Irak: IS verwüstet Kirche in Mossul und hinterläßt dort 14 „Regeln“ bzw. Drohungen

Strafen für Raucher und Trinker, Ausgehverbote für Frauen, Todestrafe für die Benutzung von Schimpfwörtern: Dies sind einige der 14 “Verhaltensregeln”, die die Milizonäre des Islamischen Staats (IS) auf die Säulen einer christlich-chaldäischen Kirche in Mossul geschrieben hatte, wie der Fidesdienst berichtet.

Nach der Eroberung der nordirakischen Stadt hatten Mitglieder des IS die Kirche als Basiscamp benutzt. Nach der Befreiung der Stadt durch die irakische Armee fanden die Soldaten keinerlei christliche Symbole mehr in dem Gotteshaus, nur der Altar soll vor der Verwüstung verschont geblieben sein.

Bereits vor zwei Jahren veröffentlichte der IS nach der Eroberung von Mossul „16 Regeln“ mit Strafandrohungen für die unterdrückte Bevölkerung: http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-terrorgruppe-isis-veroeffentlicht-regeln-fuer-menschen-in-mossul-a-974766.html

Advertisements

Unionsfraktion begrüßt die Rückkehr von Christen nach Mossul (Irak)

Medienberichten zufolge kehren die ersten christlichen Familien, die 2014 vom IS aus der nordirakischen Stadt Mossul vertrieben und enteignet wurden‎, in ihre Häuser zurück. Hierzu erklärt der kirchen- und ‎religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:Kundgebung Irak-Syrien in Frankfurt 2014

„Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist es ein deutliches Signal der Hoffnung, wenn christliche Familien wieder in ihre Heimatstadt zurückkehren und ihr Leben in die eigenen Hände nehmen können. Mossul war eine der letzten Hauptbastionen des IS. Bei allen furchtbaren Meldungen, die uns aus dem Irak und dem benachbarten Syrien erreichen, sind dies lang ersehnte positive Nachrichten.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ‎hat sich stets dafür eingesetzt, dass Deutschland die kurdischen Peschmerga im Kampf gegen des IS mit Ausbildung und Ausrüstung unterstützt. Bislang konnten 12.000 Sicherheitskräfte der Peschmerga ausgebildet werden.

Noch ist der IS nicht endgültig besiegt. Doch bereits jetzt können die Weichen dafür gestellt werden, dass der Irak insgesamt zu Stabilität und die Menschen zu einem friedlichen Zusammenleben finden. Insbesondere Christen und Jesiden im Irak sehnen sich als religiöse Minderheiten nach einer freien und friedlichen Existenz.

Eine Voraussetzung hierfür ist, dass sich die irakische Regierung für Religionsfreiheit  in ihrem Land einsetzt und religiöse Minderheiten aktiv schützt. Ebenso müssen die Menschen im Irak auf Rechtsstaatlichkeit und eine funktionierende Verwaltung vertrauen können. Ziel muss sein, dass möglichst bald alle geflüchteten Iraker in ihre Heimat zurückkehren können.“


IRAK: Christen kehren nach Mossul zurück

Die ersten christlichen Familien kehren nach der Befreiung von den Milizen des Islamischen Staates (IS) in die Stadtviertel im Osten von Mossul zurück. Wie das Nachrichtenportal ankawa.com berichtet, konnten mindestens drei armenische Familien trotz der weiterhin prikären Sicherheitslage in der Stadt in ihre Häuser in den befreiten Stadtgebieten zurückkehren. gebet_irak

In den vergangenen Tagen wurde aus den von den Dschihadisten befreiten Gebieten weitere Selbstmordattentate gemeldet, bei denen mindestens neun Zivilisten ums Leben kamen.

Der IS hatte Mossul am 9. Juni 2014 eingenommen. In den darauffolgenden Wochen mussten alle Christen ihre Häuser verlassen, von denen senig später von den Terroristen beschlagnahmt wurden. Die meisten suchten Zuflucht zunächst in der Ninive-Ebene oder in Kirkuk und später in Erbil und in den Dörfern der autonomen Provinz Kurdistan.

Die letzten zehn noch verbliebenen Christen wurden von den Kämpfern des IS am 7. Januar 2015 vertrieben, nachdem sie sich weigerten, zum Islam zu konvertieren. Sie kamen in Kirkuk unter, nachdem sie zwei Tage lang im “Niemandsland” zwischen den vom IS belagerten Dörfern und den von den kurdischen Peschmerga-Milizen kontrollierten Gebieten ausgeharrt hatten.

Quelle: Fidesdienst


IRAK: Orthodoxer Bischof Sharaf besucht befreite St.-Ephrem-Kirche in Mossul

Die nach dem heiligen Ephrem benannte syrisch-orthodoxe Kirche in Mossul wurde bis zur ihrer Befreiung der Stadt durch die irakische Armee von den Terroristen des  Islamischen Staates (IS) als Sitz ihres „Staatrates“ benutzt. bischof

Nun besuchte der syrisch-orthodoxe Bischof Mar Sharaf die Kirche. Auf einigen von dem Nachrichtenportal “ankawa.com” veröffentlichten Bildern sind die durch die zweieinhalbjährige Belagerung und die militärische Offensive zur Befreiung Mossuls unter der Leitung der USA entstandenen Schäden zu sehen.

An der Fassade und an den Wänden des Kirchengebäudes hängen noch die schwarzen Spruchbänder des IS.

Bereits im Juli 2014 wählte der IS die Kirche als Sitz für den Staatsrat. Das Kreuz wurde entfernt und am 9. September wurden einige neben der Kirche stehende Gebäude bei einem Luftangriff beschädigt. Im November 2014 wurde schließlich die Inneneinrichtung der Kirche entfernt und erste Gerüchte über die mögliche Umwandlung in eine Moschee verbreitet, die jedoch nie bestätigt wurden.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Irak: Der IS zerstörte ca 100 Kirchen bzw. jesidische Tempel in Mossul & Ninive

Mindestens 100 Kultstätten wurden im Stadtgebiet von Mossul und in der Provinz Ninive seit dem Vormarsch des Islamischen Staates (IS) im Juni 2014 geschändet oder demoliert.

Orientalische Ikone

Dies teilt der Sprecher des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten der Autonomen Provinz Kurdistan, Mariwan Naqshbandi, mit. Er nannte damit vorab einige Details aus einem Bericht über die Verbrechen des IS in diesen Regionen.

Der Bericht, so der Sprecher der kurdischen Regierung, weist darauf hin, dass es sich bei einem Großteil der verwüsteten Kultstätten um christliche Kirchen und jesidische Tempel oder Kultstätten anderer religiöser Minderheiten handelt.

Die Kommission, die den Bericht über die Verbrechen des IS untersucht, sammle Informationen mithilfe der kurdischen Peschmerga-Einheiten, die an der Befreiung der Gebiete vom IS beteiligt sind. Die Kommission sammle auch Daten zur Gewalt gegen Frauen, insbesondere Jesidinnen, während der Besetzung.

Quelle: Fidesdienst


Irak: Muslimischer Geschäftsmann ließ Riesen-Christbaum in Bagdad aufstellen

Bagdad wird in diesen Tagen von einem riesigen Weihnachtsbaum überragt. Er ist etwa 25 Meter hoch mit einem Durchmesser von rund 10 Metern und befindet sich im al-Zawra Park, einem Freizeitpark der irakischen Hauptstadt. 302469-weihnachtsbaum-in-bagdad

Das Projekt, das insgesamt 24.000 US-Dollar gekostet hat, wurde von einem muslimischen Geschäftsmann der Stadt initiiert – aus Solidarität gegenüber den Christen, wie er der Presseagentur AP erklärte.

Damit habe er das Ziel verfolgt, andere mit «unseren christlichen Brüdern in ihrem Fest» zu vereinen und den Irakern zu helfen, «ihr Leid zu vergessen, insbesondere den Krieg in Mossul».

Noch zu Beginn dieses Jahrtausends lebten im Irak über eine Million Christen. Doch seit Beginn des Krieges und durch das Wirken von ISIS sind sie zu Zehntausenden aus dem Land geflohen. Mittlerweile sprechen Experten von der Gefahr, dass es, wenn die Tendenz so weitergeht, bald in der Region, die als «Wiege des Christentums» gilt, keine Christen mehr geben wird.

Quelle: http://www.jesus.ch/themen/gesellschaft/international/asien/302470-muslimischer_geschaeftsmann_stellt_riesigen_weihnachtsbaum_auf.html


IRAK: Regierung will mit den USA die IS-besetzten Gebiete zurückerobern

“So Gott will, werden wir siegen”, sagte der irakische Premierminister Haider al-Abadi bei der Bekanntgabe des Beginns der militärischen Operationen zur Befreiung Mossuls. Die zweitgrößte Stadt des Irak wird seit dem 9. Juni 2014 vom Islamischen Staat gehalten. ???????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????

Seit den frühen Morgenstunden sendet das irakische Staatsfernsehen, die kurze Ansprache des in Militäruniform gekleideten Abadi, der zusammen mit hohen Vertretern der Armee zu sehen ist. Auf seinen Internetseiten erklärt der irakische Präsident, man werde alle noch vom IS besetzten Gebiete bis Ende des Jahres befreien.

BILD: Irakische Militärs wollen die Zivilbevölkerung vor weiteren IS-Grausamkeiten beschützten und Mossul befreien (so wie hier israelische Soldaten einen kleinen Jungen vor Terroristen retten)

In Mossul halten sich derzeit noch rund eine Million Einwohner auf, weshalb während der ersten Phase Intervention ein humanitärer Korridor für Zivilisten geschaffen werden soll, damit diese die Stadt verlassen können, bevor die Angriffe auf das Stadtgebet beginnen.

Die kurdische Abgeordnete Vian Dakhil hatte im Vorfeld der Militäroperationen um besonderen Schutz für Hunderte Jesiden gebeten, die von den Dschihadisten in Geiselhaft genommen wurden. Der UNO-Menschenrechtsbeauftragte, Stephen O’Brien, warnte davor, dass “tausende Iraker Opfer des Angriffs werden oder als humanitäres Schutzschild benutzt werden können”.

USA unterstützen irakische Offensive gegen den IS

Das Militärbündnis zur Bekämpfung des IS unter Leitung der USA will die Militäroffensive der irakischen Regierung unterstützen.

Unterdessen starteten die kurdischen Peschmerga-Milizen eine Offensive auf die Dörfer der Ninive-Ebene, die ebenfalls vom IS gehalten werden, um dort die eigene Vormacht zu garantieren.

Die Sprecher der Regierung der autonomen Provinz Kurdistan, darunter der Medienberater des kurdischen Präsidenten, Kifah Mahmud Karim, bestätigten derweil ein Basisabkommen, auf dessen Grundlage nur die Truppen der irakischen Armee nach Mossul einmarschieren dürfen, um ethnische und religiöse Spannungen in der vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadt zu vermeiden.

Premierminister Haider al Abadi bekräftigte ebenfalls, dass nur Soldaten der regulären Arme – und keinesfalls schiitische Milizen – während der Endphase der militärischen Operationen in das Stadtgebiet einmarschieren dürfen. Unterdessen bekräftigte auch die Türkei ihr direktes Mitwirken an der Intervention und die Anwesenheit von 150 türkischen Soldaten in Bashiqa (12 Kilometer nordöstlich von Mossul), die dort rund 3000 Kämpfer sunnitischer Milizen ausbildeten.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst