Er starb in Dachau: Pfarrer Heinrich Schniers (1880-1942), ein Märtyrer aus Wippingen

Von Hermann Rieke-Benninghaus

Heinrich Schniers (siehe Foto) wurde am 25. März 1880 in Wippingen (Emsland) als ältestes von vier Kindern des Landwirts Heinrich Schniers (heutige Hofstelle Grüter-Deters, Heyenhorst 4) geboren.

Der Knabe besuchte das Gymnasium Antonianum in Vechta. Nach seinem Studium in Freiburg i. Br. und Münster wurde er am 23. März 1907 in Osnabrück zum Priester geweiht.

Seine erste Stelle trat er als Präzeptor (geistlicher Lehrer) des Konviktes in Meppen an, von 1910 bis 1913 war er Kaplan in Nordhorn, von 1913 bis 1921 Schulrektor in Fürstenau und von 1921 bis 1933 Kaplan an St. Bonifatius in Lingen (Ems).

Am 1. Mai 1933 wurde er zum Pfarrer der Kirchengemeinde St. Michael in Leer berufen.

Heinrich Schniers war der Heimatpfarrer des seligen Lübecker Märtyrers Kaplan Hermann Lange, der Leer verließ, um mit dem Theologiestudium in Münster zu beginnen. Lange kam in den Semesterferien regelmäßig nach Leer und engagierte sich als Gruppenleiter beim Kolpingverein.

Schniers geriet rasch in einen offenen Konflikt mit dem NS-Regime. Am 17. Dezember 1941 wurde er wegen angeblicher „defätistischer Äußerungen“ beim Besuch einer Familie in „Schutzhaft“ genommen.

Zum Weihnachtsfest kam er auf Bitten der Pfarrgemeinde und der Stadt Leer frei, wurde aber am 27. Dezember wieder verhaftet. Man brachte ihn ins Gerichtsgefängnis nach Nordenham. Nach monatelangen staatsanwaltlichen Ermittlungen wurde er der Gestapo überstellt und am 19. März 1942 in Sträflingskleidung durch die Straßen von Leer geführt.

Am 3. April 1942 erfolgte die Verschleppung ins KZ Dachau. Seine Häftlingsnummer war 29.668. Der Block 13, Stube 1, war sein Zugangsblock. Pater Josef Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, war zeitweise im gleichen Block. 

BILD: Der Meßkelch von Pfr. Schniers befindet sich heute in der Kirche von Lingen-Laxten. 

Der Körper von Heinrich Schniers war von Hunger, Misshandlungen und schwerer Anstrengung gezeichnet. Ein Mitbruder berichtet:

„So wurden Pastor Schniers die anstrengende Arbeit in der Heilkräuterplantage und das Leben im Block zu einer steten Qual, da er, dessen Sehkraft stark beeinträchtigt war, ständig zerbrochene Augengläser tragen musste, die nicht zu ersetzen waren. Eines Tages war es auch mit seiner Lebenskraft vorbei. Ich sehe ihn noch, wie man ihn auf einen Ackerkarren am Ende eines 1200-Mann-starken Arbeitskommandos niedersetzte: Zusammengeknickt der Leib wie auf einem Ecce-homo-Bild.“

Von Hunger, Misshandlungen und körperlicher Anstrengung geschwächt, wurde der Geistliche am 28. August 1942 in das Krankenrevier eingeliefert. Am 30. August starb er hier an „Darmkatarrh“.

Am 10.9.1942 wurde in Leer ein Leviten-Seelenamt für den verstorbenen Pfarrer gefeiert. Seine Urne wurde am 14. Oktober 1942 in Wippingen beigesetzt.

Nach Pfarrer Schniers sind Straßen in Wippingen und Lingen benannt, in Leer erinnert ein Weg an ihn.

Die katholische Kirche hat Heinrich Schniers als Glaubenszeugen in das Deutsche „Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ aufgenommen. Sein Gedenktag ist der 30. August.

 

 


Berlin-Neukölln: Gefährliche Körperverletzung wegen Kreuz an der Halskette erlitten

POLIZEI-Meldung Nr. 2093 vom 12.9.2017:

Berlin-Neukölln.Verletzt wurde ein Mann in den frühen Nachtstunden in Neukölln. Gegen 22 Uhr war Ermittlungen zufolge ein 23-Jähriger in der Nähe vom S- und U-Bahnhof Neukölln unterwegs und telefonierte dabei.
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Plötzlich seien zwei Männer an ihn herangetreten, sollen ihn auf seine um den Hals getragene, lange Kette mit einem Kreuz angesprochen und gefragt haben, warum er Christ geworden sei. Einer soll dem Angesprochenen dann die Kette vom Hals gerissen und diese auf den Boden geworfen haben.
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Anschließend habe er dem 23-Jährigen mehrmals mit einer Faust ins Gesicht geschlagen. Der zweite Mann soll den Attackierten dann festgehalten haben, während ihm der erste Angreifer zwei Schnittverletzungen am Oberkörper zugefügt habe.
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Anschließend flüchteten die Angreifer und ließen den Mann verletzt zurück. Das Opfer informierte mit seinem Handy Bekannte, die dann Polizei und Rettungskräfte zur Karl-Marx-Straße Ecke Herrnhuter Weg alarmierten.
Sanitäter brachten den 23-Jährigen zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen.
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Quelle: https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.629547.php
Ähnliche Vorfälle sind in letzter Zeit öfter vorgekommen, zumal in den „Problemzonen“ Berlins: https://philosophia-perennis.com/2017/07/14/berlin-tram/

Domspatzen-Causa: Kardinal Müller fordert eine Entschuldigung von J.-W. Rörig

Die „Passauer Neue Presse“ (PNP) veröffentlichte am 19. Juli 2017 in ihrer Online-Ausgabe ein Interview mit Kardinal Gerhard Müller, dem früheren Bischof von Regensburg und   –  bis vor kurzem – Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation.

Seine Amtszeit war von Papst Franziskus ohne Angaben von Gründen und in einem nur einminütigen Gespräch nicht verlängert worden. Müllers Berufung zum Glaubenspräfekten war vor fünf Jahren unter Papst Benedikt XVI. erfolgt.

Zur Aufarbeitung der Domspatzen-Causa weist der Kardinal (siehe Foto) gegenüber der PNP darauf hin, daß er seinerzeit als Regensburger Oberhirte nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen gegen Leitungspersonen des berühmten Knabenchors zuerst „diese Aufklärungsarbeit an die Institutionen des Bistums übertragen“ habe, so dass „mit der Untersuchung begonnen“ werden konnte. 

Durch ihn als ehem. Bischof von Regensburg und seinen Generalvikar Michael Fuchs sei die Aufarbeitung 40 Jahre nach den Taten erstmals eingeleitet worden: „Das geschah nach den Möglichkeiten und dem Kenntnisstand, den wir damals hatten.“

Damit widerspricht er Behauptungen des Mißbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, der erklärt hatte, Müller solle sich „wenigstens jetzt für die verschleppte Aufarbeitung“ der Mißbrauchsfälle bei den Domspatzen „entschuldigen“.

Der Kardinal fordert nun Rörig zur Entschuldigung auf für „Falschaussagen und falsche Informationen, die verbreitet werden“ auf und sagte der Zeitung, J.-W. Rörig solle sich „erst einmal die neunseitige Chronologie der Aufarbeitung durch die Diözese anschauen“ und die dort dokumentierte „Faktenklage akzeptieren“.

Die meisten Betroffenen in der Domspatzen-Causa erfuhren im Zeitraum von 1945 bis heute keine sexuellen Übergriffe, sondern körperliche Mißhandlungen, Schläge etc.    – dies wird in den Medien häufig mit dem 67 Mißbrauchsfällen in einen Topf geworfen. (Siehe hierzu den Bericht von Dr. Josef Bordat: https://jobo72.wordpress.com/2017/07/18/misshandlung-und-missbrauch-bei-den-regensburger-domspatzen-abschlussbericht/)

Auf die Frage der „Pasauer Neuen Presse“ an Kardinal Müller, ob er zu einem Gespräch mit den Opfern bereit sei, bejaht er dies und berichtet aus seiner eigenen Schulzeit:

„Ich habe es schon gesagt, ich bin zu jedem persönlichen Gespräch über diese schlimmen Erfahrungen von Menschen aus der damaligen Zeit bereit, da habe ich nicht die geringsten Schwierigkeiten. Ich darf aber feststellen, dass ich im gleichen Alter bin wie viele der Opfer.

Auch ich habe so Manches erlebt in meiner Schulzeit. Ohrfeigen und Stockschläge haben wir genug bekommen – es war übrigens keine kirchliche Schule. Freilich muss ich zugeben: Sexueller Missbrauch ist noch eine ganz andere Kategorie als pädagogische Übergriffe.“

Gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ sagte Müller, er habe angesichts der Fälle von Mißbrauch und Mißhandlungen „Scham für das, was in der Kirche passiert ist“ empfunden: „Als Kirchenmann ist das Leid der Opfer, ihrer Familien und Gemeinden auch mein Leid.“

Infos des BISTUMs REGENSBURG:
Links zur Causa Domspatzen, Dokumente, Abschlußbericht etc: http://www.bistum-regensburg.de/dienst-hilfe/praevention-missbrauch/zahlen-fakten/
Öffentliche Termine mit Kardinal Müller: http://www.bistum-regensburg.de/news/kardinal-mueller-im-bistum-regensburg-5548/

Domspatzen-Stellungnahmen zu Georg Ratzinger: http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/ehemalige-domspatzen-nehmen-georg-ratzinger-in-schutz-21705-art533743.html?p=1
Historiker Dr. Hesemann dazu: http://www.kath.net/news/60345
Domkapellmeister relativiert seine Vorwürfe gegen Georg Ratzinger: http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/domspatzen-regensburg-kritik-raztinger-100.html

Bericht auf dem Portal der Dt. Bischofskonferenz: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/muller-kritisiert-missbrauchsbeauftragten-rorig

Fotos: Bistum Regensburg


ZDF-Reporter über den IS-Terror: Unvorstellbare Gewalt gegen Andersdenkende

„Es lässt sich nicht anders sagen: Die Kämpfer des ‚Islamischen Staates‘ (IS) zelebrieren die Gewalt geradezu“. Darauf weist der ZDF-Journalist Hans-Ulrich Gack gegenüber Livenet hin: „Sie wollen zeigen, dass sie über den anderen Menschen stehen. Sie demütigen sie und gehen so brutal vor, dass sie bei ihren Feinden Panik auslösen.“

Der Reporter berichtete für das ZDF über Massengräber und Greuel Anfang Februar 2015. BILD0191

Zuletzt besuchte H.-U. Gack den Nordirak und sprach mit Opfern des IS-Terrors. Er sah Massengräber in Hardan und Khana Sor und berichtete darüber.

Man müsse sehen, so Gack, dass die Gewalt nicht allein Andersgläubige wie Christen und Jesiden betreffe, sondern auch gemäßigte Muslime oder Schiiten. Sie richte sich gegen jeden Menschen, der nicht so glaube wie die IS-Kämpfer.

Die islamische Religion werde auch benutzt, um Gewalt zu rechtfertigen; sei es Mord, Zerstörung oder Vergewaltigung. Er wisse allein von tausenden Mädchen und Frauen aus jesidischen Dörfern des Sinjar-Gebietes im kurdischen Nord-Irak, die von IS-Kämpfern verschleppt und misshandelt wurden.

Naef Jaso, ein jesidischer Stammesführer der Gemeinde Kocho, berichtete Gack von über eintausend Frauen und Kindern, die aus seiner Gemeinde verschleppt wurden. Mindestens vierhundert männliche Bewohner ab zwölf Jahren hätten die IS-Terroristen Anfang August vergangenen Jahres in Kocho gezielt ermordet und in Massengräbern verscharrt.

Der Reporter beruft sich auf zahlreiche Zeugenaussagen. So hat er mit Männern aus Kocho gesprochen, die diese Exekutionen schwer verletzt überlebt haben, ebenso mit jungen Frauen, die aus den Gefängnissen des IS ins Kurdengebiet fliehen konnten. Sie berichteten von wochenlangen, kaum vorstellbaren Misshandlungen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/themen/gesellschaft/international/afrika/269917-hier_tobt_der_schiere_albtraum.html

Gemälde: Evita Gründler


Mißhandlungs-Skandal in Burbach: Union kritisiert NRW-Innenminister Jäger (SPD)

Immer mehr schreckliche Einzelheiten über den Umgang des Sicherheitspersonals mit Flüchtlingen in Burbach werden bekannt.

