ROG fordern mehr Pressefreiheit in Thailand

Vor der Parlamentswahl am Sonntag (24.3.) in Thailand ruft Reporter ohne Grenzen (ROG) die regierende Militärjunta dazu auf, Medien frei von Zensur arbeiten zu lassen und kritische Journalisten nicht länger strafrechtlich zu verfolgen.

Seit dem Militärputsch im Jahr 2014 unterdrückt die Junta unter Premierminister und General Prayut Chan-o-cha jegliche Kritik an der Regierung. Medienschaffende, die sich nicht selbst zensieren, riskieren auf der Basis drakonischer Gesetze lange Haftstrafen.

„Freie und faire Wahlen kann es nur geben, wenn Journalistinnen und Journalisten ohne Angst vor Verfolgung über die politischen Entwicklungen in Thailand berichten können. Dazu gehören auch kritische Artikel über die Militärjunta“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Die Behörden müssen endlich für Gesetze sorgen, die die Presse und Informationsfreiheit gewährleisten und alle wegen ihrer Arbeit inhaftierten Journalisten freilassen.“

Nach dem Militärputsch im Jahr 2014 erlebten Thailands Medien die härteste Repressionswelle seit der Diktatur der 1960er Jahre (https://ogy.de/63oz). Nationale und ausländische Medienschaffende wurden bedroht, abweichende Meinungsäußerungen vermehrt von der Justiz verfolgt.

Die kritischsten Journalisten wurden in Umerziehungslager gesperrt und einige Medien geschlossen, darunter die Zeitung Voice of Thaksin sowie die Fernsehsender Hot TV und Rescue Satellite TV.

Die Botschaft war eindeutig: Entweder die Medien gewöhnen sich an Selbstzensur, oder sie werden verfolgt, weil sie angeblich die nationale Sicherheit bedrohen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/kaum-pressefreiheit-auch-vor-der-wahl/


Argentinien: Rom hat Seligsprechung von Märtyrern der Militärdiktatur angepeilt

Die argentinische Stadt Chemical in der Diözese La Rioja bereitet sich auf den 42. Jahrestag ihrer Märtyrer vor: es handelt sich um Bischof Enrique Angelelli, die Priester Carlos Murias und Gabriel Longueville sowie den Laien Wenceslao Pedernera. 

Am 8. Juni unterzeichnete der Papst Franziskus das Dekret, das den Martyrertod dieser Persönlichkeiten anerkennt und ebnete damit den Weg für die bevorstehende Seligsprechung.

Die Feierlichkeiten werden am Abend des 17. Juli in der Pfarrei El Salvador in Chemical mit einem kulturellen Abend beginnen. Am Mittwoch, dem 18. Juni, findet eine Wallfahrt zum Ort des Martyriums statt. 

Bischof Enrique Angelelli von La Rioja (1923 – 1976) verbarg nie seine Opposition gegenüber der Militärdiktatur. Er starb am 4. August 1976 bei einem angeblichen Autounfall. Nach 38 Jahren, am 4. Juli 2014, wurden zwei hohe Offiziere im Zusammenhang mit dem Vorfall wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Pater Carlos Murias arbeitete in der Diözese von La Rioja für die Armen. Er wurde vom Militär kontrolliert und wurde verdächtigr, auf der Seite der Bauern zu stehen. Am 18. Juli 1976 nahm eine Gruppe von Männern ihn zusammen mit dem Gemeindepfarrer Gabriel Longueville fest. Ihre Leichen wurden zwei Tage später gefunden: sie waren grausam gefoltert worden, bevor man sie erschoss. Der Bauer Wenceslao Pedernera wurde am 25. Juli 1976 von vier vermummten Männern in seinem Haus ermordet.

Quelle: Fidesdienst – Foto: Evita Gründler