Regensburg: Geschichts-Museum bietet einen Riesen-Spiegel für die Domtürme

Nach vier Jahren Bauzeit wurde am 4. Juni 2019 das Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg eröffnet.

Für alle Passanten und Besucher gibt es ein besonderes Highlight: ein 80 Quadratmeter großes Fenster, das sich in Richtung der Altstadt öffnet. Darin spiegelt sich der Regensburger Dom mit seinen weit in die Höhe ragenden Türmen (siehe Foto).

Ein „Domfenster“ also, das schon Architekt Stefan Traxler gegenüber der Süddeutschen Zeitung derart betitelte, und der größte jemals gebaute Spiegel für gotische Kirchtürme.

Die Kathedrale wird damit zum „wichtigsten Exponat der Ausstellung“, sagte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer.

Die architektonische Idee zum Domfenster war bereits in den Konzepten des Museums angelegt: „Ein Highlight ist das Domfenster, eine riesige Öffnung, die sich wie ein Trichter zum Dom hin ausrichtet.“ (Quelle: https://www.hdbg.eu/museum/web/index.html [21.5.2015].)

Besonders passend: In diesem Jahr feiern die Domtürme ein Jubiläum. Sie wurden vor 150 Jahren vollendet und sind seitdem das Wahrzeichen Regensburgs. Die beiden Kreuzblumen, mit denen die Türme gekrönt sind, „segnen“ die Stadt und alle ihre Bewohner vom höchsten Punkt her.

Der Regensburger Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer und der evangelische Regionalbischof Weiss haben das Haus der Bayerischen Geschichte gesegnet. Hier die Ansprache von Bischof Voderholzer:

Lieber Herr Ministerpräsident Söder,
Königliche Hoheit Herzog Franz,
lieber Hausherr Dr. Loibl, liebe Festgäste!

Gerne kommen wir Ihrer Bitte nach, das neue Haus der bayerischen Geschichte nach altem jüdischem und christlichem Brauch bei seiner Eröffnung auch zu segnen. Der Segen ersetzt nicht den Blitzableiter, die Brandmeldeanlage oder die Hausratversicherung.

Der Segen ist Ausdruck des Glaubens, dass sich die wichtigsten Dinge im Leben überhaupt nicht versichern lassen, dass das, worauf es wirklich ankommt, weder gemacht noch erzwungen werden kann, und dass das wahrhaft Wertvolle nicht gekauft werden kann, weil es unbezahlbar ist:

Echter und dauerhafter Friede, ein gutes Arbeitsklima, Schutz vor Naturkatastrophen und manches mehr.

Der Segen ist Ausdruck des Glaubens, dass die wichtigsten Dinge im Leben Gabe sind, Geschenk, gratis gewährt vom Geber alles Guten, dem Schöpfer Himmels und der Erde. Sein Wort gibt Orientierung, weist den Weg zu einem erfüllten Leben, sagt uns Zukunft und Würde zu.

Dieser Glaube hat unsere bayerische Heimat geprägt.

Für diesen Glauben steht das wichtigste Exponat ihrer Ausstellung, die Domtürme des Regensburger Domes, auf die hin – ganz bewusst – sich das Haus der Bayerischen Geschichte öffnet, und die auf diese Weise hereingeholt werden.

Vor exakt 150 Jahren als Gemeinschaftswerk von Bischof, König und Ingenieurskunst vollendet, lenken sie wie zwei steinerne Zeigefinger unsere Blicke und unsere Herzen nach oben.

Von dort her erbitten wir den Segen für dieses Haus, für alle, die darin arbeiten, und für alle, die es besuchen: Gott mit Dir, du Land der Bayern!

Quelle: Bistum Regensburg (Julia Wächter) – 1. Foto: Gabriel Weiten


Schloß Waldenbuch mit Ausstellung über zentrales Bildmotiv: die Heilige Familie

Sonder-Ausstellung vom 20.11.2016 bis 5.2.2017krippen

Die Ausstellung „Halleluja –  Jesus, Maria und Joseph“ im Museum der Alltagskultur widmet sich der weltweit am meisten dargestellen Familie  – und dies auch außerhalb der Weihnachtszeit. Auch im religiösen Alltagsleben spielt das Bild der Heiligen Familie eine beachtliche Rolle.

Die Sonderpräsentation findet statt auf Schloß Waldenbuch im Großraum Stuttgart – rechts das Titelbild des Ausstellungs-Flyers.

Die Schau widmet sich den populären Vorstellungen und Bildern der Hl. Familie. Neben Krippen und einzelnen Figuren zeigt die Ausstellung eine Vielzahl von Wandbildern und Zimmerschmuck aus den reichen Sammlungen der Volkskunde vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.

Die meisten Stücke werden zum ersten Mal präsentiert. Zu sehen sind auch dieses Jahr eine kunstvolle neapolitanische Krippe und die Bürgerkrippe aus Ulm.

Flyer mit Programm

Quelle: http://www.museum-der-alltagskultur.de/ausstellungen/weihnachten/


In Israel wurde eine Galerie für arabische Kunst in Sakhnin eröffnet

Eine neue Kunstgalerie in der israelischen Stadt Sakhnin sorgt in der israelischen Kunstwelt für Aufregung. Das „Arab Museum of Contemporary Art and Heritage“ (AMOCAH) macht die Stadt, die bislang vor allem für ihr hervorragendes Fußballteam bekannt ist, auch für Kunstliebhaber interessant.

Sakhnin liegt im unteren Galiläa und hat eine überwiegend muslimische Bevölkerung und eine beträchtliche christliche Minderheit.

BILD: Ein Werk des afghanisch-deutschen Künstlers Jeanno Gaussi (Foto: MFA)

Eine der Gründerinnen des Museums, die israelische Künstlerin Avital Bar-Shay, sagt: „Das Museum liegt in der Peripherie der Peripherie. Doch die ausgestellten Werke haben teils internationales Format und in den arabischen Gemeinden der Region sehnte man sich nach solch einem Ort.“

Die zweite Gründerin, Belu-Simion Fainaru, eine rumänische Künstlerin, sagte im Interview mit dem Radiosender TLV1.FM: „In der Kunst schafft man oft etwas Neues, indem man zwei Dinge, die eigentlich nichts gemeinsam haben, zu einem Ding verbindet.“

Das AMOCAH nennt bereits mehr als 2000 Objekte sein eigen, die einen Bezug zum regionalen arabischen Erbe haben. Dazu kommen 200 andere zeitgenössische Werke. Das Museum deckt verschiedene Genres ab, von Zeichnungen und Gemälden, hin zu Skulpturen, Photographie und Multimedia.

Die Idee zum Museum hatten Bar-Shay und Fainaru nach der erfolgreichen Mittelmeer-Biennale in der Stadt im Jahr 2013. Die Stadtverwaltung Sakhnin und Bürgermeister Mazin Ghanayem schlossen sich der Idee an und halfen, einen Raum für das neue Museum in Sakhnins Altstadt zu finden.

Der Tageszeitung Haaretz sagte Fainaru: „Wir wollen, dass die Gemeinde mit dem Museum verbunden ist, dass die Kunst an der Seite der Bürger existiert und nicht nur um ihrer selbst willen.“

Die Gründer des AMOCAH betonen, dass das Museum auch ein Ort des Dialoges der verschiedenen Gemeinschaften in Israel sein soll. „Es ist ein Raum der Begegnung für Juden und Araber, für beide Kulturen, eine Bühne für Zusammenleben und Dialog“, sagt Bar-Shay.

Passend dazu lautet der Titel der ersten Ausstellung, die derzeit zu sehen ist, „Hiwar“, das arabische Wort für Dialog. Kuratorin Amin Abu Raya stellt dabei zeitgenössische Werke und traditionelle Werke des arabischen Erbes der Region nebeneinander.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


In Jerusalem entsteht ein Riesen-Museum über die Ursprünge des Christentums im Heiligen Land

Das Christentum gerade in Jerusalem „ins Museum zu stellen“, mag auf den ersten Blick paradox erscheinen. Dabei hat das „Terra Sancta Museum“ einen klaren Bezug zum aktuellen christlichen Leben im Heiligen Land – auch wenn es zunächst einmal über die Wurzeln des Christentums informiert.

Das erklärt im Interview mit Radio Vatikan der Franziskaner-Kustos Pierbattista Pizzaballa, einer der Koordinatoren des ehrgeizigen Museumsprojektes, das 2015 die Tore für das Publikum öffnet: IMG_0856

„In Jerusalem finden sich Spuren christlicher Präsenz, aber es gibt keinen Ort, an dem systematisch, von den Ursprüngen bis heute, die Geschichte der christlichen Präsenz im Heiligen Land erzählt wird.“

Diese Gesamtschau sei ein wichtiger Punkt, so der Franziskaner – wohl auch mit Blick auf die Schwächung des Christentums auf dem europäischen Kontinent und die Notwendigkeit einer Besinnung auf eigene Ursprünge:

„Der andere Grund ist der, dass wir vor allem den Pilgern, aber auch den Bürgern im Heiligen Land helfen wollen, sich den Reichtum dieser Geschichte bewusst zu machen und auch den der aktuellen Anwesenheit. Das Museum wird allen zugänglich sein: Christen, Juden und Muslimen. Das Ziel ist es, auf positive Weise und ohne Provokationen unsere Geschichte zu präsentieren, die auch die Geschichte dieses Landes ist, mit dem Wunsch, dass es ein Treffpunkt für alle wird.“

Was die Museumsanlage betrifft, sollte dieser Wunsch gut umsetzbar sein: Der 2000 Quadratmeter umfassende Komplex, der ein archäologisches, historisches und ein Multimedia-Museum einschließt, befindet sich mitten im Herzen der Jerusalemer Altstadt an der „Via Dolorosa“, am Kreuzweg Christi.

„Zu sehen ist hier die Geschichte des historischen Christentums, wie es sich in Jerusalem zu der Zeit Christi darstellte, an genau diesen Orten. Am Anfang der ,Via Dolorosa’ gibt es dann einen audiovisuellen Teil, der die Geschichte des Kreuzweges und der Grabeskirche erklärt. Der dritte Teil des Museums auf dem Gelände der Erlöserkirche hat historischen Charakter: Hier wird erzählt, wie die Kustodie der Heiligen Stätten funktionierte, angefangen von den Kreuzzügen bis heute, und wie sich die christliche Gemeinschaft in dieser Zeit entwickelte.“

Quelle: Radio Vatikan


Am 9. Dezember beginnt in diesem Jahr das jüdische Lichterfest „Chanukka“

Chanukka erinnert an die Rettung des Jerusalemer Tempels durch die heldenhaften Makkabäer im Alten Bund

Das jüdische Lichterfest (bezogen auf die Wiedereinsegnung des Tempels in vorchristlicher Zeit) ist von den Daten her sozusagen eine „bewegliche“ Feier: Chanukka findet jeweils eine Woche lang im Zeitraum von Anfang bis Ende Dezember statt,

In diesem Jahr dauert das Lichterfest vom 9. bis 16. Dezember; das Fest weist äußerlich manche Ähnlichkeiten mit Weihnachten auf und ist vom Christfest auch zeitlich nicht weit entfernt.  Ein bekanntes Symbol von Chanukka ist der siebenarmige Leuchter.IMG_1093

Im Jüdischen Museum von Berlin wird das im Alten Testament (Makkabäer-Bücher) begründete Fest mit einer Premiere der „bubales – Chanukka-Show!“ für Kinder erklärt.

Die Heldentaten der Makkabäer im Kampf für den heiligen Tempel von Jerusalem und für die Wahrheit und Reinheit des Gottesglaubens werden auch im neutestamentlichen Hebräerbrief positiv gewürdigt, vor allem deren Bekennermut gegenüber dem damaligen machtvollen Heidentum    –  und das Martyrium der vielen israelitischen Makkabäer, die auch für uns Christen ein großes Vorbild sind.

Das Jüdische Museum begleitet die einwöchige Feier mit vielen Veranstaltungen und einer Premiere: Am Sonntag, dem 2. Dezember, wird die eigens für das Museum konzipierte „bubales – Chanukka-Show!“ uraufgeführt.

Das Puppentheater erklärt Kindern und Erwachsenen mit bunten Puppen und fröhlichen Liedern die Hintergründe und Traditionen dieses Festes.

Bis zum 27. Dezember werden drei weitere Auftritte der „bubales“ folgen.

Wie Chanukka (hebr. Weihe, Einweihung) in den verschiedenen Ländern gefeiert wird und was es mit dem „Chanukka-Wunder“ auf sich hat, erfahren Kinder in einer Festtagsführung.

Im Jüdischen Museum wird eine Chanukkia aufgestellt und vom 8. bis zum 15. Dezember bei Einbruch der Dunkelheit jeweils ein Licht angezündet.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Konrad Ruprecht


Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus in der Slowakei errichtet

Eine Idee der Bürgerinitiative „Die unauffälligen Helden“ wird umgesetzt

Der Autor eines Aufrufs vom 25. November 2010 für die Entstehung eines Museum über die Verbrechen des Kommunismus in der Slowakei war der Vorsitzende des Bürgervereines „Die unauffälligen Helden“, Franz Neupauer.

„Die Zeit des totalitären Regimes hat die Geschichte unseres Landes gravierend beeinflusst“, so im Aufruf Neupauers. „Deshalb ist es sehr wichtig, sogar direkt unvermeidlich, dass auch die Slowakei eine würdevolle Institution hat, die an die Verbrechen und die Opfer dieser Ära erinnert.“  Unterdrückung

In Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, ist nunmehr am 16. November, dem symbolischen Datum der Wende, vorläufig das „Museum der Verbrechen und der Opfer des Kommunismus“ eröffnet worden (Die offizielle Eröffnung ist für März 2013 geplant). Es reiht sich in weitere „Stätten der Erinnerung“ in mehreren Städten der ehemals kommunistisch regierten Länder ein.

Unterstützung fand diese Idee von mehreren Institutionen sowie von fast 3000 Bürgern der Slowakischen Republik (SR).

Auch die ehem. Ministerpräsidentin I. Radicova schenkte diesem Vorhaben ihre Aufmerksamkeit. Sie hatte geplant, ein Museum für die Opfer des Kommunismus in unmittelbarer Nachbarschaft der Regierungs-Gebäude der SR zu errichten.

Mit der Realisierung war das Slowakische Kultusministerium beauftragt worden. Dieses Vorhaben hat der Staat nach den Neuwahlen mit einem der Sieg der Mitte-Links-Parteien fallen gelassen und keine Mittel mehr zur Verfügung gestellt.

Aus diesem Grunde wird jetzt das Museum nur durch Spenden von Bürgern und Einzelpersonen, auch aus dem Bereich der Justiz, unterstützt und finanziert. Das alles geschieht dank der Initiative „Die unauffälligen Helden“ und der Unterstützung der Hochschule für Gesundheit und Sozialarbeit „Heilige Elisabeth“.

In den Dachräumen der Hochschule, die Rektor Vladimir Krcmery, ein Neffe von Silvester Krcmery, dem führenden Mitglied der Untergrundkirche  ‑  die während der roten Diktatur nur geheim wirken konnte  ‑  zur Verfügung gestellt hat, wird der Zeitraum vom kommunistischen Putsch 1948 bis zum Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur 1989 dargestellt, mit Schwerpunkt auf dem persönlichen Schicksal vieler, die der Diktatur Widerstand geleistet haben (Das Regime hatte im April 1949 eine Kommission zur systematischen Unterdrückung der katholischen Kirche eingesetzt).

Die erste Etappe der Ausstellung konzentriert sich auf die Dokumentierung der Schicksale all der unrechtmäßig Verurteilten, die nach dem November 1989 rehabilitiert worden sind.

Neupauer ist immer noch dabei, Exponate für die Sammlung zusammenzutragen. Mittelfristiges Ziel des Museums ist es, auch totalitäre Regime außerhalb Europas zu dokumentieren.

Quelle: Jan Bentz in www.zenit.org


Köln: 65.000 Menschen besuchten das Bibelschiff, die „Arche Noah“

14 Monate ankerte ein Nachbau der Arche Noah (siehe Foto) im Kölner Hafenviertel. 65.000 Interessierte besuchten das Museumsschiff. Nun fährt es zurück in die Niederlande und soll im Mai 2013 zum Kirchentag in Hamburg erscheinen.

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Der Entertainer Aad Peters will mit dem Nachbau im Maßstab 1:2 der biblischen Arche Noah Kindern und Erwachsenen die Berichte und Grunderfahrungen der Bibel nahebringen. Auf vier Stockwerken werden Szenen aus dem Alten und Neuen Testament präsentiert. Ein Quiz vermittelt spielerisch wichtiges Wissen über die Erzählungen der Heiligen Schrift.

Peters erwarb die 70 Meter lange und 13 Meter hohe Arche im Oktober 2010 von einem niederländischen Unternehmer und gestaltete sie nach eigenen Ideen aus. Seit Anfang 2011 lag das Schiff in Aalsmeer, Haarlem und Gouda vor Anker und empfing nach Veranstalterangaben dort insgesamt rund 25.000 Gäste.

„Als Puppenspieler muss ich immer zwischen Amüsement und Tiefgang balancieren“, sagt Peters. Neben der Unterhaltung komme der Erlebnispark auch „zu den Fragen, was das alles mit meinem Leben zu tun hat“.

Noch wichtiger sei ihm aber, daß die Menschen und vor allem Kinder die „guten Geschichten“ der Bibel kennenlernten, die ein wichtiger Teil ihrer Kultur seien.

Peters hat seit 1980 als Puppenspieler und Produzent in rund 50 Ländern weltweit gearbeitet. Neben vielfältigem sozialem Engagement warb er in Konfliktregionen für Versöhnung, darunter im libanesischen Bürgerkrieg, in Syrien oder im Iran. Peters wurde er von der niederländischen Königin Beatrix in den Ritterstand erhoben.

Quelle (Text/Foto): evangelikale Nachrichtenseite www.jesus.ch