CSU-Landtagsfraktion: Antisemitismus nicht als „Israelkritik“ verharmlosen

Mit klaren Worten verurteilt Karl Freller, der stellv. Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, die Ausschreitungen vor dem Brandenburger Tor in Berlin:

„Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, rechtfertigt in keiner Weise Antisemitismus. Wir in Deutschland dürfen das auch nicht in Ansätzen dulden.“

In Berlin wütete ein aufgebrachter Mob von mehreren hundert muslimischen Demonstranten. Laut Medien wurden dort Rufe wie „Juden, erinnert Euch an Chaibar, die Armee Mohammeds kommt wieder“ oder „Tod, Tod Israel“ skandiert.

Der CSU-Abgeordnete Freller, der auch Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten ist, mahnte: „Solcher Hass, der den Tod von Glaubensangehörigen oder eines ganzen Volkes zum Ziel hat, dürfen wir auf deutschem Boden nicht dulden. Wer so etwas als ‚Israelkritik‘ verharmlost, macht sich mitschuldig.

Dieser Hass müsse bekämpft werden, egal gegen welche Religion er sich richte. „Dem Staat Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens gegenüber haben wir als Deutsche eine besondere Verantwortung und eine herausgehobene Beziehung.“

Wer Israels Flagge oder den Davidstern verbrenne, bringe damit symbolisch zum Ausdruck, dass er das israelische Volk oder die Juden ablehnt.

Freller appellierte an Berlins Polizeiführung, die in solchen Fragen eine hohe Verantwortung trage. „Hier hilft nur absolut konsequentes Durchgreifen, Toleranz mit den Intoleranten ist völlig falsch“, so der CSU-Politiker abschließend.

Advertisements

Die Kreuzzüge als Reaktion auf Verfolgung

Von Dr. Udo Hildenbrand

Bei Diskussionen über die Gewaltproblematik im Islam findet sich schnell jemand, der relativierend behauptet: „Die Christen waren ja auch nicht besser. Denk doch nur mal an die Kreuzzüge“. Und schon ist die islamische Gewalt- und Kriegsthematik vom Tisch.

Weit verbreitet ist der  Eindruck, mit dem Aufruf von Papst Urban II. (1095 n. Chr.) hätte der Beginn der Kreuzzüge gleichsam wie ein Blitz aus heiterem Himmel eingeschlagen. Ebenso die Vorstellung, die Muslime  seien in den Jahrhunderten vor Kreuzzugsbeginn  bei  ihren kriegerischen Invasionen in eher unbewohnte Territorien vorgedrungen. Beides ist schlicht falsch.

Welche Gegebenheiten jedoch sind der Urgrund der Kreuzzüge? Welche Ereignisse der frühen Islamgeschichte gingen der Kreuzzugsbewegung in nahezu 500 Jahren voraus? Welche Vorgänge waren die Auslöser zum Kreuzzugsaufruf?

  1. Koran und Mohammed als Urgrund der Kreuzzugsbewegung

Der Koran insgesamt  –  und damit auch die Fülle der (Gewalt-)Suren  –  haben nach dem Verständnis der weit überwiegenden Mehrzahl der Muslime zeitlos-ewigen, unveränderbaren  und universalen Charakter. Folglich bildet der Koran als Basistext des Islam auch die dunkle Folie, in die hinein bereits die Jahrhunderte andauernde leidvolle Vorgeschichte der Kreuzzüge verwoben ist, aber  auch  die durchaus problematische Geschichte der Kreuzzüge selbst.

Dabei wird deutlich: Die gesamte islamische Eroberungs- und Unterwerfungsgeschichte ist keineswegs ein Produkt der Missdeutung oder gar des Missbrauchs dieser Religion. Vielmehr ist diese bedrückende Geschichtswirklichkeit das historische Resultat der koranischen Dogmatik, Ethik und Programmatik. Sie ist ein wesentlicher Teil der islamischen Authentizität.

„Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam“, so der deutsch-türkische Schriftsteller Zafer Senoca (zitiert in: DIE WELT, 29.12. 2007).

Zusammen mit dem Koran hat aber auch der Religionsstifter Mohammed mit seiner problematischen Lebensweise, mit seinen normsetzenden Reden und Handlungen, auch  mit seiner stillschweigenden Zustimmung z. B. zum Verhalten seiner Gefolgsleute eine entscheidende Vorbildfunktion für das religiöse und moralische Verhalten von Muslimen und den Islam insgesamt.

Mohammed gilt als unantastbar. Er wird als der  „vollkommene Mensch“, als „generell sündlos“ sowie als „Modell physischer wie spiritueller Schönheit“ verehrt  (vgl. Sure 33,21).  Ihm ist  bedingungslos zu gehorchen  (vgl. Sure 4,80).

Die kriegerischen Erfolge seiner zahlreichen Feldzüge und „Razzien“ (Beutezüge) wurden/werden geradezu als Zeichen seiner Erwählung betrachtet. So liegen auch die islamischen Eroberungskriege nicht nur auf der Linie des Koran, sondern  zugleich auch  auf der Linie der für Muslime vorbildhaften Biographie ihres Propheten.

So hat der Islam von Anfang seiner Geschichte an  großräumig Länder und Regionen in Nordafrika, in Asien und Europa über den Land- und Seeweg mit Kriegen überzogen. Grundmotiv aller kriegerischen Unternehmungen war: Erbeuten von Menschen (Sklaven) und von Wirtschaftsgütern, politischer und wirtschaftlicher Machtzuwachs – und damit immer aufs Engste verbunden  – die Ausbreitung des islamischen Glaubens.

Der Islam war so schon immer ein militärisches, politisches und wirtschaftliches sowie natürlich auch ein religiös-theologisches, kultisches und kulturelles Projekt.

  1. Beginn der islamischen Expansionen in Afrika und Asien

Die erste, gleich erfolgreiche Islamisierungswelle begann mit Mohammed selbst, der 632 n. Chr. verstarb; sie dauerte nur wenige Jahrzehnte bis zum Ende des 7. Jahrhunderts. „Gleichsam aus dem Nichts eroberten arabisch-muslimische Kämpfer innerhalb weniger Jahrzehnte ein Weltreich“ (G. Knopp).

Diese Muslime sahen sich wie selbstverständlich legitimiert, ihre eigene religiöse Überzeugung über die eigene Grenze hinaus auszubreiten. Nach der Überlieferung hatte Mohammed im Jahre 628 n. Chr. den „byzantinischen Kaiser, den persischen Großkönig und andere Potentaten seiner Zeit … aufgefordert, sich zu unterwerfen und den Islam anzunehmen“ (B. Ye´or).

Aufgrund der negativen Antworten sahen sich die Muslime berechtigt, den Dschihad (Glaubenskrieg) gegen diese Staaten zu führen. Als Mohammed 632 n. Chr. starb, waren fast alle heidnischen Stämme auf der Arabischen Halbinsel bereits islamisiert. In einer beinahe unvorstellbaren Geschwindigkeit und martialen Dynamik vergrößerten seine Nachfolger durch „Feuer und Schwert“ das islamische „Haus des Friedens“.

Die gewaltsame Islamisierung führte um 800 n. Chr.  auch zum fast völligen Ausbluten und zur Marginalisierung der zuvor blühenden Ortskirchen in den Ursprungsländern der Christenheit wie Syrien, das Heilige Land mit Jerusalem sowie Persien (Iran), Mesopotamien (Irak) und Ägypten. Die „Allah-Krieger“ überrollten ebenso Nordafrika und dabei auch die Heimat von Tertullian (160 – 220 n. Chr.), Cyprian (210 – 258 n.Chr.) sowie der beiden Kirchenlehrer Athanasius (295 – 373 n. Chr.) und Augustinus von Hippo (354 – 430 n. Chr.).

Afghanistan und die anderen Länder entlang der Seidenstraße waren buddhistisch, Pakistan und Bangladesch buddhistisch und hinduistisch. Heute sind alle diese Länder islamisch.

Zum gewaltsam erweiterten islamischen Herrschaftsbereich zählten um das Jahr 712 Gebiete bis an die Grenzen Chinas und Indiens sowie um das Jahr 719 fast die gesamte Iberische Halbinsel, ebenso die Mittelmeerinseln Rhodos und Kreta. Nur Griechenland und Anatolien, das Gebiet der heutigen Türkei, blieben (damals) Teile des christlich-byzantinischen Territoriums.

  1. Die Bedrängnisse in Jerusalem und im Heiligen Land

Fünf Jahre nach dem Tod Mohammeds wurde im Jahr 637 n. Chr. Jerusalem erobert. Die Heilige Stadt galt als  „Mittelpunkt der christlichen Welt“, als „Mitte des Erdkreises“. 

Bis zum 1. Kreuzzug (1099 n. Chr.) sollte die Stadt über vierhundert Jahre lang in den Händen muslimischer Machthaber bleiben. Historisch gesehen stand die Eroberung Jerusalems durch die Muslime am Anfang jahrhundertelanger Angriffe von Seiten des Islam.

Die Christen im Heiligen Land waren Schikanen der Plünderungen, Massakern und    Kirchenzerstörungen, der Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt; diese wurden immer bedrohlicher. Auch die räuberischen und oft blutigen Überfälle von Muslimen auf christliche  Pilger häuften sich. Pilgern ins Heilige Land hieß deshalb immer auch: Leib und Leben riskieren. Gleichzeitig aber waren die Pilgerscharen von den muslimischen Behörden durchaus gern gesehen − als reich fließende Geldquelle.

  1. Muslimische Expansionen im Westen und Süden Europas

Nach der kriegerischen Invasion in Spanien über die Meerenge von Gibraltar anno 711 n. Chr. und der zügigen Eroberung fast der gesamten Iberischen Halbinsel innerhalb von etwa sieben bis acht Jahren wurde durch Karl Martell (688 – 741 n. Chr.) das weitere kriegerische Vordringen des Islam nach Europa, „die arabische Flut“, verhindert durch seinen Sieg über die arabischen Invasoren in der Schlacht bei Tours und Poitiers (732 n. Chr.).

Im Westen mussten die Muslime nach dieser Schlacht sowie nach einem zweiten missglückten Versuch der Eroberung drei Jahre später ebenfalls den Rückzug antreten. Ihr Ziel hatten sie nicht erreicht: die Eroberung Galliens. Seit dieser Zeit ist der Mittelmeerraum in einen islamischen Süden und in einen christlichen Norden geteilt.

Zu unfassbaren Pogromen gegen Christen und Juden kam es in den Jahrhunderten vor den Kreuzzügen auf der Iberischen Halbinsel in Elvira, Sevilla und Granada. Im 9. und 10. Jahrhundert unternahmen die im Mittelmeerraum etablierten islamischen Kalifate ständig Raubzüge. Begleitet von brutalen Massakern brachten die islamischen Eroberer Süditalien und Sizilien für 200 Jahre in ihre Gewalt. Im Jahre 846 plünderten Muslime auch die beiden Kathedralkirchen St. Peter und St. Paul in Rom. Sogar der Papst war zeitweise tributpflichtig. Aus diesem Jahr datiert auch der erste päpstliche Aufruf zu einem „Kreuzzug“

Nach der Eroberung und Plünderung der Stadt Thessaloniki im Jahre 903 n. Chr.  wurden 22.000 Christen von den Muslimen in die Sklaverei getrieben. Mitte des 10. Jahrhunderts drangen Muslime bis nach Chur und St. Gallen vor. Klöster wurden geplündert, Nonnen und Mönche wurden auf den Sklavenmärkten der Mittelmeerhäfen feilgeboten.

In der gesamten mittelalterlichen Geschichte Spaniens geht es um den Kampf, die Rückeroberung („Reconquista“) des ursprünglich christlichen Spaniens gegen den Islam (718 – 1492 n. Chr.).

  1. Die Bitte byzantinischer Kaiser um Beistand der westlichen Kirche

Der Kreuzzugsbewegung gingen jahrhundertelange Abwehrkämpfe gegen die Eroberungszüge muslimischer Araber voraus. Vom 7. Jahrhundert an bis ins 11. Jahrhundert wurde über die Hälfte der christlich besiedelten Regionen erobert und islamisiert.

Im 11. Jahrhundert brachten dann muslimische Seldschuken das Byzantinische Reich bei verschiedenen Angriffskriegen immer mehr in Bedrängnis. Bereits im Jahre 1071 bat der byzantinische Kaiser Michael VII. nach der gegen die Seldschuken verlorenen Schlacht von Mantzikert den römischen Papst dringend um militärische Hilfe gegen den Islam. Obwohl die Wunden noch nicht verheilt waren, die das Schisma von 1054 geschlagen hatte, bat der byzantinische Kaiser den römischen Papst in dieser Not um Hilfe.

Alexius I. Kommenos, sein Nachfolger, überwand „den Stolz und die Vorurteile, die man in Konstantinopel gegenüber der Kirche Roms hegte“ und wiederholte in seiner Verzweiflung diese Bitte an die abendländische Kirche um militärischen Beistand. Es ging jetzt „um das nackte Überleben“ (M. Hesemann). 

Zu jener Zeit gab es wegen der großen Glaubensspaltung von 1054 keinerlei Formen „freundschaftlich-ökumenischer Beziehungen“ zwischen der morgenländischen und der abendländischen Kirche. Diese Hilferufe von Byzanz waren somit keineswegs selbstverständlich, ebenso wenig die von Rom erhoffte Hilfezusage.

Also nicht − wie ständig behauptet − aus Willkür, Habgier, aus Gründen der Glaubensverbreitung u. a. m., sondern aufgrund der flehentlichen Bitten der orthodoxen Christen um Beistand wurde die militärische Gegenreaktion im Jahre 1095 mit dem päpstlichen Aufruf zur „bewaffneten Wallfahrt“, zum Kreuzzug  eingeleitet.

  1. Die ursprünglichen Motive der Kreuzzugsbewegung

Zentrale menschlich-christliche, aber auch kirchenpolitische Motive und Legitimationsgründe für die Kreuzzugsbewegung bzw. für die Kreuzzugsteilnahme waren:

  • Der Schutz der in ihrer Existenz bedrohten orientalischen Christen.
  • Die Solidarität der abendländischen Christenheit mit dem vom Islam bedrängten byzantinischen Kaiserreich und den orientalischen Kirchen, die durch zwei byzantinische Kaiser die westliche Kirche um Beistand baten.
  • Die durch das Prinzip des „gerechten Krieges“ legitimierte Selbstverteidigung der Christen zum Schutz ihrer Freiheit, Kultur und Identität gegenüber den aggressiven Eroberungsfeldzügen islamischer Völker seit dem 7. Jahrhundert und den seither andauernden Repressionen.
  • Das Absichern und Offenhalten der Pilgerwege aus Europa ins Heilige Land hinsichtlich der Überfälle und Raubzüge von Muslimen auf friedliche Pilgergruppen.
  • Die Befreiung Jerusalems von der islamischen Herrschaft nach der erneuten Eroberung durch die islamisch-türkischen Seldschuken im Jahre 1071, und damit verbunden der Schutz der christlichen Stätten im Heiligen Land vor deren Schändungen und der weiteren Zerstörungswut von Muslimen.
  • Das ausdrücklich formulierte Ziel des Papstes: Die Hoffnung auf die Wiedervereinigung der lateinischen mit der byzantinischen Kirche nach dem Schisma 1054.
  • Der Schutz des christlichen Europa vor islamischer Bedrohung und Herrschaft vom Südwesten (Spanien), Süden (Italien) und Südosten (Byzanz) her.  
  1. Weitere Informationen im Kontext der Kreuzzugsproblematik

  • Erst nach etwa 470 Jahren islamischer Raubzüge und Unterwerfungskriege und der Verbreitung des Islam durch das Schwert begannen die etwa zwei Jahrhunderte lang dauernden christlichen Kreuzzüge zur Befreiung des Heiligen Landes.
  • Dem Aufruf von Papst Urban II. zum Ersten Kreuzzug ist kein Missions- und Bekehrungsbefehl  hinsichtlich der Muslime zu entnehmen. (Weitgehend erfolglos blieben die Versuche der Franziskaner zur Missionierung der Muslime in den von den Kreuzfahrern besetzten Gebieten – allerdings erst 100 Jahre später.)
  • Die pauschalisierende These, die Kreuzzüge seien primär ökonomisch motiviert gewesen, insbesondere der Adel sei  aus Gier nach Beute und Land  dem Kreuzzugsaufruf gefolgt, ist aus folgenden Gründen nicht nachvollziehbar, die eher auf eine religiöse Haltung schließen lässt, die hohen Respekt abverlangt: Der außergewöhnliche finanzielle Einsatz privater Mittel – Die Strapazen und Entbehrungen, die Gefährdung für Leib und Leben bei dieser risikoreichen ca. 5000 km langen Reise – Die lange Abwesenheit von Familie und Heimat – Die Befürchtung, Hab und Gut zu verlieren und  nicht mehr heimzukehren.
  • Die Tatsache, dass an den Kreuzzügen Frauen, Kinder, Mönche und alte Menschen teilnahmen, weist darauf hin, dass „keine konsequente Institution eines ‚Heiligen Krieges‘ zustande kam“ (H.-P. Raddatz).
  • „Zu keiner Phase konnte die Idee des Heiligen Krieges im Christentum den Rang einer vorrangigen, geschweige denn einer normativen Glaubenspflicht erlangen“ (H.-P. Raddatz)   wie es umgekehrt im Koran jedoch für Muslime vorgegeben ist.
  • Die Kreuzzüge hatten ein fest umrissenes, geografisch genau eingegrenztes Ziel.
  • Verglichen mit den unzählbaren, ununterbrochenen und weltweit geführten Dschihads (den muslimischen Glaubenskriegen) blieben die Kreuzzüge „sehr selten“.
  • Die Episoden grausamer und willkürlicher Gewalt durch Kreuzfahrer waren weder Ausgangspunkt noch Antrieb für das mittelalterliche Phänomen der Kreuzzugsbewegung.
  • Bestimmte Zusammenhänge auf einen Nenner gebracht: Ohne die Gewaltsuren des Koran und ohne das  kriegerische „Vorbild“ Mohammed keine islamischen Eroberungskriege − Ohne die Aggressionen und Eroberungen von Muslimen auch keine Kreuzzüge der Christen − Ohne die Kreuzzüge der Christen zur Abwehr der islamischen Eroberungskriege bzw. zur Rückgewinnung von verlorenen Territorien keine Weiterentwicklung der jüdisch-christlich abendländischen Kultur und Geschichte.
  • Trotz gegenteiliger Behauptung liegt keine päpstliche Schulderklärung zur mittelalterlichen Kreuzzugsbewegung vor.
  • Die vielgeschmähte Kreuzzugsbewegung war eine not-wehrende, aber auch eine notwendige und zugleich eine not-volle Reaktion auf die jahrhundertelang vorausgegangenen islamischen Aggressionen, Expansionen und Invasionen.

Dieser Artikel ist ein komprimierter Auszug aus der Abhandlung: Die Kreuzzüge und ihre islamische Vorgeschichte, 150 Seiten – veröffentlicht in dem umfangreichen Sachbuch „Freiheit und Islam“ von Dr. Udo Hildenbrand, Dr. Friedrich Rau und Reinhard Wenner, 847 Seiten, Preis 29,80 Euro portofrei.  –  Weiterer Buchhinweis: „Wortmeldungen zum Islam“ von Udo Hildenbrand, 200 Seiten, Preis 10 Euro portofrei; beide Publikationen sind 2016 erschienen und erhältlich bei: Dr. Udo Hildenbrand, Josef-Bäder-Weg 4 in 77815 Bühl.

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Zeitschrift „Der FELS“ vom Mai 2017.


Laut Koran gehört das Heilige Land den Juden

Von Wilfried Puhl-Schmidt

Um es klar zu sagen: von Palästina steht im Koran nichts. Und doch verbreiten Muslime weltweit die religiöse Gewissheit, dass Allah das Land zwischen Mittelmeer und Jerusalem ihnen bzw. den Palästinenser gegeben habe. Letztlich beugt sich der Westen dieser Befindlichkeit.

Und jetzt das: Der amerikanische Präsident übergeht Gefühle und vermeintliche Argumente, indem er die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu legen gedenkt.

Donald Trump ist sicher weder ein vertiefter Koran-Kenner noch Islamwissenschaftler. Vielmehr haben seine Entschlüsse rein politischen Charakter. Seine Entscheidung wirft jedoch letztlich die Frage nach dem rechtmäßigen Besitzer der umstrittenen Gebiete auf.

Damit kommt eine grundlegende religiöse Dimension ins Spiel. Für Moslems ist jedes Wort aus dem Koran Allahs ewiges Gesetz.

Aber laut Koran gehört das Heilige Land den Juden! Allah hat das Heilige Land weder Mohammed noch den Muslimen in naher oder ferner Zukunft zugesprochen.

Der ehem. Professor für Koran-Exegese und Islamgeschichte an der Al-Aqsa-Universität in Kairo, der nach seiner Bekehrung zum Christentum den Namen Marc A. Gabriel trägt, machte mich in einem seiner Bücher darauf aufmerksam.

Ich habe mich auch mit Hilfe des bekannten Islamkritikers Barino Barsoum vor Jahren dieses Themas angenommen.

Im September 2014 veröffentlichte die Zeitschrift TOPIC einen Artikel von mir, in dem ich mich der Frage nach dem religiös-rechtmäßigen Besitzer des Hl. Landes widme. Das ist in diesen Tagen wieder brandaktuell geworden.

Zum besseren Lesen habe ich den Text nun in kleinere Absätze gegliedert:

Koran sichert Israel eigenes Heiliges Land zu.

Seit Menschengedenken ist der Nahe Osten mit seinen Ländern zwischen Nil, Euphrat und Jordan ein Schauplatz von Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen. In der Mitte des 20. Jahrhunderts beginnt der sog. Palästina-Konflikt eine zentrale Rolle zu spielen.

Muslime in der ganzen Welt beanspruchen Palästina als islamisches heiliges Land, während die Juden bereits 2000 Jahre vor Mohammed (570 bis 632 n. Chr.) dort ihre gottverheißene Heimat sehen. Große Propheten und Könige prägten dort die jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Wem gehört nun Palästina?

Trotz jahrelanger intensiver Koranlektüre habe ich die Brisanz jener Koranverse übersehen, in welchen Allah den Juden das Heilige Land bestimmt hat. Von Muslimen ist hier nicht die Rede.

In allen 14 Koran-Ausgaben, die in meinem Bücherregal stehen, lese ich in Sure 5,20 f. wörtlich oder inhaltlich:

„Dann sprach Moses zu seinem Volk: O mein Volk, besinnt euch auf Allahs Huld gegen euch, als er aus eurer Mitte Propheten erweckte und auch zu Königen machte und euch gab, was er keinem anderen der Welt gegeben hat. O mein Volk; betretet das Heilige Land, das Allah für euch bestimmt hat und kehret (ihm) nicht den Rücken zu; denn dann werdet ihr als Verlorene umkehren“.

Muslime sind logischerweise aufgefordert, das Land Israel als Heimstätte der Juden anzuerkennen. Trotz unzähliger Zerstreuungen und Verfolgungen sowie trotz mehrfacher Zerstörung Jerusalems haben gemäß Allah die Juden ihr Besitz- und Wohnrecht im Heiligen Land niemals verloren…

Auch in Sure 17 Vers 103 offenbart Allah, dass das Heilige Land bis zum Tag der Auferstehung bzw. (je nach Übersetzung) bis zur Verheissung des Jenseits den Juden gehört.

Es würde Seiten füllen, wenn ich die Ausführungen muslimischer Korangelehrter vom 9. Jahrhundert bis heute zitieren wollte. Manche Koran-Exegeten sehen im „Heiligen Land“ der Juden nicht nur Palästina, sondern auch Syrien, Jordanien und Ägypten.

Wieso wird dieser Befund nicht in die politische Diskussion um Palästina einbezogen? Nehmen muslimische Politiker den Koran erst dann ernst, wenn er ihren irdischen Machtinteressen dient und dem politisch korrekten Zeitgeist entspricht? Wer hat in Gaza die Deutungshoheit darüber, ob man Allahs Worte ernst nehmen darf oder nicht?

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.schalom44.de/2017/12/08/israel-palaestina-und-der-koran/

 


Katholischer Erzbischof und judenfeindlicher Großmufti erhalten Arafat-Preis

Großmufti Hussein hat zum Judenmord aufgerufen

Wie der kath. Fidesdienst heute meldet, hat der palästinensische Premierminister Rami Hamdallah am vergangenen Freitag, dem 10. November, den „Arafat-Preis“ an den ehem. Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, verliehen. Er würdigte damit  – so heißt es – dessen herausragende Rolle im Dienst „der Sache von Palästina und Jerusalem.“ 

Die feierliche Preisverleihung fand im Ramallah-Kulturpalast statt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Großmufti von Jerusalem, Muhammad Ahmad Hussein.

In seine Dankesrede erklärte der katholische Würdenträger:

„Der Preis, den ich heute entgegennehmen durfte, erinnert uns daran, dass Präsident Arafat den Traum eines palästinensischen Staates auf den Weg gebracht hat eingeweiht. Dieser Traum ist noch in weiter Ferne, doch wir glauben, dass der Traum Wirklichkeit werden kann“.

Hierzu stellen wir fest:

1. Beim palästinensischen Erzbischof Sabbah ist man seit Jahrzehnten hinsichtlich seiner islamfreundlichem und (passend dazu) israel-feindlichen Stellungnahmen Kummer gewohnt. Von daher hat er einen Preis der Arafat-Stiftung gewiß wohl verdient. Der frühere Palästinenserpräsident Arafat  – vorher PLO-Terroristenführer unseligen Angedenkens  –  verkrachte sich zwar mit der noch militanteren Hamas (seiner Konkurrenz im Gazastreifen), war sich aber in der Ablehnung des Existenzrechts Israel mit radikalen Islamisten grundsätzlich einig.

2. Daß ein katholischer Oberhirte eine solch moralisch und politisch belastete „Ehre“ überhaupt annimmt, ist gewöhnungsbedürftig genug. Anscheinend ist ihm eine Verständigung mit dem Islam weitaus wichtiger als der christlich-jüdische Dialog.

Abgesehen davon: Er hat den Preis gemeinsam mit dem islamistischen Großmufti von Jerusalem (und allen Palästinensergebieten) angenommen:

Dabei ist dieser Muhammad Ahmad Hussein für seine geradezu mörderisch judenfeindliche Einstellung weltbekannt. Das kann auch einem katholischen Oberhirten nicht entgangen sein.

Hierzu ein Beispiel: Am 9. Januar 2011 zitierte der Großmufti in einer Rede vor Palästinensern folgenden Spruch aus der Hadithe (mündlichen Überlieferung Mohammeds). Dort heißt es hinsichtlich des Endgerichts und der Auferstehung:

„Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr die Juden bekämpft habt. Die Juden werden sich hinter Steinen oder Bäumen verstecken. Dann werden die Steine oder Bäume rufen: ‚Oh, Muslim, Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.'“

3. Am 25.10.2015 leugnete der Großmufti in einem Interview mit dem israelischen TV-Sender Channel-2, daß sich auf dem Jerusalemer Tempelberg überhaupt jemals ein jüdischer Tempel befunden habe. Diese Stätte sei vielmehr schon vor 30.000 Jahren (!) eine Moschee gewesen. Die Al-Aqsa-Moschee aus dem 7. Jahrh. sei laut Hussein bereits zur Zeit Adams (!) von Engeln erbaut worden.

Anscheinend ist sich der katholische Palästinenser-Erzbischof in seinem arabischen Wahnwitz und seiner isralfeindlichen Allergie nicht klar darüber, daß mit solchen Entgleisungen nicht allein das jüdische, sondern automatisch auch das christliche Erbe geleugnet wird. Oder befand sich Christus mit 12 Jahren nicht im Tempel zu Jerusalem, sondern in Wahrheit in einer Moschee? Waren Maria und Josef etwa Muslime? Und Christus ein Großmufti?

Es ist überfällig, daß der Vatikan dem jahrzehntelangen israelfeindlichen Treiben des Patriarchen Sabbah endlich widerspricht. Andernfalls wird das wohlfeile Redenschwingen von den Juden als unseren „älteren Brüdern“ und das salbungsvolle Dialog-Getöse immer unglaubwürdiger!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

 


Mohammed – ein Prophet für Christen?

Von Dr. Udo Hildenbrand

Vor einiger Zeit war in einer christlichen Wochenzeitschrift der Titel zu lesen: „Kann Mohammed auch ein Prophet für Christen sein?“

Bereits bei der Artikelüberschrift reibt man sich die Augen: Wie kann ein Christ diese Frage überhaupt ernsthaft stellen? Fehlt nur noch die Anschlussfrage: Sollten wir nicht umgehend beim Papst den Antrag stellen, Mohammed möglichst „subito“ zum Kirchenvater zu ernennen?

Bei dieser Fragestellung und den Ausführungen dieses Artikels gewinnt man den Eindruck, die Biographie Mohammeds sei völlig unbekannt. Hat er nicht zahlreiche Kriege geführt, ursprünglich christliche Regionen unterworfen und islamisiert, jüdische Stämme aus Medina vertrieben und ihr Vermögen an sich gerissen, seinem Ziehsohn die Frau „ausgespannt“, Frauen als Kriegsbeute in seinen Harem aufgenommen“ usw.?

Hat er nicht zentrale Inhalte des christlichen Glaubens geleugnet und bekämpft? Hat er nicht Juden und Christen als gottlos und als Lügner bezeichnet, sie (bestenfalls) zu Menschen zweiter Klasse deklassiert? Gibt es so nicht die Fülle unüberbrückbarer theologischer und ethischer Divergenzen zwischen Islam und Christentum?

Wird bei der Diskussion dieser Frage nicht auch die Lehrmeinung der Kirche völlig ignoriert, dass nämlich die Heilssendung der alttestamentlichen Propheten mit Jesus Christus abgeschlossen und in ihm vollkommen erfüllt ist?

„Unvereinbare Unterschiede“ – so lautet die Überschrift eines anderen Artikels in derselben Ausgabe dieser Wochenzeitung. Auf die Frage: „Kann Mohammed auch ein Prophet für Christen sein?“ begründet diese Überschrift die eindeutige Antwort: NEIN!

Ein christlicher Glaube mit Mohammed als Prophet wäre jedenfalls nicht mehr mein Glaube.

Unser Autor Dr. theol. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters im Schwarzwald

Weitere aufschlußreiche Zitate und Infos zum Islam finden Sie in dem Buch “Wortmeldungen zum Islam” (siehe Abbildung) von Dr. Udo Hildenbrand; es ist für 11,80 € portofrei über seine Adresse erhältlich  – per Mail: udo.hildenbrand@gmx.de

 


„Es gab, es gibt“: ISLAM contra Christentum

Von Dr. Udo Hildenbrand

Es gab, es gibt
das Verbot zu freundschaftlichem Kontakt

mit Andersgläubigen, Andersdenkenden:
Im Koran ausdrücklich formuliert,
ohne Bedeutung nach christlicher Lehre.

Es gab, es gibt
die Erhöhung des männlichen

gegenüber dem weiblichen Geschlecht:
Im Islam rechtlich festgelegt,
nach dem Neuen Testament nicht begründbar.

Es gab, es gibt
Angriffskriege zur Ausbreitung des Glaubens:

Vom Koran, auch vom Leben Mohammeds her
erlaubt, gefordert und geboten,
im Widerspruch jedoch zur Norm des Evangeliums.

Es gab, es gibt
Bestrafung, Verfolgung von Apostaten

bis hin zur Todesstrafe:
Im Islam wird dazu aufgerufen,
undenkbar aus neutestamentlicher Sicht.

Es gab, es gibt
Täuschung und Betrug

Verschleierung und Lüge – Taqiyya:
Im Islam auch möglich um des Glaubens willen,
Christen verstoßen schwer gegen das 8. Gottesgebot.

Es gab, es gibt
die Teilung der Welt in „Gläubige“ und „Ungläubige“,

Ursache vielfältiger Ungleichheit unter den Menschen:
Eine anmaßende Geisteshaltung im Islam,
kein Denken und Handeln jedoch in Jesu Geist.

Es gab, es gibt
die Steinigung der Frau wegen Ehebruchs:

Noch immer im Islam ein Scharia-Gesetz.
Christus dagegen sagt: „Wer ohne Sünde ist,
werfe den ersten Stein.“

Es gab, es gibt
lockende Paradiesverheißungen

für Selbstmörder, bereit zum Attentat:
Im Islam folgenschwere Realität,
strikt verboten dagegen im Christentum.

Es gab, es gibt
bis auf den heutigen Tag

Sklaverei und Genitalverstümmelung:
Im Islam legitimiert, vielfach praktiziert,
im Raum der Kirche nachdrücklich bekämpft.

Es gab, es gibt
das religiös-kulturelle Überheblichkeitsdenken

gegenüber anderen Religionen und Kulturen:
Im Koran ausdrücklich proklamiert,
kein Bestandteil jedoch der Botschaft Jesu.

Es gab, es gibt
eine Fülle unüberbrückbarer Gegensätze,

allzu oft nur scheinbare Gemeinsamkeiten
zwischen Islam und der christlicher Religion.
Wird es befreiende Lösungen geben?

Menschenwürdiges Miteinander ist nur tragfähig bei Gewissens-, Meinungs- und Religionsfreiheit in Beachtung der internationalen Menschenrechte überall, auf der ganzen Welt, so auch in Ländern mit islamischer Staatsreligion.

Unser Autor Dr. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch “Wortmeldungen zum Islam” (S. 188 f.); es ist für € 11.80 portofrei über seine Adresse erhältlich: Dr. Udo Hildenbrand, Josef-Bäder-Weg 4 in 77815 Bühl. – Mail: udo.hildenbrand@gmx.de

 


Antworten zu islamophilen Behauptungen

Von Dr. Udo Hildenbrand

Auf einige oft gehörte und gelesene Behauptungen zu Islam-Themen besonders aus dem Mund von Muslimen sind hier kurze Rückfragen und Hinweise formuliert, die keinen Anspruch auf umfassende Beantwortung erheben.

WENN SIE SAGEN …

… alle Terroristen, die sich auf den Islam berufen, auch der mörderische „Islamische Staat“, haben nichts mit dem Islam zu tun,

dann verweis´ auf das Leben und die Botschaft des angeblich „tiefgläubigen“ Gründers dieser islamischen Terror-Organisation Dr. Abu Bakr al Baghdadi. Frag sie, ob sie selbst einen anderen Koran als diese Terroristen haben.

… in der Bibel stehen wie im Koran gleiche oder ähnliche, heute noch geltende Kampf- und Tötungsaufrufe,

dann lass Dir einen einzigen Bibeltext zeigen, der heute Gewalt legitimiert. Lass Dir nachweisen, wo Juden oder Christen in unserer Zeit entsprechend menschenverachtend handeln. Vor allem: Sie sollen Dir im Neuen Testament nur einen einzigen gewaltlegitimierenden Text nachweisen.

 … Christentum und Islam haben die gleichen Gewaltgene,

dann zähl´ ihnen die Fülle der unüberbrückbaren Divergenzen und Gegensätze auf, allein im Leben und in der Lehre, im Reden und Handeln der beiden Religionsstifter Jesus Christus und Mohammed.

 … der Islam lehrt die Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit mit Berufung  auf die Koransure 5,32: „Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Welt“

dann verweise sie auf die Tatsache, dass dieses Wort aus dem Judentum stammt  und an Juden, nicht an Muslime gerichtet ist. Vor allem aber: Mach sie aufmerksam auf die von ihnen ausgeblendete Nachfolgesure 5,33. Darin ist die Rede vom Umbringen, Kreuzigen, Hand- und Fußabhauen, auch von Landesverweis.

BILD: Buch von Dr. Hildenbrand: „Wortmeldungen zum Islam“

 … der Islam ist eine Religion des Friedens,

dann ruf´ in Erinnerung die jahrhundertelangen kriegerischen Eroberungen und Versklavungen, die innerislamischen Bruderkriege seit islamischem Geschichtsbeginn bis auf den heutigen Tag. Erinnere an die beiden größten islamischen Strömungen, Sunniten und Schiiten: Bis aufs Blut sind sie zerstritten. Erinnere an die religiös-politisch zerstrittenen Länder Saudi-Arabien, Iran, Irak, Türkei, Syrien: Sie sind wie im Kriegsrausch, zerbomben ihre Städte und Dörfer, sind sich Feind und nur im gegenseitigen Hass verbunden. Zudem: Islam heißt UNTERWERFUNG, nicht Frieden.

  … der Islam ist eine Religion der Barmherzigkeit,

dann such im Koran und in anderen Schriften der islamischen Tradition und Gegenwart, auch im Internet nach den Begriffen: Blut(-geld), Dschihad, Ehebruch, Frauen, Homosexualität, Hand abhacken, Kampf, Krieg, Steinigung, Töten usw. – Erinnere daran, dass der Koran nach islamischem Selbstverständnis „ewig gültig“ ist

… Dschihad bedeutet nichts anderes als Anstrengung auf dem Weg zu Gott, geistiger Kampf gegen verwerfliche Taten, Kampf für die Wahrheit und das Gute, 

dann sag ihnen, dass sie nur die halbe Wahrheit gesagt haben. Nach den koranischen Schwertversen ist Dschihad als bewaffneter Kampf, als Krieg, gerade auch zur Ausbreitung der islamischen Herrschaftsordnung eine religiöse Pflicht. Koran- und Fatwa-legitimiert zählen dazu auch Wirtschaftsboykott- und -sabotage. Ökonomischer Dschihad will der westlichen Volkswirtschaft Schaden zufügen.

