Afrika: Bischöfe von Niger und Burkina Faso beklagen zunehmenden islamischen Terror

„Die Länder, die sich in unserer Bischofskonferenz zusammenschließen, Burkina Faso und Niger, sind seit einigen Jahren Opfer von Terroranschlägen“, erklären die Bischöfe der beiden westafrikanischen Staaten im Anschluss an die Vollversammlung, die vom 5. bis 15. Juni in Ouagadougou stattfand.

„Trotz des Engagements der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte verschärfen sich die Terroranschläge und haben durch gezielte Entführungen und Morde eine neue religiöse Dimension erreicht“, heißt es in dem gemeinsamen Dokument der katholischen Oberhirten, die ihr Entsetzen und ihre Enttäuschung im Zusammenhang mit „sinnlosen Verbrechen“ zum Ausdruck bringen.

Die Bischofskonferenz von Burkina Faso und Niger erinnert an die lange Liste von Morden, Entführungen und Übergriffen gegen Priester, Ordensleute und Laien sowie Kirchen seit dem 17. September 2018, die meist durch islamische Extremisten erfolgten; sie fordern die „Menschen, die den Frieden lieben“ dazu auf, „trotz des Wiederauflebens von Terroranschlägen einig zu bleiben und den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Komponenten unserer Völker zu pflegen, um nicht in die Fallen der Terroristen zu treten.“

Quelle: Fidesdienst


Kenia: Erzbischof Anthony Muheria beklagt „grausame Werke des Bösen“

Gewalt gegen Frauen eine „nationale Katastrophe“

„Morde, Korruption, Abtreibungen. Sie gehören zu den Nachrichten, über die die lokalen Medien regelmäßig berichten. Das sind grausame Werke des Bösen“, erklärt Erzbischof Anthony Muheria von Nyeri in Kenia in seiner Osterbotschaft.

„Insbesondere in den letzten Tagen hat die Nachricht von grausamen Morden zwischen Paaren, Brüdern und Freunden große Trauer verursacht. Wir können die Taten als bestialisch bezeichnen, wenn der Mensch seine Menschlichkeit verloren hat und schlimmer geworden ist als ein Tier.“

Gewalt gegen Frauen ist in Kenia ist zu einem solch ernsten Problem geworden, so dass eine Gruppe von Aktivistinnen im Februar eine Petition an Präsident Uhuru Kenyatta überreichte, in der dieser aufgefordert wurde, sie als „nationale Katastrophe“ zu bezeichnen.

Eine weitere soziale Plage, die der Erzbischof anprangert, ist die Verbreitung von Glücksspielen. Laut einer Umfrage gibt es in Kenia die meisten jungen Menschen in Afrika südlich der Sahara im Alter zwischen 17 und 35 Jahren, die regelmäßig spielen.

Quelle: Fidesdienst


Nigeria: Immer mehr Entführungen und Morde an Priestern und Ordensleuten

Im afrikanischen Nigeria, das seit vielen Jahren von der radikal-islamischen Rebellengruppe Boko Haram terrorisiert wird, wächst weiterhin die Gefährdung von Christen – besonders von Geistlichen:

„Wir erfahren mit großer Bestürzung von einer Zunahme der Entführungen und in einigen Fällen von Morden an Priestern und Ordensleuten in unserem Land“, heißt es in einer Erklärung, die nach der ersten Vollversammlung der Medienbeauftragten der nigerianischen Diözesen und Orden veröffentlicht wurde, die vom 25. bis 29. März in Makurdi im Bundesstaat Benue stattfand.

Am Tag der Eröffnung am 25. März war ein weiterer nigerianischer Priester, John Bako Shekwolo in seinem Haus in Ankuwai, im Bundesstaat Kaduna ermordet worden. Nur eine Woche zuvor, am 20. März, wurde die Leiche von Clement R. Ugwu, Pfarrer der Kirche von San Marco, in Obinofia Ndiuno im Bundesstaat Enugu gefunden, der am 13. März entführt worden war.

Angesichts der Verbrechenswelle, die das Leben der Kirche bedroht, appellieren die Medienbeauftragten an die nigerianische Bischofskonferenz, mit der Bitte „nach den Ursachen der Entführungen und Morden an Priestern und Ordensleuten zu suchen“.

Quelle: Fidesdienst