Wunderbare Strahlenmadonna in Belgien?

Medjugorje-Lichtstatue erwies sich als Schwindel

Unter dem Titel „Leuchtende Madonna erstaunt in Belgien“ berichtete die Mittelbayerische Zeitung kürzlich über den neuen Fall einer „Wunderstatue“, diesmal in einen belgischen Dorf.

Im vorigen Herbst sorgte ein ähnliches Phänomen im kirchlich nicht anerkannten Medjugorje bereits für Aufsehen in erscheinungsfrommen Kreisen. Dort soll eine Statue der Hauptseherin Vicka auf unerklärliche Weise hell erstrahlt sein. Die Visionärin selbst äußerte sich ebenfalls zugunsten des „Wunders“. 0022

Allerdings wurde der „lichtvolle“ Vorgang, den wir im CHRISTLICHEN FORUM sogleich kritisch „beleuchtet“ hatten, später als Betrug entlarvt (siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/11/08/medjugorje-wunder-statue-erweist-sich-als-dreister-schwindel/).

Zurück zum aktuellen Fall in Belgien: Wie die Mittelbayerische Zeitung weiter berichtet, zieht derzeit eine leuchtende Banneux-Marienstatue in der Ortschaft Sart bei Jalhay viele Schaulustige an. Kirchliche Untersuchungen, veranlaßt vom zuständigen Bischof, seien eingeleitet worden.

Die sog. Wundermadonna leuchtet „allabendlich“ seit dem 17. Januar dieses Jahres, wie die belgische Webseite „info.catho“ schreibt. Täglich kommen offenbar bis zu 50 Interessenten dorthin.

Das Rentner-Ehepaar, in dessen Küche sich die Lichtstatue befindet, lehnte eine wissenschaftliche Analyse des Phänomens allerdings ab, wie „Flandern-Info“ berichtet.

Zudem läßt sich die „Licht-Madonna“ nicht fotografisch festhalten. Wenn sie leuchtet, werde der mit ihr verbundene Rosenkranz schwarz, erklärt der Rentner den Schaulustigen.

Näheres hierzu im Video der Nachrichtenseite „Grenz-Echo“: http://www.youtube.com/watch?v=6rtwj2wuqUQ


Kardinal Maradiaga erteilt Erzbischof Gerhard L. Müller zeitgeistigen Nachhilfeunterricht

Befindet sich der Glaubenspräfekt noch im Lernprozeß?

Wie die „Mittelbayerische Zeitung“ vom heutigen Montag, den 20. Januar, unter dem Titel „Kardinal kritisiert Erzbischof Müller“ berichtet, äußerte sich Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga öffentlich in abfälliger Weise über Kurien-Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation und designierten Kardinal.

Der 71-jährige Kirchenmann aus Honduras ist Koordinator des vatikanischen Kardinalsrats für die Kurienreform. Er sieht, wie die bayerische Regionalzeitung süffisant schreibt, „den Präfekten der Glaubenskongregation noch im Lernprozess.

In einem Interview mit dem als linksliberal bekannten „Kölner Stadtanzeiger“ vom heutigen Montag gab der Kardinal zuMüller verstehen, der 66-jährige Erzbischof Müller sei eben ein Deutscher und „obendrein“ auch noch Theologieprofessor: „In seiner Mentalität gibt es nur richtig oder falsch, das war’s.“

Wobei wohl zu bedenken wäre, daß Christus selbst verkündet hat: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein; alles andere stammt vom Bösen“ (Mt 5,37).

Von jener Richtig-oder-falsch-Mentalität hält der Kardinal aber offenbar nicht viel, weshalb er Glaubenspräfekt Müller eines „Besseren“ belehrt:

„Die Welt, mein Bruder, die Welt ist nicht so. Du solltest ein wenig flexibel sein, wenn du andere Stimmen hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst, nein, hier ist die Wand.“

Freilich war „die Welt“ noch nie „so“, wie Gott und Kirche es gerne hätten. Bereits in urchristlicher Zeit bewährte sich das junge Christentum in bewußter Abgrenzung zum damaligen Zeitgeist, der stark von heidnischer Vergnügungslust geprägt war. 

Der hl. Völkerapostel Paulus ermahnte die damaligen Gläubigen im Römerbrief (Röm 12,2):

„Passt euch nicht dieser Weltzeit an, sondern lasst euch durch die Erneuerung der Gesinnung umwandeln, so dass ihr erkennt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Zudem erklärte der Kardinal in dem Interview, auf die pastoralen Herausforderungen  –  z.B. zu Ehe und Familie  – müsse die Kirche zeitgemäße Antworten geben, die „nicht mehr aus Autoritarismus und Moralismus“ stammten.

Als er Erzbischof Müllers Äußerungen über die kirchliche Autorität las, habe er gedacht: „Okay, vielleicht hast du Recht, vielleicht aber auch nicht.“

Der lateinamerikanische Kirchenmann vermutet freilich, Glaubenspräfekt Müller werde noch „dahin gelangen, andere Ansichten zu verstehen“. Derzeit sei er „halt noch am Anfang, hört bloß auf seinen Beraterstab“.

Aus dem Interview ergab sich außerdem, daß der kritiklustige Kardinal mit Erzbischof Müller, den er hier reichlich flapsig und von oben herab der Lächerlichkeit preisgibt, bislang noch nicht persönlich gesprochen  hat.

Soll dieser rüde und unseriöse Stil, hochrangige Mitbrüder öffentlich abzukanzeln, etwa die vielgerühmte neue „Dialogkultur“ in der Kirche darstellen?

HINWEIS: Inzwischen hat der „Kölner Stadtanzeiger“ das Interview mit Kardinal Maradiaga online gestellt: http://www.ksta.de/politik/-papst-vertrauter–tebartz–kommt-nicht-zurueck-,15187246,25935270.html

Ein Frauenblog erteilt dem Herrn Kardinal medizinischen Nachhilfe-Unterricht: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/01/der-kardinal-maradiaga-will-kein.html

Hier erfolgt die gerechte theologische Watschn: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/01/merkwurdiges-aus-der-kurie.html#more

Foto: Bistum Regensburg


Vatikan: Glaubenspräfekt Müller fordert Rücknahme der „Freiburger Handreichung“

Kirche hält fest an der Unauflöslichkeit der Ehe

Wie die Mittelbayerische Zeitung am heutigen Dienstag online berichtet, hat Kurien-Erzbischof Gerhard L. Müller (siehe Foto) die sog. Freiburger „Handreichung“ scharf kritisiert; jenes Dokument also, das unter bestimmten Bedingungen die Zulassung wiederverheiratet-Geschiedener zum Tisch des HERRN befürwortet. Müller

Zudem plädiert dieses innerkirchlich umstrittene Papier für eine kirchlich-rituelle Feier hinsichtlich einer Zivil-Ehe nach Scheidung.

Kein Wunder, daß diese „Handreichung“ weltweit Erstaunen und zudem scharfe Kritik rom-treuer Vereinigungen hervorrief.

In einem jetzt bekanntgewordenen Brief an den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch erklärt der Präfekt der Glaubenskongregation, der Entwurf der „Handreichung“ müsse zurückgenommen und überarbeitet werden.

Das erwähnte Schreiben an Zollitsch, der zugleich Vorsitzender der Dt. Bischofskonferenz ist, erscheint in der katholischen Zeitung „Tagespost“ aus Würzburg in der heutigen Dienstagsausgabe.

Der bereits vor einigen Wochen verfaßte Brief ging offenbar in Kopie an alle deutschen Diöesanbischöfe; er diente als Begleitschreiben zu einem Grundsatzartikel, den Erzbischof Müller am 23. Oktober in der Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ veröffentlichte.

Glaubenspräfekt und Papst sind sich einig

Erzbischof Müller führt in seinem Schreiben an Zollitsch aus, dass er persönlich Papst Franziskus über den Vorgang informiert habe, „weil der Text nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Teilen der Welt Fragen aufgeworfen und in einer pastoral delikaten Problematik zu Verunsicherungen geführt hat“.

In Abstimmung mit dem Papst habe er dann am 23. Oktober die Lehre der Kirche zur Ehe, zur Scheidung und zu den Sakramenten im „Osservatore Romano“ zusammengefasst.

Der vatikanische Glaubenspräfekt stellt fest, daß der Freiburger Text durchaus auch „richtige und wichtige pastorale Hinweise“ enthalte. Er sei jedoch sprachlich „unklar“ und stimme „in zwei Punkten nicht mit der kirchlichen Lehre überein“: 120505416_B_Judy und Mike in der Kirche

Erzbischof Müller widerspricht in zwei Punkten

Der erste Punkt sei die Annahme, dass die in einer neuen Verbindung Lebenden sich nach einem Seelsorgegespräch entscheiden dürften, doch die Sakramente zu empfangen, und dass diese Entscheidung vom Pfarrer und von der Gemeinde zu respektieren sei.

Dazu erklärt Erzbischof Müller:

„Im Gegensatz zu dieser Auffassung betont das Lehramt der Kirche, dass die Hirten die verschiedenen Situationen gut unterscheiden und die betroffenen Gläubigen zur Teilnahme am Leben der Kirche einladen sollen, bekräftigt jedoch ihre auf die Heilige Schrift gestützte Praxis, wiederverheiratete Geschiedene nicht zum eucharistischen Mahl zuzulassen.“

Ebenso klar verurteilt der Präfekt die Anregung in der Freiburger Handreichung, für eine solche Verbindung ein kirchliches Gebet mit liturgischen Elementen abzuhalten. Feiern dieser Art seien von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ausdrücklich untersagt worden.

Keine Segensfeiern bzw. liturgischen Handlungen

Erzbischof Müller verweist auf das Schreiben „Familiaris consortio“ von 1981, in dem der Papst nach einer Bischofssynode zum Thema Familie formulierte:

„Die erforderliche Achtung vor dem Sakrament der Ehe, vor den Eheleuten selbst und deren Angehörigen wie auch gegenüber der Gemeinschaft der Gläubigen verbietet es jedem Geistlichen, aus welchem Grund oder Vorwand auch immer, sei er auch pastoraler Natur, für Geschiedene, die sich wiederverheiraten, irgendwelche liturgischen Handlungen vorzunehmen.

Sie würden ja den Eindruck einer neuen sakramental gültigen Eheschließung erwecken und daher zu Irrtümern hinsichtlich der Unauflöslichkeit der gültig geschlossenen Ehe führen.“

Auch Benedikt XVI. habe 2007 in seinem Lehrschreiben „Sacramentum caritatis“ erklärt, dass es „in jedem Fall zu vermeiden ist, diese Verbindungen zu segnen, damit unter den Gläubigen keine Verwirrungen in Bezug auf den Wert der Ehe aufkommen“.

Der Chef der Glaubenskongregation schließt mit dem Hinweis, er hoffe, „dass wir in dieser delikaten Frage pastorale Wege gehen, die ganz mit der Glaubenslehre der Kirche übereinstimmen“. 

Quelle für die Zitate: http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/politik/politik/artikel/mueller-kritisiert-zollitsch/982879/mueller-kritisiert-zollitsch.html


Bistumsleitung Regensburg: Einladung an den Limburger Bischof Tebartz-van Elst

Wie die Mittelbayerische Zeitung kürzlich online berichtete, wurde Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst vom Sprecher des Regensburger Bischofs für seine „Auszeit“ in die Diözese eingeladen. 005_1A

Laut Mitteilung des Vatikan soll der Limburger Bischof „eine Zeit außerhalb der Diözese“ verbringen, bis die Prüfungskommission der Dt. Bischofskonferenz ihre Arbeit abgeschlossen hat.

Die FAZ hatte vermutet, daß der Limburger Oberhirte für diese Übergangszeit in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach (Bistum Würzburg) gehen wolle. Dies wurde allerdings sowohl von jenem Kloster wie von der Diözesanleitung dementiert.

Die Mittelbayerische Zeitung fragt, ob der Limburger Bischof seine Auszeit womöglich im Bistums Regensburger verbringen werde  –  und fügt hinzu:

„Sollte Tebartz-van Elst das wollen, so wäre er jedenfalls „herzlich eingeladen“, sagt der Bistumssprecher Clemens Neck dem Bayerischen Rundfunk. Wie wahrscheinlich ein Aufenthalt im Bistum Regensburg ist, könne er aber nicht beurteilen. (…)

Die grundsätzliche Entscheidung des Papstes, dem umstrittenen Bischof eine Auszeit zu geben, sei jedenfalls die „einzig sachlich richtige“, so Neck. Der Heilige Vater habe Bischof Tebartz-van Elst bestätigt. Dieser müsse sich nun zurückziehen und in Ruhe das Geschehen reflektieren.“

Bereits Anfang September hatte sich der Regensburger Oberhirte Dr. Rudolf Voderholzer  –  ähnlich wie Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller im Vatikan  –  kritisch zu der monatelangen Medienkampagne geäußert und mehr Fairneß für den attackierten Limburger Bischof gefordert: https://charismatismus.wordpress.com/2013/09/13/regensburg-bischof-voderholzer-kritisiert-riesenzirkus-um-den-limburger-bischof/

Unser FOTO zeigt Bistumssprecher Clemens Neck und Bischof Voderholzer


Regensburger Bischof beim „Presseclub“: Diplomatisch in der Form, klar in der Sache

„Ich will auf gesunde Weise provozieren“

Die „Mittelbayerische Zeitung“ (MZ) berichtete am gestrigen Freitag, den 14. Juni 2013, online von Bischof Rudolf Voderholzers erstem Auftritt im Regensburger „Presseclub“.

Er habe sich, so Redakteur Pascal Durain einleitend, „diplomatisch“ präsentiert, „zog aber klare Grenzen“. Der Bischof sei im Bistum und beim Kirchenvolk „angekommen“, heißt es im MZ-Artikel weiter. 

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

In einem zweistündigen Redaktionsgespräch habe der Regensburger Oberhirte „mit seiner ruhigen und diplomatischen Art überzeugt“, aber zugleich auch erklärt, daß er „auf gesunde Weise provozieren“ wolle. 

So sagte er beispielsweise: „Ich glaube nicht, dass die Leute zu wenig glauben. Im Gegenteil: Heute wird zu viel geglaubt“  –  und spielt damit auf ein Wort des katholischen Schriftstellers Chesterton an ; er fügte hinzu: „Ich ergänze: Die Leute glauben jeden Schmarrn.“

Die MZ berichtet sodann:

„Der Bischof blieb zwar versöhnlich, blieb aber bei grundlegenden Fragen konsequent. Zum Beispiel bei der Unauflöslichkeit der Ehe. So sollte der Begriff Ehe nur für die dauerhafte Verbindung von Mann und Frau gelten, als „Keimzelle der Familie“: „Ich glaube nicht, dass es gut ist, wenn da politisch zu sehr experimentiert wird.“

Das Interview befaßte sich u.a. auch mit dem Beratungsverein „Donum Vitae“, der im Rahmen der staatlich anerkannten „Schwangerschaftskonfliktberatung“ tätig ist und dabei auch einen Schein ausstellt, der die straffreie Abtreibung ermöglicht. Wegen dieser potentiell tödlichen Wirkung wird dieser „Beratungsschein“ vom Vatikan und von romtreuen Bischöfen abgelehnt.

Dazu erklärte der Regensburger Bischof laut MZ, der wollte zwar „Brücken schlagen“, doch in einer „entscheidenden Frage“ habe der Verein den „gemeinsamen Boden“ dessen verlassen, was die Kirche für richtig halte.

Er finde nicht alles falsch, was „Donum vitae“ tue, doch er könne die Teilnahme dieser Organisation am nächsten Katholiken „nicht befürworten“„Das macht uns unglaubwürdig. Wir können die Hand nicht zur schlechtesten Lösung reichen.“

Allerdings sei hierüber nicht endgültig entschieden, weil darüber mit dem ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) noch „gerungen“ werde, erläuterte Bischof Voderholzer.


Vatikanischer Glaubenspräfekt verteidigt die Unauflöslichkeit der Ehe

Erzbischof Müller kritisiert orthodoxe Praxis der Zwei- und Dritt-Ehen

Die jüngste Wortmeldung des obersten Glaubenshüters der katholischen Kirche sorgt wieder einmal für Pressewirbel, hat er doch mit seinen Äußerungen einem hedonistischem Zeitgeist unerbittlich die Zähne gezeigt und glasklar die Linie des Evangeliums verkündet, wonach das Sakrament der Ehe heilig und unauflöslich ist.

Damit erregt der Kurien-Erzbischof und frühere Oberhirte des Bistums Regensburg freilich den kaum verdeckten Zorn der MSM (Mainstream-Medien), was sich vielfach bereits in den Überschriften bemerkbar macht.

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

So schreibt selbst die „Mittelbayerische Zeitung“, Müller fahre einen „harten Kurs“ und würde  –  so der Untertitel – „Geschiedene ausgrenzen“ (was übrigens so nicht stimmt, denn es geht allein um geschiedene Wiederverheiratete.)  Fast wortgleich und ebenso irreführend äußert sich z.B. auch der Nachrichtensender N-TV.

Ähnliche Texte, oft noch schärfer formuliert, finden sich in linksorientierten Medien.

Den äußeren Anlaß für diesen Pressewirbel liefert ein Gastbeitrag Müllers in der heutigen Samstags-Ausgabe der katholischen „Tagespost“, worin der Präfekt der Glaubenskongregation verdeutlicht, daß es für Geschiedene nach erneuter Heirat, keine Möglichkeit gibt, zum Tisch des HERRN zu gehen.

Die Unauflöslichkeit jeder gültig und sakramental geschlossenen Ehe gelte absolut, so der Erzbischof, denn es handle sich hierbei nicht nur um eine kirchenrechtliche Regel, sondern um eine „göttliche Norm“. Daher könne die Kirche darüber nicht verfügen, sondern sei vielmehr an das Wort des HERRN gebunden.

Tatsächlich ist die Kirche nicht Herrin, sondern Dienerin der von Gott geoffenbarten Glaubens- und Sittenlehre. Deshalb kan

n sie nicht nach Willkür und auch nicht nach Zeitgeistwunsch hierüber entscheiden, sondern hat sich dem Willen Gottes zu fügen.

Der römische Glaubenspräfekt weiß natürlich und schreibt es auch, daß diese kirchliche Haltung „in einer säkularisierten Umwelt häufig auf Unverständnis“ stößt, doch sei dies kein Grund zur Anpassung. 

Wenn geschieden Wiederverheiratete Zweifel an der Gültigkeit ihrer ersten Ehe empfinden, so Müller, könnten Sie ein kirchliches Ehegericht anrufen, das die erste Heirat prüft und im  negativen Falle annulliert, also für nichtig erklärt.

Der Erzbischof kritisiert in seinem Beitrag auch die orthodoxe Kirche, weil diese Zweit- und sogar Dritt-Ehen bei ihren Gläubigen erlaubt und diese kirchlich segnet. Dieses Vorgehen sei „mit dem Willen Gottes nicht zu vereinbaren“ und stelle ein „nicht zu unterschätzendes ökumenisches Problem“ dar.

Einer Berufung auf ein angebliches „Notstandsrecht“ oder eine falsch verstandene “ göttliche Barmherzigkeit“ erteilt der Glaubenspräfekt zu Recht eine Absage, denn göttliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Zugleich sprach sich der Kurien-Erzbischof für eine intensivere pastorale Zuwendung zu jenen Gläubigen aus, die nach ihrer Scheidung erneut eine Ehe eingegangen sind. Indem sich die Betroffenen bemühten, „die Praxis der Kirche zu verstehen und nicht zur Kommunion zu gehen, legen sie auf ihre Weise Zeugnis für die Unauflöslichkeit der Ehe ab“.

Es gäbe auch noch andere Wege der Gemeinschaft mit Gott. Die Seelsorger sollten Menschen „in irregulären Situationen“ einfühlsam zur Seite stehen, erläuterte der Glaubenspräfekt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Hier eine Auswahl weiterer Berichte unseres CHRISTLICHEN FORUMs zu Erzbischof Müller:

Bereits vor einem Jahr verdeutlichte er den kirchlichen Standpunkt zur EHE: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/07/erzbischof-gerhard-l-muller-bekraftigt-die-unaufloslichkeit-der-ehe/ AL-0004

Als einer der wenigen Theologieprofessoren stellte er sich seinerzeit unbeirrbar hinter das „umstrittene“ vatikanische Dokument DOMINUS IESUS: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/13/zeitdokument-erzbischof-mullers-klare-verteidigung-von-dominus-jesus-gegenuber-modernistischen-theologen/

Erzbischof Müller sprach zudem Klartext über katholikenfeindliche Kampagnen: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/12/erzbischof-l-muller-vertreter-einer-antikatholischen-gesinnungsdiktatur-sind-grosinquisitoren-von-heute/

Eine klare Ansage war schon das erste HIRTENWORT Müllers vor zehn Jahren, als er Bischof von Regensburg wurde: https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/19/%E2%80%9Eein-bischof-darf-nicht-nach-beifall-haschen-%E2%80%9C/

Hier seine Stellungnahme über „antiklerikalen Kitsch“ und „erzreaktionäre“ Medienmethoden etc: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/11/erzbischof-gerhard-l-muller-rechnet-mit-gegenwind-und-machenschaften/

Zu bedenklichen Tendenzen einer deutschen „Nationalkirche“ gibt es ebenfalls eine klärende Wortmeldung: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/12/erzbischof-gerhard-l-muller-kritisiert-antiromische-besserwisserei/

Als Regensburger Oberhirte verteidigte Gerhard Ludwig Müller tapfer Kirche und Priesterschaft auf dem Höhepunkt antikirchlicher Medienattacken: https://charismatismus.wordpress.com/2012/07/12/medienkritik-von-erzbischof-gerhard-l-muller-das-heulen-der-wolfe-schreckt-mich-nicht/


Realsatire aus Regensburg: Anonyme Unterstellungen und kleinbürgerliche Neidkomplexe schüren Stimmung gegen Erzbischof Müller

Der „Mittelbayerischen Zeitung“ gefiel es am heutigen Dienstag, einen Online-Artikel zu veröffentlichen, in dem es von süffisanten Spitzen und Spitzfindigkeiten gegen Erzbischof Gerhard Ludwig Müller nur so wimmelt und stichelt.

Ausgangspunkt des Zeitungsberichts ist ein der dortigen Redaktion vorliegender, wohlgemerkt anonymer Brief eines, wie die MZ munter drauflosbehauptet, „offenbar gut informierten Müller-Kritikers“ –  oh?

Hm  – woher weiß das Blatt dies denn angesichts eines anonymen Briefes?

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

Statt ein feiges Denunzianten-Schreiben im Papierkorb zu entsorgen, gelangt es zur Ehre eines großen Berichtes in der MZ.

Aufgrund eines einzigen anonymen Briefs wird zudem der Eindruck erweckt, als stände eine ganze Armada dahinter, heißt es doch schon im Titel des reißerischen Artikels: „Erzbischof Müller bewegt weiter die Gemüter“

Erst denkt sich der brave Leser: Das ist doch prima, der frühere Regensburger Bischof ist in seinem Bistum nach wie vor unvergessen, umso besser…

Pustekuchen, gleich im nächsten Satz heißt es nämlich:

„Spekulationen um finanzielle Zuwendungen: Anonyme Kritiker werfen Regensburgs ehemaligen Bischof Gerhard Ludwig Müller vor, ein „Nimmersatt“ zu sein.“

Der Chef der Glaubenskongregation in den heiligen Hallen des Vatikan ist ein „Nimmersatt“  – wer hätte das gar gedacht?

Und wie merkwürdig, daß aus einem einzigen anonymen Schreiben nun aus dem Nichts heraus von „Kritikern“ die Rede ist  – hat der Denunziatenbrief etwa eine wundersame Papiervermehrung erfahren?

Ist der oberste Glaubenshüter der katholischen Weltkirche womöglich ein „Nimmersatt“?

Dazu veröffentlichte das mittelbayerische Käse…äh…Regionalblatt „passend“ ein Foto des Erzbischofs, auf dem er leicht angenervt nach oben schaut, als ob er befürchten müsse, schon bereits als hoffnungsloser „Bruder Nimmersatt“ entlarvt zu sein…

Ein anonymer Brief ist freilich ein Ereignis, das eine echt seriöse „Qualitätszeitung“ dazu veranlaßt, der Bistumsleitung einen geradezu inquisitorischen Fragenkatalog vorzulegen, sei es auf direkte Art oder indirekt herausgefordert durch die Vorwürfe in ihrer „Berichterstattung“.

Allerdings muß die MZ auch vermelden: „Das Bistum Regensburg betont jedoch: Alles läuft korrekt.“  – Eben, was soll also das künstlich aufgebauschte Theater?

MZ-Redakteurin Christine Schröpf weiß gleichwohl Schlimmes aus der anonymen Briefweisheit zu berichten, wie der Glaubenshüter aus Rom nämlich das bayerische Bistum schröpft und schröpft, nämlich bittschön:

„Zwei Mallersdorfer Schwestern kümmerten sich auch in Rom weiter gratis um den Haushalt des Erzbischofs.“

Ein unglaublicher Skandal: Wenn das mal keine unlauterte Vorteils(an)nahme ist, dann heiß ich Christine!

Offenbar macht die Korruption auch vor vatikanischen Amtsstuben nicht halt, sie dringt gar in die Küche der Kurie ein   –  und versalzt der Kirche noch die (Medien-)Suppe!

Damit nicht genug der heimlichen Müller-Sünden aus dem anonym gewonnenen  „Beichtzettel“ der Redaktionsstube:

„Im Regensburger Priesterseminar sei für [Müllers] Aufenthalte eine ständige Wohnung reserviert.“

Jetzt halten wir uns an der Stuhllehne fest:

Angesichts dessen, daß die meisten Priesterseminare   –  Gott sei es geklagt – ohnehin fest leer stehen, wagt es die Bistumsleitung, den hohen Besuch aus Rom nicht etwa unter einer Brücke oder im Mehrbettzimmer einer Jugendherberge übernachten zu lassen, sondern in den gewiß doch höchst luxuriösen Zimmern eines Priesterseminars.

Wie gut, daß es die Mittelbayerische Zeitung gibt, die uns über solche innerkirchlichen Skandale –  noch dazu jene direkt aus dem Rom, dem Zentrum der Weltkirche!  – aufklärt und nicht müde wird, auch die kleinbürgerlichsten Neidkomplexe gebührend zu berücksichtigen.

Angesichts dieser haus….äh.…vatikangemachten Affäre, bei der es immerhin um den drittmächtigsten Mann der katholischen Kirche geht, dürfen wir der Qualitätspresse in deutschen und bayerischen Landen immer wieder von neuem dankbar sein, daß sie sich sogar um den Computer aus der Schreibstube des Herrn Erzbischofs kümmert und daher zu vermelden weiß:

„Büromöbel und Computer…Die Vorwürfe werden heftig diskutiert“

„Handgefertigte Büromöbel und einen Computer habe er nach Rom mitgenommen. Müller wird deshalb als „Nimmersatt“ tituliert. Die Vorwürfe haben inzwischen Kreise gezogen  –  und werden heftig diskutiert.“

Himmel, Garn und Zwirn  –  das ist ja „heftig“, das kann doch nicht wahr sein, dieser nimmersatte Müller hat zwar keine Brillanten mit nach Rom genommen, er hat auch  –  das beruhigt die „Gemüter“ zu Regensburg vielleicht etwas   – keine silbernen Löffel geklaut, aber einen wahrhaftigen Computer samt „handgefertigten“ Einrichtungsgegenständen in die vatikanische Kurie eingebracht: das muß man sich mal auf der berühmten Zunge zergehen lassen!

Nachdem Frau Schröpf das Sündenregister des Glaubenspräfekten fein säuberlich abgespult hat, folgt die Zwischenüberschrift: „Bistumssprecher verwundert“

Zur nicht geringen „Verwunderung“ über dieses ebenso unseriöse wie lächerliche  Zeitungsgebaren besteht gewiß aller Anlaß  – oder hatte die Redakteurin etwa erwartet, der Pressesprecher der Diözese Regensburg breche hierüber in Jubel aus?

Weiter heißt es: 

„Bistumssprecher Clemens Neck bestätigte im Großen und Ganzen den Sachverhalt  –  wunderte sich aber über böse Untertöne.“

Der kirchliche Pressesprecher hat sich noch zurückhaltend ausgedrückt, denn der infame Artikel der MZ ist eine einzige hinterhältige Unverschämtheit.

Einige Klarstellungen des Bistumssprechers werden sodann erwähnt, zB. folgende: „Im Priesterseminar stünden Müller für Besuche zwei kleine Gästezimmer zur Verfügung.“ 

Sodann: „Seine Regensburger Computer „teilweise seit vielen Jahren im Gebrauch“ seien ihm überlassen worden. „Ein Schreibtisch, eine Schrankwand und eine Sitzungstisch-Gruppe“ wurden ihm laut Neck leihweise zur Verfügung gestellt worden. „Die Möbelstücke sind alle rund zehn Jahre alt.“

Die detaillierten Antworten des Pressesprechers „zu den Finanzfragen“ werden aber nicht im Artikel selber veröffentlicht; man findet sie online nur über einen minimalen, kaum sichtbaren, weiterführenden Link, so daß die Richtigstellungen von Clemens Neck wohl nur von den wenigsten Lesern des dreisten Artikels wahrgenommen werden können: Necks Klarstellungen

Die Mittelbayerische Zeitung ist bei Licht betrachtet blamiert bis obenhin, hat dies aber in ihrer kleingeistigen Beschränktheit und ihren oberspießigen Neidkomplexen wohl immer noch nicht „gecheckt“.

Womöglich beglückt sie ihre werte Leserschaft auch weiterhin mit gezielten Indiskretionen anoymer Schreiberlinge, die anderswo – nämlich in seriösen Redaktionen  –  wir wissen schon…im Abfallkorb landen, dem einzig angemessenen Aufenthaltsort solcher Schmierstücke.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster