Linke Randale gegen Prozession für das Leben Farbanschlag auf den Dom in Münster

Von Felizitas Küble

Am Samstag, dem 23. Oktober 2021, wurde in Münster erneut der Gebetszug für das Leben mit weißen Holzkreuzen durchgeführt. Veranstalter ist seit Jahrzehnten der Verband „EuroProLife“ von Wolfgang Hering, der diese Gedenkaktion für die Ungeborenen auch in Erinnerung an Kardinal von Galen durchführt, den Bischof und „Löwen von Münster“, der mit seinen weltberühmten Predigten mutig gegen den Massenmord an behinderten Menschen in der NS-Diktatur aufstand.

Auch heute wollen sich Christen mit dem Unrecht der Massenabtreibung nicht abfinden. Gleichwohl betont Versammlungsleiter Hering, daß es sich bei dieser Prozession nicht um einen „politischen Marsch“ handelt, auch nicht um eine Diskussionsplattform, sondern um Gebete für die bedrohten Babys im Mutterleib und für alle Betroffenen, seien es Täter/innen oder Opfer. Es gehe nicht um Anklage, sondern um Fürbitte und darum, auch in der Öffentlichkeit ein Zeugnis zu geben für das Leben.

Die Initiative begann mit einer Kundgebung auf dem Kirchplatz von St. Aegidii in der Innenstadt von Münster mit über 100 Teilnehmern. Wolfgang Hering erinnerte an die tödlichen Euthanasie-Maßnahmen in unseliger Zeit: 1938 habe der NS-Staat die Hebammen dazu verpflichtet, behinderte Frühgeborene dem Gesundheitsamt zu melden; sie wurden abgeholt und starben nach einigen Wochen an einer angeblichen „Lungenentzündung“ etc. So wurde die Vernichtung „unwerten“ Lebens gegenüber dem Volk vertuscht.

Heute wird gerne vom „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau über ihren „Körper“ gesprochen. Hering erklärte, die Forderung sei zunächst völlig berechtigt – sofern es wirklich um den Körper der Schwangeren geht – und nicht um das Kind im Mutterleib, das über (s)einen eigenen (!) Körper verfügt.

Abtreibung ist nicht etwa Ausdruck von Selbstbestimmung, sondern Fremdbestimmung gegen das Lebensrecht der Ungeborenen. Das gilt auch für die Tötung behinderter Kinder im Mutterleib, die sogar über den 3. Monat hinaus straffrei möglich ist. Hering betonte: „Ungeborene sind Menschen wie Du und ich.“

Der Präsident von EuroProLife erwähnte sodann seine Eindrücke aus der Begleitung von Abtreibungsbetroffenen der letzten 25 Jahre. Viele Frauen seien verzweifelt, würden um ihr getötetes Kind weinen und ihre Tat zutiefst bereuen.

Seit Jahrzehnten gibt es linksradikale Randale gegen diese friedliche Prozession, die aus Gebeten, Liedern sowie Phasen stiller Besinnung besteht – und durch die Innenstadt von Münster führt, vorbei an mehreren Kirchen (z.B. Lamberti, Ludgeri, Liebfrauen) und auch an der Synagoge.

BILD: Ein Polizist in Hab-Acht-Stellung schützt unsere Prozession

Nur durch starken Polizeischutz von hunderten Beamten ist es den Lebensrechtlern überhaupt möglich, den Domplatz für ihre Abschlußkundgebung zu erreichen (dies wurde früher mehrfach von Chaoten blockiert).

Die Polizei reagierte sehr hurtig und aufmerksam; sie flankierte unseren Gebetszug auf beiden Seiten; zudem fuhren zwei große Polizeiwagen und Motorräder unserer Prozession vorneweg und weitere Mannschaftswagen folgten hinten.

Überdies waren Polizeiautos in mehreren Seitengassen quer abgestellt und zusätzlich Gitter aufgebaut, um die Abtreibungs-Aktivisten zurückzudrängen. Wie die „Westfälischen Nachrichten“ heute schrieben, haben die Sicherheitskräfte teils „rigoros durchgegriffen“, um unsere Prozession zu schützen.

Die Gegendemonstranten störten unseren Gebetszug mit lautstarkem Geschrei und Krach (Sirenen, Trillerpfeifen, auf Töpfe schlagen etc). Sie riefen ständig ihre üblichen Sprüche „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“ – „Ob Kinder oder keine entscheiden wir alleine“ – oder Frechheiten wie „Haltet die Fresse!“.

Besonders irrsinnig war die Parole: „Für die Freiheit, für das Leben, Selbstbestimmung muß es geben“ – Ausgerechnet die Forderung nach Abtreibung soll „für das Leben“ sein?!

Die Passanten in den Fußgängerzonen und Geschäftsstraßen schauten dem „aufregenden“ Treiben erstaunt zu, teils mit offenen Mund standen sie verblüfft da und konnten es wohl nicht fassen, daß diese harmlosen Beter unentwegt von Chaoten verbal attackiert wurden.

Graffiti-Anschlag an der Mauer des Doms in Münster

Am Schluß trafen sich die Lebensrechtler auf dem Domplatz von Münster am steinernen Denkmal des Kardinal von Galen, das seit Jahren von der Gegenseite übel beschmiert wird und auch jetzt massiv mit Farbe verunstaltet war.

Noch schlimmer traf es allerdings den Sankt-Paulus-Dom unweit des Galen-Denkmals: Dort hatten Chaoten ihre Parolen hinterlassen: „PATRIARCHAT ZERSCHLAGEN“ – und für totale Abtreibungsfreiheit: „§ 218 ABSCHAFFEN“ eine schwere Sachbeschädigung an einem Gotteshaus.Auch an der Aegidii-Kirche gab es wieder Farb-Attacken mit Abtreibungsparolen.

Als die Beter mit ihren weißen Holzkreuzen und Gesängen zum Domplatz zogen, erwartete sie bereits ein ohrenbetäubender Lärm von der „Antifa“ und sonstigen ultralinken Gruppen. Die Polizei schützte unsere Abschlußkundgebung durch ein Gitter und durch ihre massive Präsenz vor dem Näherrücken von Randalierern. Der Krach war trotz des Abstands noch so enorm, daß wir die Ansprache von Herrn Hering akustisch kaum verstehen konnten.

Die Parolen auf den Plakaten der Gegner (siehe Foto) waren z.T. äußerst primitiv: So z.B. „Christentum ist eine Sch…-Religion“ (dort natürlich keine Pünktchen) sowie „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ – oder im übelsten Gossenjargon: „Auch Maria hat gef….“ (im Original ausgeschrieben). Es geht hier anscheinend nur um aggressive Provokation.

Gleichwohl rief Herr Hering alle dazu auf, die meist jungen Leute nicht zu verurteilen, sondern zu beten, denn alle Menschen sind Gottes Geschöpfe, auch die irrenden.
Das Vaterunser fordert uns auf: „….wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ – So seien diese Störaktionen gleichsam ein „Trainingscamp“ für den christlichen Vergebungswillen, erläuterte der Versammlungsleiter.

Der HERR schaue auf unseren Einsatz und ER höre unsere Fürbitten, sagte Hering weiter: „Der Teufel haßt betende Christen.“ Für die „Höllenpost“ (wenn es eine solche Zeitschrift gäbe) seien die Gebete und das Zeugnisgeben der Gläubigen eine echte Katastrophenmeldung, meinte er in anschaulicher Bildersprache: „Erst recht, weil uns die Polizei auch noch wirksam beschützt.“

Am Schluß dankte Hering allen Teilnehmern und besonders den Beamten für ihren Einsatz, wobei – wie jedesmal am Kardinal-von-Galen-Denkmal üblich – zum Abschluß ein Vaterunser und Ave Maria für die Polizisten und ihre Familien gebetet wurde.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferusewrk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Münster: Gebetszug für das Leben am 23.10.

Die Lebensrechtsverein EuroProLife führt bald wieder seine jährliche Prozession gegen Abtreibung durch, wobei die Gläubigen weiße Holzkreuze tragen.

Der Gebetszug beginnt am Samstag, den 23. Oktober 2021, um 14:30 Uhr auf dem Sankt-Aegidii-Kirchplatz in Münster.

Die Teilnehmer gehen nach einer Kundgebung betend und singend durch die Innenstadt und beenden Ihre Pro-Life-Prozession auf dem Domplatz am Kardinal-von-Galen-Denkmal mit einer Abschlußkundgebung.

.


Hamburg: Corona-Ausbruch bei 2G-Regel

Hamburg ist bekannt als Vorreiter für die 2G-Option, die seit Ende August 2021 für alle Publikumseinrichtungen gilt.

Nun gibt es in der Hansestadt einen größeren Corona-Ausbruch auf St. Pauli – und zwar in einem Lokal mit 2G-Regel, wie die NDR am 5. Oktober berichtet: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/St-Pauli-Corona-Ausbruch-in-Bar-mit-2G-Regeln,corona8844.html

Von 200 Menschen haben sich 20 mit Corona angesteckt, somit 10%. Es wurde kein Nicht-Geimpfter eingelassen.

In anderen Städten gab es bereits ähnlich große Ausbrüche unter Geimpften, teils in Pflegeheimen (z.B. Oberhausen), vor allem aber in Münster mit 86 Infizierten nach einer Feier mit 2G-Regel.


Münster: 86 Corona-Infizierte nach 2G-Party – Kein einziger Nicht-Geimpfter war zugegen

Von Felizitas Küble

Wie bereits hier berichtet, gab es in Münster vor zwei Wochen in der Nähe des Hauptbahnhofs eine 2G-Party mit meist jüngeren Gästen und strikten Regeln, wonach nur Personen, die erwiesenermaßen geimpft oder genesen waren, Zutritt erhalten konnten.

Inzwischen ist die Zahl der Covid-Infizierten bis 17. September auf 86 Personen angestiegen. Die Stadtverwaltung hat die Impfnachweise überprüft – es liegt kein Betrug vor, wie die amtliche Pressestelle erklärte. Somit ist bei 380 Gästen mehr als jeder fünfte Teilnehmer der Party angesteckt worden.

Gerne wurde bislang in vergleichbaren Fällen darauf verwiesen, die Infektionswelle sei von Ungeimpften ausgegangen. Diese Ausflucht ist hier angesichts von 2G aber nicht möglich.

BILD: Einkaufsstraße bzw. Fußgängerzone von Münster

Übrigens hatten die meisten Doppelt-Geimpften das Biontech-Vakzin bzw. die mRNA-Spritze bekommen, was im Vergleich zu AstraZeneca stets als deutlich wirksamer angepriesen wurde. Die Zahl der „Impf-Durchrüche“ wäre demzufolge mit AZ also wohl n o c h drastischer ausgefallen.

Das Problem kann auch nicht woanders geortet werden, schon gar nicht an der Lüftung liegen: Die Lüftungsanlagen des Party-Cubs übertreffen – so erklärte die Wartungsfirma – sogar noch die üblichen Anforderungen.

Was an der Berichterstattung über diese Causa auffällt, ist das völlige Verschweigen des Anteils von Geimpften und Genesenen:

Da die Zahl der Geimpften in der Bevölkerung x-mal höher ist als jene der Genesenen, da zudem bekannt ist, daß Genesene stärker und länger immun sind als Nur-Geimpfte, hätte man doch gerne gewußt, wie viele der Infizierten geimpft sind. Warum wird diese interessante Information überall unter den Tisch gekehrt?

Noch etwas Anderes ist hier zu fragen:

Mit welchem Recht werden den Nicht-Geimpften im steigenden Maße massive Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte auferlegt, wenn doch die sogenannten „Impf-Durchbrüche“ immer offensichtlicher werden?!

Und mit welcher Berechtigung müssen sich Nicht-Geimpfte in Zukunft sogar kostenpflichtigen Tests unterziehen, Geimpfte aber nicht? Wie läßt sich dies mit der staatsbürgerlichen Gleichheit vor dem Gesetz vereinbaren? Und wie mit dem sonst so vielgepriesenen Verbot von Diskriminierungen?

Und wie mit dem sonst so hochgehaltenen sozialen Anspruch, denn eines ist klar: Vor allem die finanziell bedürftigen Nicht-Geimpften werden durch die Kostenpflicht empfindlich getroffen. (Ich kenne mehrere Personen, die sich nur deshalb inzwischen impfen ließen, obwohl sie vorher monatelang jedem anderen Druck widerstanden hatten.)

Dieser Doppelstandard sollte dringend von gerichtlicher Seite überprüft werden, damit dem Rechtsstaat hierzulande wieder zu seinem Recht verholfen wird.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Grußwort von Weihbischof Dr. Stefan Zekorn zum Marsch für das Leben am 18.9.21 in Berlin

Zum „Marsch für das Leben“, der am 18. September 2021 in Berlin stattfinden wird, hat Dr. Stefan Zekorn (siehe Foto), Weihbischof in Münster, den Veranstaltern folgendes Grußwort übermittelt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich danke Ihnen allen, die Sie sich beim „Marsch für das Leben“ öffentlich für den unbedingten Schutz des menschlichen Lebens einsetzen, sehr herzlich für Ihr Engagement!
Der Anfang und das Ende des menschlichen Lebens sind in unserer Gesellschaft von besonderen Gefahren bedroht. Sie nehmen leider sogar zu, wie die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen zeigen.
Gott ist ein Freund des Lebens und so wissen wir uns der Unverfügbarkeit menschlichen Lebens verpflichtet. Daraus resultiert eine ethische Orientierung, die heute an vielen Stellen nicht mehr
gegeben ist.
Sie setzen mit dem „Marsch für das Leben“ ein deutliches Zeichen, dass menschliches Leben in jeder Lebensphase ein Geschenk ist, das es zu achten und zu schützen gilt.
Ich wünsche Ihnen Kraft und Mut, weiterhin für den Schutz menschlichen Lebens einzutreten!
Mit herzlichen Segenswünschen
Stefan Zekorn

Quelle: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/wp-content/uploads/sites/42/2021/09/Zekorn_Weihbischof_Grusswort2021.pdf

Weitere Infos zum Marsch-2021: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/

Foto: Felizitas Küble


Impf-Durchbrüche in Münster nach 2G-Party

Wie die „Westfälischen Nachrichten“ auf ihrem Web-Portal am 9.9.2021 meldeten, haben sich nach einer Partynacht in einem Club in Münster mindestens 26 Personen mit Corona infiziert. Dabei hatte für den Einlass am 3. September eine verschärfte 2G-Regel – also zugelassen waren nur Geimpfte und Genesene – gegolten.

Laut städtischen Angaben sind weitere Infektionen sehr wahrscheinlich und würden jetzt „auf Hochtouren“ nachverfolgt.

In der WN-Meldung wird Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer wie folgt zitiert: „Die Impfung schützt vor einer schweren Erkrankung, eine Ansteckung und weitere Übertragungen sind hingegen nicht auszuschließen.“

Kürzlich sind in einem Seniorenheim in Oberhausen 11 Bewohner drei Tage nach der Corona-Impfung „heftig“ erkrankt, darunter gab es zwei Reanimationen: https://charismatismus.wordpress.com/2021/09/07/drei-tage-nach-dritt-impfung-wiederbelebungen-in-einem-pflegeheim-in-oberhausen/

.


Münster: Halle für Bedürftige bald wieder offen

Von Felizitas Küble

In Gievenbeck – einem Vorort von Münster in Westfalen – wurde kürzlich eine Turnhalle geschlossen, in der Obdachlose und sonstige Bedürftige für einen Symbolbetrag mit einem warmen Mittagessen versorgt wurden. Zudem konnten sie dort seit November 2020 duschen und Kleider waschen.

Die Schließung war ein schwerer Schlag für die Betroffenen. Da ich mit einigen von ihnen im Kontakt stehe, erfuhr ich von den Vorgängen und schrieb als Leiterin unseres Christoferuswerks eV. gestern eine entsprechende Bittschrift an Oberbürgermeister Markus Lewe von Münster.

Es dauerte nicht einmal eine Stunde, bis diese erfreuliche Mail-Antwort von Herrn Treutler (Abteilungsleiter im Sozialamt) eintraf. wonach die Öffnung der Halle am Vortag beschlossen wurde:

Sehr geehrte Frau Küble,
haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht an Herrn Oberbürgermeister Lewe, der mich gebeten hat, Ihnen zu antworten.

Ich kann Ihnen dazu sagen, dass sich der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung in seiner gestrigen Sitzung ausführlich mit dem Thema befasst hat.

Im Ergebnis hat der Ausschuss festgehalten, dass eine Wiederöffnung auf Zeit erforderlich ist. Die Verwaltung hat der Ausschuss gebeten, die Wiederöffnung kurzfristig vorzubereiten, um den Betrieb noch im Lauf dieses Monats wieder aufzunehmen. Die Vorbereitungen dazu sind bereits angelaufen.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Treutler

———————————————————————–

Hier folgt mein vorhergehendes Schreiben:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

von einigen Bekannten und Betroffenen erfuhr ich, dass die Stadt Münster kürzlich das Essen in der Turnhalle an der ehem. Wartburgschule in MS-Gievenbeck geschlossen hat.

Dabei seien, so wurde mir gesagt, viele Bedürftige und Obdachlose täglich dorthin gekommen.

Außerdem gab es dort für die Besucher auch die Möglichkeit, zu duschen und ihre Kleider zu waschen.

Der sog. „Treff an der Clemenskirche“ ist völlig überlaufen, der Platz dort begrenzt –  und in Coronazeiten gilt dies erst recht.

Mir ist unverständlich, warum die Stadt für die Turnhallen-Schließung keine Alternative findet.

Gibt es keine freistehenden Kirchengemeinderäume? Pfarrheime? (So wie vorher im Gemeindehaus der Herz-Jesu-Pfarrei.)

Unser Christoferuswerk eV. wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich für diese bedürftigen Menschen einsetzen, die auf diese Möglichkeit zum Mittagessen angewiesen sind.

Freundlichen Dank und Gruß

Felizitas Küble, Vorsitzende

Christoferuswerk eV, 48167 Münster, Schlesienstr. 32


Münster: GEZ-Verweigerer Thiel entlassen

GEZ-Verweigerer Georg Thiel ist am Dienstag nach sechs Monaten aus der Erzwingungshaft in Münster entlassen worden. So lange war er eingesperrt, weil er sich weigert, Rundfunkbeiträge zu zahlen. Vor der Justizvollzugsanstalt empfingen ihn Unterstützer, berichtete die Bild-Zeitung.

Der 54jährige bedankte sich für den Beistand während seiner Gefängniszeit. Thiel hatte zuletzt 2013 Rundfunkgebühren gezahlt. Mittlerweile fordert der WDR von ihm rund 1.900 Euro und besteht auch nach der nun verbüßten maximalen Dauer der Erzwingungshaft darauf.

Während der Haft trat Thiel zweimal in den Hungerstreik. Laut eigenen Angaben erreichten ihn über 1.000 Briefe, in denen Menschen ihm ihren Beistand ausdrückten.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2021/gez-verweigerer-thiel-aus-erzwingungshaft-entlassen/


Münster: Vor 80 Jahren predigte Bischof Clemens Graf von Galen gegen die NS-Diktatur

Heldenhafte Predigt Galens „aus Liebe zu Volk und Vaterland“ vom 20. Juli 1941 in der Liebfrauenkirche von Münster hier im vollen Wortlaut:

Am heutigen Sonntag wird in allen Gemeinden der Diözese, die bisher selbst nicht durch Kriegsschäden gelitten haben, die von mir angeordnete Kollekte gehalten für die Bewohner der Stadt Münster. Ich hoffe, daß es durch das Eingreifen der dafür zuständigen staatlichen und städtischen Stellen und durch die brüderliche Hilfe der Katholiken unseres Bistums, deren Spenden die Caritasstellen verwalten und verteilen werden, gelingen wird, vielerlei Not zu lindern.

Gott sei Dank: Seit mehreren Tagen haben neue Angriffe der Kriegsgegner unsere Stadt nicht mehr erreicht. Aber leider muß ich es sagen: Die Angriffe unserer Gegner im Innern des Landes, deren Beginn ich am vorigen Sonntag in St. Lamberti besprochen habe, sind in der letzten Woche, unbekümmert um unsere Proteste, unbekümmert um das Herzeleid, das dadurch den Betroffenen und ihren Angehörigen bereitet wird, fortgeführt worden.

BILD: HASS gegen Kardinal von GALEN damals und heute: Sein Denkmal auf dem Domplatz in Münster wurde von Linksradikalen mit Farbe beschmiert (das Foto zeigt Beter vor dem Mahnmal)

Am vorigen Sonntag habe ich es öffentlich beklagt, als himmelschreiendes Unrecht bezeichnet, daß die Gestapo die Ordensniederlassungen der Immakulata-Schwestern in Wilkinghege und der Jesuiten in Münster aufgehoben, Häuser und Inventar beschlagnahmt und die Bewohner auf die Straße gejagt, aus der Heimat vertrieben hatte. Auch das Lourdeskloster an der Frauenstraße in Münster wurde für die Gauleitung beschlagnahmt.

Ich wußte damals noch nicht, daß am gleichen Tage, am Sonntag, dem 13. Juli, die Gestapo das Kamilluskolleg in St. Mauritz-Sudmühle und unsere Benediktinerabtei St. Josef in Gerleve bei Coesfeld besetzte, beschlagnahmte und die Patres und Brüder dort vertrieb. Sie mußten am gleichen Tage Westfalen verlassen.

Am 15. Juli wurden auch die Benediktinerinnen von der Ewigen Anbetung in Vinnenberg bei Warendorf ausgetrieben und über die Provinzgrenze gejagt. Am 17. Juli mußten die Kreuzschwestern in Haus Aspel bei Rees ihr Besitztum und den Kreis Rees verlassen. Hätte nicht christliche Liebe sich all dieser Obdachlosen erbarmt, so wären diese Frauen und Männer dem Hunger und den Unbilden der Witterung überlassen.

Vor wenigen Stunden bekam ich nun auch noch die Trauernachricht, daß gestern, am 19. Juli, zum Abschluß dieser zweiten Schreckenswoche für unser Münsterland, die Gestapo auch das deutsche Provinzialhaus der Missionare vom heiligsten Herzen Jesu, das euch allen wohlbekannte große Missionskloster in Hiltrup, besetzt, beschlagnahmt und enteignet hat. Die noch dort wohnenden Patres und Brüder mußten bis gestern abend 8 Uhr ihr Heim und ihren Besitz verlassen. Auch sie sind aus Westfalen und wiederum auch aus der Rheinprovinz ausgewiesen.

BILD: Das historische Rathaus in Münster mit einer Christkönigs-Figur

Die dort noch wohnenden Patres und Brüder: Ich sage das mit besonderer Betonung: denn aus den Reihen der Hiltruper Missionare stehen zur Zeit, wie ich kürzlich zuverlässig erfuhr, 161 Männer als deutsche Soldaten im Felde, teilweise direkt vor dem Feinde, 53 Patres von Hiltrup sind als Sanitäter im Dienste der verwundeten Soldaten tätig, 42 Theologen und 66 Brüder dienen als Soldaten mit der Waffe dem Vaterland, sind teilweise schon mit dem Eisernen Kreuz, dem Sturmabzeichen und anderen Auszeichnungen geschmückt. Ähnlich ist es bei den Patres Kamillianern von Sudmühle, bei den Jesuiten von Sentmaring und bei den Benediktinern von St. Josef in Gerleve!

Während diese deutschen Männer, in treuer Kameradschaft mit den anderen deutschen Brüdern, unter Einsatz ihres Lebens, gehorsam ihrer Pflicht, für die Heimat kämpfen, wird ihnen im Vaterland rücksichtslos und ohne jeden Rechtsgrund die Heimat genommen, das klösterliche Vaterhaus zerstört! Wenn sie, wie wir hoffen, siegreich wiederkommen, finden sie ihre Klosterfamilie von Haus und Hof vertrieben, ihre Heimat von Fremden, von Feinden besetzt!

Was soll das? Wie soll das enden?

Es handelt sich nicht etwa darum, für obdachlose Bewohner von Münster eine vorübergehende Unterkunft zu schaffen. Die Ordensleute waren bereit und entschlossen, ihre Wohnung für solche Zwecke aufs äußerste einzuschränken, um gleich Anderen Obdachlose aufzunehmen und zu verpflegen. Nein, darum handelt es sich nicht: Im Immakulatakloster in Wilkinghege richtet sich, wie ich höre, die Gaufilmstelle ein. Man sagt mir, in der Benediktinerabtei St. Josef werde ein Entbindungsheim für uneheliche Mütter eingerichtet. Was in Sentmaring, in Sudmühle und Vinnenberg eingezogen ist, habe ich noch nicht erfahren.

Gestapo-Willkür gegen wehrlose Männer und schutzlose Frauen

Ich bin ja überhaupt ohne amtliche Benachrichtigung gelassen. Und keine Zeitung hat bisher von den gefahrlosen Siegen, die in diesen Tagen die Beamten der Gestapo über wehrlose deutsche Männer und schutzlose deutschen Frauen errungen haben und von den Eroberungen, die die Gauleitung in der Heimat am Eigentum deutscher Volksgenossen gemacht hat!

Ich bin am Montag, dem 14. Juli, persönlich beim Herrn Regierungspräsidenten gewesen und habe ihn um Schutz für die Freiheit und das Eigentum schuldloser deutscher Menschen gebeten. Er hat mir erklärt, daß die Gestapo eine völlig selbständige und von der Regierung unabhängige Behörde sei, in deren Maßnahmen er nicht eingreifen könne. Er hat mir aber versprochen, meine Beschwerden und Bitten sofort dem Herrn Oberpräsidenten und Gauleiter Dr. Meyer vorzutragen.

Es hat nichts genützt!

Am gleichen Montag dem, 14. Juli, habe ich an die Reichskanzlei des Führers in Berlin ein Telegramm gesandt mit folgendem Wortlaut:

„Nachdem seit dem 6. Juli die Kriegsgegner die Stadt Münster in furchtbaren Nachtangriffen zu zerstören suchen, hat die Gestapo am 12. Juli begonnen, die Klöster und Ordenshäuser in Stadt und Umgebung zu beschlagnahmen und samt Inventar zu Gunsten der Gauleitung zu enteignen. Die Bewohner, schuldlose deutsche Männer und Frauen, ehrenhafte Mitglieder deutscher Familien, deren Angehörige zum Teil als Soldaten für Deutschland kämpfen, werden ihres Heimes beraubt, auf die Straße gejagt, aus der Heimatprovinz verbannt. Ich bitte den Führer und Reichskanzler im Interesse der Gerechtigkeit und der Geschlossenheit der inneren Front um Schutz für die Freiheit und das Eigentum dieser ehrenwerten deutschen Menschen gegen die Willkürmaßnahmen der Gestapo und gegen Beraubung zu Gunsten der Gauleitung.“

Ähnliche Bitten habe ich telegraphisch dem Reichsstatthalter für Preußen, Reichsmarschall Hermann Göring, dem Reichsinnenminister, dem Reichskirchenminister, und schließlich auch noch dem Oberkommando der Wehrmacht unterbreitet.

Ich hatte gehofft, daß, wenn nicht Erwägungen der Gerechtigkeit, so doch wenigstens die Erkenntnis der Folgen für die Geschlossenheit der inneren Front jetzt im Kriege jene Stellen bewegen würden, dem Vorgehen der Gestapo gegen unsere Brüder und Schwestern Einhalt zu tun, und daß man schuldlosen deutschen Frauen ritterlichen Schutz nicht versagen würde. Es war vergebens: das Vorgehen wurde fortgesetzt und jetzt ist bereits eingetreten, was ich schon lange vorausgesehen und am vorigen Sonntag vorausgesagt habe: Wir stehen vor den Trümmern der inneren Volksgemeinschaft, die in diesen Tagen rücksichtslos zerschlagen worden ist!

Ich habe den Regierungspräsidenten, die Herren Minister, das Oberkommando der Wehrmacht eindringlich darauf hingewiesen, wie die Gewalttaten gegen unbescholtene deutsche Männer, wie diese Rohheit gegenüber wehrlosen deutschen Frauen, die aller Ritterlichkeit Hohn spricht und nur aus einem abgründigen Haß gegen die christliche Religion und gegen die katholische Kirche entspringen kann, wie diese Machenschaften geradezu wie Sabotage und Sprengung der Volksgemeinschaft wirken.

„Keine Volksgemeinschaft mit Kirchenverfolgern“

Volksgemeinschaft mit den Männern, die unsere Ordensleute, unsere Brüder und Schwestern ohne Rechtsgrund, ohne Untersuchung, Verteidigungsmöglichkeit und Gerichtsurteil wie Freiwild aus dem Lande hetzen? Nein! Mit ihnen und allen dafür Verantwortlichen ist mir keine Gemeinschaft im Denken und Fühlen mehr möglich! Ich werde sie nicht hassen, ich wünsche von Herzen, daß sie zur Einsicht kommen und sich bekehren: wie ich auch sofort ein fürbittendes Gebet zum Himmel gesandt habe für die Seele des am 5. Juli plötzlich verstorbenen Ministerialdirigenten Roth.

Er war katholischer Priester der Erzdiözese München, war seit Jahren ohne Erlaubnis und gegen den Willen seines Bischofs Beamter im Reichskirchenministerium und hat gar viele, die Rechte der Kirche verletzende, die Würde der Kirche kränkende Schriftstücke für den Minister Kerrl verfaßt und unterzeichnet. Jetzt ist er bei einer Bootsfahrt auf dem Inn verunglückt und im reißenden Strom ertrunken. Gott sei seiner armen Seele gnädig!

So wollen wir nach dem Gebot des Heilands beten für alle, die uns verfolgen und verleumden! Aber, solange sie sich nicht ändern, solange sie fortfahren, Unschuldige zu berauben, aus dem Lande zu treiben, einzukerkern, solange lehne ich jede Gemeinschaft mit ihnen ab! Nein, die Gemeinsamkeit in Gesinnung und Streben in unserem Volk ist gegen unseren Willen, ungeachtet unserer Warnungen unheilbar gestört.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß unsere alteingesessenen Bürger und Bauern, Handwerker und Arbeiter, daß unsere Frauen, daß eure Väter, Brüder und Söhne, die jetzt an der Front ihr Leben für Deutschland einsetzen, mit den Verfolgern und Vertreibern unserer Ordensleute irgendwie Gesinnungsgemeinschaft pflegen werden.

Wir werden ihnen gehorchen, soweit sie als Vertreter der rechtmäßigen Obrigkeit uns Befehle zu erteilen haben. Aber Gesinnungsgemeinschaft, ein Gefühl innerer Verbundenheit mit diesen Kirchenverfolgern, mit diesen Klosterstürmern, die wehrlose Frauen und Mädchen, Kinder unserer besten Familien, unsere Schwestern aus ihrer klösterlichen Heimat jagen, wo sie, teilweise seit Jahrzehnten, in Arbeit und Gebet unserem Volke nur Gutes getan haben, das kann es für uns nicht geben!

„Zu zarter Hochachtung vor jeder Frau und jedem Mädchen erzogen“

Ich müßte mich schämen vor Gott und vor euch, ich müßte mich schämen vor unseren edlen deutschen Vorfahren, vor meinem ritterlichen seligen Vater, der meine Brüder und mich mit unerbittlichem Ernst zu zarter Hochachtung vor jeder Frau und jedem Mädchen, zu ritterlichem Schutz aller unschuldig Bedrängten, besonders jener, die als Frauen Abbilder unserer eigenen Mütter, ja der lieben Gottesmutter im Himmel sind, ermahnt, erzogen und angeleitet hat, wenn ich Gemeinschaft halten würde mit jenen, die schutzlose Frauen aus Heim und Heimat vertreiben, und obdachlos und mittellos aus dem Lande jagen!

Dazu kommt, was ich schon am letzten Sonntag in der Lambertikirche ausführlich bewiesen habe, was ich heute noch einmal mit großem Ernst aus Liebe zu Volk und Vaterland warnend wiederhole:

Dieses strafweise Vorgehen der Gestapo gegen Schuldlose, ohne gerichtliches Verfahren, ohne Verteidigungsmöglichkeit, die „verteidigungslose Verdammung von vornherein Verurteilter und jeglicher Verteidigungsmittel Beraubter“, wie Reichsminister Dr. Frank es genannt hat, zerstört die Rechtssicherheit, untergräbt das Rechtsbewußtsein und vernichtet das Vertrauen auf die Staatsführung.

Gewiß, wir Christen machen keine Revolution! Wir werden weiter treu unsere Pflicht tun im Gehorsam gegen Gott, aus Liebe zu unserem deutschen Volk und Vaterland. Unsere Soldaten werden kämpfen und sterben für Deutschland, aber nicht für jene Menschen, die durch ihr grausames Vorgehen gegen unsere Ordensleute, gegen ihre Brüder und Schwestern, unsere Herzen verwunden und dem deutschen Namen vor Gott und den Mitmenschen Schmach antun.

Wir kämpfen tapfer weiter gegen den äußeren Feind. Gegen den Feind im Innern, der uns peinigt und schlägt, können wir nicht mit Waffen kämpfen. Es bleibt uns nur ein Kampfmittel: starkes, zähes, hartes Durchhalten!

Hart werden! Fest bleiben!

Wir sehen und erfahren jetzt deutlich, was hinter den neuen Lehren steht, die man uns seit einigen Jahren aufdrängt, denen zuliebe man die Religion aus den Schulen verbannt hat, unsere Vereine unterdrückt hat, jetzt katholische Kindergärten zerstören will: abgrundtiefer Haß gegen das Christentum, das man ausrotten möchte.

Wenn ich recht unterrichtet bin, hat das ja auch der Schulungsleiter Schmidt vor 14 Tagen in der Stadthalle hier vor einem zwangsweise geladenen Publikum, darunter Schüler und Schülerinnen, offen ausgesprochen, und Herr Kreisleiter Miering hat begeistert Beifall gespendet und versprochen, für die Ausführung solcher Pläne sich einzusetzen.

Hart werden! Fest bleiben!

Wir sind in diesem Augenblick nicht Hammer, sondern Amboß. Andere, meist Fremde und Abtrünnige, hämmern auf uns, wollen mit Gewaltanwendung unser Volk, uns selbst, unsere Jugend neu formen, aus der geraden Haltung zu Gott verbiegen.

Amboß statt Hammer: Laßt es euch vom Schmiedemeister sagen“

Wir sind Amboß und nicht Hammer! Aber seht einmal zu in der Schmiede! Fragt den Schmiedemeister und laßt es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboß geschmiedet wird, erhält seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboß. Der Amboß kann nicht und braucht auch nicht zurückzuschlagen, er muß nur fest, nur hart sein!

Wenn er hinreichend zäh, fest, hart ist, dann hält meistens der Amboß länger als der Hammer. Wie heftig der Hammer auch zuschlägt, der Amboß steht in ruhiger Festigkeit da und wird noch lange dazu dienen, das zu formen, was neu geschmiedet wird.

Was jetzt geschmiedet wird, das sind die zu Unrecht Eingekerkerten, die schuldlos Ausgewiesenen und Verbannten. Gott wird ihnen beistehen, daß sie Form und Haltung christlicher Festigkeit nicht verlieren, wenn der Hammer der Verfolgung sie bitter trifft und ihnen ungerechte Wunden schlägt.

Was in diesen Tagen geschmiedet wird, sind unsere Ordensleute, Patres, Brüder und Schwestern. Ich habe vorgestern einen Teil der Vertriebenen in ihren provisorischen Unterkünften besuchen können und mit ihnen gesprochen.

Ich habe mich erbaut und begeistert an der tapferen Haltung der braven Männer, der schwachen, wehrlosen Frauen, die man roh und rücksichtslos aus ihrer Klosterheimat, aus der Kapelle und der Nähe des Tabernakels verjagte, die erhobenen Hauptes, im Bewußtsein ihrer Schuldlosigkeit, in die ungewisse Verbannung gehen, vertrauend auf jenen, „der die Vögel des Himmels speist und die Lilien des Feldes kleidet“, ja freudig, in jener Freude, die der Heiland seinen Jüngern anbefiehlt: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen verfolgen und hassen um meinetwillen! Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß im Himmel!“

Wahrhaftig, diese Männer und Frauen sind Meisterwerke der göttlichen Schmiedewerkstatt.

Was in dieser Zeit geschmiedet wird zwischen Hammer und Amboß, ist unsere Jugend: die heranwachsende, die noch unfertige, die noch bildungsfähig weiche Jugend! Wir können sie den Hammerschlägen des Unglaubens, der Christentumsfeindlichkeit, der falschen Lehren und Sitten nicht entziehen.

Was wird ihnen vorgetragen und aufgedrängt in ihren Heimabenden und den Dienststunden jener Jugendvereinigungen, denen sie, wie man sagt, unter Zustimmung ihrer Eltern freiwillig beigetreten sind? Was hören sie in den Schulen, in die heute alle Kinder ohne Rücksicht auf den Willen der Eltern hineingezwungen werden? Was lesen sie in den neuen Schulbüchern?

Laßt euch doch, christliche Eltern, die Bücher zeigen, besonders die Geschichtsbücher der höheren Schulen! Ihr werdet entsetzt sein, mit welcher Unbekümmertheit um die geschichtliche Wahrheit dort versucht wird, die unerfahrenen Kinder mit Mißtrauen gegen Christentum und Kirche, ja mit Haß gegen den christlichen Glauben zu erfüllen!

In den bevorzugten staatlichen Lehranstalten, den Hitlerschulen und den neuen Lehranstalten für künftige Lehrer und Lehrerinnen, wird jeder christliche Einfluß, ja jede wirklich religiöse Betätigung grundsätzlich ausgeschlossen. Und was geschieht mit den im letzten Frühjahr unter Hinweis auf die Luftgefahr in ferne Gegenden verschickten Kindern? Wie steht es mit dem Religionsunterricht für sie und mit der Übung der Religion?

Christliche Eltern, um all das müßt ihr euch kümmern, sonst versäumt ihr eure heiligsten Pflichten, sonst könnt ihr nicht bestehen vor eurem Gewissen und vor jenem, der euch die Kinder anvertraut, damit ihr sie auf den Weg zum Himmel führt!

Wir sind Amboß, nicht Hammer!

Nicht verbiegen lassen aus der Richtung zu Gott“

Ihr könnt eure Kinder, das Edle, aber noch ungehärtete und ungestählte Rohmetall, leider den Hammerschlägen der Glaubensfeindlichkeit, der Kirchenfeindlichkeit nicht entziehen. Aber auch der Amboß formt mit.

Laßt euer Elternhaus, laßt eure Elternliebe und – treue, laßt euer vorbildliches Christenleben der starke, zähe, feste und unerschütterliche Amboß sein, der die Wucht der feindlichen Schläge auffängt, der die noch schwache Kraft der jungen Menschen immer wieder stärkt und befestigt in dem heiligen Willen, sich nicht verbiegen zu lassen aus der Richtung zu Gott.

Was in dieser Zeit geschmiedet wird, sind fast ohne Ausnahme wir alle. Wie viele sind abhängig durch Pensionen, Staatsrenten, Kinderbeihilfen und anderes! Wer ist denn heute noch unabhängig und freier Herr in seinem Besitz oder Geschäft?

Es mag sein, daß, zumal im Kriege, eine starke Überwachung und Lenkung, ja auch die Zusammenfassung und Zwangssteuerung von Produktion und Wirtschaft, von Erzeugung und Verbrauch notwendig ist, und wer wird das nicht aus Liebe zu Volk und Vaterland willig tragen!

Aber damit ist auch eine Abhängigkeit jedes einzelnen von vielen Personen und Dienststellen gegeben, die nicht nur die Freiheit des Handelns beschränken, sondern auch die freie Unabhängigkeit der Gesinnung in schwere Gefahr und Versuchung bringen, wenn diese Personen und Dienststellen zugleich eine christentumsfeindliche Weltanschauung vertreten und bei den von ihnen abhängigen Menschen durchzusetzen suchen.

Erst recht ist solche Abhängigkeit gegeben bei allen Beamten. Und welcher Mut, welcher Heldenmut mag für manche Beamten dazu gehören, sich trotz allen Druckes noch immer als echte Christen, als treue Katholiken zu erweisen und öffentlich zu bekennen!

Wir sind zur Zeit Amboß, nicht Hammer!

„Durch das vom Glauben geformte Gewissen spricht Gott“

Bleibt stark und fest und unerschütterlich wie der Amboß bei allen Schlägen, die auf ihn niedersausen; in treuestem Dienst für Volk und Vaterland, aber auch stets bereit, in äußerstem Opfermut nach dem Wort zu handeln: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!“

Durch das vom Glauben geformte Gewissen spricht Gott zu jedem von uns. Gehorcht stets unweigerlich der Stimme des Gewissens.

Nehmt euch zum Beispiel und Vorbild jenen preußischen Justizminister der alten Zeit – ich habe ihn früher schon einmal erwähnt – dem einst sein König Friedrich der Große das Ansinnen stellte, er solle sein gesetzmäßig gefälltes Gerichtsurteil nach dem Wunsche des Monarchen umstoßen und abändern. Da hat dieser echte Edelmann, ein Herr von Münchhausen, seinem König die prachtvolle Antwort gegeben: „Mein Kopf steht eurer Majestät zur Verfügung, aber nicht mein Gewissen!“

Er wollte damit sagen: Ich bin bereit, für meinen König zu sterben, ja ich würde im Gehorsam sogar den Tod von Henkershand annehmen. Mein Leben gehört dem König, nicht mein Gewissen; das gehört Gott!

Ist das Geschlecht solcher Edelleute, die so gesinnt sind und so handeln, sind die preußischen Beamten dieser Art ausgestorben? Gibt es nicht mehr Bürger und Bauern, Handwerker und Arbeiter von gleicher Gewissenhaftigkeit und gleichem Edelmut? – Das kann, das will ich nicht glauben! Und darum noch einmal: Werdet hart! Werdet fest! Bleibt standhaft wie der Amboß unter den Hammerschlägen!

Es kann sein, daß der Gehorsam gegen Gott, die Treue gegen das Gewissen mir oder euch das Leben, die Freiheit, die Heimat kostet. Aber: „Lieber sterben als sündigen!“ – Möge Gottes Gnade, ohne die wir nichts vermögen, euch und mir diese unerschütterliche Festigkeit geben und erhalten!

Meine lieben Katholiken von Münster! Nachdem in der Nacht vom 7. zum 8. Juli das Seitenschiff des Domes von einer Sprengbombe durchschlagen war, hat in der folgenden Nacht eine an der Außenwand herabkommende Bombe den Ludgerusbrunnen, das Denkmal der Rückkehr des seligen Bischofs Johann Bernhard aus der Verbannung im Jahre 1884, zerstört.

Mahnung des heiligen Ludger: Haltet fest am Glauben!

Die Statuen der beiden Bischöfe Luitger und Erpho an beiden Seiten des Denkmals sind stark beschädigt. Fast unzerstört geblieben ist die Steinfigur des heiligen Ludger, des Apostels unseres Münsterlandes und ersten Bischofs von Münster.

Segnend und zum Himmel weisend erhebt er die unbeschädigt gebliebene rechte Hand: gleich als sollte uns durch die fast wunderbare Errettung dieses Bildes die Mahnung zugerufen werden: Was auch kommen mag, haltet fest an dem von Gott geoffenbarten, von den Vorfahren ererbten katholischen Glauben: In aller Zerstörung menschlicher Werke, in aller Not und Sorge, in aller Bedrängnis und Verfolgung. Empor die Herzen!“

St. Ludger ermahnt euch, ich, sein 70. Nachfolger auf dem münsterischen Hirtenstuhl, ermahne euch mit den Worten, die in der ersten Christenverfolgung der Apostel Petrus, der erste Papst, den bedrängten Christen schrieb:

„Demütigt euch unter Gottes allmächtige Hand, dann wird er zur rechten Stunde euch erhöhen. Werft alle Sorgen auf ihn, denn er nimmt sich eurer an. Seid nüchtern und wachsam, denn euer Feind, der Teufel, geht umher wie ein nach Beute brüllender Löwe … Widersteht ihm standhaft im Glauben … Der Gott aller Gnaden, der euch durch Jesus Christus berufen hat, nach kurzer Leidenszeit in seine Herrlichkeit einzugehen, er wird euch ausrüsten, stärken, festmachen! Ihm sei Ehre und Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen“ (1 Petr 5).

Lasset uns beten für unsere verbannten Ordensleute, für alle, die ungerecht leiden müssen, für alle Notleidenden, für unsere Soldaten, für Münster und seine Bewohner, für unser Volk und Vaterland und seinen Führer.

Quelle: https://www.luebeckermaertyrer.de/de/geschichte/predigten-von-galens/predigt-2.html


Münster, 13. Juli: Vortrag „Der Bibelraucher“ – Ein Ex-Knastbruder findet zu Christus

Am Dienstag, dem 13. Juli, hat die evangelikale SMD wieder einen besonderen Abend geplant – mit einem Vortrag: „Der Bibelraucher“, der um 19,30 Uhr beginnt.

Härtetest – schon als Baby: nackt auf dem Acker, von der Mutter ausgesetzt, vom Vater ins Heim abgeschoben. Als Jugendlicher fährt er einen Mann tot. Jugendarrest, Gerichtssaal, Bewährung – der gewohnte Lebensrhythmus von Wilhelm Buntz.
1983: In einer Zelle greift Buntz zur Bibel. Er liest eine Seite, reißt sie heraus, rollt sich eine Kippe. So qualmt er sich bis zum Neuen Testament. Da packt ihn der Text. Gott sagt: »Ich bin treu wie ein liebender Vater.« Ist das möglich? Noch im Knast gibt Buntz diesem Gott eine Chance und merkt schnell: Das Leben mit Gott ist auch knallhart – nämlich voller Wunder.

13.7.2021 um 19:30 Uhr, Antoniusstr. 36,
Eintritt frei. – Zutritt nur mit negativem Schnelltest
(max. 48 Std. alt), vollständig geimpft oder genesen.
Hier anmelden: Ticketleo – Der Bibelraucher

Quelle: https://hochschul-smd.org/muenster/semesterprogramm/vortrag-der-bibelraucher/