Dazu erklärt die Bundestagsabgeordnete und Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion, Cemile Giousouf:

„Der Misshandlungsskandal im Flüchtlingsheim in Burbach ist noch schlimmer als bisher bekannt. Es war nur eine Frage der Zeit, dass es zu derartigen Übergriffen kommt. Das Sicherheitspersonal in Burbach hat Asylbewerber in sogenannten „Problemzimmern“ misshandelt, gedemütigt und ihnen Handschellen angelegt. 159481-3x2-teaser296

Als wäre dies nicht schlimm genug, sollen diese Vorkommnisse und Räume der örtlichen Polizei bekannt gewesen sein. Wie können Polizeibeamte wegschauen, wenn unschuldige Menschen der Freiheit beraubt werden?

Die mit der Flüchtlingsbetreuung beauftragten Unternehmen, bzw.  zweite oder gar dritte Subunternehmens haben einschlägig vorbestrafte Mitarbeiter mit rechtsradikalen Hintergrund, die sich selbst „SS-Trupps“ nannten und typische Tätowierungen der rechtsradikalen Szene trugen, beschäftigt. Wie können diese Menschen für die Sicherheit von Flüchtlingen sorgen?

Die Unterkunft in Burbach entwickelte sich zu einem rechtsfreien Raum. Eine Schande für Innenminister Jäger und ein Armutszeugnis für die Landesregierung. Die Betreiber der Flüchtlingsheime haben die Qualitätsstandards nicht eingehalten. Das Land NRW hat „die Kontrollen nicht ausreichend durchgeführt“, so Landesmutter Hannelore Kraft (SPD).

Ihr Argument, diesen Missstand mit steigenden Asylbewerberzahlen zu rechtfertigen, ist unfassbar. Eine menschliche Behandlung verdienen alle Flüchtlinge, egal ob 3 oder 300 zu uns kommen. Die Landesregierung hat ganz klar die ihr obliegende Pflicht zur Rechtsaufsicht nicht wahrgenommen und muss ernsthafte Konsequenzen aus dieser Sache ziehen.

Burbach ist kein Einzelfall. Medienberichten zufolge soll es in mindestens drei Unterkünften in Nordrhein-Westfalen Misshandlungen gegeben haben. Diese Vorfälle gefährden den guten Ruf unseres demokratischen Rechtsstaates.

Die Stärke einer Demokratie misst sich auch daran, wie man mit den Schwächsten in der Gesellschaft umgeht.“


KUBA: Gezielte Gewalt gegen Frauen und Minderjährige nimmt zu

Christliche „Damen in weiß“ mißhandelt

Am vergangenen Donnerstag, den 7. November, wurden 17 Mitglieder der Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“, unter ihnen die 15-jährige Marta Beatriz Ferrer Cantillo, nach einem Schweigemarsch in Santiago de Cuba verhaftet und auf einer Polizeistation misshandelt.

„Die Gewalt des Castro-Regimes gegen Bürgerrechtlerinnen und ihre minderjährigen Angehörigen nimmt zu“, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die kommunistische Gewalt richtet sich dabei immer häufiger vor allem gegen weibliche Oppositionelle: in Matanzas wurden am gestrigen Sonntag, dem 10. November, erneut zahlreiche Mitglieder der „Damen in Weiß“ geschlagen und verhaftet.

Am Nachmittag des 7. Novembers hatten die „Damen in Weiß“ in Santiago de Cuba, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, einen Schweigemarsch organisiert. Sie forderten auf Plakaten die Freilassung von drei politischen Gefangenen im Hungerstreik: Roilán Rensoler, Rubislandy González und Ángel Arzuaga „El Crítico“.

Nach Angabe von Belkis Cantillo, Mitglied der Bürgerrechtsorganisation, wurden die 17 Bürgerrechtlerinnen zur Polizeistation von Santiago de Cuba gebracht. Dort wurden sie von Polizisten in Zivilkleidung und von Gefangenen geschlagen und misshandelt.

