Venezuela: Bischöfe kritisieren in einem Hirtenbrief das sozialistische Regime

Die Bischöfe Venezuelas haben in einer Mitteilung von Donnerstag, die „unerträgliche Situation“ angeprangert, in der sich das Land angesichts der autoritär-sozialistischen Regierung und der Corona-Pandemie befindet.

In dem Hirtenbrief rufen sie zu einer „konzertierten Anstrengung aller“ auf und fordern ein nationales Abkommen. Sie verweisen auf die ernste Lage der Covid-19-Pandemie, die sich massiv im Land ausbreitet, „aber auf der anderen Seite leiden wir unter den Verwüstungen schwerwiegender wirtschaftlicher, politischer und sozialer Probleme, die sich jeden Tag verschärfen und Leid und Unsicherheit in der Bevölkerung hervorrufen.“

Die Bischofskonferenz fordert eindringlich, dass die Behörden die Erkenntnisse der Medizin und der Wissenschaft stärker berücksichtigen, um der Ausbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken; ebenso sollten sie „die Freiheit der Medienschaffenden in ihrer Pflicht, die Bevölkerung zu informieren,“ garantieren.

Die Bevölkerung, so stellen die Bischöfe fest, „hat sich mit großem Bürgersinn verhalten und Quarantäne- und Gesundheitsmaßnahmen respektiert“. Gesten der Solidarität gegenüber den Ärmsten und Schutzlosesten“ hätten sich vervielfacht, insbesondere von Seiten der verschiedenen Kirchen und Religionen.

Die Caritas sowie andere kirchliche Verbände verteilen weiterhin Medikamente und Lebensmittel, betonen die Bischöfe.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-05/venezuela-bischoefe-kritik-situation-corona-behoerde-aufruf-hilf.html