Pakistan: Zwei junge Christinnen ermordet

Zwei junge christliche Schwestern, Abida (26) und Sajida (28), die in der christlichen Kolonie Makhan in der Nähe von Lahore in Pakistan leben, wurden im vergangenen Dezember ermordet, nachdem sie sich geweigert hatten, zum Islam zu konvertieren.

Die Polizei verhaftete zwei muslimische Männer, Mumtaz Khan und Muhammad Naeem, die verdächtigt wurden, die Frauen getötet zu haben.

Wie Mushtaq Masih, Sajidas Ehemann, berichtet haben beide Schwestern in einer Pharmafabrik gearbeitet und waren seit dem 26. November 2020 verschwunden. Die Familien meldeten das Verschwinden der Polizei. Beide Schwestern hatten wiederholt berichtet, dass sie von ihren beiden Arbeitskollegen Muhammad Naeem und Mumtaz Khan sexuell belästigt wurden, die sie auch aufgefordert hatten, zum Islam zu konvertieren.

Die Nachricht von dem Mord wurde in den letzten Tagen von der Polizei bestätigt. Nach Angaben der Beamten, die die Leichen gefunden hatten, wurden beide Schwestern auf die gleiche Weise ermordet: Sie wurden mit Handschellen gefesselt und erwürgt.

Der evangelische Pastor Amir S. Masih, der der Familie der Opfer begleitet, berichtet gegenüber dem katholischen Fidesdienst, dass der größte Teil der Bevölkerung der Makhan-Kolonie aus Armen und Analphabeten besteht, die „keine andere Wahl haben, als als Arbeiter in den umliegenden Fabriken zu arbeiten , um Kleidung, Schuhe, Medikamente und verschiedene Materialien herzustellen“.

„Christliche Arbeiter werden misshandelt und gelten als minderwertig gegenüber Muslimen, während christliche Mädchen – besonders attraktive junge Frauen – belästigt werden und zum Objekt muslimischer Männer werden“, sagt der protestantische Geistliche.

Quelle: Fidesdienst – Gemälde: Evita Gründler


Pakistan: Kirche begrüßt staatl. Untersuchung islamischer Zwangsheiraten

Allgemein hat sich ihrem Eindruck nach im Pandemie-Jahr 2020 die Lage der Minderheiten in Pakistan verschlechtert.

Die Regierung in Islamabad will eine Koordinierungsstelle einrichten, um gegen islamische Zwangsheiraten vorzugehen. Die katholische Kirche in Pakistan begrüßt diesen Beschluss, da sie als religiöse Minderheit durch Zwangsheiraten oft in Bedrängnis gerät.

Nach Protesten der christlichen Kirchen in den vergangenen Monaten nach dem Fall von Arzoo Raja, einem 13-jährigen entführten Mädchen, das zur Heirat mit einem Muslim gezwungen wurde, und anderen ähnlichen Fällen, die in letzter Zeit Schlagzeilen machten, hat die Regierung die Einrichtung eines speziellen Zentrums angekündigt.

Es soll die Zwangsheiraten von Minderjährigen, die nicht-islamischen Minderheiten angehören, untersuchen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-12/pakistan-kirche-untersuchung-zwangsheiraten-islam-konversion.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Indien: Gewalt gegen Christen steigt weiter an

.
In Indien haben Hassverbrechen gegen Christen einem aktuellen Bericht zufolge während des Corona-Lockdown um mehr als 40 Prozent zugenommen.

Insgesamt seien in diesem Jahr bereits 293 Fälle von Hassverbrechen gegen Christen, darunter fünf Vergewaltigungen und sechs Morde, registriert worden, hieß es im Halbjahres-Bericht der ökumenischen Organisation „Persecution Relief“.

Die dokumentierten Fälle stellten nur einen Bruchteil der tatsächlichen Gewalt gegen Christen dar, betonen die Autoren des Berichts.

Indien wird von der hindu-nationalistischen „Indischen Volkspartei“ regiert, deren radikaler Flügel einen Staat auf der Grundlage hinduistischer Werte anstrebt, in dem andere Religionen keinen Platz haben.

Der Bericht bestätigt Dokumentationen anderer Organisationen zur Einschränkung der Religionsfreiheit in Indien.

In den vergangenen sieben Jahren ist Indien in der „World Watch List“ des Hilfswerks „Open Doors“ von Platz 31 auf Platz 10 der Länder mit Christenverfolgung gestiegen.

Quelle und vollständiger Bericht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-07/kirche-christen-hassverbrechen-diskriminierung.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Palmer kritisiert „Sonderrechte“ für Queere

Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer  hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, er sei „transphob“. Er hatte seinen Parteikollegen, der heute als Frau unter dem Namen Maike Pfuderer lebt, mit seinem abgelegten Vornamen Reinhard angesprochen.

Begehe man in dieser „Verbotswelt“ nur den kleinsten Fehler, drohe einem die „moralische Verdammnis“. Das zerstöre die liberale Demokratie, mahnte Palmer auf Facebook.

Pfuderer habe ihn über Jahre hinweg beleidigt und diffamiert, ergänzte der Grünen-Politiker. Er sei als Rassist bezeichnet und seine Ansichten mit Kot verglichen worden. Zudem habe der Parteikollege ihm unterstellt, asozial und moralisch verrottet zu sein.

Da Pfuderer durch seine Transsexualität aber einer Minderheit angehöre, sei sein Verhalten in den sozialen Medien nie dafür kritisiert worden. „Der Hetero hat eine Sonderpflicht, etwas zu dulden, das umgekehrt niemals erlaubt wäre. Für Queere besteht ein Sonderrecht auf Schutz vor jeder vermeintlichen Kränkung“, schrieb Palmer.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/palmer-warnt-vor-zerstoerung-der-liberalen-demokratie/


China: Ausbreitung der Corona-Pandemie unter Uiguren in Lagern befürchtet

Eine Million Uiguren in „Umerziehungslagern“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sorgt sich um die die Folgen der Corona-Pandemie für die Uiguren. Nach offiziellen chinesischen Angaben haben sich im uigurischen Autonomiegebiet Xinjiang in Rot-China (Ostturkestan) bisher nur 76 Personen mit dem Corona-Virus infiziert.

Nach Auffassung der IGFM ist das völlig unglaubwürdig. Da die Kommunistische Partei von Anfang an eine Desinformationskampagne bezüglich der Fallzahlen von COVID-19-Patienten betrieben hat, geht die IGFM von wesentlich mehr Infizierten aus und befürchtet eine Ausbreitung in den „Umerziehungslagern“.

Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation fordert die sofortige Freilassung von allen Menschen, die in den Umerziehungslagern in Ostturkestan festgehalten werden. „Eine von ihnen ist die Ärztin Dr. Gushan Abbas, die willkürlich interniert wurde und deren medizinisches Wissen gerade während der Pandemie von großem Nutzen in der Region wäre“, so die IGFM.

In den letzten Jahren hat sich die Menschenrechtssituation für die mehr als zehn Millionen Uiguren muslimischen Glaubens im Autonomiegebiet Xinjiang dramatisch verschlechtert. Sie leiden verstärkt unter politischer Indoktrination, weitreichenden Überwachungsmaßnahmen und willkürlichen Festnahmen.

Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen befinden sich über eine Million Uiguren in Umerziehungslagern. 

Schlechte medizinische Versorgung und Zwangsarbeit

Für die internationale Gemeinschaft ist es schwierig, sich ein vollständiges Bild von der aktuellen Situation in Ostturkestan zu machen, da die chinesische Regierung Details zum Ausbruch von COVID-19 in der Region unter Verschluss hält.

Der Weltkongress der Uiguren hat aktuell noch keine Informationen, ob das Virus bereits in den Lagern angekommen ist.

„Menschen, die aus Internierungslagern geflohen sind, haben uns berichtet, dass die Räume dort stark überfüllt und in einem sehr schlechten hygienischen Zustand sind“, erläutert Dolkun Isa, Präsident des Weltkongresses der Uiguren.

Hinzu kommt, dass die Internierten permanent physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt werden und dadurch gesundheitlich vorbelastet sind. Außerdem gibt es in den Internierungslagern keine ausreichende medizinische Versorgung. Im März dieses Jahres wurde öffentlich, dass mehr als 80.000 Uiguren und Angehörige andere Turkvölkern, die in Lagern inhaftiert waren, zur Zwangsarbeit in chinesische Provinzen außerhalb von Ostturkestan gebracht werden.

„Angesichts solcher menschenunwürdigen Praktiken sollte eigentlich ein Aufschrei durch die Welt gehen und das Vorgehen der chinesischen Regierung aufs Schärfste verurteilt werden. Stattdessen profitieren von dieser Zwangsarbeit sogar noch deutsche Unternehmen“, kritisiert die IGFM.

Selbst während des Lockdowns wurde diese Praktik fortgesetzt. Im Januar wurden die Uiguren nicht von den Behörden über die Quarantänemaßnahmen informiert und sie erhielten während der Ausgangsbeschränkungen auch keine Lebensmittel von der Regierung.

Diktatur setzt Assimilationspolitik trotz Krise fort

Die chinesische Regierung hat ihr Siedlungsprojekt in Ostturkistan aktuell sogar noch verstärkt und lockt gezielt Han-Chinesen in die Region, um so langfristig die dortige Demographie zu verändern. Außerdem werden chinesische Lehrer dazu gebracht, nach Ostturkistan zu ziehen, um die Assimilation der Uiguren weiter voranzutreiben und deren Kultur auszulöschen.

Auch die in anderen Ländern lebenden Uiguren stehen momentan vor enormen Herausforderungen. So leben zum Beispiel in der Türkei zwischen 40.000 und 50.000 Uiguren, von denen ein Großteil keinen Reisepass oder ständigen Wohnsitz hat und dadurch staatenlos ist.

[Weitere Informationen zu Menschenrechten in China]


Syrien: Assad würdigt einheimische Christen

Christen seien in Syrien nie „Ausländer“ gewesen, denn sie hätten zum Aufbau der syrischen Zivilisation beigetragen, indem sie deren Botschaft Seite an Seite mit ihren „muslimischen Brüdern“ in der ganzen Welt verbreiteten.

Dies unterstrich der syrische Präsident Bashar al Assad am 4. Juli 2019 bei einem Treffen mit katholischen Jugendlichen, die an einem „Sommercamp“ im Kloster Mar Tuma Saidnaya teilnahmen.

An dem Sommercamp beteiligte sich auch der syrisch-katholische Patriarch Ignace Youssif III. Younan, der auch bei der Begegnung mit Assad anwesend war.

Im Gespräch mit jungen Menschen wiederholte Assad, dass die stabile Präsenz und der ursprüngliche Beitrag der christlichen Gemeinschaften in Syrien ein wichtiger Faktor sei und das Land vielfältig bereichere.

Christen seien in Syrien – so zitieren die offiziellen Medien den Präsidenten – neben ihren muslimischen Brüdern die Erbauer der Zivilisation und der Menschlichkeit gewesen und hätten mit ihrem Patriotismus und ihrer Ausgewogenheit zum Scheitern der neokoloniale Aktionen beigetragen, die von feindlichen Kräften auf den Weg gebracht wurden, um den Terrorismus zu förderten, um die Nation zu spalten.

Die syrische Identität – so Assad – betrachte die harmonische Vielfalt als nationalen Schatz. Es gebe nicht den Gegensatz zwischen „Mehrheiten und Minderheiten“, den westliche Kreise gerne als Schlüssel zum Verständnis des Zustands hernehmen, wenn es um die Lebensumstände einheimischer Christen im Nahen Osten gehe.

Im Gespräch mit Assad stellten die Jugendlichen  Fragen zu vielen Problemen, die in Syrien durch den langen und verheerenden Konflikt verursacht wurden und machten Vorschläge, welchen Beitrag sie selbst zum Wiederaufbau des Landes leisten können.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Indien: Kerala als „Wiege“ der Charismatik

Von Felizitas Küble

In Indien sind die Christen eine minimale Minderheit von nur 2%; die Mehrheit davon ist katholisch. Lediglich in Kerala – einem süd-indischen Bundesstaat – gehen die Uhren anders, denn dort beträgt der christliche Anteil an der Bevölkerung das Zehnfache, nämlich 20%.

Die Katholiken dort bezeichnen sich auch als „Thomas-Christen“, denn sie berufen sich auf den Apostel Thomas, der ihnen das Evangelium verkündet haben soll. Die meisten Inder sind Hindus, sodann gibt es eine buddhistische und islamische Minderheit.

Allerdings ist gerade die Provinz Kerala besonders stark von der protestantischen Pfingstbewegung und der katholischen Charismatik geprägt; von dort aus verbreiten sich zahlreiche „Heilungsprediger“ über Indien und vor allem über Europa.

Anfang der 70er Jahre begann die Ausbreitung der pentekostalen Bewegung in Südindien – und zwar meist durch Katholiken, die in den USA an protestantischen Pfingstler-Seminaren teilnahmen, dort die „Geisttaufe“ empfingen und nun ihre Euphorie weitertrugen. Am bekanntesten ist hierbei Pater Rufus Pereira, der die Charismatik von Bombay aus verbreitete.

In den 80er Jahren wurden die ersten großen Seminarhäuser für charismatische Exerzitien gebaut, wofür sich Pater Mathew Naikomparambil besonders einsetzte. Inzwischen gibt es über dreißig solcher Exerzitienzentren in Kerala.

Ab Mitte der 90er Jahre zog es schwarmgeistige Heilungsprediger vermehrt nach Europa, besonders in die deutschsprachigen Länder. 

Zu den bekanntesten Ordenspriestern dieser Art zählen James Manjackal, Joseph Vaddakel, James Mariakumar, Josef Bill (+), Zacharias Thudippara; sodann die indisch-deutschen Nonnen Margaritha Valappila (Bad Soden-Salmünster) und ihre Kollegin Schwester Usha.

Während die protestantische Pfingstbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA entstand, dauerte es bei der katholischen Kirche 60 Jahre länger und war erst nach dem 2. Vatikanischen Konzil möglich, von dem viele Leute als einem „zweiten Pfingsten“ schwärmten.

Am 17. Februar 1967 nahm die katholische Charismatik ihren Anfang an der Duquesne-University in Pittsburgh, wo kath. Studenten einige Pfingst-Protestanten darum gebeten hatten, ihnen die Hände aufzulegen und sie dann von der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt wurden, z. T. in Zungen redeten und sangen oder „im Geiste ruhten“ (Rückwärtskippen in Trance, Hammersegen).

Danach gab es mehrere Konferenzen der Charismatischen Erneuerung; der 3. Internationale Kongreß wurde sogar in Rom abgehalten, wobei der belgische Kardinal Suenens die hl. Messe im Petersdom zelebrierte. Auch in Deutschland fand die Bewegung unter Katholiken seit 1972 eine gewisse Basis, blieb aber zunächst ohne größere Bedeutung.

Erst durch den – kirchlich nicht anerkannten –  Erscheinungsort Medjugorje und durch das verstärkte Eindringen indischer Heilungsprediger gewann die Charismatik unter Katholiken hierzulande erheblich an Boden.


Unionsfraktion kritisiert ungerechte Urteile gegen Reporter in Myanmar/Burma

Zwei myanmarische Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters sind heute zu sieben Jahren Haft wegen Landesverrats verurteilt worden. Die Recherche der Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo haben dazu beigetragen, die Hinrichtung von zehn Männern der Rohingya aufzudecken. Die Armeeführung musste die Tötungen eingestehen.

Dazu erklärt der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Die Verurteilung der beiden Reuters-Journalisten zu sieben Jahren Haft ist ein bitterer Schlag gegen die Pressefreiheit in Myanmar. Durch falsche Anschuldigungen und ungerechtfertigte Urteile soll die Wahrheit vertuscht werden. Der geplante Völkermord an den Rohingyas und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen dringend vor einem internationalen Gericht verhandelt werden.

Durch das drakonische Urteil gegen die beiden Journalisten soll ein Exempel statuiert werden, um andere Journalisten einzuschüchtern. Das heutige Urteil reiht sich in besorgniserregende Kette der Repression ein. Das Wegsperren von Journalisten, weil sie regierungskritisch berichten, wird die massiven Kriegsverbrechen nicht vertuschen können. Jeder, der hinschaut, weiß, wie massiv die Truppen gegen die Minderheit der Rohingya seit langem vorgehen. Das Urteil sollte korrigiert und die beiden Journalisten umgehend freigelassen werden.

Erst die Aufarbeitung des Geschehens in Myanmar kann eine stabile Grundlage für die Rückkehr der rund 700.000 Rohingya in ihre Heimat sein, die sich bereits seit über einem Jahr in Flüchtlingslagern im benachbarten Bangladesch aufhalten. Sie brachten sich dorthin in Sicherheit vor Massakern, systematischer Vergewaltigung und Brandschatzungen. Tausende Todesopfer sind zu beklagen.“

 


Ungarndeutsche sind im Parlament vertreten

Bis zum 2. Weltkrieg lebten Millionen Deutsche als Minderheit verstreut in ganz Europa. Heutzutage sind die meisten längst vertrieben worden, gestorben oder assimiliert. Doch Reste der deutschen Volksgruppen gibt es in vielen Staaten Europas.

In Ungarn verdoppelte sich innerhalb weniger Jahre die Zahl derer, welche sich zum Deutschtum bekennen (heute rd. 60.000). Erstmals seit 1945 haben die Ungarndeutschen den Sprung ins Parlament geschafft.

Die jeweiligen nicht-ungarischen Volksgruppen besitzen die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen. So können sie eigene Repräsentanten für das Parlament wählen, die von einer Fünf-Prozent-Hürde befreit sind.

Erfolg hatten die Ungarndeutschen bisher nie, zu mühsam ist der Prozess der Registrierung. 2014 schafften es die Ungarndeutschen, etwa 15.000 Stimmen unter den Deutschen zu sammeln. Dieses Jahr schafften sie mit 33.000 Stimmen einen weitaus besseren Erfolg und können mit Imre Ritter einen eigenen Abgeordneten entsenden.
 .
Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/0026652-Deutsche-Minderheit-Ungarn-erstmals-mit-einem-Abgeordneten-im-Parlament-vertreten

 


Unionsfraktion kritisiert Vertreibung muslimischer Rohingya aus Myanmar

Der UN-Sicherheitsrat hat sich mit der Lage der bis zu 370.000 vertriebenen muslimischen Rohingya im buddhistisch geprägten Myanmar (Burma) befasst.

Dazu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Die Vertreibung von 370.000 muslimischen Rohingya durch das Militär in Myanmar muss von der dortigen Regierung sofort beendet werden. Es ist keine Lösung, im Kampf gegen eine islamistische Rebellengruppe die Religionsgemeinschaft der muslimischen Rohingya insgesamt in Mithaftung zu nehmen und brutal zu vertreiben. Die Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht und gilt auch für Muslime.

Unter der Militärregierung in Myanmar steht das Grundrecht auf Religionsfreiheit permanent unter großem Druck. Religiöse Minderheiten, darunter besonders Christen und Muslime, werden verfolgt und diskriminiert.

Doch nach wie vor sind es die muslimischen Rohingya, die in Myanmar den stärksten Restriktionen und Diskriminierungen ausgesetzt hin – bis zum Entzug der Staatsbürgerschaft. Damit haben sie kaum Zugang zu Bildung, dem Arbeitsmarkt oder zu einer gesundheitlichen Versorgung.

Im Kampf gegen den islamistischen Terror gilt es zu differenzieren – das muss auch die Regierung in Myanmar beherzigen und unmenschliches Leid verhindern.“

Hintergrund:
In Myanmar wird dem Buddhismus eine hervorgehobene Stellung eingeräumt, daneben werden Christentum, Islam, Hinduismus und Animismus als Religionen anerkannt, die bereits bei Inkrafttreten der Verfassung in Myanmar existierten. Keinen Schutz vor Diskriminierung genießen Religionsgemeinschaften, deren Mitglieder auf Grund des Staatsbürgerschaftsgesetzes von 1982 nicht als eine der 135 Ethnien Myanmars anerkannt werden. Davon betroffen sind insbesondere Muslime in Rahkine.

Wie in zahlreichen anderen Staaten überlagern sich in Myanmar ethnische und religiöse Identitäten und führen zu Formen der Ausgrenzung von ethnisch-religiösen Minderheiten, was einer Entrechtung gleichkommt.