Eine der Verhafteten war die erst 15-jährige Marta Beatriz Ferrer Cantillo, Tochter der „Dame in Weiß“ Belkis Cantillo und von José Daniel Ferrer, dem Sprecher der oppositionellen „Patriotischen Union Kubas“ (UNPACU).

„Alle Angreifer waren Männer“, so Belkis Cantillo. „Sie schlugen uns, versetzten uns Fußtritte und schleiften uns über den Boden“. –  „Wir versuchten, Marta Beatriz zu schützen, aber wir konnten nicht verhindern, dass sie misshandelt wurde“, erklärte Ana Celia Rodríguez, die ebenfalls unter den Verhafteten war.

„Damen in weiß“ nach Sonntagsmesse verhaftet

Am gestrigen Sonntag wurde in Matanzas, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, erneut eine Gruppe von „Damen in Weiß“ festgenommen, nachdem sie wie gewohnt nach der Sonntagsmesse mit ihrem üblichen Schweigemarsch die Freilassung aller politischen Gefangenen forderten.

Nach Angabe von Leticia Ramos Herrería, der Sprecherin der „Damen in Weiß“ in Matanzas, wurden die Bürgerrechtlerinnen von Staatssicherheitsbeamten misshandelt und in Autobusse gezerrt, als sie „Freiheit, Freiheit“ skandierten. Nach etwa zwei Stunden ließen Beamte die Bürgerrechtlerinnen weit entfernt von ihrer Heimatstadt wieder frei.

„Die von der Regierung organisierten Angriffe gegen Bürgerrechtlerinnen und ihre teilweise minderjährigen Angehörigen sind leider auf dem Vormarsch“, zeigt sich IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin besorgt. „Neu ist vor allem die Taktik der Regierung, Häftlinge zu brutalen Angriffen auf die Regimekritiker anzustiften“, so Lessenthin weiter.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/


Kommunistisches Kuba: über 900 Bürger-rechtler im Oktober 2013 verhaftet

Sacharow-Preisträger Fariñas von Polizisten mißhandelt

Allein im vergangenen Oktober ließ das kommunistische Castro-Regime 909 Menschenrechts-Aktive kurzzeitig festnehmen, berichten der kubanische Menschenrechtsverteidiger Elizardo Sánchez und der Menschenrechtsanwalt Juan Carlos Leiva. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die auf Kuba mit einer Gruppe vertreten ist, beklagt einen massiven Anstieg der „inakzeptablen Gewalt und Verhaftungen gegen Regimekritiker“.

Am vergangenen Wochenende wurden wieder 25 „Damen in Weiß“ festgenommen. Der Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments, Guillermo Fariñas, wurde, als er sich bei Polizeistationen über die Verhaftungen beklagte, so sehr mißhandelt, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte.

Wie der unabhängige Gewerkschafter Iván Carrillo der IGFM berichtete, wurden in Cárdenas und Colón (Provinz Matanzas) 16 Mitglieder der christlichen Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“ verhaftet und geschlagen, als sie die Sonntagsmesse besuchen wollten.

Die Systemkritikerin Leticia Ramos mußte wegen eines Schlags in den Nacken ins Krankenhaus gebracht werden. Laut Carrillo wurde von der Polizei sogar explizit angeordnet, die Bürgerrechtlerinnen bei der Verhaftung zu schlagen.

Der Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments, Guillermo Fariñas, wurde von paramilitärischen Castro-Anhängern zusammengeschlagen, als er sich bei einer Polizeistation über die Verhaftung von 11 „Damen in Weiß“ in der Provinz Villa Clara beklagte.

Aufgrund schwerer Verletzungen an Hinterkopf, Knie und Unterarm mußte er in der Universitätsklinik Arnaldo Milián in Santa Clara (Provinz Villa Clara) behandelt werden, so die IGFM.

TERMIN-Hinweis

Aktuelles Forum Kuba: Payá-Tochter bei der IGFM
Datum: Mittwoch, 6. November 2013, Beginn: 11.30 Uhr
Ort: IGFM Geschäftsstelle, Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt am Main

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/