Schwere Sorgen der Grünen Jugend: Dorf Negernbötel soll sich umbenennen

Die Grüne Jugend Segeberg hat die Umbenennung des schleswig-holsteinischen Dorfes Negernbötel gefordert. „Der Ortsname N***rnbötel enthält das sehr verletzende und rassistische N-Wort“, lautete ein Kommentar von der Grünen Jugend, der mit der Forderung schloß: „N***rnbötel umbenennen!“

Die Bewohner des 1000-Seelen-Ortes reagierten auf den Vorstoß mit Unverständnis.

Die Sprecher der Grünen Jugend Segeberg, Marlene Jakob und Lennart Stahl, räumten gegenüber der Bild-Zeitung ein, daß der plattdeutsche Ortsname zwar keinen rassistischen Ursprung habe. Doch Plattdeutsch sei „keine sehr verbreitete Sprache mehr“.

Heute würde man den Namen jedoch „mit dem rassistischen, Jahrhunderte zur Unterdrückung von schwarzen Menschen genutzten N-Wort“ assoziieren. Sie schlugen den Negernbötelern vor, ihr Dorf stattdessen „Näherbötel“ zu taufen.

Negernbötel wurde laut Homepage der Gemeinde im 12. Jahrhundert gegründet. Das plattdeutsche Wort „Bötel“ bedeutet Siedlung, „Negern“ steht für näher. Damit wollten die Bewohner verständlich machen, daß die Siedlung Negernbötel näher am Kloster Segeberg lag, als die Siedlung Fehrenbötel. Die war weiter entfernt, was im Plattdeutschen mit dem Begriff „Fehren“ ausgedrückt wird.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/gruene-jugend-fordert-umbenennung-von-negernboetel/