 … der Islam lehrt die Religionsfreiheit,

dann erinnere sie besonders an das zu erwartende Schicksal der vom Islam Abgefallenen, auch an die Lebensumstände der mit einer Todes-Fatwa Belasteten, sowie an die Fülle innerislamischer Glaubenszwänge, wie etwa auch eigenartigerweise der Zwang zum Gebet.

 … die muslimische Welt hält sich strikt an die Menschenrechte,

dann bestätige zunächst diese Behauptung,  füg´ jedoch hinzu: „Streut bitte den Leuten doch keinen Sand in die Augen.“ –  Bekanntlich gibt es zwei Menschenrechtserklärungen: Jene der 56 islamischen Staaten aus dem Jahr 1990 unterscheidet sich durch ihren Scharia-Vorbehalt grundlegend von der UN-Menschenrechtscharta von 1948. Zwei Menschenrechtsdeklarationen, die trotz vielfach gleichlautender Begriffe inhaltlich nicht gegensätzlicher sein könnten.

…die Islamverbände verurteilen die Mordanschläge in Paris, Nizza, London Berlin, Barcelona u.s.w. und jeglichen Terrorismus,

dann frag sie, ob sie die Korantexte, die Gewalt auch gegen die angeblich Ungläubigen legitimieren, bereits für ungültig erklärt haben, ob sie ihre Imame beauftragt haben, im Geiste der UN-Menschenrechtsdeklaration von 1948 oder im Geiste der islamischen Kairoer Menschenrechtserklärung von 1990 zu predigen.

der Islam ist demokratie-kompatibel,

dann sollen sie die demokratisch verfassten Staaten in islamisch dominierten Ländern aufzählen, in denen es freie Wahlen und Gewaltenteilung gibt. Sie sollen auch sagen, wie sie die Spannung zwischen den UN-Menschenrechten von 1948 und den Kairoer Menschenrechten von 1990 beseitigen, und ebenso wie sie die Unvereinbarkeiten zwischen den Rechtsordnungen der freiheitlich-demokratischen Staaten und den islamischen Staaten mit einer Scharia-Gesetzgebung lösen wollen.

der Islam gehört zu Deutschland, hat Europa mitgeprägt,

dann mögen sie Dir sagen, welche konkreten Anregungen und Werte, welche geistig-kulturell prägenden Leistungen der Islam für das Werden des freiheitlich-demokratischen Europas in der Vergangenheit eingebracht hat und heute einbringt.

…in Andalusien, im muslimischen Spanien waren die Muslime großzügig und tolerant gegenüber Christen und Juden,

dann zeig´ ihnen auf einer Landkarte, wie winzig klein dieses Land war im riesigen islamischen Weltreich jener Zeit. Berichte ihnen, dass Juden und Christen auch in Andalusien immer Menschen zweiter Klasse waren, ausgeliefert der Laune und der Willkür der herrschenden Muslime.

… das Christentum, die abendländische Kirche sind schuld an der Traumatisierung der Muslime durch die Kreuzzüge,

dann frag´ sie nach der Traumatisierung der Juden, Christen, Buddhisten, Hindus usw. durch die Eroberungskriege der Muslime, die der Kreuzzugsbewegung in Afrika und in Asien, im Vorderen Orient und in Südeuropa jahrhundertelang vorausgingen. Frag sie auch nach deren Traumatisierung durch die gewaltgeprägten islamischen Expansionen und Invasionen, die ihnen danach noch jahrhundertelang folgten.

 …im Islam wird die Würde und die Gleichwertigkeit aller Menschen gelehrt und gelebt,

dann weise hin auf die im Islam praktizierte Geschlechter-Apartheid (Mann/Frau), die Religions-Apartheid (Gläubige/Ungläubige) und  die Menschheits-Apartheid (Muslime/Nichtmuslime), auch auf die noch immer nicht überwundene Sklaverei (Freie/Unfreie).

 … es gibt den wahren, authentischen Islam,

dann frag sie, ob dieser „wahre“ Islam von allen koranischen Gewaltsuren und dem Ungleichheitsdenken der islamischen Lehre befreit ist. Frag sie, wer die authentischen Anhänger dieses „wahren Islam“  waren und sind, auch wo und wann sie leb(t)en. Nehmen nicht alle Muslime, auch die Salafisten und islamischen Terroristen  für sich in Anspruch, dem  „wahren Islam“ anzugehören,  die „wahren, authentischen Muslime“ zu sein?

… die allermeisten Muslime sind tolerant und friedlich,

dann frag sie, ob diese überwiegende Mehrheit der friedliebend-toleranten Muslime auch wirkliches Verständnis dafür hat, dass sich informierte Nicht-Muslime angesichts der zahlreichen Gewaltsuren des „ewig-gültigen“ Koran, auch angesichts der Erfahrung vielfältiger aktueller Gewalt im Raum des Islam bedrängt und bedroht fühlen. Frag sie auch, was sie tun, wenn sie wirklich friedliebend sind.

Unser Autor Dr. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch “Wortmeldungen zum Islam”; es ist für € 11.80 portofrei über seine Adresse erhältlich: Dr. Udo Hildenbrand, Josef-Bäder-Weg 4 in 77815 Bühl. – Mail: udo.hildenbrand@gmx.de