Causa Ibiza: Keine Spur führt zum Mossad

Von Felizitas Küble

Am 20. Mai veröffentlichte das  – im allgemeinen ausgesprochen seriöse  – Kulturmagazin CICERO online einen ungewöhnlichen Artikel unter dem Titel Strache-Video War es der Mossad?“.

Das Fragezeichn wirkt eher rhetorisch, denn der israelische Geheimdienst wird – auf rein spekulativer Basis – als Drahtzieher von Ibizagate vermutet: https://www.cicero.de/aussenpolitik/heinz-christian-strache-video-johannes-gudenus-ibiza-israel-mossad

Der Beitrag stammt von keinem Geringeren als Rudolf Adam, einem ehem. Vizepräsidenten des BND (Bundesnachrichtendienstes), der zudem bis vor 11 Jahren die Bundesakademie für Sicherheitspolitik leitete.

Der Autor schreibt hinsichtlich der aufwendigen Vorbereitungen sowie der Abhörmethoden in jener Urlaubs-Villa, alles deute auf „professionelle Geheimdienstler“ hin – zumindest als Auftraggeber. Auf den Gedanken, daß auch größere NGOs (Nichtregierungsorganisationen) bzw. einflußreiche Gruppen oder linke Medienkonzerne dazu imstande sein könnten, kommt er offenbar nicht.

Stattdessen konzentriert sich der Verfasser auf die Frage: „Welcher Staat könnte dahinter stecken?“

Worauf die simple Antwort folgt: „Kein europäischer Dienst dürfte und könnte so etwas durchführen.“  – Kein Wort fällt für eine weitere Begründung. Die Geheimdienste in Europa bestehen anscheinend reihenweise aus Saubermännern, das freut den Leser!

In den USA sei man mit weltpolitischen Themen („Korea, Iran und China“) zugange, so Adam weiter. Der springende Punkt wird nur beiläufig erwähnt: Warum sollte US-Präsident Trump ausgerechnet eine österreichisch-konservative Regierung stürzen wollen, die ihm politisch ziemlich nahesteht – und zwar gerade auch in der Einwanderungspolitik.

Beide Staaten  – USA und Österreich – haben den UNO-Migrationspakt nicht akzeptiert – und jetzt kommt der Clou: Israel auch nicht.

Der jüdische Staat steht nämlich sowohl der milliardenschweren linken Soros-Foundation wie der islamischen Masseneinwanderung nach Europa sehr kritisch gegenüber: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/21/scharfe-kritik-an-george-soros-aus-israel/

Immerhin hat Israel selber seit Jahrzehnten ständigen Terror-Ärger mit arabischen Nachbarländern.

Sodann heißt es weiter, Russland, China oder arabische Geheimdienste kämen aus verschiedenen Gründen auch nicht infrage.

Jetzt führt der weitere Gedankengang schnurstracks in folgende (Sack-)Gasse:

„Bleibt nur ein Staat, der die menschlichen und technischen Fähigkeiten zu einer derartigen Operation und ein eindeutiges Motiv hat: Israel.

Dort und in den jüdischen Gemeinden in Europa wächst die Angst vor einem anschwellenden Antisemitismus, der den Nationalsozialismus schönfärberisch bemäntelt und den Holocaust verharmlost, wenn nicht leugnet.“

Hier wird der Mossad verdächtigt, zu dem es bislang keine einzige Spur gibt – und in Wahrheit auch kein Motiv, denn der vom Autor angeführte Beweggrund ist an den Haaren herbeigezogen.

Als ob Israel und die jüdische Welt nicht ganz genau wüßte, daß der „anschwellende Antisemitismus“ in Europa in erster Linie auf muslimische Asylanten zurückgeht.

Zudem ist es lächerlich, der jetzigen österreichischen Regierung Holocaust-Verharmlosung und NS-Nostalgie vorzuhalten. Im Burgenland regiert sogar die sozialistische SPÖ seit Jahren mit der FPÖ, also den angeblich so schrecklich rechtslastigen „Freiheitlichen“.

Zudem wurde Strache bereits im Jahr 2010 von jüdischen Politikern und Intellektuellen nach Israel eingeladen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101208_OTS0007/fpoe-strache-1-offene-und-herzliche-aufnahme-in-israel

Bundeskanzler Kurz wurde vorigen Sommer in Jerusalem geradezu bejubelt. Selbst die ARD meldete: „Israel stärkt Kurz demonstrativ den Rücken“: https://www.ard-wien.de/2018/06/12/kurz-in-israel/

Stellt man also die Frage „Cui bono?“ (Wem nützt es – für wen ist es gut?), so liegt das entscheidende Motiv auf der Hand, was auch durch den Zeitpunkt der Veröffentlichung (jetzt kurz vor der Europawahl) deutlich wird: Es geht um den Sturz einer bürgerlich-konservativen Regierung in Österrreich, die dem linken Lager ein Dorn im Auge ist – und natürlich um Wahlbeeinflussung durch Skandalisierung.

Zudem erfolgte die Erstveröffentlichung des Ibiza-Videos durch den SPIEGEL und die „Süddeutsche Zeitung“ – beide Meinungsblätter sind sowohl linksgerichtet wie auch seit Jahrzehnten klar anti-israelisch ausgerichtet. Der Mossad wäre total neben sich, wenn er ausgerechnet diesen gegnerischen Presseorganen seine „Story“ angedreht hätte.

Abgesehen davon:

Der österreichische Kanzler Kurz hat sich in der Asylpolitik deutlich vom verfehlten Merkel-Kurs abgesetzt; er steht der CSU nahe und betreibt eine vernünftige Einwanderungs-begrenzung. Die FPÖ wiederum ist ähnlich nationalkonservativ wie die AfD.

Folglich ging es bei Ibizagate vor allem darum, dem islamkritischen Lager die Wählerbasis abspenstig zu machen – und daran hat gerade der israelische Geheimdienst gewiß kein Interesse.

Der Beitrag in CICERO wirkt daher wie eine Nebelkerze, die auf eine falsche Fährte lockt (und dabei zudem antisemitische Vorurteile begünstigt: Juden als Hintermänner und Drahtzieher…). Der nüchterne Blick auf jene Richtung, die ein wirkliches Motiv für die Auslösung der Ibiza-Affäre aufweist, wird dadurch verdeckt.

Daran ändert auch die Schlußbemerkung nichts, wonach es sich bei dem Artikel nur um rein „spekulative“ Überlegungen handle. Damit will sich der Autor natürlich taktisch absichern. Aber wenn alles sowieso nur heiße Luft ist – welchen Sinn hatte der Beitrag dann überhaupt? 

Ergebnis: Es führt keine Spur zum Mossad, nicht nur keine faktische, auch spekulativ gibt es keine überzeugenden Anhaltspunkte.

Der Weg führt auch nicht übers „Tal Silberstein“ – genauer: jenen gleichnamigen jüdischen Politikberater der SPÖ, der tatsächlich im Wahlkampf 2017 gegen den ÖVP-Vorsitzenden (und späteren Kanzler) Sebastian Kurz mit schmutzigen Tricks arbeitete – bis Tal Silberstein im August desselben Jahres in Israel festgenommen wurde  – wegen Korruption, Geldwäsche usw. 

Warum sollte der israelische Staat ausgerechnet mit diesem umstrittenen Mann eine derart heiße Mossad-Aktion durchführen?!

Zudem sollte politische Kaffeesatzleserei wenigstens noch Verdachtsmomente bieten – wie etwa diesen aufschlußreichen Hinweis: Jener Wiener Anwalt Dr. Ramin Mirfakhrai, der die Ibzia-Causa im Vorfeld eingefädelt haben soll, ist jedenfalls nicht israelischer, sondern iranischer Herkunft: https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/oesterreich-heisse-spur-im-ibiza-beben-war-es-dieser-anwalt-62095558.bild.html

Also wenn schon (spekuliert wird), dann wird genau umgekehrt ein Schuh draus!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Psycho-Studie: So wird die Wahrheit über Anschläge zurechtgebogen

FernUni-Forschende belegen in einer psychologischen Studie: Der Mensch bildet sich verzerrte Urteile über Gewalttaten, um die Integrität seiner eigenen sozialen Gruppe zu wahren.

Die Motive für Anschläge sind vielfältig. Manche Menschen leiden an schweren seelischen Erkrankungen, die sich in Gewalttaten Bahn brechen. Ihre Attacken sind affektiv und keine gezielten Terrorakte. Andere indes sind religiös oder politisch motiviert und töten planvoll. Oft decken Ermittelnde erst nach Tagen auf, was die wahren Hintergründe eines Angriffs sind. 

Derweil haben sich in der Öffentlichkeit jedoch längst verschiedene Urteile über das vermeintliche Täterprofil herausgebildet. Wie subjektiv verzerrt diese Einschätzungen sind, zeigt eine internationale psychologische Studie, an der zwei Forschende der FernUniversität in Hagen beteiligt waren:

Dr. Birte Siem ist in den Lehrgebieten Sozialpsychologie und Community Psychology tätig; Dr. Agostino Mazziotta arbeitete noch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrgebiet Community Psychology an der Studie mit.

Zeitgleich zum Hagener Team trieben Assistant Prof. Masi Noor (Keele University, England) und Assistant Prof. Nour Kteily (Northwestern University, USA) das Projekt voran.

Neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn war den Forschenden auch die Signalwirkung der Studie wichtig. „Wir wollten anhand politischer Ereignisse zeigen, wie relevant psychologische Forschung für das Verständnis von gesellschaftlichen Zusammenhängen ist“, sagt Dr. Mazziotta.

Verteidigung der „Eigengruppe“

Masi Noor führte den ersten Versuchslauf während des Brexit-Referendums 2016 durch. Ein Attentäter tötete im Juni 2016 die Labour-Abgeordnete und Brexit-Gegnerin Jo Cox. Neben dem Verdacht einer rein politischen Motivation gab es auch Indizien für psychische Probleme des Mörders. Nun sollten sich die befragten Personen direkt nach der Tat selbst einem politischen Spektrum zuordnen und eine Beurteilung der Situation vornehmen.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die meisten Brexit-Befürwortenden distanzierten sich vom Attentäter, indem sie auf seine seelische Instabilität verwiesen. „Je nachdem, welches Motiv ich als Erklärung für eine Tat heranziehe, bestrafe ich nicht nur den Täter, sondern auch seine Eigengruppe, die sog.  ‚In-Group‘“, erklärt Agostino Mazziotta. „Die Gruppe, der wir uns zugehörig fühlen, ist Teil unserer Identität. Deswegen tendieren wir dazu, sie zu schützen.“

Dass dagegen die mit dem Täter assoziierten Brexiteers nicht an einen politisch motivierten Mord glaubten, passte demnach ins vermutete Muster. „Diejenigen, die für den Brexit waren, hätten sonst zugegeben, dass jemand aus ihren Reihen radikal ist“, so Dr. Siem.

Die deutschen Forschenden übertrugen die Fragestellung kurze Zeit später auf den Anschlag im bayrischen Ansbach:

Im Juli 2016 verletzte ein syrischer Asylbewerber 15 Menschen mit einer Bombe und kam dabei selbst ums Leben. Birte Siem und Agostino Mazziotta reagierten so schnell wie möglich. So wie ihr britischer Kollege mussten auch sie ihre Befragung abschließen, noch bevor sich die Nachrichtenlage klären würde. Objektive Informationen zum Motiv des Täters hätten das Ergebnis verfälscht.

BILD: Historische Gebäude in Ansbach in der Nähe des Anschlags vom Juli 2016

Die Ergebnisse fügten sich abermals in die Argumentationslinie des Forschungsteams: Analog zur Rechtsprechung straft die Öffentlichkeit Gewaltakte weniger ab, wenn sie nicht auf Kalkül, sondern Krankheit zurückgehen.

Die meisten Anhängerinnen und Anhänger einer offenen Asylpolitik führten den Anschlag des jungen Moslems daher auf seelische Probleme zurück, um ihre „In-Group“ zu verteidigen. Die gegnerische „Out-Group“ sah in dem Angreifer hingegen sofort den islamischen Terroristen, und somit ein Beispiel für die – ihrer Meinung nach – gescheiterte Asylpolitik der Bundesregierung. Dr. Siem dazu: „Die Testpersonen versuchten eine Erklärung für die Gewalttat zu finden, die der eigenen Position dienlich ist.“

Quelle: https://www.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2018/09/am_studie_terror-oder-psychische-krankheit.shtml


Warum der überraschende „Kreuzzug gegen das Kreuz“ durch Kardinal Marx?

Von Felizitas Küble

Natürlich lehnt auch ein Kardinal Reinhard Marx das Kreuz nicht als solches ab, doch er will es erstens als pures religiöses Zeichen einschränken – und zweitens aus der öffentlich-staatlichen Sphäre weitgehend verdrängen.

Seine Begründung: Das Kreuz in Behörden und Amtsstuben bewirke „Spaltung“ und „Ausgrenzung“.

Man fragt sich unwillkürlich: Wer wird dadurch „ausgegrenzt“? Welche „Spaltung“ wird heraufbeschworen?

Richtig: der Erzbischof von München befindet sich auf Kuschelkurs mit dem Islam – das ist im wesentlichen sein (an)treibendes Motiv.

Hier der Beweis: Vor drei Jahren – im April 2015 – hat sich der katholische Würdenträger noch eindeutig für das Kreuz in Schulen und Gerichtssälen ausgesprochen: https://mk-online.de/meldung/kardinal-marx-kreuz-gehoert-in-schulen-und-gerichtssaele.html

Warum hat es damals nicht „spalterisch“ gewirkt und Andersdenkende „ausgegrenzt“?

Weshalb also der Meinungswechsel?

Ganz einfach: Ab Herbst 2015 sind durch den unkontrollierten Massenzustrom aufgrund der offenen Grenzen per Merkel-Dekret Millionen von Muslimen in unser Land geströmt. Dem Kardinal scheint es ein Herzensanliegen zu sein, dem Islam entgegenzukommen  – koste es, was es wolle: das öffentliche Kreuz und die eigene Glaubwürdigkeit.

Allerdings hat er seine Glaubwürdigkeit ohnehin spätestens am 2o. Oktobr 2016 eingebüßt, als er sich auf dem Tempelberg seines Amtskreuzes entledigte –  gemeinsam mit seinem evangelischen Amtskollegen Bedford-Strohm.

Diese Unterwerfungsgeste gegenüber dem Islam wurde nicht allein von christgläubigen Katholiken und Evangelikalen, sondern auch von jüdischer Seite kritisiert, z.B. durch den Münchner Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn: https://charismatismus.wordpress.com/2016/11/09/prof-wolffsohn-kritisiert-kreuz-verzicht-von-kardinal-marx-und-bischof-bedford-strohm/

Auch bei der jetzigen Debatte hat sich die jüdische Kultusgemeinde von München und Oberbayern zugunsten der Söder-Initiative geäußert – und damit kreuz-freundlicher gezeigt als ein katholischer Kardinal, der anscheinend Kreuze in der Öffentlichkeit lieber abhängt als aufhängt.

 

 

 

 

 


Bayern: Christliche afghanische Mutter vor den Augen ihrer Kinder erstochen

Trauer und Bestürzung hat der gewaltsame Tod einer afghanischen Christin in Prien am Chiemsee ausgelöst. Opfer ist die 38-jährige Farima S., die vor sechs Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland geflüchtet war.

Ein 29-jähriger afghanischer Asylbewerber stach die vierfache Mutter am Abend des 29. April vor einem Supermarkt mit einem Messer nieder. Sie starb wenig später im Krankenhaus.

Nach Angaben der Polizei konnten ein zufällig anwesender Polizeibeamter, der nicht im Dienst war, und Passanten den mutmaßlichen Täter überwältigen. Herbeigerufene Polizisten nahmen ihn fest.

Zwei Kinder des Opfers – fünf und elf Jahre alt –, die die Tat mitansehen mussten, wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut und bis auf weiteres in Obhut genommen.

Über das Motiv des Täters könne man noch nichts sagen, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in Rosenheim auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Es werde noch ermittelt. Einen religiösen Hintergrund könne man nicht ausschließen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/afghanische-christin-vor-den-augen-ihrer-kinder-erstochen-100820.html