Israel/Galiläa: Uraltes Ritualbad entdeckt

​Vor dem Bau eines großen Verkehrsknotenpunkts an der Kreuzung Hamovil in Niedergaliläa enthüllte eine von der Israelischen

Die Siedlung mit dem Ritualbad (unten rechts)

Altertumsbehörde durchgeführte archäologische Bergungsgrabung die Überreste eines jüdischen landwirtschaftlichen Gehöfts aus der Zeit des Zweiten Tempels (vor 2000 Jahren) einschließlich einer prächtigen Mikwe (Ritualbad).

Abd Elghani Ibrahim und Dr. Walid Atrash, Direktoren der Ausgrabung im Auftrag der Israelischen Altertumsbehörde sagten:

„Die Existenz einer Mikwe, eines Ortes zur Einhaltung der Reinheitsgebote, zeigt eindeutig, dass die Bewohner des alten Bauernhofs Juden waren, die eine religiöse und traditionelle Lebensweise führten und Reinheit als ein Torah-Gebot bewahrten. Ritualbäder werden seit der Zeit des Zweiten Tempels und bis heute von Juden im täglichen Leben verwendet.“

Laut Ibrahim und Dr. Atrash „ändert die Entdeckung der Mikwe auf dem Bauernhof das, was wir über den Lebensstil der Juden in der Zeit des Zweiten Tempels wussten. Bis jetzt hatten wir keine jüdischen Bauernhöfe in Galiläa entdeckt.

Es wurde angenommen, dass Juden in der Römerzeit nicht auf Bauernhöfen außerhalb der Dörfer oder Städte lebten. Die Entdeckung des Gehöfts in einiger Entfernung vom Dorf Shikhin und der großen jüdischen Stadt Sepphoris zeigt, dass sich Juden auch auf Bauernhöfen niederließen, die vielleicht als das ländliche Hinterland von Sepphoris fungierten.“ 

Ca. 1700 Jahre sind vergangen, seitdem der Bauernhof bei einem Erdbeben zerstört wurde, und ungefähr 1400 Jahre, seitdem der Standort endgültig aufgegeben wurde.

Quelle und vollständiger Text hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/2000-Jahre-altes-Ritualbad-entdeckt.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+05.10.2020


Israel: 2000 Jahre altes Tauchbad gefunden

Eine antikes, 2000 Jahre altes rituelles Tauchbad (Mikwe) wurde während der Renovierungsarbeiten unter dem Wohnzimmer eines Privathauses in der Jerusalemer Nachbarschaft Ein Kerem gefunden. Der Zugang zu dem Tauchbad befand sich unter zwei Holztüren, die von einem Teppich verdeckt wurden.

BILD: Der Eingang vom Tauchbad (Foto: Israelische Antiquitätenbehörde)

Die Mikwe ist vollständig erhalten und in Stein gehauen. Sie ist 3,5 Meter lang, 2,4 Meter breit und 1,8 Meter tief und damit relativ groß. Eine Treppe führt zum Boden des Tauchbades. Forscher fanden im Bad auch Ton- und Steingefäße aus der Zeit des Zweiten Tempels (1. Jh. n. Chr).

Der Archäologe des Jerusalemer Bezirks, Amit Reem, sagte: „Die Entdeckung des Ritualbads bekräftigt die Hypothese, dass es in der Region, die heute als Ein Kerem bekannt ist, seit der Zeit des Zweiten Tempels eine jüdische Gemeinde gab.“

Die Besitzer des Hauses erhielten am Mittwoch (1.7.2015) ein Zertifikat von der Israelischen Antiquitätenbehörde. Damit werden sie dafür ausgezeichnet, dass sie den Fund der Mikwe gemeldet haben und dadurch zur Erforschung des Landes Israel beitragen.

Mikwen werden auch heutzutage benutzt. Sie dienen entsprechend der jüdischen Religionsgesetze zur Reinigung bei ritueller Unreinheit. 

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin