Idans Familie erhält Todesdrohungen nach einem Selfie-Foto mit Miss Israel

Die Familie der Miss Irak Sarah Abdali Idan sah sich Medienberichten zufolge gezwungen, das Land zu verlassen, nachdem sie ein Selfie mit Miss Israel, Adar Gandelsman gepostet hatte.

Idan und Gandelsman hatten das Bild im November bei einem Schönheitswettbewerb in Las Vegas aufgenommen. „Als Adar mir anbot, sich gemeinsam zu fotografieren, sagte ich: klar, warum nicht“, so Idan laut Internetportal Ynet.

Idan lebt in den USA  –  und am vergangenen Wochenende erklärte ihre Familie, sie sei ihr nun dorthin gefolgt. Nachdem das Foto im Irak und dem Rest der arabischen Welt sehr häufig geteilt worden sei, habe die Familie Todesdrohungen erhalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Selfie mit einer Miss Israel für arabische Schönheitsköniginnen zum Problem wird: Bereits zwei Mal in den vergangenen zehn Jahren wurden allein die Gewinnerinnen des libanesischen Miss-Wettbewerbs bedroht, weil sie sich mit israelischen Amtskolleginnen gezeigt hatten.

Quelle: Israelische Botschaft, Ynet


Titi, eine äthiopische Migrantin, wurde jetzt zur „Miß Israel“ gewählt

Yitish Aynaw  –  genannt „Titi“  –  ist am Mittwoch zur „Miß Israel“ gewählt worden und gewann damit als erste Jüdin äthiopischer Herkunft diesen Wettbewerb.

Aybaw war im Alter von 12 Jahren nach Israel eingewandert: „Das war sehr hart: eine neue Sprache, eine moderne Gesellschaft.“  

Die heute 21-jährige, ehem. Offizierin der israelischen Armee lebt in Netanya und leitet ein Modegeschäft. Ein Freund hatte sie zu dem Wettbewerb angemeldet.


Yitish Aynaw mit der Siegerkrone (Foto:E.Gershgoren)

Während des Wettbewerbs, der im Internationalen Messezentrum in Haifa stattfand, sagte sie der Jury: „Es ist wichtig, dass ein Mitglied der äthiopischen Gemeinde diesen Titel gewinnt. Es gibt so viele Gemeinschaften verschiedener Herkunft in Israel  –  das muss man der Welt zeigen.“

Die  junge Frau schmiedet weitere Zukunftspläne: sie will die erste dunkelhäutige Fernsehmoderatorin Israels werden.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin