Lengsfelds Klarstellung zur Causa Buchenwald

Das Nazi-KZ wurde von Sowjets weitergeführt

Unter dem Titel „Hetzjagd auf die Demokratie“ veröffentlichte die frühere CDU-Politikerin und bekannte Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld auf ihrem Blog eine scharfe Kritik an der Kampagne gegen die MP-Wahl in Thüringen und an der ebenso beschämenden wie entlarvenden Rolle der Kanzlerin (siehe Foto).

Dabei weist die Publizistin darauf hin, wie derzeit in unfairster Weise mit der Nazi-Keule agitiert wird.

Sie erinnert an Bodo Ramelows Strategen Benjamin Hoff, der dreist behauptet habe, Kemmerich sei „von Gnaden derer, die Millionen Menschen in Buchenwald ermordet hätten, in die Thüringer Staatskanzlei gekommen“. 

Ex-Ministerpräsident Ramelow habe – dazu passend  –  ein Hitler-Zitat getwittert, „das nahe legen sollte, er sei von einer Nazipartei als Ministerpräsident verhindert worden“.

Hierzu berichtet Lengsfeld folgendes:

„Binnen Stunden wurde die Naziparole von Politikern und Medien aufgegriffen. Der Kommentar des ZDF-Chefs Peter Frey…hörte sich an, als sei er von Benjamin Hoff geschrieben worden. Jedenfalls faselte auch Frey davon, mit der Wahl wäre der Weg nach Buchenwald geöffnet worden.“

Die langjährige CDU-Parlamentarierin schreibt weiter, „dass die einzige Partei, der man vorwerfen könnte, am Morden in Buchenwald beteiligt gewesen zu sein, die SED war, denn nach dem Sieg über die Nazidiktatur wurde aus dem ehem. KZ ein Speziallager der Sowjets, in dem Tausende ohne Prozess einsaßen und umkamen.“

Quelle für die Zitate: https://vera-lengsfeld.de/2020/02/07/die-hetzjagd-auf-die-demokratie/


Sahra Wagenknecht beklagt sich über die Nazi-Keule in ihrer Linkspartei

Sahra Wagenknecht hat sich nach ihrem angekündigten Rückzug vom Vorsitz der Linksfraktion im Bundestag über die Behandlung durch Parteifreunde beklagt. Auf die Frage im SternInterview, was sie besonders verletzt habe, antwortete Wagenknecht: „Wenn man mich in die Nazi-Ecke stellt, meine Auffassungen als nationalistisch oder gar rassistisch diffamiert. So etwas ist einfach niederträchtig.“

Vergangene Woche hatte Wagenknecht angekündigt, bei der Neuwahl des Fraktionsvorstands im Herbst nicht mehr zu kandidieren.

Offiziell begründete sie dies damit, sich „ausgebrannt“ zu fühlen. „Politik ist schon eine Schlangengrube“, sagte sie jetzt dem Magazin. Echte Freundschaften könnten in diesem Klima nicht entstehen. 

Für ihre Partei findet Wagenknecht mahnende Worte. „Es gibt zwei Konzepte linker Politik“, erklärte sie. „Entweder man konzentriert sich auf die akademisch geprägten großstädtischen Milieus“, wie es die Parteiführung in den vergangenen Jahren getan habe.

„Oder man bemüht sich um die abstiegsbedrohte Mittelschicht und die Ärmeren.“ – Sie betonte: „Eine Linke, die von den Menschen, denen der Raubtierkapitalismus am übelsten mitspielt, nicht mehr gewählt wird, hat ihre Seele verloren.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/wagenknecht-bin-in-nazi-ecke-gestellt-worden/