In Israel hätte Obama haushoch verloren: nur 26% Ja-Stimmen

„Dies ist wahrscheinlich kein guter Morgen für Benjamin Netanjahu“, so der Kommentar des orthodoxen israelischen Innenministers, Schass-Parteichef Eli Ischai, nachdem klar war, daß US-Präsident Barack Obama die US-Wahlen gewonnen hatte.

Einer Umfrage der israelischen Webseite MAKO zufolge hätten 52% der Israelis für den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gestimmt und nur 26% für den wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama. 

Foto: KOMM-MIT-VERLAG

In Israel ist der amerikanische Präsident bei weitem nicht so beliebt wie in der westlichen Welt. Der Grund ist vor allem, daß Obama als US-Präsident viele islamischen Länder besucht hat, nicht aber Israel.

Zudem hat er den Israelis in puncto Atomkrise mit dem Iran keine volle Rückendeckung gegeben. Darüber hinaus vermittelt er das Gefühl, eher die palästinensische Seite im Nahostkonflikt zu unterstützen.

Israels Regierungschef Netanjahu, der sich vor und während der US-Wahlkampagne deutlich für Mitt Romney eingesetzt hatte, veröffentliche gestern ein kurze Meldung: „Der strategische Bund zwischen Israel und den USA ist stärker als je zuvor. Ich werde weiterhin mit Präsident Obama im Interesse der Sicherheit des Volkes Israel zusammenarbeiten“.

In den israelischen Medien wird seitdem über die neue und nicht einfache Situation zwischen Jerusalem und Washington diskutiert.  

Quelle: Webseite „Israel heute“


USA: Herausforderer Romney kündigt an, ein „Anti-Abtreibungs-Präsident“ zu werden

Am 6. November 2012 finden die Präsidentschafts-Wahlen in den Vereinigten Staaten statt. Am gestrigen 11. Oktober gab es zwischen den beiden Vizepräsidentschafts-Kandidaten Joe Biden (Demokrat) und Paul Ryan (Republikaner) ein hartes Fernsehduell, wobei es auch um die Abtreibungsfrage ging. 

Laut Umfrage des Nachrichtensenders CNN sahen 48 Prozent den konservativen Herausforderer Ryan vorn; für 44 Prozent war es der amtierende Vizepräsident Biden. 

Beide Politiker sind zwar Katholiken, wobei Biden jedoch – wie die meisten Demokraten – liberal bis links orientiert ist.

Der Republikaner Ryan hingegen denkt konservativ in moralischen und gesellschaftspolitischen Fragen sowie liberal in wirtschaftspolitischer Hinsicht (er plädiert für weniger Staat und mehr Eigenverantwortung des Einzelnen).

Paul Ryan scheute sich gestern nicht, in puncto Abtreibung Klartext zu liefern:

Er widersprach US-Vizepräsident Joe Biden, als dieser erklärte,  er lehne persönlich zwar die Abtreibung ab, denn das menschliche Leben beginne mit der Befruchtung –  aber er wolle seine Ansichten anderen nicht „aufdrängen“. 

Der Republikaner hingegen betonte, man könnte Privatleben und öffentliches Leben in solch wesentlichen Fragen nicht trennen.

Er selber vertrete das Lebensrecht ungeborener Kinder  nicht allein deshalb, weil er katholisch sei, sondern weil auch Vernunft und Wissenschaft den konsequenten Lebensschutz erfordern.

Weniger eindeutig äußerte sich hingegen der republikanische Präsidentschafts-Kandidat Mitt Romney, der den Mormonensekte angehört  –   genauer betitelt diese sich als „Kirche Christi der Heiligen der Letzten Tage“. 

Romney lieferte während der letzten Monate in puncto Lebensrecht eher einen Eiertanz als eine konsequente Linie: 

Immerhin kündigte er an, er wolle als künftiger Präsident die staatlichen Zahlungen an die Beratungs- und Abtreibungsorganisation Planned Parenthood (der deutsche Zweig davon ist der gleichgesinnte Verband „Pro familia“) einstellen.

Nachdem Romney, der frühere Gouverneur von Massachusetts, zunächst erklärt hatte, er strebe keine Verschärfung der Abtreibungsgesetze an, ein solches Vorhaben stände „nicht auf seiner Agenda“, stellte er am vorigen Mittwoch auf einer Wahlkampftour durch den Bundesstaat Ohio klar: 

„Ich bin ein Anti-Abtreibungs-Kandidat und ich werde ein Anti-Abtreibungs-Präsident sein.“ 

Möglicherweise will er mit seinem jüngsten Vorstoß dem konservativen Flügel der Republikaner entgegenkommen, der seine Wankelmütigkeit schon länger kritisch beobachtete.

Zu dieser Strömung zählen sowohl glaubenstreue Katholiken wie auch bibelorientierte Evangelikale, die sich bei diesem Thema völlig einig sind. Romneys bisheriger Zickzack-Kurs verärgerte bislang einen Großteil der eigenen Anhänger.  

Man wird sehen, wie lange der Herausforderer seine jetzige Position, ein „Anti-Abtreibungs-Kandidat“ zu sein, durchhält.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Mechthild Löhr, CDL


USA: Der konservative Herausforderer Romney siegte beim Fernsehduell gegen Präsident Obama

Zwei Drittel der US-Amerikaner wünschen einen Präsidenten mit starkem Glauben.

Aus dem ersten Fernsehduell zwischen US-Präsident Barack Obama und Ex-Gouverneur Mitt Romney vor den Wahlen am 6. November ist der Herausforderer als Sieger hervorgegangen.

In einer Blitzumfrage des Nachrichtensenders CNN vom 3. Oktober sahen 67 Prozent den 65-jährigen Republikaner und 25 Prozent den 51-jährigen Demokraten vorn; der Rest war unentschieden.

In der ersten von drei Debatten zwischen Obama und Romney ging es um die Wirtschafts-, Steuer- und Gesundheitspolitik. Aber auch die Religion spielt in der US-Politik eine große Rolle. Zwei Drittel aller 314 Millionen US-Bürger wünschen sich einen Präsidenten mit starkem Glauben.

Obama ist Protestant. Er fand als junger Mann vor allem durch das soziale Engagement in der Vereinigten Kirche Christi in Chicago zum Glauben. Diese theologisch liberale Konfession steht in Kirchengemeinschaft mit der deutschen Union Evangelischer Kirchen (UEK).

Romney gehört – wie seine Vorfahren – der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen) an. Als junger Mann war er zwei Jahre lang als Mormonen-Missionar in Frankreich und später als ein Ortsbischof der Religionsgemeinschaft tätig.

Beide  –  Obama und Romney  –  erfahren wegen ihrer Religionszugehörigkeit auch Widerstand aus den Reihen der rund 60 Millionen Evangelikalen. So wird in theologisch konservativen Kreisen immer wieder die Vermutung geäußert, Obama sei gar nicht Christ, sondern heimlich ein Moslem. Romney wird oft als „Sektierer“ bezeichnet, da er den Mormonen angehört. 

Das „Buch Mormon“ wurde vom Gründer dieser Sekte, Joseph Smith (1805-1844), aufgrund von Visionen und „göttlicheen Eingebungen“ verfaßt. 

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA


USA: Obama und sein Herausforderer Romney präsentieren ihre „Frömmigkeit“

Würden in deutschen Wahlkämpfen  –  oder in denen westeuropäischer Länder  –  die Kandidaten damit wetteifern, wer gleichsam der Frommste unter ihnen sei,  wäre dies für die meisten Medien   –  und wohl auch nicht wenige Bürger   –  ein Anlaß für Gelächter, Spott und Ironie.

Nicht so in Amerika. Wer in den USA „punkten“ will, wer bei den Wählern  siegreich „landen“ möchte, muß seinen „guten Draht noch oben“ herausstellen, gerne die Bibel zitieren und auch sonst der Frömmigkeit  – gepaart mit einer starken Portion Patriotismus – huldigen, zumindest nach außen hin.

Insofern laufen in den USA die Uhren tatsächlich anders als im „alten Kontinent“, was auf den ersten Blick umso erstaunlicher erscheint, als in den Vereinigten Staat eine strikte „Trennung von Kirche und Staat“ in der Verfassung verankert ist. 

Gleichwohl ist selbst bei den linksliberalen Demokraten kein Parteitag ohne öffentliche Gebete denkbar  – erst recht nicht bei den konservativen Republikanern.

Der frühere Präsident Ronald Reagan, der sein Christentum durchaus ernst meinte, hat sogar das Gebet in den staatlichen Schulen eingeführt. In vielen Unterrichtsräumen der USA hängen die Zehn Gebote Gottes.

Sind die „frommen Sprüche“ immer nur „Heuchelei“?

Natürlich kommt hier gerne  – und durchaus nicht ganz zu Unrecht   – der Einwand, vieles von dem „frommen Zirkus“ überm großen Teich sei ohnehin nur Heuchelei und Taktik.

Das mag zum Teil stimmen, doch der Unterschied zwischen den USA und Europa besteht darin, daß diese „Taktik“ von Politikerseite deshalb praktiziert wird, weil sie dort im Volke ankommt  – und auch in den Medien normalerweise nicht madig geredet wird. Das wäre hierzulande leider anders.

Immerhin spielen Glaube und Frömmigkeit im öffentlichen Leben Amerikas eine anerkannte Rolle  – und sie werden nicht ins Mauseloch der Privatsphäre verdrängt. Das ist grundsätzlich positiv zu bewerten, vor allem hinsichtlich der Jugend, die damit eine gewisse christliche Prägung auch von außen her erfährt. 

Freilich sind die „frommen Sprüche“ von US-Präsident Obama schon deshalb unglaubwürdig, weil er zB. für die Abtreibung und für die Homo-„Ehe“ eintritt.

Unlängst haben Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney  wieder einmal die Bedeutung des Glaubens für ihr politisches und privates Leben hervorgehoben.

Der christliche Glaube gebe ihm die Gewißheit, „dass ich geliebt bin“, sagte Obama der christlichen Zeitschrift Cathedral Age. Zudem erklärte er, der 46. Psalm sei einer seiner Lieblingstexte. „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke,darum fürchten wir uns nicht“ heißt es darin.

Wichtig sei ihm auch Jesaja, Kapitel 40, Vers 31: „Die auf den HERRN vertrauen, erhalten neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler „.

Der republikanische Kandidat Romney –  er ist Mitglied der Mormonensekte  –  erklärte in einem Interview mit dem gleichen Magazin, sein Glaube lehre, daß „man Gott ehren und den Nächsten lieben“ müsse. Seine Religion sei gegründet auf der Überzeugung, „dass wir für einander verantwortlich sind, besonders für unsere amerikanischen Mitbürger, aber auch für jedes Kind Gottes“. 

Romney betonte, die USA müßten „den Schöpfer ehren“. Die „Grossartigkeit“  der Nation habe nur Bestand, wenn auch die Justiz die Glaubensgrundlage der Verfassung respektiere.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


USA: Präsidentschaftskandidat Romney präsentiert gläubigen Katholiken als Vize

Der Schachzug ist ein Plus für den Republikaner Romney bei katholischen und evangelikalen Stimmen

Wenn Mitt Romney im Herbst den Kampf ums Weiße Haus gewinnt, zieht auch ein überzeugter Katholik mit ein: Paul Ryan, der voraussichtliche republikanische Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten.

Ferdinand Oertel,  Experte von Radio Vatikan für die Kirche in den USA, sieht zwei Gründe dafür, daß Romney jetzt die katholische Karte zückt:

Zum einen laufe der Wahlkampf des voraussichtlichen republikanischen Spitzenkandidaten für das Präsidentenamt im Moment nicht so richtig rund, da sei ein Knalleffekt nötig gewesen.

Zum anderen schreibe eine US-Zeitschrift zu Recht:  „Mit der Berufung Ryans zielt er Romney auf die katholischen Stimmen, aber auch auf die Evangelikalen, denn die sind etwas skeptisch gegenüber ihm als Mormonen. Die Katholiken hingegen sind gespalten; auf die Konservativen dürfte Ryan besonders abzielen, weil er zu ihnen auch gerechnet wird.“

Kein Zufall ist es wohl, daß sich Ryan beim ersten Mal an Romneys Seite von seiner Familie umgeben präsentierte. Nach allem, was man wisse, sei der republikanische Nachwuchsstar mit Tea-Party-Ausstrahlung ein überzeugter Katholik.

„In seiner Heimat-Bistumszeitung hat der Generalvikar festgestellt, Ryans Glaube beeinflusse auch ganz sein politisches Leben. „Er glaubt, dass die Rechte des Menschen von Gott kommen und dass sie sich auf Gottes Rechte der Menschenwürde und das Naturrecht verlassen sollen.“  –  Der 42-jährige Ryan, der verheiratet ist und drei Kinder hat, ist auch in seiner Pfarrei sehr aktiv – und sogar Obama hat ihn als Familienmenschen gelobt! Aber eben nicht für seine politische Haltung.“

Romney könnte „eine Chance haben“, wenn der Katholik Ryan es schaffen sollte, viele katholische Stimmen im Mittleren Westen auf sich zu ziehen, so Oertel. „Vor allem im Bible Belt (Bibelgürtel), der noch sehr konservativ ist“  –  und dieser Teil der USA ist von bibeltreuen Evangelikalen geprägt, die den katholischen Moralvorstellungen sehr nahestehen.

Quelle: Radio Vatikan



USA: Mitt Romney bekräftigt Bündnis mit Israel und setzt religiöse Akzente in Jerusalem

Der voraussichtliche US-republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hielt am 29. Juli 2012 eine Rede in Jerusalem, die mit den Worten schloß: „Möge Gott Amerika segnen und möge er den Staat Israel segnen und schützen.“

Romney betonte vor allem die geistig-politischen Gemeinsamkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Land; hier einige Auszüge aus seiner Grundsatzrede:

„Unsere beiden Nationen sind durch mehr als 5000 Meilen getrennt. Doch als Amerikaner im Ausland kann man den Idealen und Überzeugungen meines eigenen Landes nicht viel näher kommen, als Sie das hier in Israel tun.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Sicherheit Israels unabdingbar für die nationalen Sicherheitsinteressen der USA ist.

Unser Bündnis geht tiefer als Entwürfe für Strategien oder das Abwägen von Interessen. Die Geschichte, wie Amerika aufstieg, um ein so enger Freund des Volkes Israel zu werden, gehört zum Besten und Hoffnungsvollsten der Geschichte unserer Nation.

Die dauerhafte Allianz zwischen dem Staat Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika ist mehr als ein strategisches Bündnis; es ist eine Kraft des Guten in der Welt.

Amerikas Unterstützung für Israel sollte jeden Amerikaner stolz machen. Wir sollten es den unvermeidbaren Komplexitäten der modernen Geopolitik nicht gestatten, fundamentale Maßstäbe zu verschleiern.

Ein freies und starkes Amerika wird immer auf der Seite eines freien und starken Israel stehen.

Unsere beiden Länder sind durch Geschichte und Überzeugung miteinander verbunden. Kein Individuum, kein Staat, keine Weltorganisation wird uns auseinander bringen. Und so lange wir zu einander stehen und einmütig zusammenstehen, gibt es keine Bedrohung, die wir nicht überwinden können und sehr wenig, was wir nicht erreichen können.“

 


Umfrage in USA: Obama und sein Herausforderer Romney gleichauf

US-Präsident Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney liegen in der Gunst der US-Wähler gleichauf. Die US-Präsidentschaftswahl findet am 6. November statt.
Momentan erreichen Obama und Romney jeweils 47 Prozent der Stimmen, wie eine Umfrage der „Washington Post“ und des US-Fernsehsenders ABC ergab.

74 Prozent der Befragten gaben zudem an, sich bereits auf Obama oder Romney festgelegt zu haben, zwölf Prozent seien sich ziemlich sicher, einen der beiden Kandidaten zu wählen, während acht Prozent angaben, ihre Meinung möglicherweise noch einmal zu ändern.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur