In Israel hätte Obama haushoch verloren: nur 26% Ja-Stimmen

„Dies ist wahrscheinlich kein guter Morgen für Benjamin Netanjahu“, so der Kommentar des orthodoxen israelischen Innenministers, Schass-Parteichef Eli Ischai, nachdem klar war, daß US-Präsident Barack Obama die US-Wahlen gewonnen hatte.

Einer Umfrage der israelischen Webseite MAKO zufolge hätten 52% der Israelis für den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gestimmt und nur 26% für den wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama. 

Foto: KOMM-MIT-VERLAG

In Israel ist der amerikanische Präsident bei weitem nicht so beliebt wie in der westlichen Welt. Der Grund ist vor allem, daß Obama als US-Präsident viele islamischen Länder besucht hat, nicht aber Israel.

Zudem hat er den Israelis in puncto Atomkrise mit dem Iran keine volle Rückendeckung gegeben. Darüber hinaus vermittelt er das Gefühl, eher die palästinensische Seite im Nahostkonflikt zu unterstützen.

Israels Regierungschef Netanjahu, der sich vor und während der US-Wahlkampagne deutlich für Mitt Romney eingesetzt hatte, veröffentliche gestern ein kurze Meldung: „Der strategische Bund zwischen Israel und den USA ist stärker als je zuvor. Ich werde weiterhin mit Präsident Obama im Interesse der Sicherheit des Volkes Israel zusammenarbeiten“.

In den israelischen Medien wird seitdem über die neue und nicht einfache Situation zwischen Jerusalem und Washington diskutiert.  

Quelle: Webseite „Israel heute“


Israels Regierungschef hielt eine Bibelarbeit in seiner Residenz und diskutierte über Kain und Abel

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu 17 hat jüdische Gelehrte und Rabbiner zum Bibelstudium in seiner Jerusalemer Residenz empfangen. Er knüpfte damit an eine Tradition seiner Vorgänger David Ben-Gurion (1886-1973) und Menachem Begin (1913-1992) an.

Der 62-jährige Netanjahu hatte erstmals im Mai zu einer Bibelarbeit über das Buch Ruth eingeladen. Am 11. Oktober beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Geschichte von Kain und Abel (Gen 4). Kain hatte seinen Bruder Abel erschlagen, weil Gott dessen Opfer gnädig ansah, seines aber nicht.

Wie der Parlamentskorrespondent der Zeitung Jerusalem-Post, Herb Keinon, berichtet, sagte Netanjahu, Eifersucht sei eine starke Antriebskraft, die er auch in seinem politischen Leben öfter erlebt habe. Er fragte, welches „Rezept“ die Bibel für den Umgang mit jemandem anbiete, der  –  von Eifersucht getrieben  –  sich nicht mehr beherrschen könne.

Zudem wollte der Regierungschef wissen, warum Gott den Brudermord nicht mit der Todesstrafe gesühnt habe. Eine Antwort: Gott wolle die Welt nicht untergehen lassen  – Kain lebte weiter und zeugte Kinder  –  und dies war dem Allmächtigen wichtiger als Vergeltung.

Quelle: www.idea.de


Israel: Netanjahu lobt das iranische Volk und kritisiert die Diktatur der Mullahs

„Neben Israel ist allein der Iran demokratiefähig in dieser Region“

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu vertritt angesichts der Wahlsiege  islamistischer Parteien in Staaten des sog. „arabischen Frühlings“  die Meinung, daß diese Länder wohl erst eine Phase der Diktatur durchlaufen werden, bevor sie evtl. zur freiheitlichen Demokratie finden.
In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ meinte Netanjahu,  neben Israel sei derzeit in dieser Region allein der Iran demokratiefähig:

„Meiner Meinung nach gibt es nur zwei Orte im Nahen Osten, wo die Allgemeinheit eine starke Neigung zur Demokratie westlicher Prägung zeigt: der eine ist ganz eindeutig Israel und der andere ist Iran.

Warum?  – Als die Iraner vor drei Jahren eine relativ freie Wahl hatten, warfen sie die Radikalen heraus  –  und Ahmadinedschad und Chamenei fälschten daraufhin Millionen von Stimmen und tyrannisierten ihr Volk„, erklärte Netanjahu.

„Der Iran ist anders, weil man dort schon seit 30 Jahren islamisches Recht anwendet  – und jeder dort weiß, es ist dunkelste Misere: Es bedeutet Brutalität und Unzivilisiertheit  –  und die Menschen haben genug davon. Hätte das iranische Volk die freie Wahl, es würde sich der Mullahs entledigen.“

Eine ähnliche Entwicklung müßten laut Netanjahu offenbar die arabischen Länder  durchlaufen:

„Auch die arabischen Gesellschaften müssen diesen schweren Weg gehen, das ist ihre Tragödie. Erst erlebten sie den Pan-Arabismus, dann gingen sie über zu säkularen Diktaturen und nun, ohne mit der Wimper zu zucken, zur islamistischen Herrschaft mit Scharia.

Ja, vielleicht müssen sie durch diese dunkle Gasse, bis sie es mit einer liberalen Regierung versuchen“, sagte der israelische Premier gegenüber der „Welt am Sonntag“.

Quelle: Welt am Sonntag und dts-Nachrichtenagentur