Israel: Premier Netanyahu zur Militäroperation „Schutzschild im Norden“

​Premierminister Benjamin Netanyahu hat sich am Dienstagabend zur Operation „Schutzschild im Norden“ geäußert, die am Morgen gestartet worden war. In einer Pressekonferenz erklärte er:

„Heute Morgen haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte eine Operation gestartet, um ein Netzwerk an Terrortunneln an unserer nördlichen Grenze zum Libanon aufzudecken und zu neutralisieren.

Diese grenzüberschreitenden Terrortunnel wurden von der Hisbollah mit direkter Unterstützung und Finanzierung durch Iran gegraben. Sie wurden mit nur einer Absicht errichtet – unschuldige israelische Männer, Frauen und Kinder anzugreifen und zu ermorden. Dies ist eine schwerwiegende Verletzung der israelischen Souveränität und der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates. Es handelt sich um einen inakzeptablen Akt dreister Aggression.

Der Terrortunnel, der heute aufgedeckt wurde, wurde unter einem Haus in einem Wohnviertel im Südlibanon gegraben. Dies ist nur ein Beispiel von vielen dafür, wie die Hisbollah ein doppeltes Kriegsverbrechen begeht. Sie zielen auf die Zivilbevölkerung und verstecken sich dabei hinter Zivilisten. Und dies muss laut und deutlich von allen Nationen verurteilt werden, denen Frieden, Freiheit und Menschenwürde etwas bedeuten.

Ich habe eine Botschaft an die Menschen des Libanon: Die Hisbollah gefährdet Ihr Leben. Sie opfern Ihr Wohl den aggressiven Zielen Irans. Israel macht die libanesische Regierung für alle Terroraktivitäten verantwortlich, die aus dem Libanon gegen Israel gestartet werden.

Wie jede andere Nation hat Israel das Recht auf Selbstverteidigung. Wir werden weiterhin alles Notwendige tun, um uns selbst gegen die iranischen Versuche zu verteidigen, den Libanon, Syrien und den Gazastreifen als Terrorbasen für Angriffe gegen Israel zu nutzen.

Genauso, wie wir die Terrortunnel der Hamas an unserer Grenze zum Gazastreifen aufgedeckt und neutralisiert haben, werden wir auch die Terrortunnel der Hisbollah an unserer Grenze zum Libanon aufdecken und neutralisieren.

Und wie Sie wissen, habe ich gestern in Brüssel US-Außenminister Mike Pompeo getroffen. Wir haben die Verhängung neuer Sanktionen gegen die Hisbollah nach diesem Akt der Aggression besprochen. Und wir werden in den kommenden Tagen auch mit anderen führenden Politikern darüber sprechen, so auch mit UN-Generalsekretär Guterres.

Ich habe die israelische Delegation bei den UN gebeten, den UN-Sicherheitsrat dazu aufzurufen, eine Dringlichkeitssitzung gegen die Hisbollah und seine Aktionen einzuberufen. Israel wird weiterhin alles Notwendige tun, um unser Volk zu beschützen und unsere Grenzen zu schützen.“


Gaza: Israel verlangt vollen Waffenstillstand

Der israelische Premierminister Netanyahu (siehe Foto) hat sich in der wöchentlichen Kabinettssitzung zur Lage im Gazastreifen geäußert. Er erklärte:

„Wir befinden uns in einer Militäroperation gegen Terror im Gazastreifen. Dies hat wechselweise Schläge zur Folge. Unsere Forderung ist klar – ein vollständiger Waffenstillstand. Mit weniger werden wir uns nicht zufriedengeben.

Bis jetzt haben wir hunderte militärischer Ziele der Hamas zerstört, und die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) fordern jedes Mal einen höheren Preis. Ich werde unsere Einsatzpläne hier nicht offenlegen, doch sie sind fertig.

Unser Ziel ist es, die Ruhe für die Einwohner des Südens und der an den Gazastreifen grenzenden Region wiederherzustellen; diese Ziel wird vollständig erreicht werden.“

Quelle: Amt des Premierministers


Unionsfraktion: Israel hat das Recht und die Pflicht, seine Bürger zu schützen

Bericht über die israelische Militäroperation 2013

Vor der Veröffentlichung eines kritischen Untersuchungsberichts der Vereinten Nationen zum Gaza-Krieg im vergangenen Sommer hat eine hochrangige Militärdelegation, der auch General a.D. Klaus Naumann angehört, einen eigenen Bericht vorgelegt.

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):

„Die israelische Militäroperation Protective Edge im Jahre 2013 war notwendig, um die Menschen in Israel vor Angriffen aus Gaza zu schützen. Zu diesem Ergebnis kommen nicht nur der Vorsitzende der US Joint Chiefs of Staff, General Martin Dempsey, sondern auch eine hochrangige internationale Militärdelegation, der unter anderen der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, General a.D. Klaus Naumann, angehört.

Der jüdische Staat Israel hat das Recht und die Pflicht, sein Staatsgebiet und seine Bürger zu schützen. Bei der Operation Protective Edge hat Israel alles daran gesetzt, zivile Verluste unter den Palästinensern zu verhindern, obwohl diese oftmals von der Hamas als menschliche Schutzschilde eingesetzt wurden.

Wenn als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen Gegenangriffe notwendig wurden, wurden die Zivilsten zuvor stets gewarnt.

Seit der Beendigung der Operation unterstützt Israel aktiv den Wiederaufbau in Gaza. Seit Sommer letzten Jahres wurden mehr als 1,2 Millionen Tonnen Baumaterial geliefert – dies alles trotz der Gefahr, dass die Baumaterialien von der Hamas erneut zweckentfremdet werden könnten. Neben der Wiederaufbauhilfe hat die israelische Regierung aber auch viele Maßnahmen ergriffen, um das Leben der Menschen in Gaza zu verbessern und die Wirtschaft zu beleben.

Dies zeigt, dass Israel den Frieden in der Region ernsthaft will. Dabei unterstützt Deutschland als wichtigster Verbündeter den jüdischen Staat, denn seine Sicherheit liegt uns sehr am Herzen. Für das Ende von Terrorismus und Gewalt sowie für eine Zwei-Staaten-Lösung setzen wir uns engagiert ein.“


Israel: Regierungschef Netanjahu zieht seine Bilanz der Gaza-Militäroperation

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (siehe Foto: am  Rednerpult) äußerte sich auf einer Pressekonferenz wie folgt zu den Militärschlägen im Gazastreifen und zu dem in Kairo ausgehandelten Waffenstillstand:  statment270814BIG

„Die Umsetzung der Waffenruhe ist ein großer militärischer und diplomatischer Erfolg für den Staat Israel.

Die Hamas wurde hart getroffen und keine einzige ihrer Vorbedingungen für eine Waffenruhe wurde erfüllt.

Als Ministerpräsident Israels trage ich die oberste Verantwortung für die Sicherheit der Bürger Israels und dies hat meine Kollegen  –  Verteidigungsminister Moshe Ya’alon und Generalstabschef Lt.-Gen. Benny Gantz  [beide: siehe Foto]   – und mich während jeder Phase der Operation Schutzlinie geleitet. (…)

Vom ersten Moment an hatten wir ein klares Ziel: wir wollten der Hamas und den anderen Terrororganisationen einen harten Schlag zu versetzen und damit eine anhaltende Ruhe für alle Bürger Israels zu erreichen.

Zuerst haben wir das Netzwerk aus Angriffstunneln zerstört, das sie über die Jahre aufgebaut hatte.. Dies war der Grund für den Einsatz der Bodentruppen.

Als die Operation abgeschlossen war, haben wir die Kräfte abgezogen, um der Hamas nicht die Möglichkeit zu geben, unsere Soldaten zu töten oder zu entführen – was die Hamas nur zu gerne erreicht hätte. (…)

Der Rückschlag, den die Hamas einstecken musste, ist seit ihrer Gründung beispiellos, ein sehr harter Schlag. Ich möchte anmerken, dass sie auch einen diplomatischen Treffer einstecken mussten.

Die Hamas hat Bedingungen an den Beginn einer Waffenruhe geknüpft. Wir haben der ägyptischen Initiative für eine Waffenruhe schon in den ersten Tagen zugestimmt, bedingungslos und ohne zeitliche Beschränkungen, während die Hamas Bedingungen aufgestellt hat. (…) Keine ihrer Bedingungen wurde erfüllt. (…)

Werden wir unser Ziel einer dauerhaften Ruhe erreichen?

Ich glaube, es ist noch zu früh, das zu wissen, aber der harte Schlag, den die Hamas und die Terrororganisationen einstecken mussten, sowie unsere Möglichkeit, durch Grenzkontrollen die Wiederbewaffnung zu verhindern, die Chancen verbessert haben, dass wir dieses Ziel erreichen.“

Quelle: Amt des israelischen Ministerpräsidenten


Israelische „Operation Schutzlinie“: Daten und Fakten zum Gaza-Konflikt

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hatten die Militäroperation „Schutzlinie“ mit dem Ziel begonnen, die Terrorangriffe zu beenden, die vom Gazastreifen ausgehen. Screen-Shot-2014-07-08-at-3.54.46-AM-240x160

In den drei Wochen vor Beginn dieser israelischen Aktion am 8. Juli feuerten Terroristen 250 Raketen, die Israels Ballungsräume erreichen können und die Leben von 3,5 Millionen Israelis gefährden.

Mehr als eine halbe Million Israelis hat weniger als 60 Sekunden Zeit, einen Schutzraum aufzusuchen, nachdem die Sirene ertönt. Zehntausende Israelis haben dafür sogar nur 15 Sekunden Zeit.

Die Bedrohung durch Raketen

ZAHAL begann mit der Militäroperation als Reaktion auf den unaufhörlichen, wahllosen Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten aus dem Gazastreifen.
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Zwischen dem 8. Juli und 5. August
• feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen 3360 Raketen auf Israel.
• schlugen 2303 Raketen in Israel ein.
• schlugen 115 Raketen in Wohngebieten ein.
• wurden 584 Raketen vom Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ (Iron Dome) abgefangen.
• schlugen 119 Raketenabschüsse fehl.
• landeten 475 Raketen innerhalb des Gazastreifens.

Nach israelischen Geheimdienstinformationen waren Terroristen im Gazastreifen vor Beginn der
Operation im Besitz von ungefähr 10.000 Raketen. Ein Drittel dieser Raketen wurde auf Israel abgefeuert und ein weiteres Drittel von Einheiten von ZAHAL zerstört.

Die Bedrohung durch Terroristen-Tunnel

Am 17. Juli begaben sich Bodentruppen von ZAHAL in den Gazastreifen, um das unterirdische Tunnelnetzwerk zu orten und zu zerstören, das von der Hamas genutzt wird, um nach Israel einzudringen und Israel anzugreifen.

Zwischen dem 17. Juli und 5. August zerstörten Einheiten von ZAHAL 32 Tunnel.
14 dieser Tunnel führten nach Israel.
2 Tunnel hatten Zugänge, die 300 bis 500 Meter von der Grenze zu Israel entfernt waren.
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Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Operation-Schutzlinie-in-Zahlen.aspx