nachsuchen muss, während die gottlosen Galiläer [gemeint sind die, die an den Galiläer Jesus den Christus glauben] neben den ihren auch noch die unsrigen ernähren, die unsrigen aber der Hilfe von unserer Seite offenbar entbehren müssen.“

Kaiser Julian, der die Christen zurückdrängen und das Heidentum wieder stark machen wollte – nach eineinhalb Jahren wurde sein Vorhaben durch seinen plötzlichen Tod bekanntlich jäh beendet – muss einräumen, dass sich die Christen um alle bedürftigen Menschen sorgen, unabhängig von Religion und Herkunft.

Ob überhaupt und wie stark Papst Silvester auf diese Entwicklungen Einfluss nehmen konnte, ist historisch schwer zu sagen. Kein Wunder ist es freilich, dass man in späterer Zeit den Einfluss des zeitgleich zu Kaiser Konstantin amtierenden Bischofs von Rom rückschauend zu vergrößern versuchte. Diesem Anliegen verdankt sich die Legende, die oft – nicht nur – aber besonders in Rom auf Bildern dargestellt ist, vor allem im alten Baptisterium neben der Lateranbasilika.

Die Fälschung „Konstantinische Schenkung“ markiert unselige Geschichte

Die frühmittelalterliche Legende besagt, dass Papst Silvester den Kaiser Konstantin durch das Bad der Taufe vom Aussatz „gereinigt“, also geheilt, habe. Somit käme Silvester entscheidender Anteil am Verhalten Konstantins zu. Als Zeichen der Dankbarkeit habe ihm der Kaiser das „Patrimonium Petri“ geschenkt, also den Grundstock für den Kirchenstaat.

Damit wurde zugleich die weltliche Herrschaft des Papstes legitimiert. Die später als Fälschung erkannte „Konstantinische Schenkung“ markiert freilich eine unselige Geschichte, die erst mit dem Ende des Kirchenstaates im 19. Jahrhundert ein Ende nahm. Radio Vatikan

Davon unabhängig, unabhängig auch von der Frage nach dem persönlichen Glauben Kaiser Konstantins und unabhängig von dem teils fürchterlichen machtpolitischen Gehabe dieses Mannes bleiben als die großen Gaben jener Jahre, in denen Kaiser Konstantin als mächtiger Kaiser, und Papst Silvester als noch kleiner Bischof von Rom amtierten:

1. der Sonntag als staatlich geschützter Ruhetag und wöchentliches Osterfest mit der Freiheit zur gottesdienstlichen Versammlung, dann
2. das Weihnachtsfest am 25. Dezember als Fest der Menschwerdung des mit dem Vater gleichwesentlichen Sohnes, und schließlich
3. das Kreuz in seiner verklärten Form als öffentlich nicht mehr nur toleriertes, sondern anerkanntes und verehrtes Zeichen des Segens und des zur Barmherzigkeit verpflichtenden Glaubens.

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Es wird seit geraumer Zeit viel vom christlichen Abendland gesprochen, und dies wird sich vermutlich im Zusammenhang der Wahlen im nächsten und übernächsten Jahr noch verstärken. Nicht alles, was gelegentlich als bedroht angesehen wird, ist wirklich Inbegriff, Gabe oder Frucht des christlichen Abendlandes.

Christentum durch innere Aushöhlung gefährdet

Die Lesung aus dem Ersten Johannesbrief, in der von der letzten Stunde die Rede ist, warnt vor dem Auftreten des Antichrist (1 Joh 2,18f.) und erinnert zugleich daran, dass der Glauben weniger von äußeren Angriffen her gefährdet ist als vielmehr durch innere Aushöhlung und Umdeutung aus den eigenen Reihen. Dies gilt auch für das christliche Abendland, das weniger durch die Überfremdung durch Zuwanderung, sondern durch die innere Schwachheit und geistige Auswanderung bedroht ist.  bild-jesus-oben

Bei den drei großen Erbstücken aus der Silvestrinisch-konstantinischen Zeit aber sind wir auf sicherem Boden, haben wir Kriterien an der Hand, die uns helfen bei der Unterscheidung der Geister. Dafür Licht und Orientierung zu geben, ist Aufgabe der amtlichen Vertreter der Kirche, nicht die Einmischung in die tagespolitische Debatte.

Das politische Tagesgeschäft ist Aufgabe der getauften und gefirmten Weltchristen in den Parteien und Verbänden, und ich möchte sie ausdrücklich dazu ermutigen. Die Bischöfe und Priester sollten nicht zu schnell bestimmte politische Positionen in den Rang von Glaubenssätzen erheben und andere zu Häresien erklären.

Vielfalt der Meinungen nicht verwerflich

Gerade in der gegenwärtigen Debatte bezüglich der Herausforderungen durch die großen Migrationsbewegungen ist eine Pluralität von Positionen nicht von vorneherein verwerflich. Diejenigen, die sie dann auch öffentlich verantworten müssen, sollten sie gut begründen können. Und wer sich dem christlichen Abendland verpflichtet fühlt, hat – nicht nur, aber doch vornehmlich – in den drei genannten Punkten sichere Anhaltspunkte:

Foto: IGFMDer Sonntag und seine Heiligung vor allem durch die gemeinsame Eucharistie als Feier von Tod und Auferstehung Jesu Christi. – Wo man sich um den Schutz des Sonntags vor weiterer Aushöhlung und vor seinem Verrat an Kommerz und Freizeitindustrie bemüht, und gleichzeitig mit aller Phantasie und Kreativität auch neue Formen der Sonntagskultur zur Einbettung der Eucharistie erkundet, darf man den Würdetitel des christlichen Abendlandes für sich in Anspruch nehmen.

Das Abendland lebt ferner von Weihnachten als Fest der Menschwerdung Gottes mit all seinen weitreichenden Konsequenzen:

Tief begründete Einheit aller Menschen, der einen Menschheitsfamilie mit der Verpflichtung weltweiter Solidarität; gesunde Skepsis gegenüber allen übertriebenen Formen von Nationalismus; andererseits Sensibilität für das kleine, bedrohte, hilfsbedürftige Leben; des ungeborenen und des hinfällig gewordenen; und ehrfurchtsvolle Zurückhaltung hinsichtlich von wissenschaftlichen Experimenten mit dem Erbgut des Menschen und bewusster Verzicht auf alle Verzwecklichung – das macht verantwortlich christlich-abendländisches Verhalten aus.

Kreuz als Zeichen des himmlischen Erbarmens

Zum Abendland gehört nicht zuletzt das Kreuz als das Erkennungszeichen der Christen, das Kreuz, das der Herr aus einem Zeichen der Grausamkeit in ein Zeichen der kreuz1erbarmenden Liebe Gottes verwandelt hat.

Wir sollten alles unternehmen, es in seiner Heilsbedeutung und den Glauben begründenden Kraft zur Geltung zu bringen; es nicht festlegen lassen auf die Instrumentalisierung zur kriegerischen Befreiung und Rückeroberung der heiligen Stätten in den Kreuzzügen; ihm in den Häusern und Wohnungen und in der Öffentlichkeit einen würdigen Ort geben; es demütig und gläubig tragen und zeigen als den einzigen Grund, dessen wir uns rühmen dürfen, wie der Apostel Paulus sagt (vgl. Gal 6,14); in seiner Kraft schließlich das Erbarmen weitertragen, das wir selbst im Kreuz empfangen haben.

Im Zeichen des Kreuzes, liebe Schwestern und Brüder, segnen wir am Schluss dieser Feier am Silvestertag 2016 das nun zu Ende gehende Jahr und erbitten wir den Segen für alle Tage und Wege des neuen Jahres 2017 nach Christi Geburt. Amen.

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/typo3conf/ext/mediathek_main/uploads/3/161231_Predigt_Silvester_2016.pdf