Tricks und Mirakel: Gab es 1965 ein zweites „Hostienwunder“ in Garabandal?

Ähnliche Phänomene beim Visonär Mario aus Brindisi

Solange das im spanischen Pyrenäendorf Garabandal angekündigte „Große Wunder“ auch nach über fünf Jahrzehnten auf sich warten lässt, müssen sich die Anhänger mit dem in der Szene so genannten „Kleinen Wunder“ aus diesem (kirchlich nicht anerkannten) „Erscheinungsort“ zufrieden geben. 

Um die Zweifel der Skeptiker zu zerstreuen, hatten die Sehermädchen um ein „Wunder“ bei der angeblichen Marienerscheinung gebettelt. Dieses Ereignis fand nach Auffassung der Anhänger am 18. Juli 1962 statt und steht als Filmdokumentation in geringerer Bildqualität zur Verfügung:

Siehe Videoquelle vom 18. Juli 1962: https://www.youtube.com/watch?v=2s7U2rG1mro

Was unter der Anhängerschaft höchst beeindruckt allein als „Hostie“ gedeutet werden kann, erweist sich für den nüchternen Betrachter eher als das Vorhandensein eines Drops oder sonstiger hell erscheinender Materie auf der Zunge der jungen Visionärin Conchita.

Dennoch beschreiben die Anhänger den Vorgang überaus begeistert: „Plötzlich wurde ein weißes Licht auf ihrer Zunge sichtbar, das sich zu einer Hostie formte.“  (Quelle: http://docplayer.org/28890676-Botschaften-von-garabandal.html)

Drei Jahre später lässt ein Video vom 18. Juni 1965 in besserer Qualität tiefere Einblicke in den Ablauf dieser Präsentation gewähren. Auf dem Farbfilm ist zu erkennen, wie sich die „Hauptseherin“ Conchita ab Minute 5:23 ein weißes Objekt (Oblate ?) sehr schnell auf die Zunge legt, um es den neugierigen Zuschauern dann erheitert bis belustigt  zu präsentieren.

Siehe Videoquelle vom 18. Juni 1965: https://www.youtube.com/watch?v=oUVQKlD6Ci0

Der Film aus dem Jahr 1965 zeigt deutlich, wie sich das „Sehermädchen“ anscheinend geschickt ein Objekt in den Mund steckt, auf ihrer Zunge erscheinen lässt und danach breit grinsend präsentiert. Die alberne Art und Weise spricht für sich und wirft ein weiteres kritisches Licht nicht nur auf das „Kleine Wunder“ von 1962, sondern auf das gesamte unterirdische Theater in Garabandal.

Den nüchternen Betrachter wird das Video an eine ähnliche Szene erinnern, die aus dem italienischen Brindisi rund um den angeblichen „Seher“ Mario bekannt ist. Dort zieht dieser Trickser ebenfalls schnell ein helles Objekt aus Richtung Hosentasche, um es der wundersüchtigen Anhängerschaft zu präsentieren. (Das betreffende Video googelt unter dieser Überschrift: MARIO D‘ IGNAZIO FALSO VEGGENTE PASSO FALSO BECCATO!)

Um den schnell ablaufenden Vorgang aus Garabandal im Video aus dem Jahr 1965 besser betrachten zu können, sollte die Wiedergabegeschwindigkeit im Videoplayer herabgesetzt werden – siehe hier im Bildformat die beschriebene Szene aus dem genannten Video.

Unser Autor mit dem Pseudonym „GsJC“ ist seit Jahren als Leserkommentator im CHRISTLICHEN FORUM aktiv und unserer Redaktion persönlich bekannt  


Esoterische Umarmung: Amsterdam, Medjugorje und die „Meister der Weisheit“

Von Felizitas Küble

Der Philosoph und Esoteriker Dr. Heinz Kuhberg aus Nordenau (Sauerland), der sich als „Katholik und Christ“ bezeichnet, schildert begeistert die „globale Wunderlogik“, die er seit Jahrzehnten beobachtet und in diesem 250 Seiten umfassenden Buch zusammenträgt, das im Jahr 2001 im Silberschnur-Verlag erschienen ist. titelbiild

„Die Zeichen mehren sich“, so lautet der bezeichnende Titel, der auf dem Cover ein wundersames „Lichtkreuz“ zeigt, das weltweit immer häufiger bemerkt werde, wie der Verfasser beschreibt.

Der Autor ist Anhänger einer gnostischen Jesus(irr)lehre, wie sie in einigen apokryphen Schriften aus den ersten christlichen Jahrhunderten grundgelegt wurde. (Apokryphen wurden von der Kirche bewußt nicht in den biblischen Kanon aufgenommen, gehören also nicht zur Sammlung neutestamentlicher Schriften.)

Laut jener Gnosis ist Jesus nicht wahrhaftig „ins  Fleisch gekommen“, sondern er lebte auf Erden als Geistwesen  –  nur mit einem Schein-Leib bzw. astralen (feinstofflichen) Körper umhüllt. (Diese häretische Auffassung nennt man kirchlicherseits den „Doketismus“.)  Zu eben diesem Doketismus bekennt sich der Verfasser ausdrücklich (S. 206 – 207).

Dr. Kuhberg listet über hunderten von Seiten die zunehmenden Zeichen und Wunder auf, die sich häufig als „Jesus-Visionen“ oder „Marienerscheinungen“ manifestieren würden.

Die „Meister der Weisheit“ vereinigen die Religionen

Dabei ist er sich zusammen mit dem von ihm vielgelobten britischen Esoteriker Benjamin Creme darüber einig, daß es sich bei diesen Phänomenen in Wahrheit um das Kommen von „Meistern der Weisheit“ handelt, welche als „Lehrer der Menschheit“ auftreten, um ein globales „Friedensreich“ einzuläuten und alle Religionen unter „Maitreya“ zu vereinigen. madonna-medj

Jener „Matreja“ wird als eine Art friedensstiftender Allerwelts-Messias angepriesen, in welchem das Gute aus allen Religionen vereint sei. Dieser „Christus“ sei wie einst der sog. „Meister Jesus“ kein Gott, aber eine überirdische „Wesenheit“.  Soweit dieser typisch esoterische Irrglaube.

BILD: Vielgerühmtes „Wunderfoto“ aus dem Fankreis von Medjugorje  –  Näheres dazu HIER)

Aber nun wird es aufschlußreich:

Der Autor erläutert an zahlreichen Stellen seines Buches, daß die wichtigsten himmlischen „Meister“ folgende drei sind:
1. der „Jesus-Meister“ (im Sinne der oben erwähnten Gnosis)
2. Maitreya – der Allround-Messias für unsere Zeit
3. Zudem jener Meister, „der einst die Mutter Jesu war
(vgl. z.B. S. 233).  Auf diesen Ex-Maria-Lehrer werden die weltweiten Marienerscheinungen zurückgeführt und als wunderbare Manifestation jenes „Menschheitslehrers“ beschrieben.

Dabei erwähnt der Verfasser die Zeitschrift „Share“ des Esoterikers Creme sehr häufig – und er fügt hinzu, daß in diesem seit 1982 erscheinenden Blatt nur solche Wunder-Berichte aufgelistet werden, in denen „die drei Meister ihre „Visitenkarte“ gezeigt haben“. (S. 233).

Der gnostische Meister, „der einst Maria war“

Jener Meister, der „einst die Mutter Jesu war“, erinnert freilich sogleich an die „Erscheinungen“ der sogenannten „Frau aller Völker“ in Amsterdam, die sich dort eben als jene vorstellte, die „einst Maria war“.

Die von der Amsterdam-Vision verlangte Anrufung zur „Frau aller Völker“ enthält jenen Satz („die einst Maria war“), den der Vatikan jedoch kirchlich verboten bzw. umformuliert hat („die selige Jungfrau Maria“).

Mindestens ebenso aufschlußreich sind allerdings die Bezüge zu Medjugorje, das in diesem Buch ebenfalls mehrfach positiv erwähnt wird.

Esoteriker Peterson „tief beeindruckt“ von Medjugorjemedia-372515-2

So heißt es auf S. 158 über Wayne Peterson, einen US-amerikanischen Diplomaten, dem sowohl der Maria-Meister wie auch „Maitreya“ erschienen seien, daß er sich zu einer Fahrt nach Medjugorje entschlossen habe, nachdem er von den dortigen Marienerscheinungen hörte:

„Was er dort erlebte, beeindruckte ihn tief. Aber erstaunt war er, als er mehrere Personen traf, die über Maitreya Bescheid wußten. Das war noch vor 1988. Und sie sagten ihm: Wenn Sie wissen, daß Maitreya der Christus ist, kennen Sie das letzte Geheimnis. Er traf auch eine Person, der die Maria eine Vision gegeben hatte. Und Maria sagte ihr, sie solle das Geheimnis über Maitreya noch für sich behalten.“

Ähnlich heißt es auf S. 208 erneut über Medjugorje als einem „Ort zahlreicher Marienwunder“: „Und dort erfuhr er: „Wenn Sie wissen, dass Maitreya der Christus ist, dann kennen Sie das letzte Geheimnis.“

Bereits vier Jahre nach dem Beginn der Medjugorje-Erscheinungen wurden die dortigen Ereignisse in „Share International“ von Benjamin Creme unter dem Titel „The Madonna von Medjugorje“ positiv gewürdigt: http://www.diewunderseite.de/marienerscheinungen/madonna_of_medjugorje.htm

So  kommt zusammen, was zusammengehört!

PS: Wie beliebt diverse Marienerscheinungen, vor allem aber Medjugorje, gerade bei Esoterikern sind, zeigt zB. diese Verkaufsseite mit „heiligem Wasser“ aus Medju, das als Glasfläschchen für sage und schreibe 90 Schweizer Franken verkauft wird: http://www.esoterik-versand.ch/amulett-heiliges-wasser-medjugorje-p-9348.html

Auch auf diesem esoterischen Blog (der sich mit „katholischen“ Inhalten bzw. Charismatischem und Wundergläubigem vermischt) wird für Medjugorje geworben, das Wasser von dort als „Licht-Wasser“ und „Gnaden-Wasser“ bezeichnet, ihm wundersame Wirkungen zugesprochen und die dortigen „Botschaften“ empfohlen: http://www.licht-farben.ch/sichtbares-unsichtbares.htm

 


„Blutende“ Jesus-Statue unter der Lupe

Im  Jahre 2009 berichtete Extranormal über eine blutende Jesus-Statue in Pakana/Mexiko:Scannen0006 - Kopie (3)
Direktlink zum Video auf Youtube

Jetzt macht Dr. Cornelius Courts in seinem Science-Blog BlooDNAcid auf die Fall-Untersuchung des forensischen Genetikers Hector Rangel-Villalobos aufmerksam.

FOTO: Der Name „Jesus“ steht auf diesem Baum inmitten der Innenstadt von Münster – eindrucksvoller als angeblich „blutende“ Statuen und sonstige mirakulöse „Wunderbilder“

Rangel-Villalobos nahm Proben vom “Jesus-Blut” auf einem Altartuch sowie eine Speichelprobe der Tochter des Hauses und erstellte daraus DNA-Profile. Das Ergebnis deutete darauf hin, dass …

… das Blut von Jesus, das ja angeblich aus der Statue fließt, nur weibliche Geschlechtschromosomen enthält. Außerdem fällt auf, dass die Quelle des Bluts aus der Statue in jedem STR-System mindestens ein Allel mit der Tochter gemeinsam hat, was ein mögliches Abstammungsverhältnis nahelegt.

Für die Wahrscheinlichkeit, dass die offenbar weibliche Person, deren Blut auf dem Altartuch war, die Mutter der getesteten Tochter des Hauses ist, hat Rangel-Villalobos einen Wert berechnet von: W > 99,99999 Prozent.

In einem Artikel für das Fachjournal Forensic Science International: Genetics drückte Rangel-Villalobos sich sehr vorsichtig aus, was man daraus schließen könnte.

Quelle: http://blog.gwup.net/2015/07/13/blutende-jesus-statue-mit-ausschlieslich-weiblichen-geschlechtschromosomen/

Foto: KOMM-MIT-Verlag


Bluttränen-Wunder oder schauriges Mirakel aus Medjugorje…?

Von Felizitas Küble

Eine Schweizer Leserin unseres CHRISTLICHEN FORUM hat uns auf ein neues Schau-Wunder aus dem kirchlich nicht anerkannten Marienerscheinungsort Medjugorje aufmerksam gemacht – hier ist es dokumentiert: http://gloria.tv/media/XKFa72bQP6R

Es zeigt einen italienischen Pilger vor der dortigen Madonnenstatue, der anscheinend „Blut-Tränen“ weint  – und zwar nicht wenige. bild0191

Die katholische Familienmutter meint dazu: „Hätte dies mein 12-jähriger Sohn gesehen, dann hätte er den Schock fürs Leben bekommen.“

Was bei diesem Phänomen und ähnlichen mirakulösen Vorgängen grundsätzlich zu bedenken ist:

Christus hat sich zu Schauwunder nicht hergegeben. Als der Teufel von Jesus in der Wüste verlangte, ER solle sich von der höchsten Zinne des Tempels herabstürzen, hat unser Erlöser dieses Ansinnen deutlich abgelehnt. Dabei wäre dies für ihn aufgrund seiner göttlichen Natur sicher eine Leichtigkeit gewesen. Satans verführerischer Wunsch scheiterte also nicht etwa an Jesu Fähigkeiten, sondern an seiner Weigerung, ein solches Schauwunder-Spektakel zur veranstalten.

Als Christus sich vor seinem schweren Leiden auf dem Ölberg in großer innerer Angst befand und sich gleichwohl dem Willen Gott-Vaters anheimstellte, hat ER zwar Schweiß „wie Blut“ geschwitzt, aber keine Bluttränen geweint. Im Lukas-Evangelium heißt es dazu: „Und ER betete in seiner Angst noch inständiger und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.“

Als Christus über Jerusalem weinte, weil die Bewohner mehrheitlich nicht an ihn glaubten, hat ER normale menschliche Tränen vergossen  –  und nicht etwa Blut-Tränen.

Auch von den Aposteln oder Märtyrern wurde nie übermittelt, daß sie Blut-Tränen geweint hätten.

Gemälde: Evita Gründler

 


Wundersame Mirakel gibt es auch in der Esoterik und in fremden Religionen

In schwarmgeistig-protestantischen oder erscheinungsfixiert-katholischen Kreisen ist das Wunder des Glaubens liebstes Kind  – oder soll man sagen: des Aberglaubens? media-372515-2

So gibt es gewisse  –  von pfingstlerischen Bewegungen so geschätzte  – außerordentlichen „Geistesgaben“ wie z.B. das Zungengebet oder das sog. „Ruhen im Geist“ (tranceartiges Umfallen, meist nach hinten) auch in okkulten bzw. spiritistischen Zusammenhängen und in heidnischen Religionen (das Rückwärtskippen zB. im Hinduismus als „Shakti Pat“).

Wir haben hier im CHRISTLICHEN FORUM zudem mehrfach berichtet, wie sich vermeintliche „Wundermadonnen“ (die Tränen oder gar Bluttränen weinten) als Schwindel oder als rein natürlich verursacht herausstellten.

(Zwei Beispiele siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/28/ratsel-um-wunder-madonna-in-belgien-gelost-statue-mit-leuchtfarbe-bedeckt/  und hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/11/08/medjugorje-wunder-statue-erweist-sich-als-dreister-schwindel/)

Tatsache ist zudem auch, daß die ersten 1200 Jahre der Kirchengeschichte derlei Vorgänge (blutende oder tränende Statuen, Bilder etc) nicht kannten  – auch danach geschah dies nur sehr selten, während es in den letzten Jahrzehnten hunderte solcher Phänomene gegeben haben soll.DSC_1185-3

Wundersüchtige Gläubige sollten stets bedenken, daß unerklärlich erscheinende Mirakel auch im Bereich der heidnischen Magie und in fremden Religionen vorkommen. Schon deshalb ist es leichtfertig, bei jedem wundersam erscheinenden Vorgang sogleich an ein himmlisch bewirktes Ereignis zu denken. Dies schließt freilich nicht aus, daß es auch in unserer Zeit göttlich verursachte Wunder gibt. Allerdings sollten Christen stets nüchtern und wachsam sein!

Abschließend ein Beispiel aus dem Hinduismus: Unter dem Titel „Wundersame Muttergottheit“ berichtet das Esoterik-Portal „Die Wunder-Seite“ aus England folgendes:

„In einem Tempel in der englischen Stadt Wolverhampton hat sich der Altar der Hindu-Göttin Mata (Mutter) Ambe zu einem Pilgerzentrum entwickelt, seit auf der Stirn der Gottheit Blut austritt. Ihr neuer Altar wurde am 6. Oktober 2002 zu Beginn des jährlichen neuntägigen Festes zu Ehren der Göttin aufgestellt, das Heiligtum blieb jedoch noch geschlossen, bis der Vorsteher des Gujarati Centre, Bhikhubhai Patel, es zwei Tage später für die Abendandacht öffnete.

Dabei entdeckte er rund um den Altar blutige Fußspuren und sah dann, daß die Figur, die einen verheerenden Brand im Jahr 1989 völlig unversehrt überstanden hatte, aus dem Punkt zwischen den Augenbrauen, dem sogenannten Bindi, blutete. Hindus sehen darin ein Wunder und reisen aus ganz Nordengland an, um der Göttin zu huldigen.

Quelle hierfür (dort das 9. Mirakel): http://www.diewunderseite.de/statuen/statuen.htm#26

 


Rätsel um „Wunder-Madonna“ in Belgien gelöst: Statue mit Leuchtfarbe bedeckt

Vor zwei Wochen schrieben wir kritisch über eine angeblich in der Nacht wunderbar strahlende Marienstatue in einem belgischen Dorf, die viele Neugierige und Wunder(aber)gläubige anzieht: siehe HIER.

Am 26. März berichtete Belinda Robinson in „Daily-Mail“ (online) über den weiteren Gang der aufsehenerregenden Dinge, wobei sich die Zahl der täglich ca 50 Besucher mittlerweile auf bis zu 500 Leute steigerte. Teils mußte die Polizei sogar Wachen um das Haus mit dem „Wunderbild“ postieren.

Katholische Kirche reagierte vorsichtig

Die katholische Kirchengemeinde äußerte sich von vornherein sehr zurückhaltend über das Phänomen. Erst müsse abgewartet werden, ob sich eine natürliche Erklärung finden lasse, hieß es aus Kirchenkreisen.

Allerdings hat sich das Rätsel um das glühende „Mirakel“ ohnehin gelöst:

Wissenschaftler der Universität Lüttich konnten herausfinden, daß die Statue mit Zinksulfit bzw. Leuchtfarbe bedeckt war. Teamleiter Dr. Rudi Cloots erklärte: „Diese Chemikalie wirkt hell und ist der Grund für das seltsame Licht.“


Medjugorje: Maria spricht allmonatlich zur Welt durch die „Seherin“ Marija

Nachdem sich das aufsehenerregende Mirakel um Vickas „Leuchtmadonna“ als Betrug herausstellte (die „Seherin“ hatte zuvor von einem „Wunder“ gesprochen), meldet sich das Medjugorje-Zentrum mit einer neuen Monatsbotschaft der Muttergottes“ vom 25. November, die wiederum an die Visionärin „Marija“ erging. media-372515-2

Es heißt dazu erklärend, daß die „Gottesmutter seit dem 24.6.1981 täglich als Königin des Friedens erscheint“, also seit über 32 Jahren.

Sodann wird hinzugefügt: „An jedem 25. des Monats empfängt sie von Maria eine Botschaft, die in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist.“

Die jüngste weltbewegende Botschaft lautet wie folgt:

„Liebe Kinder! Heute rufe ich euch alle zum Gebet auf. Meine lieben Kinder, öffnet die Tür des Herzens tief dem Gebet, dem Herzensgebet, dann wird der Allmächtige auf eure Freiheit einwirken können und die Bekehrung beginnt. Der Glaube wird fest werden, so dass ihr mit ganzem Herzen sagen könnt: “Mein Gott, mein Alles!“  –  Meine lieben Kinder, ihr werdet begreifen, dass hier auf Erden alles vergänglich ist. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

„Einwirken“ Gottes auf unsere „Freiheit“?

Aus unserer Sicht stellen sich hierzu folgende Fragen:

1. Was ist ein „Herzensgebet“ genau? Jedes Gebet, das „von Herzen“ kommt  –  oder ein spezielles charismatisches Medju-Gebet?

2. Unsinnig ist die Verheißung, nach solchem Herzensgebet „wird der Allmächtige auf eure Freiheit einwirken können und die Bekehrung beginnt“. Erstens respektiert der Allmächtige sehr wohl die menschliche Freiheit  –  natürlich auch die der Betenden; ER kommt ihnen zwar durch seine Hilfe und Gnade entgegen, doch schränkt der göttliche Beistand keineswegs die Willensfreiheit der Gläubigen ein.

Zweitens hätte man gern gewußt, warum die „Bekehrung“ bei den „lieben Kindern“ (also den „Sehern“ und wohl auch deren Anhängern) erst jetzt „beginnen“ kann. Haben jahrzehntelange „Erscheinungen“ bislang immer noch nicht dafür gesorgt?

3. Die „Festigkeit“ des Glaubens erweist sich keineswegs durch fromme Anrufungen („Mein Gott, mein Alles!“), sondern durch unsere Bewährung in der Nachfolge Christi, durch Nächstenliebe und Einhaltung der Gebote Gottes. Erinnern wir uns an Jesu Worte: „Nicht jeder, der HERR, HERR sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters erfüllt, der im Himmel ist.“

4. Lächerlich ist auch die Verheißung, nach dem „Herzensgebet“ und der „Bekehrung“ würden die „lieben Kinder“ dann „begreifen, dass hier auf Erden alles vergänglich ist“.  –  Diese Allerweltsweisheit, die selbst von Gottlosen nicht bestritten wird, bedarf sicherlich keiner besonderen Erleuchtung von oben!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster