Syrien: Kath. Christen wehren sich gegen Kirchenschließungen und Handkommunion

Pressemitteilung des vatikanischen Fidesdienstes:

Auch das von zehn Jahren Konflikt erschütterte Syrien sieht sich heute mit den verheerenden Folgen der Wirtschaftskrise und der Coronakrise konfrontiert.

In diesem Zusammenhang vertrauen maronitische Katholiken in Damaskus auf die Vorsehung Gottes und wehren sich gegen die „corona-bedingte“ Schließung ihrer Kirchen. (Die Maroniten sind eine alt-orientalische christliche Kirche, die mit Rom bzw. dem Papst vereint ist – ähnlich wie die griechisch-kath. Kirche des Ostens.)

In seiner Botschaft zur Weihnachtszeit mit dem Titel „Die Angst besiegen“ bezeichnet der maronitische Erzbischof Samir Nassar von Damaskus diese Reaktion der Gläubigen als „Rebellion“.

Angesichts des Anstiegs der Infektionen durch Covid-19 berichtet der Oberhirte: „Die Gläubigen haben gegen die Schließung von Kirchen protestiert und darauf bestanden, an einer großen Anzahl täglicher Messen teilzunehmen zu dürfen“.

Außerdem – fügt Erzbischof Nassar hinzu – hätten die syrischen Christen sich auch geweigert, den Anweisungen der Bischöfe zu folgen und die hl. Hostie auf die Hand zu empfangen; sie würden weiter Mundkommunion praktizieren, „als wollten sie die Pandemie herausfordern“.

Erzbischof Nassar beschreibt die Situation der christlichen Bevölkerung im syrische Kontext als die eines gemarterten Volkes, das sich nach derm Rückgang von Gewalt und Bombenangriffen nun mit einem „harten Wirtschaftskrieg“ konfrontiert sehe.


Die Mundkommunion ist in der altrituellen Messe in NRW wieder möglich

Von Felizitas Küble

Der Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Klaus Winterkamp, hat gestern in einem Rundschreiben an Priester, pastorale und sonstige kirchl. Mitarbeiter/innen etc. folgendes zum Thema Mundkommunion mitgeteilt:

„In den letzten Wochen haben sich in allen Bistümern NRWs Anfragen gemehrt, ob ggf. die Mundkommunion für jene, die die Eucharistie auf diese Weise empfangen möchten, wieder gestattet werden könne. Die Anfragen sind nicht zuletzt durch eine entsprechende Erlaubnis der Österreichischen Bischofskonferenz und der Praxis in anderen Nachbarstaaten Deutschlands begründet.“

BILD: Der Paulus-Dom von Münster bei Nacht

Auf einer Sitzung Anfang September haben sich die Generalvikare der Diözesen, die sich in Nordrhein-Westfalen befinden, getroffen und dabei laut Dr. Winterkamp diese Regelung beschlossen:

  • 1. Für die Feier der Heiligen Messe im ordentlichen römischen Ritus gilt weiterhin ausschließlich die Spendung der Kommunion in die Hand, die für den ordentlichen römischen Ritus hierzulande die gebräuchliche Form ist. Mundkommunion ist hier nur außerhalb (ggf. im Anschluss) der Messfeier möglich.

Sollte es in den Pfarreien ggf. den Wunsch nach Mundkommunion geben, werden die Verantwortungsträger vor Ort in den Teams und den Gremien dafür eine angemessene Lösung finden.

  • 2. Nur für den außerordentlichen römischen Ritus wird die Mundkommunion innerhalb der Messfeier geduldet. Dafür sind jeweils von den für die Feier des außerordentlichen römischen Ritus Verantwortlichen eigene Hygienekonzepte zu erstellen. Die Pfarrer, in deren Pfarreien Gruppen in diesem Ritus Liturgie feiern, werden darüber eigens informiert.“

Das bedeutet, daß die Mundkommunion in der neuen Meßliturgie („ordentlicher römischer Ritus“) – wie er in fast allen Gemeinden üblich ist – nicht gestattet wird, wohl aber in der alten Messe (außerordentlicher römischer Ritus). Diese Lösung ist für die betreffenden Gläubigen nach fast genau fünf Monaten Wartezeit (seit Ende April 2020) aber auch höchste Zeit geworden.

Die Mundkommunion wird aber in den Gemeinden ohne alten Ritus auch erlaubt – allerdings dort nicht innerhalb der Eucharistiefeier, sondern außerhalb derselben (etwa nach der Messe, bei der Krankenkommunion sowieso).

Auch ich hatte mich im Juni 2020 mit diesem Anliegen an das Erzbistum Köln gewandt, weil damals gerüchteweise zu hören war, Kardinal Woelki habe die Mundkommunion im alten Ritus für sein Bistum erlaubt. Dies wurde mir vom bischöflichen Ordinariat aber nicht bestätigt. Es wurde lediglich darauf hingewiesen, daß dies außerhalb der Messe  – etwa wenn ein Priester kranke Gläubige besucht – gebilligt werde.

Ich erhielt aber keine Antwort mehr, als ich dort nachfragte, warum die Mundkommunion hierzulande in der hl. Messe nicht  geduldet wird, in Österreich ab 20. Juni 2020 aber allgemein wieder erlaubt wurde und in den USA überhaupt nie untersagt wurde (von wenigen Bistums-Ausnahmen abgesehen).

Aus Pfarrgemeinden in Münster und aus Südbayern erfuhr ich mehrfach, daß dort die Priester jene Gläubigen, welche die Mundkommunion empfangen wollen, darum bitten, nach der Meßfeier etwas zu warten oder in die Sakristei zu kommen, damit sie dort zum Tisch des HERRN gehen können. 

Wir haben mehrfach über das Mundkommunion-Thema zu Corona-Zeiten geschrieben und zugleich praktisch-hygienische Anregungen gegeben, z.B. hier: https://charismatismus.wordpress.com/2020/08/20/staebchen-zange-pinzette-zur-spendung-der-hl-kommunion-in-coronazeiten/


Stäbchen, Zange oder Pinzette: Zur Spendung der hl. Kommunion in Coronazeiten

Von Felizitas Küble

Auf einer britischen Presseseite namens Inquierer wurde am 17. August 2020 über einen anglikanischen Gottesdienst in England berichtet, bei dem die aus Singapur stammende Pfarrerin Harrop bei der Abendmahlsausteilung ein 46 cm langes Lo-Hei-Stäbchen benutzte, um den coronabedingten Abstand zu gewährleisten: https://newsinfo.inquirer.net/1322984/priest-serves-communion-with-chopsticks-to-keep-distance-in-mass

Es heißt in dem Artikel weiter, in anderen Kirchen des Landes werde dabei eine Zange verwendet.

Wir haben bereits vor über vier Monaten   – als erster entsprechender Artikel im gesamten Internet  – unsere Idee vorgeschlagen, bei der Spendung der heiligen Kommunion in der katholischen Kirche eine Pinzette oder Zange (ähnlich einer Zuckerwürfel-Zange) zu verwenden:

https://charismatismus.wordpress.com/2020/04/12/einfuehrung-der-hl-kommunion-mit-einer-pinzette-koennte-viele-problemeloesen/

Dies wäre auch und gerade für die Mundkommunion eine ideale Lösung im Sinne von Hygiene und Abstandhalten:

  1.  Weder der Spender noch der Empfänger berührt die hl. Hostie.
  2.  Die Mundkommunion wird in der Regel auf den Knien empfangen, in der „alten Messe“ geschieht dies auf einer Kommunionbank fast immer. Dadurch stehen sich Priester und Kommunikant gerade nicht „auf Augenhöhe“ gegenüber, sondern das Gesicht des Geistlichen befindet sich deutlich höher (siehe Foto) – und eben dies ist positiv sowohl allgemein für Grippephasen wie erst recht in Corona-Zeiten.

Ende April –  über zwei Wochen nach Veröffentlichung unseres Artikels  – verkündete die Deutsche Bischofskonferenz ihre neuen Corona-Richtlinien. Schon zuvor war bischöflicherseits vielfach von der Mundkommunion abgeraten worden.

Dies wurde nun bekräftigt mit dem Satz, eine MUND-Kommunion finde „weiterhin nicht statt“, was gleichsam ein Verbot darstellt. Zugleich wird in dem Dokument aber die Spendung der HAND-Kommunion mit einer Zange empfohlen.

Eine solche Vorgehensweise ist allerdins in sich unlogisch, weil die Mundkommunion mit einer Zange (oder Pinzette – dasselbe in grün) hygienisch  n o c h   sicherer ist als die Handkommunion. Wenn man die hl. Hostie per Zange auf die Hand legt, führt der Empfänger sie trotzdem mit seinen Fingern zum Mund. Es sind also beide Hände beteiligt. Zudem wird die Handkommunion fast immer stehend empfangen, was gerade in puncto Corona-Schutz ungünstig ist.

Genau genommen kann die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) kein Verbot verfügen, weil jedes Bistum für liturgische Bestimmungen selbst verantwortlich ist. Aber die Bischöfe übernehmen in der Regel die Leitlinien bzw. Verfügungen der DBK.

Wie mir aus dem bischöflichen Ordinariat des Erzbistum Köln auf meine Anfrage schriftlich mitgeteilt wurde, ist die Mundkommunion  – zumindest dort – zwar in öffentlichen Messen nicht erlaubt, aber durchaus etwa im Falle einer Krankenkommunion oder ähnlichen Situationen (also außerhalb der Meßfeier).

Ich weiß aus mehreren Bistümern, daß einige Priester dort jene Katholiken, die eine Mundkommuinon erhalten möchten, darum bitten, nach dem Gottesdienst in die Sakristei zu kommen, um dort in der von ihnen gewünschten Weise den Leib Christi zu empfangen.

Grundsätzlich bleibt es dabei, daß die DBK weder logisch noch theologisch angemessen reagiert hat, als sie einerseits die Verwendung einer Zange empfahl, andererseits aber die Mundkommunion nicht erlaubte, obwohl diese mit Zange/Pinzette und auf Knien die sicherste bzw. die am meisten hygienische Form der Kommunionausteilung darstellt.

Jenen  Gläubigen, die sich für Mundkommunion entscheiden, wird häufig entgegengehalten, der Mund sei doch auch nicht „würdiger“ als die Hand, oft werde damit noch mehr gesündigt (durch böse Worte häufiger als durch schlechte Werke etc).

Das mag sein, ist aber nicht der springende Punkt.

Ich habe noch nie einen Mundkommunikanten getroffen, der mir diese Begründung („Mund ist würdiger“) genannt hätte. Vielmehr geht es den meisten von ihnen darum, daß bei einer Handkommunion kleine Teilchen (Partikel) der hl. Hostie auf der Handfläche verbleiben oder bei Unachtsamkeit direkt auf den Boden herunterfallen können.

Das zweite Motiv lautet sodann, die Gefahr einer freventlichen Verunehrung (Hostienraub) sei durch die Einführung der Handkommunion gestiegen, was durchaus nicht bestritten werden kann.

Es ist daher längst an der Zeit, daß die DBK und die deutschen Bischöfe die Mundkommuion wieder gestatten – in den USA und Österreich wurde sie übrigens nie verboten. Die orthodoxe Kirche hat an der ihr eigenen Form der Mundkommunion ohnehin trotz Corona festgehalten.

Abschließend noch ein Hinweis:

Genau genommen handelt es sich bei der heute praktizierten Form der Handkommunion um eine FINGER-Kommunion, weil man die hl. Hostie mit dem Daumen und dem Zeigefinger der rechten Hand zum Mund führt.

Die eigentliche HAND-Kommunion wurde in der frühen Kirche praktiziert: Der Gläubige empfing den Leib Christi, indem er sich mit dem Kopf bis zu seiner Hand hinunterneigte und die hl. Hostie direkt mit dem Mund aufnahm. Diese urchristliche Praxis ist im Vergleich zur heutigen Finger-Kommunion zweifellos besser, zumal diese alte Form die Gefahr eines Sakrilegs (Hostienraub, Zweckentfremdung etc.) verringern würde.

Neben der Mundkommunion-Erlaubnis sollten daher unsere Oberhirten für jene Gläubigen, welche bislang die übliche FINGER-Kommunion praktiziert haben, ein Umsteigen auf die echte HAND-Kommunion empfehlen und dies auch solide begründen.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Österreich: Mundkommunion wieder erlaubt

Österreichs Bischöfe haben weitgehende Erleichterungen für öffentliche Gottesdienste beschlossen.

Die neue Rahmenordnung gilt ab Samstag (20. Juni). So ist künftig das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nicht mehr vorgeschrieben. Weiter empfohlen ist die Handkommunion; auch die Mundkommunion ist aber wieder erlaubt.

Weihwasserbecken können wieder befüllt werden, wobei das Wasser häufig zu wechseln ist. Grundsätzlich sollen die Gläubigen die Messe wieder in der Gemeinde feiern; eine Entbindung von der Sonntagspflicht sehen die Richtlinien nicht mehr vor.

BILD: Mundkommunion in einem koptischen Gottesdienst

Als wichtigste Verpflichtung bleibt die Einhaltung eines Mindestabstands von einem Meter zu Personen, mit denen man nicht im gemeinsamen Haushalt lebt. Pflicht bleibt auch das unverzügliche Desinfizieren oder Waschen, wenn es bei der Kommunionspendung zu einer Berührung gekommen ist.

Quelle und weitere Infos hier: https://www.katholisch.de/artikel/25865-oesterreich-mundkommunion-sonntagspflicht-zurueck-maskenpflicht-weg


Einführung einer Kommunionspendung mit Pinzette könnte viele Probleme lösen

Von Felizitas Küble

Bekanntlich wird die hl. Kommunion bei den Orthodoxen und teils auch in altorientalischen Kirchen mit einem „liturgischen Löffelchen“ direkt in den Mund gespendet – und zwar unter beiden Gestalten (meist wird die hl. Hostie vorher in den Kelch getaucht).
Auch bei den christlichen Kopten empfangen die Gläubigen den eucharistischen HERRN grundsätzlich in Form der Mundkommunion, die immer von einem Geistlichen ausgeteilt wird (siehe unsere Fotos aus einer Koptenmesse in Münster mit Bischof Anba Damian).
Dasselbe gilt grundsätzlich für die syrisch-orthodoxe Kirche: „Der Laie erhält die Kommunion vom Priester mit der Hand in den Mund dargereicht.(1)
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Insofern wird dies bei den Kopten und christlichen Syrern gleich bzw. ähnlich wie früher in der hl. Messe bzw. im überlieferten Ritus der kath. Kirche gehandhabt.
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Nicht nur angesichts der Corona-Krise, sondern auch wegen der alljährlich wiederkehrenden Grippewelle im Winter wäre zudem die Einführung einer neuen Regelung in der katholischen Kirche ernsthaft zu überlegen, nämlich die Spendung der hl. Kommunion mit Hilfe einer Pinzette.
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Das bedeutet, daß der Priester oder Diakon den Gläubigen die hl. Hostie mit einer – natürlich sterilen – Pinzette in den Mund legt. Dem stände nichts im Wege: weder theologisch noch liturgisch und auch nicht kanonisch. (Ich habe bereits vor etlichen Wochen einen promovierten Kirchenrechtler dazu befragt).
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Vor allem wäre dies eine besonders hygienische Lösung, weitaus mehr als die größtenteils übliche Handkommunion (eigentlich genau genommen eine „Fingerkommunion“): Dort sind die Hände des Spenders und des Empfängers mitbeteiligt, vor allem Daumen und Finger der rechten Hand.
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Zwar könnten sich beide Personen vorher die Hände desinfizieren, doch dieser Vorgang wäre nicht nur weitaus umständlicher als die Pinzetten-Lösung, sondern auch im Vergleich dazu weniger sicher. Nach meiner Einschätzung würde es zudem würdiger aussehen, wenn der Priester jeweils eine Pinzette verwendet, statt jedesmal nach einer Kommunionspendung eigens seine Hände zu desinfizieren.
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Nun könnte eine Pinzette im ungünstigsten Falle den Mund des Kommunikanten berühren. Daher sollte man für jeden Gläubigen eine eigene Pinzette verwenden oder sie jedesmal danach desinfizieren (immer noch einfacher als bei den Händen). Ein Ministrant könnte dem Priester in einer Schale die entsprechende Zahl von Pinzetten hinhalten.
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Natürlich sollten die Leute die Mundkommunion sowieso richtig praktizieren, indem sie nicht etwa ihre Zunge herausstrecken. Schon der große Heilige und Bischof Franz von Sales schrieb in seiner „Philothea“ im 21. Kapitel („Von der Weise, recht zu kommunizieren“), man solle nur „mäßig den Mund öffnen“ – und den Kopf erheben, soweit es nötig ist – und die Zunge allenfalls „ganz wenig herauslegen“, also nicht etwa herausstrecken.
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Eine bessere Möglichkeit wäre es wohl auf Dauer, wenn jeder Katholik seine eigene Pinzette mitbringt, vielleicht in ein weißes Tüchlein verhüllt und in einem kleinen Behälter aufbewahrt – und sie dann am Tisch des HERRN dem Priester darreicht.
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Der Ministrant hält bei der Kommunionspendung eine Patene darunter (die eigentlich sowieso liturgisch vorgeschrieben ist), damit die hl. Hostie bei einem versehentlichen Herunterfallen aufgefangen wird und zudem keine Partikel auf den Boden fallen.
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Vielleicht könnte man langfristig eigene Kirchen-Pinzetten einführen – mit einem christlichen Symbol (Kreuz, Fisch, Christuszeichen-Monogramm) versehen.
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Sowohl theologisch wie „virologisch“ ist das Knien beim Kommunionempfang angesagt. Auf „gleicher Augenhöhe“ ist die Ansteckungsgefahr größer. Das „Amen“ des Empfängers sollte vielleicht besser entfallen (in der „alten“ Messe ist es ohnehin nicht üblich). Gerade beim Sprechen kann es zu Infektionen kommen.

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BILD: Unten auf dem Foto sehen wir eine Würfelzucker-Zange – evtl. eine Alternative zur Pinzette?
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Der Priester kann schon vor der hl. Wandlung darauf verzichten, die Oblaten wie bislang üblich mit der Hand zu berühren und in den Kelch zu legen – er kann hier bereits eine Pinzette einsetzen.
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Es wäre noch zu überlegen, ob man statt einer Pinzette vielleicht besser eine kleine, silberfarbene Zange verwendet – ähnlich einer Würfelzuckerzange. Hier könnte das Pro und Contra weiter diskutiert werden.
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Dazu ein Hinweis zum „liturgischen Löffel“ in den orthodoxen Kirchen:
Der Name des Kommunion-Löffelchens (λαβίς lavís) bedeutet wörtlich eine Zange; der eucharistische Löffel wurde schon im frühen Mittelalter wegen der Bibelstelle in Jes 6,6 so bezeichnet. Dort wird beschrieben, wie ein Engel mit einer Zange eine glühende Kohle nimmt und damit symbolträchtig (als Zeichen der Reinigung) die Lippen des Propheten Jesaja berührt.
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Sodann eine historische Anmerkung:
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Die Kommunionspendung mit einer Zange gab es früher schon in Seuchenzeiten: Der hl. Bischof Karl Borromäus hat persönlich Pestkranken die Kommunion gereicht, dabei eine Zange benutzt und sich danach desinfiziert (2).
Siehe zudem dieses Bild, das einen Priester zeigt, der einer erkrankten Frau mit einer Zange am langen Stil die hl. Hostie reicht. Dies geschah während der großen Pest 1720 in Marseille. Auf dem Foto sieht man oben weitere Zangen-Modelle.
(Quelle und größere Abbildung hier: https://mobile.twitter.com/sulovsk/status/1243566849889128449)
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Quellenhinweise:
(1) Siehe hier Seite 4: http://wwwuser.gwdg.de/~grabo/library/geraete.pdf  
(2) Federico A. Rossi di Marignano, Carlo Borromeo. Un uomo, una vita, un secolo, Mondadori, Milano 2010, 303f.
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Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt