Gedenken an München 1972: Witwe erbittet Schweigeminute bei Olympia-Eröffnung

Da das Internationale Olympische Komitee sich weigert, den israelischen Sportlern, die während der Spiele in München 1972 ermordet wurden, eine Schweigeminute einzuräumen, sollten die Zuschauer der morgigen Eröffnungsveranstaltung allein aufstehen, bat die Witwe eines getöteten Sportlers.

„Wenn Ihr glaubt, der elf ermordeten Sportler sollte gedacht werden, steht spontan für eine Minute auf, wenn der IOC-Präsident mit seiner Rede beginnt,“ bat Ilana Romano, Ehefrau von Yossef Romano, einem Gewichtheber, der bei dem linksradikalen Attentat 1972 ermordet wurde.

Die Medien sollten dem Vorbild des NBC-Sportkommentatoren Bob Costas folgen, der versprochen hat, seine eigene Schweigeminute während der Sendung abzuhalten.

„Lasst Eure Mikrofone für eine Minute in Erinnerung an unsere Lieben und zur Verurteilung des Terrors verstummen“, sagte Frau Romano.

Bei einer Unterschriftenaktion mit der Aufforderung an das IOC, eine Schweigeminute während der Eröffnungszeremonie im Gedenken an den 40. Jahrestag des Attentats abzuhalten, wurden 105.000 Unterschriften aus über 100 Ländern gesammelt.

Quelle: Times of Israel, 25.7.2012


Israel befürchtet islamischeTerroranschläge bei Olympiade 2012

Olympia-Komitee lehnt Gedenkminute für Opfer des Münchner Massakers von 1972 ab

Der israelische Geheimdienst Mossad hat Berichten zufolge die Sorge geäußert, daß Extremisten die Olympischen Spiele in London für Anschläge auf israelische Sportler nutzen könnten.

Die Olympiade, die am kommenden Freitag beginnt, findet 40 Jahre nach dem Massaker in München statt, bei dem 11 israelische Athleten und Trainer von Terroristen ermordet wurden.

Israelis weltweit sind nach dem Terroranschlag in Burgas, Bulgarien um ihre Sicherheit besorgt.

Die britische Zeitung Times stellte Vermutungen über Geheimaktionen des israelischen Mossads gegen den Iran an. Ein Bericht beschreibt, dass dem israelischen Geheimdienst Informationen über Attacken der iranischen Al-Quds-Brigaden gegen Israelis weltweit vorliegen.

Generalmajor Amos Gilad, Direktor der Sicherheitsabteilung des Verteidigungsministeriums, sagte im Armeeradio, dass die israelischen Sicherheitskräfte eng mit der europäischen Geheimdienstgemeinschaft zusammenarbeiten.

Das internationale Olympia-Komitee hat die Bitte von Angehörigen der 1972 ermordeten Israelis, eine Gedenkminute abzuhalten, abgelehnt.

„Das Gedenken an solch ein tragisches Ereignis passt nicht in die Atmosphäre der Eröffnungsveranstaltung hinein“, sagte Präsident des Komitees, Jacques Rogge. Er zieht eine private Gedenkzeremonie vor.

Die Familien der 11 ermordeten Israelis bemühen sich schon seit Jahren vergeblich um eine öffentliche Andachtsminute.

Quelle: http://www.israelheute.com