Der Muezzin-Ruf und das „Gebet“ der Muslime

Von Herbert Nowitzky

Der MUEZZIN-Ruf: In arabischer Sprache ruft der Muezzin (=Rufer) fünfmal alle Menschen zum Islam (=Unterwerfung unter Allah) und zum „Gebet“, d.h. zur Rezitation bestimmter Suren.

….Moschee mit Minarett in Bonn

                 Wortlaut des Muezzin-Rufs:
    Es gibt keinen Gott außer Allah! (1x)
–    Allah ist der Größte! (4x)
–    Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah! (2x)
–    Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist! (2x)
–    Kommt her zum Gebet! (2x)
–    Kommt her zum Erfolg! (2x)
–    Allah ist der Größte! (2x)

–    Es gibt keinen Gott außer Allah! (1x)                                  

Der Ruf des Muezzin ist im Prinzip ein Aufruf an die „Ungläubigen“, sich zu unterwerfen (Islam=Unterwerfung) und an den Ort der „Niederwerfung“ vor Allah (=Moschee) zu kommen. Die Muslime kennen ja schon die fünf Gebetszeiten, so dass sich ein Ruf erübrigen würde. Von den acht Sätzen des Adhan (= Gebetsruf), teilweise mehrfach wiederholt, fordert übrigens nur der fünfte zum „Gebet“ (=Rezitation von Suren) auf.

Der Ruf des Muezzin ist somit ein Bekenntnis, dass Allah die größte und einzige Gottheit sei. Er wird damit zum Aufruf des Kampfes gegen alle „Ungläubigen“ und lehnt  auch vom Wortlaut her gemäß dem Koran jede Toleranz gegenüber Juden und Christen ab.

Dort, wo der Gebetsruf der Muslime öffentlich proklamiert wird, herrscht nach muslimischer Lehre Allah. Der „Adhan“ kann somit auch nicht mit dem Läuten von Kirchenglocken verglichen werden, da das Glockengeläut keine aggressive Verkündigung oder gar die Niedermachung eines anderen Bekenntnisses enthält.

Der Muezzin-Ruf ist grundgesetzwidrig, weil der Islam sich als “Religion” versteht, die über allen anderen steht (Sure: 48:28) und diese entsprechend nicht anerkennt. Der Islam ist auch deshalb grundgesetzwidrig, weil gemäß Koran alle “Ungläubigen” (= Nichtmuslime) bekämpft werden müssen,bis alles an Allah glaubt” (Sure 8:39).

Die grundgesetzwidrigen “Staatsverträge”, die Hamburg (2013) und danach Bremen mit Kirchen und Muslim-Organisationen (Schura) bezüglich des Islam-Unterrichts geschlossen hat, belegen das erneut.

2. Das muslimische „Gebet“   

Im Laufe der fünf täglichen Gebetszeiten mit ihren 17 Ritualen wirft sich ein Muslim täglich – wenn er alle rituellen Vorschriften einhält – 34mal vor Allah zu Boden. Dabei sagt er:

.Große Moschee mit Minarett in Köln

–   Gepriesen sei mein Herr, der Höchste (102 mal)
–   Allah ist größer … (68 mal)
–   Gepriesen sei mein gewaltiger Herr (51 mal)
–   Allah hört den, der ihn lobt (17 mal)
–   die „Al-Fatiha„, die einleitende Sure oder eine andere kurze Sure (17mal)
–   das Glaubensbekenntnis des Islam (5 mal – siehe oben)
–   den Friedensgruß an alle Muslime!  (5 mal) – er gilt nur den Muslimen, nicht den „Ungläubigen“!

Nur das rituell einwandfrei ausgeführte „Gebet“ hat vor dem unendlich fernen Allah volle Gültigkeit und lässt auf einen späteren Eingang ins Paradies hoffen. Es ist damit verdienstvolles Ritual!

Das muslimische “Gebet“ unterscheidet sich deshalb grundsätzlich vom Gebet eines „Gotteskindes“ im jüdischen und christlichen Sinne, das vor seinen  „Vater im Himmel“ kommt und mit IHM redet oder auch nur hörend schweigt.

Frauen können im Islam niemals das mögliche Soll an Gebeten erfüllen, weil sie vom „Freitagsgebet“ der Männer „Schulter an Schulter“ ausgeschlossen sind und während ihrer „Tage der Unreinheit“ weder den Koran berühren noch „beten“ dürfen.

An den übrigen Tagen sind sie ebenfalls von den Männern getrennt und „beten“ in einem besonderen Nebenraum, der oft nur durch einen Nebeneingang der Moschee zu erreichen ist. Diese Diskriminierung der Frauen und aller anderen werden allerdings von unseren Dialügfreunden und Gutmenschen unterschlagen, auch wenn sie selbst von den meisten islamischen Frauen akzeptiert werden: nur der strikte Gehorsam und die vollständige Unterwerfung unter die Männer eröffnet ihnen den Eingang in Allahs Paradies!

3. Die „Gebete“ im Islam haben an verschiedenen Orten verschiedene Werte:

–  in Mekka: 2000fach
–  in Medina (Grabstätte des „Propheten“): 1000fach
–  in Jerusalem 500fach (obwohl im Koran nicht erwähnt)
–  eine Nachtwache im „Heiligen Krieg“ hat den Wert von 100 Jahren Gebet! (nach dem Hadith von al-Bukhari und Ibn Madja)

Mit diesen „Werten“ kann rituelles Fehlverhalten bei anderen Gelegenheiten ausgeglichen werden!

Wenn eine Nachtwache im „Heiligen Krieg“ allerdings einen so hohen Wert hat, wird bestätigt, dass die oft verschwiegene 6. Säule der „Religion des Friedens“ tatsächlich die wichtigste ist: der Jihad, der „heilige Krieg“! Mehr als 200 Suren-Verse fordern zum Kampf gegen die „Ungläubigen“ (= alle Nichtmuslime) auf, „bis alles an Allah glaubt“ (Sure 8:39).

Das Gebet eines Muslim ist (nach dem Hadith von al-Bukhari) ungültig, wenn der „Schatten eines Hundes, eines Esels oder einer Frau auf den Betenden fällt“.

4. Wie kam es zu den fünf täglichen Gebetsrunden?
Als Muhammad auf seiner „himmlischen Reise“ (621) von Mekka über Jerusalem in den siebten Himmel dort von Allah 50 tägliche Gebetszeiten auferlegt bekommen hatte, gab ihm bei der Rückkehr sein „Bruder“ Moses den Rat, noch einmal mit Allah wegen der hohen Zahl der Gebete zu verhandeln. Das war erfolgreich, denn Allah erließ 45 Gebete, aber die verbliebenen fünf Gebetsrunden sollten getreu eingehalten werden und dann den Wert von 50 „Gebeten“ haben! (aus dem Hadith nach al-Bukhari).

Gemäß dieser Quelle bestätigte übrigens Muhammads Lieblingsfrau A´ischa, damals noch ein Kind von 11 Jahren, dass ihr 52jähriger Herr in jener Nacht wohl nur im Traume Jerusalem besucht und das gemeinsame Bett nicht verlassen habe. (Muhammad ist mit Sicherheit niemals in Jerusalem gewesen. Dennoch wird den Besuchern heute ein Loch in einer Mauer gezeigt, an der der Prophet sein Reittier Buraq angebunden habe. Jerusalem, heilige Stadt der Juden, ist deshalb auch im Koran nicht erwähnt – in der Bibel dagegen mehr als 800mal!)

5. Der Wortlaut der „Fatiha“ (Sure 1 die „Öffnende“):

Mohammed war nie in Jerusalem

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!
Lob sei Allah, dem Weltenherrn,
Dem Erbarmer, dem Barmherzigen,
Dem König am Tage des Gerichts!
Dir dienen wir und zu dir rufen um Hilfe wir;
Leite uns den rechten Pfad,
Den Pfad derer, denen du gnädig bist (=Muslime),
Nicht derer, denen du zürnst (=Juden)
Und nicht den Irrenden (=Christen).

Diese Fatiha wurde schon des Öfteren in Arabisch von muslimischen Vorbetern in Kirchen (!) mit „volltönender Stimme“ vorgetragen – ohne jedoch von den „beeindruckten“ Hörern verstanden worden zu sein. So berichtete auch eine Zeitung über einen „Gottesdienst“ in einer Bad Segeberger Kirche. Dort ist übrigens die nächste „größere“ Moschee geplant.

Literatur:   Abd-al-Masih: „Wer ist Allah im Islam?“, A 9503 Villach, o.J.   – Moussa Afschar: „Der Heilige Krieg – Die Belagerung Europas von  innen“, Stuttgart 2004 – Ali Dashti: „23 Jahre – die Karriere des Propheten Muhammad“, Alibri, Aschaffenburg 1997   

Moschee-Fotos: Dr. Bernd F. Pelz


Türkei: In der Hagia Sophia sind Mosaiken und Fresken weiter verdeckt

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Entgegen der Ankündigungen türkischer Behörden, dass die christlichen Kunstwerke der Hagia Sophia außerhalb der islamischen Gebetsstunden zugänglich sein werden, sind Mosaiken und Fresken dort immer noch verdeckt.
Mittlerweile wurde auch bekannt, dass Frauen, die keine Kopftücher tragen und nicht entsprechend gekleidet sind, keinen Zutritt mehr in der Hagia Sophia erhalten.

Kopftücher und Umhänge würden an den Eingängen gratis an die Touristinnen verteilt, berichteten zuletzt türkische und internationale Medien. Laut anderen Nachrichtenquellen wird dafür eine Gebühr verlangt.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-08/hagia-sophia-mosaiken-und-fresken-weiterhin-verdeckt.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Türkei: Wird die Chora-Kirche zur Moschee?

Nach der Umwidmung der Hagia Sophia von Istanbul zu einer Moschee fürchten orthodoxe Christen, dass auch der Chora-Kirche ein ähnliches Schicksal drohen könnte.

Die Kirche im Stadtteil Edirnekapi stammt aus dem 11. Jahrhundert; sie steht wegen ihrer Mosaiken zum Leben Jesu und Mariens auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Seit 1948 ist der Bau, der als eines der schönsten Beispiele byzantinischer Kunst gilt, ein Museum; zuvor hatte er seit der Eroberung von Konstantinopel im 15. Jahrhundert lange als Moschee gedient.

Schon im November letzten Jahres hatte der türkische Staatsrat den Museums-Charakter der Chora-Kirche aufgehoben; doch hatten das nur orthodoxe Kreise in Russland und Griechenland bemerkt, während die größere Öffentlichkeit darauf nicht aufmerksam wurde.

Nach der Umwidmung der Hagia Sophia fordern islamische Exponenten in der Türkei nun, auch die Chora-Kirche zu einer Moschee umzuwidmen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-08/hagia-sophia-chora-kirche-moschee-tuerkei-istanbul-umwidmung.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee bedeutet das „Ende einer Epoche“

Pressemeldung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK): 

Der leitende Geistliche der SELK, Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), begrüßte die Erklärung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron (Köln), aus Anlass der Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul (Türkei) in eine Moschee.

Als der Westen im Jahr 1453 kümmerliche drei venezianische Galeeren zur Unterstützung Konstantinopels schickte, waren dem bereits Jahrhunderte an westlicher Ignoranz gegenüber dem Osten vorausgegangen. Dies dürfe sich heute nicht wiederholen, erklärte Voigt gegenüber SELK-News.

Radu Constantin Miron ist Erzpriester der Orthodoxen Kirche in Deutschland und zudem Vorsitzender der ACK Deutschland.

In seiner Erklärung heißt es:

Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche. Durch einen administrativen Akt des türkischen Staatspräsidenten verliert die Hagia Sophia in Istanbul den Status eines Museums, den sie seit 1935 besaß, und wird zur Moschee gemacht.

Dieser staatliche Akt geschieht – wie so häufig in der Türkei – unter scheinbarer Wahrung der Rechtstaatlichkeit.

Das im 6. Jahrhundert gebaute Gotteshaus, das unter Kaiser Justinian als christliche Kirche erbaut wurde und über neun Jahrhunderte als solche diente, wird, wie 1453 nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, erneut zur Moschee.

Seit dem 1. Februar 1935 stand sie dann als Museum allen Besucher/innen offen, wie es der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, verfügt hatte.

Im Bewusstsein der orthodoxen Christen blieb und bleibt die Hagia Sophia allerdings die „Große Kirche Christi“.

So ist es kein Zufall, dass Vertreter aller orthodoxen Patriarchate und autokephalen (selbständigen) Kirchen gegen die Entscheidung der türkischen Regierung protestiert haben.

Doch auch viele Vertreter/innen anderer Kirchen, europäischer und weltweiter Institutionen, nicht zuletzt der UNESCO, zu deren Welterbe die Hagia Sophia ja gehört, haben ihre Bestürzung über diesen Vorgang geäußert, der offenkundig nicht religiöse Bedürfnisse, sondern innen- und außenpolitische Ambitionen des türkischen Präsidenten befriedigen soll.

Deshalb richten sich diese Proteste – und auch die vorliegende Erklärung – nicht gegen den Islam oder das islamische Gebet, sondern gegen den Missbrauch der Religion, der hier zutage tritt.

Zudem lässt die bewusste Wahl des 24. Juli als Datum der Umwidmung nichts Gutes erahnen, handelt es sich doch um den Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne (1923), in dem in den Artikeln 37 bis 44 auch die Rechte der nicht-muslimischen Minderheiten bzw. die Verpflichtung der Türkei, diese und ihre religiösen Einrichtungen zu respektieren, festgeschrieben wurden.

In den vergangenen Jahren stellte der türkische Staatspräsident Erdoğan immer wieder diesen Vertrag in Frage. Seine Vorliebe für Symbolpolitik, die wieder durch diese Datumswahl deutlich wird, geht offensichtlich auch zu Lasten der christlichen Minderheit in der Türkei. Ihr Schicksal kann und darf uns als Christen nicht gleichgültig sein.

Zu oft haben wir unsere Stimme nicht laut genug erhoben, wenn es um den Genozid an den Armeniern und anderen Völkern, um die Septemberpogrome des Jahres 1955, um die Ermordungen von christlichen Missionaren und Würdenträgern oder die zahllosen Enteignungen von Gebäuden und Grundstücken aller christlichen Kirchen des Landes ging.

Auch die Umwidmung der Hagia Sophia ist eine Enteignung, nicht im immobilienrechtlichen, sondern im geistlichen Sinn. Und sie bedeutet das endgültige Ende einer säkularen, laizistischen, modernen Türkei, wie sie Atatürk vorschwebte, der die Hagia Sophia zum Museum gemacht hatte.

Der 24. Juli 2020 bedeutet das Ende einer Epoche.

Internetpräsenz: http://www.selk.de

Gemälde: Evita Gründler


Türkei: Islamische Gelehrte kritisieren die Verwendung der Hagia Sophia als Moschee

Die türkische Entscheidung, die antike christliche Basilika Hagia Sophia als Moschee zu verwenden, könnte zu ein „schwerwiegenden und irreparablen Fehler“ sein, und islamfeindliche Gefühle auf der ganzen Welt schüren.

So heißt es in einem von türkischen Medien veröffentlichten Appell dreier bekannter Experten für Religion und Geschichte der Türkei, die sich als „kemalistische Theologen“ bezeichnen (in Anlehnung an den früheren Präsidenten Kemal Atatürk, den Gründer der modernen Republik Türkei mit Trennung von Staat und Islam, der die Hagia Sophia als Museum einrichtete).

Nazif Ay, Mehmet Ali Öz und Yusuf Dülger bekräftigen in ihrer Erklärung, dass die Entscheidung, das Museum der Hagia Sophia in eine Moschee zu verwandeln, „die Botschaften der Versöhnung und Gerechtigkeit des Islam“ zunichte mache.

Es würden dadurch „Nicht-Muslime beleidigt und so dem Hass gegen den Islam neue Impulse gegeben“, bedauern die Religionsgelehrten.

Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatte festgelegt, daß die Wiedereröffnung der Hagia Sophia für den islamischen Kult am kommenden Freitag, den 24. Juli, stattfinden wird.

Während der muslimischen Riten sollen die christlichen Mosaike, die das Innere der alten Basilika schmücken, mit einem elektronisch betriebenen Vorhang verhüllt werden, der jeweils zu Beginn und am Ende der Veranstaltungen in Betrieb genommen wird.

Während die Mosaiken auf dem Boden der Hagia Sophia von grünen Teppichen verdeckt werden, die von Erdogan persönlich ausgewählt wurden, beklagen sich Vertreter des Islamismus, weil sie nicht durchsetzen konnten, daß die christlichen Gemälde von den Wänden des Basilika entfernt werden.

Quelle: Fidesdienst


Mangelnde Solidarität von Muslimen mit christlicher Minderheit in Türkei beklagt

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bedauert die gestrige Entscheidung des obersten Verwaltungsgerichts der Republik Türkei, die Rückumwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee zu erlauben.

„Es ist enttäuschend, dass die meisten Muslime in Deutschland offenbar keine Solidarität für christliche Minderheiten in der Türkei aufbringen können“, findet GfbV-Nahostexperte Dr. Kamal Sido.

Dr. Sido hatte alle größeren Islam- und Moscheenverbände Deutschlands kontaktiert und für ein Symbol der Unterstützung für die bedrängten Minderheiten in der Türkei geworben.

Daraufhin hatten der syrisch-kurdische Islamgelehrte Scheich Murshid al Khaznawi, der eine Moschee in Norwegen leitet, sowie Sayran Ates von der Berliner Ibn Rushd-Goethe Moschee ihre Unterstützung erklärt. „Auch Alevitische Verbände lehnen die Islamisierung der Hagia Sophia ab“, berichtet Sido.

„Die größeren muslimischen Gemeinden in Deutschland, vor allem der DITIB, scheinen das Vorgehen der türkischen Regierung aber stillschweigend zu unterstützen.“   

Konservative und islamistische Parteien werben immer wieder mit Plänen, die Hagia Sophia wieder als Moschee zu nutzen. Rechtlich ist der Weg dahin jetzt frei.

Erbaut wurde die christliche Sophienkirche im 6. Jahrhundert. Nach der Eroberung des damaligen Konstantinopel durch das Osmanische Reich 1453 war sie für 482 Jahre eine Moschee. Seit 1935 wird das ikonische Gebäude als Museum genutzt.

Quelle: https://www.gfbv.de/de/news/hagia-sophia-in-istanbul0-10098/


Griechisch-orthodoxe Kirche ermahnt die Türkei zu Respekt vor Hagia Sophia

Der Heilige Synod der orthodoxen Kirche von Griechenland hat auf die Bestrebungen zur möglichen Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee reagiert. In der Erklärung ruft das oberste Gremium der orthodoxen Kirche Griechenlands die türkischen Behörden zu „Weisheit und Respekt“ im Hinblick auf den Status der Kathedrale auf.

Jeder „Umsturz des neutralen Gebrauchs dieses Monuments als Museum“ würde die Hagia Sophia in einen „Ort des Raubs und ein Symbol der Eroberung umwandeln“, warnte der Heilige Synod der griechisch-orthodoxen Kirche. Zudem würde die Re-Islamisierung zu Protesten und Frustration unter den Christen in aller Welt führen und zugleich der Türkei in vielfältiger Weise schaden

Zugleich erinnert die griechisch-orthodoxe Kirche die Türkei an die „glorreiche christliche Geschichte“ der Kathedrale. Die im sechsten Jahrhundert erbaute Hagia Sophia (griechisch: Heilige Weisheit) war damals die größte Kirche der Welt.

Nach der Eroberung Konstantinopels  –  heute Istanbul genannt – im Jahr 1453 wandelten die Osmanen sie in eine Moschee um. Unter Atatürk wurde die Hagia Sophia 1934 zu einem Museum.

Am 2. Juli 2020 will das Oberste Verwaltungsgericht in der Türkei erneut über den Status des Gebäudes entscheiden. Anfang der Woche hatte Präsident Erdogan auf internationale Kritik reagiert und betonte, Ankara müsse niemanden um Erlaubnis fragen, ob die Hagia Sophia wieder eine Moschee werden dürfe.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-06/griechenland-orthodoxe-kirche-tuerkei-respekt-hagia-sophia-museu.html


Berlin: Betrugsverdacht bei Corona-Hilfen zeigt Kaltblütigkeit der Salafisten-Szene

Heute durchsuchten rund 100 Beamte des Staatsschutzes sowie Spezialkräfte der Polizei Berlin stadtweit mehrere Wohnungen und PKWs von fünf Tatverdächtigen, die der salafistischen Szene zuzurechnen sind. Es wurden diverse Beweismittel – darunter Gelder – sichergestellt.

Die Verdächtigen zählen nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Berlin zum inneren Kreis der ehemaligen Fussilet-Moschee, in der auch der Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri verkehrte.

Die Beschuldigten sind verdächtigt, betrügerisch Corona-Soforthilfen im Gesamtwert zwischen 50.000 und 60.000 Euro bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragt und teilweise erhalten zu haben.

Hierzu erklärt der Vize-Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei:

„Die Corona-Soforthilfen stellen eine der tragenden Säulen unseres Wirtschaftsprogramms zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie dar. Diese Maßnahmen sollen unbürokratisch und schnell denjenigen helfen, die sich aufgrund der aktuellen Situation in einer finanziellen Notlage befinden.

Sollten die Vorwürfe der Generalstaatsanwaltschaft Berlin zutreffen, stellte der hier versuchte Betrug ein neues Maß an Widerwärtigkeit und Kaltblütigkeit dar. Hier wird nicht nur die Hilfsbereitschaft unseres Staates schonungslos ausgenutzt, sondern auch der Zusammenhalt unserer Gesellschaft verhöhnt.

Einmal mehr wird hier zudem deutlich, dass der islamistische Terrorismus und die Organisierte Kriminalität zahlreiche Überschneidungspunkte aufweisen. Nun gilt es, rasch zu ermitteln, inwiefern die beantragten Corona-Soforthilfen unter Umständen auch dazu dienen sollten, Vorhaben der Salafisten-Szene zu finanzieren.

Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Islamisten und andere kriminelle Elemente an unserem Gemeinwesen bereichern.

Unser Dank gilt den Berliner Ermittlungsbehörden, die auch jetzt verantwortungsvoll ihren Aufgaben mit unablässiger Energie nachgehen.“


Neuseeland: Kirche entsetzt über Massenmord

Der em. kath. Bischof von Christchurch, John Basil Meeking, äußert sein Entsetzen nach den Anschlägen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch, in der 600.000 Menschen leben, darunter 70.000 Katholiken:

„Es ist eine schreckliche Tat, die wir mit Nachdruck verurteilen. Mit so etwas hätten wir in unserer ruhige Gemeinde in Christchurch nie gerechnet.

Wir stehen unter Schock wie die ganze Nation und wir bekunden unsere Solidarität mit den betroffenen Familien und den Muslimen. Wir vertrauen Gott die Toten und das Leid an, das durch das Massaker an Unschuldigen verursacht wurde.“

Vier bewaffnete Männer, angeführt vom 28-jährigen Australier Brenton Tarrant, verübten die Anschläge. Bei den Attentaten gab es mindestens 49 Tote. Die neuseeländische Premierministerin Jacinta Arden erklärte: „Dies ist einer der dunkelsten Tage in der Geschichte Neuseelands.“

Der Vorsitzende der Neuseeländischen Bischofskonferenz, Patrick James Auckland, gab in einer Botschaft an alle kath. Gemeinden der Nation bekannt, dass bei den Gottesdiensten am kommenden Sonntag, dem 17. März, für die Opfer gebetet werden soll.

Quelle: Fidesdienst


Kontroverse um islamkritische Karikatur

Von Felizitas Küble

Die Westfälischen Nachrichten (WN) veröffentlichten am 23. Februar eine für heutige Presseverhältnisse erstaunlich kritische Karikatur. Der Zeichner knöpfte sich die islamfreundliche Haltung kirchlicher Würdenträger vor, in diesem Fall konkret die Pfarrerschaft der Lamberti-Gemeinde in Münster.

Diese hatte sich mit öffentlichen Veranstaltungen, die in der Kirche stattfanden, gegen den Neujahrsempfang der AfD in Münster positioniert.  (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/02/23/muenster-spaltung-der-gemeinden-ist-kein-problem-wenn-es-gegen-die-afd-geht/)

Die Karikatur von Arndt Zinkant  – siehe Abbildung – zeigt links den Lamberti-Kirchturm und rechts eine Moschee mit Minarett. Unten links sieht man ein Plakat „AFD RAUS!“ und ein Transparent „Gegen Fremdenfeindlichkeit.“

Ein Pastor, der aus dem Kirchturm schaut, erklärt dem Imam: „Damit setzen wir ein Zeichen gegen Intoleranz – keine Sorge, natürlich nicht gegen fremde Intoleranz.“

Die Satire traf genau ins Schwarze bzw. ins Rot-Grüne. Die zu erwartende Empörung der Zeitgeistsurfer blieb nicht aus und wurde von zwei Pfarrerinnen mit Leserbriefen artikuliert, die am 26.2. in den WN abgedruckt wurden.

Daraufhin verteidigte ich die Karikatur in einer Zuschrift, welche die Zeitung am vorigen Mittwoch (jedoch stark gekürzt) veröffentlichte.

Nachfolgend dokumentieren wir den vollen Wortlaut meines Leserbriefs:

Protest gegen Karikatur ist unberechtigt

Gleich zwei Pfarrerinnen protestieren jeweils mit einem Leserbrief gegen jene WN-Karikatur, die sich skeptisch mit dem Einsatz der Lamberti-Pfarrerschaft gegen den AfD-Neujahrsempfang befaßte.

Man mag über Details streiten, wobei es ohnehin ein typisches Kennzeichen für Karikaturen ist, die Sachlage zuzuspitzen. Warum soll das nur mit einer linksgerichteten Zielsetzung möglich sein? Wie einfältig und einseitig wäre das denn!

Die kritisierte Zeichnung bringt einen entscheidenden Gesichtspunkt durchaus richtig auf den Punkt, nämlich das fehlende kirchliche Engagement in Münster gegenüber dem politischen Islam und dessen Intoleranz. Da scheuen sich kirchliche Amtsträger sehr wohl, deutlich mit Warnungen aufzutreten – das könnte Widerspruch oder gar echten Ärger etwa von Salafisten einbringen, statt es sich auf der Woge des Zeitgeistes bequem zu machen.

Außerdem sind die Zeiten der „politischen Prälaten“ gottlob vorbei. Es ist nichts anderes als Klerikalismus von links, wenn Geistliche ihre amtliche Stellung dazu vereinnahmen, um ihren eigenen politischen Ansichten mehr Gewicht zu verschaffen – das gilt erst recht bei Aktionen gegen eine konkrete Partei.

Mit solch parteipolitischer Positionierung besteht die Gefahr, die Gemeinde zu spalten. Schließlich gibt es unter den Gläubigen verschiedene Parteipräferenzen – und das ist auch gut so.

Wir hören gerade von reformkatholischer Seite so viel von den „mündigen“ Laien. Aber wenn es um die AfD geht, ist anscheinend plötzlich Schluss damit. Dann soll das Kirchenvolk amtlich vom Ambo aus darüber belehrt werden, wie es hierüber zu denken hat.

Pfarrerin Niemeyer wirft dem Karikaturisten vor, eine „bequeme Unwahrheit zu überzeichnen“, unterstellt ihm bei Vorsatz sogar „Lüge“, schreibt sodann von „Hass- und Angstbeschleuniger“. Wer betreibt denn hier unsachliche Polemik? Doch nicht der Karikaturist, sondern jene, die derart unberechtigte Anschuldigungen formulieren.

Felizitas Küble, 48167 Münster