So läuft eine charismatische Ehe-Therapie…

Von Felizitas Küble

Die evangelisch-charismatische Zeitschrift  „Charisma“ ist für schwarmgeistige Verhältnisse noch erstaunlich nüchtern. Extreme Verstiegenheiten werden im allgemeinen vermieden. Neben enthusiastischen Artikeln gibt es auch lebenspraktische Beiträge oder Reportagen aus Israel bzw. sonstigen Weltgegenden.

Trotzdem kommen die typisch charismatischen Merkmale immer wieder zum Vorschein – und sie sind umso bemerkenswerter, gerade weil das vierteljährlich erscheinende Magazin sich gerne etwas intellektuell und alltagsnah präsentiert.

So finden wir in der Ausgabe 3/2018 einen Bericht über einen charismatischen Ehe-Workshop. Es geht also um die Heilung und Verbesserung ehelicher Beziehungen  – das Seminar nennt sich LAM (Love after Marriage = Liebe nach der Heirat).

LAM geht auf die pfingstlerisch-amerikanische Bethel-Gemeinde zurück, die von Starprediger Bill Johnson und seiner Frau geleitet wird. Wir haben über die mehr als sonderbaren Praktiken in dieser Megagemeinde bereits zwei Artikel veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/?s=bill+johnson

Nun ist es natürlich ein ehrenwertes Anliegen, sich um die Therapie von Eheproblemen zu kümmern oder gesunde Ehen  noch gesünder hinzukriegen.

Keine seelische Intimsphäre in der Ehe?

Allerdings zeigt sich bereits hier wieder die typisch charismatische Neigung zu Verstiegenheiten:

Im Artikel „Tiefer verbunden“ (S. 25) wird dazu aufgefordert, „keine Geheimnisse voreinander zu haben“. Begründung von Pastor Martin Heidenreich: „Eine Beziehung ohne Offenheit ist keine echte.“  – Wenn also ein Ehepartner nicht komplett alles ausplaudert, ist die Beziehung „keine echte“?

Zudem wird darauf verwiesen: „Das Ehepaar im Paradies ist für mich ein Bild dafür, ohne Scham äußerlich und innerlich voreinander nackt zu sein. Das ist Gottes Muster für unsere Ehe.“

Hat der LAM-Seminarleiter schon einmal etwas vom Sündenfall gehört? Mit seiner „Logik“ könnten wir heute noch splitterfasernackt herumlaufen, Versuchungen diesbezüglich gab es schließlich im Garten Eden auch nicht. Also alles paletti?!

Durch den Sündenfall ist aber der Mensch moralisch und spirituell geschwächt, grundsätzlich anfällig für die Sünde, daher gibt es als eine Art Schutzwall für ihn sein angeborenes Schamgefühl  – nicht nur fürs Ankleiden, sondern auch für die seelische Intimsphäre.

Natürlich öffnen sich die Eheleute voreinander weitaus mehr als gegenüber Freunden, Verwandten oder Kollegen. Aber es ist schwärmerisch gedacht, dabei völlig auf jede „innere Scham“ zu verzichten und seine Persönlichkeit gleichsam komplett „auszuziehen“.

Weiter heißt es in einer Weise, die auch aus einer gruppendynamischen Sitzung oder Selbsterfahrungs-Stuhlrunde stammen könnte: „Zunächst gilt es, Blockaden aufzuspüren: Schuld, Festlegungen, Ängste sowie Ballast aus der Familienvergangenheit.“

Eheliche Sexualität: „In der Woche zwier….“ – ?

Wie könnte es anders sein bei soviel eingeforderter „Offenheit“ – es folgt diese Klarstellung: „Hohe Priorität hat das Thema Sexualität.“

Die Gruppenleitung vermittelt den Ehepaaren die rechte Lust: „Außerdem gibt es die Hausaufgabe, zweimal pro Woche sexuell aufeinander zuzugehen.“

Die evangelische Zeitschrift denkt hierbei wohl an den alten Luther-Spruch: „In der Woche zwier – schadet weder ihm noch ihr.

Nur ist diese hausbacken wirkende „Weisheit“ so klug nun auch wieder nicht, weil ein Paar mit Anfang 20 das wohl anders empfindet als eines, das auf die Fünfzig zugeht  – oder noch ältere Semester. Zudem hängt die Angelegenheit auch von der bisherigen Dauer der Ehe ab, von den Temperamenten und sonstigen Befindlichkeiten der Eheleute.

Einen solch fraglichen Ratschlag dann auch noch als „Hausaufgabe“ aufzugeben, wirkt womöglich alles andere als „therapeutisch“. Sex als Leistungsanforderung ist normalerweise kein Ehe-Heilrezept, sondern bewirkt eher das Gegenteil.

Warum Weniger MEHR bedeutet

Zudem besteht mit Luthers Spruch die Gefahr der Gewohnheit und Banalität, was zu sexuellem Überdruß und damit Unlust führen kann – einmal abgesehen davon, daß das Judentum schon wissen wird, warum es – wenngleich im Kontext kultischer Reinheitsregeln – gut zwei Wochen pro Monat eine eheliche Enthaltsamkeit vorsieht.

Dasselbe gilt übrigens (zudem bei einem fast identischen Zeitraum nach der Periode) für die Natürliche Empfängsregelung, wie sie gläubige Katholiken praktizieren. Diese Art der Familienplanung ist nicht nur komplett gesund und kostenlos, sondern dient auch einer bleibenden frischen Spannung in der Ehe und einer menschenwürdigen Sexualität mit gegenseitiger Rücksichtnahme und vernünftigen Verzichtsphasen, welche die Vorfreude steigern.

Also genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Statt „in der Woche zwier“ hilft es der Ehe, zwei Wochen pro Monat enthaltsam zu sein!

Gläubige jüdische und katholische Ehepaare haben hier die Nase vorn!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Zwischen künstlicher Verhütung und Scheidungsrate besteht ein Zusammenhang

Von Inge Thürkauf     Inge_M._Thuerkauf

„Scheidung ohne Stress, „Scheidung für Eilige, „Scheidung online – Fachkanzlei ermöglicht es.“  – So klingen die Werbeangebote der seit einigen Jahren florierenden Scheidungsindustrie.

Da jede zweite oder dritte Ehe geschieden wird, bedarf es Spezialisten, die diese Krisensituation aufarbeiten. In fast allen Ländern des Westens hat das Geschäft der Scheidungsindustrie ein Übermaß an Aktivität erreicht.

Scheidungsanwälte, Psychocoaches, Heiratsvermittler, Reisebüros, Immobilienmakler einschließlich Konditoren mit Scheidungstorten bieten auf sog. Scheidungsmessen ihre Dienste an.

Es gibt in dieser Branche nichts, was nicht wert ist, vermarktet zu werden. Kann man sich vorstellen, daß noch jemand daran interessiert sein könnte, gebrochene Verbindungen zu heilen und Ehen zu retten?

Auch hier geht es um die Geschichte vom großen Geld, vom Millionengeschäft.

Psychologen und Sozialforscher machen vor allem den gesellschaftlichen Wandel und die völlig veränderten gegenseitigen Ansprüche in der Ehe als Verursacher der in den letzten Jahrzehnten rasant angestiegenen Scheidungszahlen verantwortlich.

Das mag im Einzelnen gesehen nicht falsch sein. Doch Weihbischof Dr. Andreas Laun und seine Mitarbeiter im Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg sowie seine bischöflichen Mitbrüder Dr. Elmar Fischer und Dr. Klaus Küng gelangten zu einem Ergebnis, das in den Betrachtungen der genannten „Berater“ keine Beachtung findet: der Zusammenhang zwischen künstlicher Empfängnisverhütung und Scheidung. 012_9A

Grundlage ihrer Überlegungen war die Studie der amerikanischen Lebensrechtlerin Mercedes Wilson, die entdeckte, daß Paare, die künstlich verhüten, häufiger in Scheidung enden als jene, die in ihrer Ehe die Natürliche Empfängnisregelung (NER) leben.

Mit Hilfe des Arzt-Ehepaars Walter und Michaela Rhomberg wurde unter den Mitgliedern des Instituts für Natürliche Empfängnisregelung (INER) Vöcklabruck auch im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz und Süd-Tirol) eine Untersuchung durchgeführt, um abzuklären, ob die in Amerika erarbeitete Studie insoweit bestätigt werden kann.

Die Umfrage bezog sich auf die Gründe für die Wahl der Natürlichen Empfängnisregelung (NER) sowie auf die Praxis der Methode, die Zufriedenheit im Familienleben und die Akzeptanz der periodischen Abstinenz.

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Die Sondierung dieses Fragebogens, bei der auch die religiöse Praxis einbezogen wurde, zeitigte erstaunliche Resultate: 61 % bestätigten eine Bereicherung ihrer persönlichen Beziehung zum Partner, 63 % erlebten das Familienleben schöner und glücklicher und 82 % der Befragten beurteilten die periodische Abstinenz als positiv.

Das für die Anwendung der NER sprechendste Ergebnis jedoch ist die Tatsache, daß die Scheidungshäufigkeit in Relation zur religiösen Praxis  –  unabhängig vom Glaubensbekenntnis  –  bei 3 % liegt, bei distanzierter religiöser Praxis allerdings bei 12,5 %.

Doch auch diese Scheidungsrate liegt immer noch deutlich unter den Durchschnitts-Werten der in Frage kommenden Länder (Österreich im Jahre 2007 bei 48 %, Tirol 37 % und Wien bis zu 60 %). Die durchschnittliche Geburtenzahl der befragten Paare liegt bei 3 Kindern.

Die gesammelten Erkenntnisse wurden in einem ansprechenden Band mit dem Titel „Die Dynamik der Liebe“ erfasst, herausgegeben von Weihbischof Dr. Andreas Laun und Mag. Maria Eisl.

Daß über die darin erstellten Gutachten kein Widerhall in den Mainstream-Medien zu finden ist, erstaunt weiter nicht, da über das Wissen um die von Prof. Dr. Josef Rötzer entwickelte sympto-thermale Methode, die nichts mehr gemeinsam hat mit der Knaus-Ogino Rechenregel, weitgehend geschwiegen wird.

Dabei möchte Dr. Rötzer bei dieser Art der Fruchtbarkeitsregelung weniger von einer Methode als von „der eigenen Lebensweise“ sprechen, da durch NER die Möglichkeit gegeben wird, Mann und Frau im Sinne der katholischen Lehre zu einer ganzheitlichen Wahrnehmung und Annahme des Leibes zu führen. ???????

Langjährige Forschungsarbeiten haben gezeigt, daß NER bei sorgfältiger Anwendung ebenso sicher ist wie die „Pille“.

Ein entscheidender Grund des mangelnden Bekanntheitsgrades der NER ist die Dominanz der Pharmalobby, die aus wirtschaftlichen Gründen die zahlreichen gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen dieses hochwirksamen Hormonpräparats unterschlägt: wie Thrombosen und Embolien, Infektionen, Demenzentwicklung, sowie ein erhöhtes Krebsrisiko (Brustkrebs, Leber- und Gebärmutterhalskrebs).

Der westliche Mensch pflegt einen oft befremdlichen Gesundheitskult in seinem Trend zur Natürlichkeit. Warum aber wird die Pille, die kein Medikament gegen eine Krankheit ist, sondern ein Mittel gegen die Fruchtbarkeit der Frau, über Jahre hinweg täglich eingenommen?

Überall heißt es „Zurück zur Natur“, doch wenn es um Verhütung geht, ist jedes Mittel recht, selbst wenn es die Gesundheit der Frau ruiniert.

Es ist in unserem aufgeklärten Zeitalter weithin unbekannt, daß die Tage der Fruchtbarkeit selbst bestimmt werden können. Da die Eizelle eine begrenzte Lebensdauer hat, ist nur ein kurzer Zeitraum vorbehalten, in dem der Eisprung stattfinden kann, d. h. wenn die Eizelle nach wenigen Stunden abgestorben, also nicht mehr befruchtungsfähig ist, besteht bis zur nächsten Blutung tatsächlich eine 100-prozentige Unfruchtbarkeit. IMG_1468 (2)

Dem INER liegen 400.000 Zyklen vor, die seit 1956 gesammelt wurden: sie bestätigen, daß in der unfruchtbaren Zeit keine Schwangerschaft zustande gekommen ist.

Ein eigenes Kapitel ist den persönlichen Erfahrungen gewidmet (Seite 18 – 30), in denen Ehepaare in Dankbarkeit über die Zuverlässigkeit der NER-Methode berichten. Hier einige Aussagen:

  • Sie ist eine Lebensweise ohne Nebenwirkungen der Pille…
  • Gibt ein gutes Gesundheitsgefühl ohne Chemie…
  • Die Konsequenzen unseres Handelns werden gemeinsam getragen…
  • Auch der Ehemann wird mit den körperlichen und seelischen Situationen seiner Frau vertraut…
  • Durch die Enthaltsamkeit freute ich mich stärker auf das nächste Beisammensein…
  • In der Zeit der Enthaltsamkeit leben wir von der gegenseitigen Zärtlichkeit…

Was bei den Befragungen immer wieder betont wurde, ist der Schutz der Fruchtbarkeit für die nächste Generation und der Respekt und die Würde vor dem Leben des andern.

Das sexuelle Verhalten vieler Paare wird seit Jahrzehnten durch Verhütung bestimmt, das in der Folge in allen Bereichen der Moral zu einer permissiven Denkweise geführt hat. Die Entwicklung hätte einen andern Verlauf genommen, wenn „der umstrittenste Text der Kirche“ ernst genommen worden wäre: die Enzyklika „Humanae vitae“.

Die Folgen der Verneinung dieses prophetischen Lehrschreibens haben in die uns bekannten Sackgassen geführt: Kontrazeption und Abtreibung  –  und in Weiterführung dieser faulen Früchte zur In-vitro-Fertilisation, Embryonenvernichtung in verbrauchender Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Selektion Behinderter und schließlich „assistierte Tötung“ am Lebensende, d. h. Euthanasie.

Am Schluß des Buches findet der interessierte Leser eine Kurzanleitung als Information für Ärzte, sowie wertvolle Erklärungen über die Funktionsweise der sympto-thermalen Methode nach Dr. Rötzer, ebenso Kontaktadressen für den deutschsprachigen Bereich.

Fast ein halbes Jahrhundert ist seit dem Erscheinen von „Humanae vitae“ vergangen. Die Erfahrungen dieser Jahre haben gezeigt, daß die Warnungen und Gefährdungen, von denen Papst Paul VI. einst sprach, in einem kaum erwarteten Maße berechtigt waren.

Daher trifft es zu, was Weihbischof Dr. Andreas Laun in seiner Abhandlung „In der Liebe begründet“ betont:

„Die Abwendung von Verhütung hin zur Natürlichen Empfängnisregelung könnte der Anfang einer neuen, erneuerten Liebesbeziehung werden und Scheidung verhindern,…denn mit Blick auf die Kirchengeschichte gab es noch nie einen günstigeren Zeitpunkt für Katholiken, die Ehelehre der Kirche zu entdecken als heute.“

Unsere Autorin Inge Thürkauf ist katholische Publizistin und Theaterschauspielerin; sie lebt im Schwarzwald


Bewährte Alternative zur „Pille“: Plädoyer für die natürliche Empfängnisregelung (NER)

Monika Espe, gelernte Krankenschwester und Lehrerin für Krankenpflege, warnt vor schweren Nebenwirkungen der Pille. Dabei gibt es mit der Natürlichen Empfängnisregelung eine sichere Alternative.

Die 41-Jährige ist Multiplikatorin des Instituts für Natürliche EmpfängnisRegelung (NER) Prof. Dr. med. Rötzer e.V. und lebt mit MKoller-Michaela_kwi_author_listann und zwei Kindern in München.

Sie verrät im Gespräch mit Michaela Koller (siehe Foto), das in der Würzburger „Tagespost“ veröffentlicht wurde, wie diese Methode wirkt und welche Vorzüge NER aufweist.

Wir dokumentieren Auszüge aus dem informativen Interview:

Sie vermitteln nicht nur Wissen über die Natürliche Empfängnisregelung, sondern bilden auch Multiplikatoren darin aus. Wie sind Sie selbst auf das Thema gekommen?

Espe: Die Fruchtbarkeit ist ja etwas Wunderbares und keine Krankheit. Deshalb wollte ich sie schon als 17-Jährige nicht bekämpfen wie eine Krankheit, sondern wissen, wie ich damit gut umgehen kann. Damals besuchte ich einen Kurs, um die symptothermale Methode für meine Zukunft zu erlernen. Die Methode ist auch sehr sicher, was auch meiner Lebensplanung sehr entgegen kam.

Sie halten sich dabei an eine bestimmte Methode. Können Sie diese kurz umschreiben?

Espe: Der Vater der Natürlichen Empfängnisregelung ist Professor Rötzer. Seit den fünfziger Jahren forschte er auf diesem Gebiet und wertete zehntausende von Frauenzyklen aus. In den Kursen vermitteln wir seine Methode. 120505393_BV_July und Mike

Die Frau beobachtet bestimmte Fruchtbarkeitszeichen (Sympto) und sie misst ihre Temperatur, wenn sie morgens aufwacht (Thermal). Rötzer brachte im Grunde zwei natürliche Methoden zusammen. Durch die Dokumentation kann die Frau die fruchtbaren von den unfruchtbaren Tagen sicher unterscheiden.

Wenn ein Paar gerade kein Kind möchte, wird es an den fruchtbaren Tagen nicht miteinander schlafen. Besteht Kinderwunsch, kennt es die drei fruchtbarsten Tage im Zyklus.

Wie sicher ist die Methode nach Professor Josef Rötzer?

Espe: Zunächst möchte ich gerne eine Lanze brechen für die Ärzte Knaus und Ogino. Durch die ungefähre Bestimmung der fruchtbaren Tage mit Hilfe der Kalendermethode war dies am Anfang des 20. Jahrhunderts ein enormer Fortschritt.

Professor Rötzer bietet mit der „Natürlichen Empfängnisregelung“ etwas ganz Neues. Es ist eine wissenschaftlich sehr gut erforschte und beschriebene Methode. Kaum einer weiß, dass die NER so sicher ist wie „die Pille“. Die Sicherheit liegt also bei 99,8 Prozent.

Wenn ein Paar etwa aufgrund einer sehr schweren Krankheit kein Kind bekommen darf, können die Regeln so ausgeweitet werden, dass die NER 100 Prozent sicher ist. Das bietet keines der bekannten Verhütungsmittel. Schon nach dem ersten Kursabend geht das Paar mit dieser hohen Sicherheit in den nächsten Zyklus der Frau.

Welche konkreten Vorteile hat die Methode gegenüber der Pille?

Espe: Als ich als 17-Jährige ein Praktikum auf einer Intensivstation absolvierte, waren da zwei Patientinnen in meinem Alter, die unter der Pille eine Thrombose in einer großen Beckenvene erlitten. Das ist ein Blutgerinnsel und die beiden Frauen hatten Glück, dass sie daran nicht gestorben sind. Eine Thrombose ist keine seltene Nebenwirkung.

Zudem warnt Professor Walter Rhomberg in Vorträgen davor, dass das Brustkrebsrisiko mit jedem Jahr der Pilleneinnahme um ungefähr vier Prozent steigt. Ich selbst habe eine Frau kennengelernt, die viele Jahre hormonell verhütete. Trotz Pille kam dann überraschend ein Kind und ein paar Jahre später erkrankte sie schwer an Brustkrebs.

Quelle und Fortsetzung des Interview HIER: http://www.vaticanista.info/2014/01/22/%e2%80%9efruchtbarkeit-ist-keine-krankheit%e2%80%9c/