Der oberschlesische Priester Karl Heda wurde Ehrenbürger von Friedrichshafen

Auf Antrag der Kreisgruppe der Landsmannschaft der Oberschlesier wurde der katholische Priester und Monsignore Karl Heda zum Ehrenbürger der Stadt Friedrichshafen ernannt; auf dem dortigen städtischen Friedhof befinden sich auch sein gut gepflegtes Grab.

Der Seelsorger und Schriftsteller Heda hatte über Jahrzehnte hindurch die gehaltvollen „Kattowitzer Rundbriefe für die Priester und Gläubigen“ herausgegeben.

Der CDU-Parlamentarier und langjährige Präsident des Bundes der Vertriebenen, der 1997 verstorbene Dr. Herbert Czaja (siehe Foto), erinnerte einst ausführlich an diesen vorbildlichen Geistlichen.

Gerne veröffentlichen wir hier seinen Nachruf mit freundlicher Erlaubnis seiner Tochter Christine Czaja, der Vize-Vorsitzenden der „Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen“:

Am 3. September 1992 verstarb im Alter von 83 Jahren in Langenargen am Bodensee Monsignore Karl Heda, Beauftragter für die Priester und Gläubigen der Diözese Kattowitz.

Er war ein unermüdlicher Priester und ein treuer, gerecht urteilender Oberschlesier.

Er liebte die Seelsorge und die Pfarrangehörigen liebten ihn. Er war vom Dienst an der Eucharistie durchdrungen. Es ging ihm um die Kernfragen des Glaubens und des sakramentalen Lebens, nicht um Streitigkeiten am Rande.

In weltlichen Fragen wirkte er überzeugend durch Sachkunde, durch gerechtes Urteil und lebensnahe Forderungen – überzeugend auf Deutsche verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Amtes und auf Nichtdeutsche.

Im Geisteskampf mit dem Nationalsozialismus und mit polnischen Chauvinisten hat er seinen Mann gestanden. Als junger Kaplan hat er materiell und geistig die deutsche katholische Hochschulgruppe in Krakau nach 1932 unterstützt und von der Ferne mitgeformt.

Er war ein überzeugter Anhänger der nicht gleichgeschalteten Deutschen Christlichen Volkspartei in Ostoberschlesien bis 1939. Im Kriege hat er in priesterlicher Treue auch zu seinen polnischen Pfarrkindern gestanden. Nach dem Krieg kam er in die Diözese Rottenburg.

Von Anfang an – schon in Ravensburg – sammelte und beriet er viele Heimatvertriebene. Geschickt im Verkehr mit den Behörden wurde er sachkundiger Nothelfer vieler und betrieb in Südwürttemberg ihren organisatorischen Zusammenschluss. 

Als ihm das Ordinariat auf Fürsprache des unvergessenen Prälaten Prof. Dr. habil. Alfons Hufnagel eine der größten oberschwäbischen Pfarreien, St. Canisius in Friedrichshafen übertrug, gab es vielfaches Kopfschütteln und Misstrauen. Aber schon binnen weniger Wochen gewann er das breite Vertrauen seiner Pfarrangehörigen. Hervorragend war sein Ansehen bei den Behörden und beim französischen Militär.

Als ostdeutscher Priester hatte er eine hervorragende politische Sachkenntnis und scheute nie ein maßvolles, aber entschiedenes politisches Wort, ohne in der Politik aufzugehen und irgendetwas in der Seelsorge zu vernachlässigen.

Mehrere neuernannte polnische Bischöfe waren seine Kursgenossen, auch ihnen – einige besuchten ihn später in Friedrichshafen – sagte er ehrlich und offen und in verbindlicher Form seine Meinung.

Er war der Beauftragte für die Priester und Gläubigen der Diözese Kattowitz nach dem Tode von Prälat Franz Wosnitza und gab für sie ein Informationsblatt heraus.

Sein Schmerz war es, dass er nur wenige Mitbrüder hier hatte und die meisten vor ihm starben.

In der Seelsorge stark beansprucht, konnte er das Ringen und Wirken der deutschen Priester und Gläubigen in der Diözese Kattowitz nicht so fundiert in den meist unbekannten Schwierigkeiten der Zwischenkriegszeit darstellen, wie er es gern gewollt hätte. Es ist schade, dass dieser umfassende Kenner der Vorgänge nicht Hilfskräfte zur Dokumentation dessen hatte, was mit seinem Tode unweigerlich verlorengeht.

Von Anfang an wirkte Msgr. Heda nicht nur bei den großen Wallfahrten der Vertriebenen in Südwürttemberg mit, sondern er war auch ein eifriger Mitarbeiter in der Landsmannschaft der Oberschlesier. Hier gehörte er dem Rat der Landsmannschaft der Oberschlesier viele Jahre an. Seine Aussagen waren von großem Gewicht.

Als überzeugter deutscher katholischer Oberschlesier tadelte er nationalistische Auswüchse auf beiden Seiten, war aber auch ein ehrlicher Freund gerechter polnischer Oberschlesier und ein verständiger Begleiter jener, die sich zu Oberschlesien bekannten, aber auch dem schwebenden Volkstum zuzurechnen waren.

Er war ein überzeugter Anhänger des unbeugsamen Vorsitzenden der Deutschen Christlichen Volkspartei, Senator Dr. Eduard Pant, der viele deutsche Irrtümer weit voraussah und ihnen entgegentrat.

Wenige Tage vor seinem Tode schrieb er mir noch, dass wir Deutsche uns auch mehr um große und gerechte polnische oberschlesische Priester, wie Prälat  Emil Szramek, der im KZ getötet wurde, kümmern müssten.

Ältere Priester aus Kattowitz schätzten Heda sehr hoch, wie er auch in Friedrichshafen – früher mit seiner verstorbenen Schwester – ein beliebter Betreuer einer nicht ganz kleinen Priesterschar war. Bis zum letzten Atemzug hat er in der Seelsorge ausgeholfen.

Ich selbst verdanke diesem Freund sehr viel an Rat, an Zuspruch und Bekräftigung. Msgr. Karl Heda wird den Oberschlesiern, insbesondere den Ostoberschlesiern sehr fehlen, sehr viele aber werden ihm auch ein treues Andenken bewahren.

Quelle: https://kulturportal-west-ost.eu/blog/2020/30142/in-memoriam-monsignore-karl-heda-1909-1992

 


Das erlebte ich zu Pfingsten 1985 in Medjugorje

Von Thomas Schönhoff

Als ich zu Pfingsten 1985 zur „Erscheinungsstätte“ nach Medjugorje fuhr, hat mich dort schon die „Massenmesse“ am Volkstisch abgestossen. Die Sakristeischwester rannte ständig im Altarraum hin und her (ohne jede Kniebeuge), in der Kirche lief eine Unterhaltung wie in einer U-Bahn-Station. 

Die Messe für die Deutschen Piger zelebrierte ein älterer Monsignore aus Österreich, ein sehr feiner und frommer Mann. Er sagte uns, dass er perfekt die dortige Landessprache spreche, wobei er dies aber sonst nicht bekannt gab.

Die sog. Marienerscheinungen fanden zu jener Zeit im Pfarrhaus statt. Wir Pilger standen draussen im Hof. Der Monsignore durfte als Priester mit ins Zimmer zu den Seherkindern.

Als die angeblichen Erscheinungen vorbei waren, fragte der Franziskanerpater die jungen Visionäre, was die Gottesmutter ihnen denn gesagt habe  –  und alle Kinder erzählten ihm etwas anderes. Er meinte dann: Jetzt müßt ihr euch schon einig werden; so können wir das den Leuten da draussen nicht vorlesen.

Der Monsignore bekam das alles mit  – er verstand es und sagte danach zu uns, dass Medjugorje für ihn erledigt sei.

Die Anhänger dieser „Erscheinungen“ sind oft hysterisch und verfallen einer charismatischen Sektenmentalität. Die Seher sind alle reich geworden und lassen sich feiern wie Hollywood-Stars. Leider macht die Kirche dem Treiben dort kein Ende  – sie hat hier wieder einmal versagt.

HIER ergänzend ein weiterer Erlebnisbericht: https://charismatismus.wordpress.com/2014/02/17/ein-erfahrungsbericht-zu-medjugorje-hoffentlich-fliegt-der-schwindel-eines-tages-auf/

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