Bayern: Ministerin Müller kritisiert Bund wegen mangelnder Integrationsbemühungen

Sprach- und Wertekurse vermitteln LEITKULTUR

Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller (CSU) hat bei einem Besuch einer Flüchtlingsklasse betont, wie wichtig eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen sei und die Erfolge Bayerns in diesem Bereich herausgestellt. 400px-Csu-logo.svg

Müller stellte klar, dass vor allem das Erlernen der deutschen Sprache sowie das Einhalten unserer Regeln unabdingbar für gelingende Integration sind: „Wer deutsch spricht, sich an unsere Regeln hält und für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen kann, wird sich schnell in seiner neuen Heimat zurechtfinden.“

Weiterhin erklärte die Ministerin: „Integration kann nur gelingen, wenn alle unabhängig von Herkunft, Glauben und Kultur die in Deutschland geltenden Regeln annehmen und akzeptieren. Dazu gehören selbstverständlich die Werte des Grundgesetzes, wie die Rechtsstaatlichkeit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.“ alle_parlamente_01_59949a9a6f

Bereits seit dem Jahr 2013 bietet der Freistaat Deutschkurse zur Erstorientierung an, die auch das Modul „Werte und Zusammenleben“ beinhalten. „Wir legen hierfür mit unseren Kursen zur Wertevermittlung für Asylbewerber den Grundstein. Dadurch ermöglichen wir es ihnen, sich frühzeitig mit unserer Leitkultur und dem Verhalten im öffentlichen Leben in Bayern auseinanderzusetzen,“ so Müller.

Die Ministerin würdigte das Engagement Bayerns und kritisierte zugleich die mangelnde Unterstützung durch die Bundesregierung:

„Der Bund wird seiner Verantwortung bislang nicht gerecht. Deshalb geht der Freistaat mit seinen Sprach- und Wertekursen in Vorleistung. Jetzt muss der Bund endlich seiner Verpflichtung nachkommen und dringend ausreichend Kapazitäten und finanzielle Mittel bereitstellen. Nur so kann die Integration der Bleibeberechtigten gelingen“.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/oktober-2016/geltende-regeln-und-werte-akzeptieren/


Bayern: Ministerin fordert Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

Die bayerische Europaministerin Beate Merk fordert den Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Grund dafür sind die jüngsten Äußerungen des türkischen Staatsoberhauptes Erdogan. Die CSU-Politikerin (siehe Foto) erklärt dazu: kabinett_beate_merk

„Ob Einführung der Todesstrafe, Drohung mit dem Bruch des Flüchtlingsabkommens oder haltlose Vorwürfe, Deutschland würde den Terrorismus fördern: Der türkische Staatspräsident Erdogan führt die Türkei immer weiter von Europa weg.“

Eine Regierung, die ständig in Konflikt mit europäischen Grundüberzeugungen trete, könne laut Merk nicht ernsthaft Interesse an Beitrittsverhandlungen haben:

„Wer wirklich Teil der Europäischen Union werden will, verhält sich nicht so. Die aktuellen Entwicklungen in der Türkei zeigen deutlich: Ein Beitritt der Türkei in die EU ist völlig illusorisch. Die Beitrittsverhandlungen müssen abgebrochen werden.“

Foto: http://www.bayern.de/staatsregierung/kabinett/staatsministerin-dr-beate-merk/


Frankreich: Junge Ministerin bläst zum rhetorischen Sturmangriff auf die katholische Kirche

Grüne Politikerin droht Bischöfen mit Zwangsmaßnahmen

Ein Interview der französischen Wohnungsbauministerin Cécile Duflot (siehe Foto) hat zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen der sozialistischen Regierung und den katholischen Bischöfen geführt.

Die Ministerin bat „alle Gutwilligen“ doch sehr, angesichts des kalten Winters leerstehende Räume für Obdachlose zu öffnen, um dann wie folgt nachzulegen:1_0_644916

„Aber ich kann das Gesetz auch zwangsweise durchsetzen, zum Beispiel besitzt doch der Erzbischof von Paris einige Gebäude, die praktisch leer stehen.“

Eine kaum verhüllte Drohung mit Zwangsmaßnahmen, auf die der Sprecher der französischen Bischöfe, Bernard Podvin, wie folgt reagierte:

„Zunächst einmal rufe ich dazu auf, jede Polemik zu vermeiden, denn hier geht es um Hilfe für die Armen. Die Kirche ist da schon sehr lange aktiv, und sie hat nicht auf diesen Montagmorgen gewartet und auf dieses Säbelrasseln, um zu handeln! Alle Katholiken, die sich schon seit langem an der Seite der Armen engagieren, können Ihnen das bestätigen.

Seit Montag erleben wir übrigens ein starkes und sehr positives Medieninteresse für all das, was die Kirche im sozialen Bereich tut, und auch Menschen, die der Kirche eher fernstehen, sagen uns jetzt, wie sehr sie unsere Arbeit für die Armen doch schätzen.“

Mit „Säbelrasseln“ meint Podvin das, was die Ministerin Cécile Duflot  –  eine 37-jährige Grünen-Politikerin  –  in der Tageszeitung „Le Parisien“ sonst noch alles an Rundumschlägen gegen die kath. Kirche geäußert hat.

Textprobe: „Ich würde ohne Wimpernzucken handeln, wie das de Gaulle auch gemacht hätte. Ich hoffe doch sehr, dass es nicht zum Äußersten kommt, doch ich könnte es nicht begreifen, wenn die Kirche sich unserem Ziel der Solidarität versperren sollte.“

Der Bischofssprecher dazu:

„Es sind alle Bistümer in ganz Frankreich, die da wirklich eine gemeinsame Anstrengung machen! Ordensleute, Freiwillige – das sind beeindruckende Zahlen. Wir sollten jetzt wirklich jede Polemik fallenlassen, um vor Weihnachten den Kampf gegen diese Armut aufzunehmen. Wir brauchen jetzt die Kraft eines Abbé Pierre, der uns aufzurütteln wusste. Er sagte immer: Es ist sehr gut, was ihr schon macht, aber geht noch darüber hinaus! In diesem Sinne wollen wir handeln.“

Das Erzbistum Paris ist nach dem Staat und der Stadtverwaltung der größte Immobilienbesitzer in der französischen Hauptstadt. Seit 2008 führt es jedes Jahr die Kampagne „Hiver solidaire“ durch, zu deutsch „Solidarischer Winter“. Dabei werden Obdachlose und Bedürftige in 25 Pfarrgemeinden untergebracht, um nicht der Kälte draußen ausgesetzt zu sein.

„Viele Katholiken fragen sich in Frankreich, warum Frau Duflot nicht die vielen leerstehenden Gebäude in staatlichem Besitz erwähnt“, räsoniert eine katholische Internetseite.

„Viele glauben, das könnte etwas mit dem Streit über gleichgeschlechtliche Ehe zu tun haben. Mit der geheimen Hoffnung, die Kirche auf diesem Gebiet einzuschüchtern.“

Quelle (Text/Foto): Radio Vatikan