Irak: Schwerverletztes Christenkind bat um Vergebung für IS-Mörder

Im irakischen Mosul steckten ausländische Anhänger des Islamischen Staates das Haus einer Christen-Familie in Brand. Die Mutter eines 12-jährigen Mädchens hatte den Terroristen die Dschizya (Steuer für Nicht-Muslime) nicht schnell genug bezahlt, worauf hin die IS-Anhänger ihr Haus anzündeten.  Von Julia Kesenheimer geschickt

Bei dem Vorfall verbrannte ihre Tochter bei lebendigem Leib. Doch bevor das Kind ihren Verbrennungen erlag, bat sie ihre Familie den IS-Kämpfern zu verzeihen. Dies erzählte die Mutter der Menschenrechtlerin Jacqueline Issac, berichtet die britische Tageszeitung „Daily Express“.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.epochtimes.de/politik/welt/lebendig-verbrannt-sterbendes-maedchen-bittet-um-vergebung-fuer-is-moerder-a1337595.html


Irak: Mosul – die Hauptstadt der Provinz Ninive – ist besonders gefährlich für Christen

Ein Priester berichtet: „Es gibt fast jeden Tag Übergriffe“ 

Die Bedrohung von Christen im Irak hält unvermindert an. Nach Informationen des christlichen Hilfswerks Open Doors sind weiterhin religiöse Minderheiten und besonders Christen im Visier von Islamisten und kriminellen Banden.

Aktuell steht der Irak auf Platz 9 des Weltverfolgungsindex. Besonders in der Stadt Mosul ist die Lage für sie äußerst gefährlich.

Tausende Christen haben Mosul im Norden des Irak seit dem Sturz des Diktators Saddam Hussein im Jahr 2003 bereits verlassen. Die zweitgrößte Stadt des Irak gilt als eine der gefährlichsten im Land. Angehörige religiöser Minderheiten und besonders Christen stehen im Visier islamischer Extremisten.

Mosul, die Hauptstadt der Provinz Ninive, liegt etwa 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bagdad nahe der Kurdengebiete im Norden. Noch vor neun Jahren lebten in Mosul 75.000 Christen; 70 Prozent gehörten der chaldäischen, der Rest der syrisch-orthodoxen bzw. katholischen Kirche an. Heute lebt nur noch ein Drittel von ihnen unter den zwei Millionen Einwohnern Mosuls.

Etwa 5.000 christliche Familien sollen laut irakischem Migrationsamt in umliegende Orte wie Alqosh und Qara Qosh in der Ninive-Provinz umgesiedelt sein.

Das Christentum ist in der Region tief verwurzelt. Bereits im ersten Jahrhundert breitete es sich unter den Assyrern aus. Klosterbauten um Mosul reichen zurück bis ins 4. Jahrhundert. Doch heute vergeht kaum ein Tag, ohne dass es zu einem Übergriff gegen Christen kommt  – dies wurde Open Doors von einem einheimischen Priester berichtet.

Mitte Mai erhielten 20 Familien in Mosul Drohbriefe. Die Botschaft: Sie sollen die Stadt umgehend verlassen.

Unbekannte steckten das Haus eines Christen in Brand und am 19. Mai versetzten bewaffnete Männer die zumeist syrisch-orthodoxen bzw. katholischen Einwohner von Bartella in Angst. Die 30.000-Einwohnerstadt liegt östlich von Mosul. In einem Café feuerten sie Schüsse ab; glücklicherweise wurde niemand verletzt. Polizisten konnten zudem einen Sprengsatz entschärfen, der im Auto eines Christen platziert war. 

Quelle: Open Doors