Will die SPD Heinz Buschkowsky ausschließen?

Der frühere Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (siehe Foto), soll aus der SPD ausgeschlossen werden.

„Heinz Buschkowsky äußert sich wiederholt in der Integrations- und Migrationsdebatte rechtspopulistisch“, heißt es in einem Beschluß der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der Berlin-Neuköllner SPD, der dem Tagesspiegel vorliegt. Deshalb müsse ein „Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel des Parteiausschlusses“ eingeleitet werden.

Das Thema soll laut dem Kreisvorstand der Gruppe, Timo Schramm, auf dem Landesparteitag der Berliner SPD Mitte November behandelt werden.

„Buschkowsky stellt sich gegen die Werte der Sozialdemokratie und mißbraucht seine Position als ehem. Bezirksbürgermeister zur Selbstdarstellung“, sagte Schramm dem Blatt zufolge. Er sei zuversichtlich, daß seine Position in der SPD eine Mehrheit findet.

Aktueller Hintergrund für den Vorstoß ist ein Auftritt Buschkowskys bei der Vorstellung des neuen Buchs von Thilo Sarrazin „Feindliche Übernahme“, zu dem er sich wohlwollend äußerte. Das „praktische Leben der Muslime“ in Deutschland sei von „Bildungsversagen, Arbeitslosigkeit, Transferbezug“ sowie einem „völlig absurden Frauenbild“ und „starker Kriminalitätsneigung“ geprägt.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/spd-gruppe-will-heinz-buschkowsky-aus-partei-ausschliessen/

Foto: Michael Leh


Burkaträgerin verprügelt Verkäuferin in Berlin: Vorgeschmack wachsender Islamisierung?

Zur Prügelattacke einer Burkaträgerin auf eine Dessous-Verkäuferin in Berlin erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski:

„Eine Burkaträgerin verprügelt eine Dessous-Verkäuferin, weil Dessous ‚haram‘ sind. Es ist ein weiterer Mosaikstein in der Entwicklung, die sich in Deutschland und ganz Europa vollzieht.

Der politische Islam fordert immer mehr Privilegien und geantwortet wird mit Toleranz. Dabei ist dieser Vorfall aus Berlin-Neukölln nur ein Vorgeschmack auf das, was uns noch bevorsteht. Das Endstadium dieser Islamisierung lässt sich in Saudi-Arabien beobachten.

Mit falscher Toleranz gegenüber einer intoleranten Religion opfern wir die freiheitlichen Errungenschaften unserer Kultur.

Dieser Entwicklung muss entschlossen entgegengewirkt werden. Das aber funktioniert nicht mit vorauseilendem Gehorsam und Unterwerfung, wie jüngst beim Discounter Lidl.

Hier lebende Muslime müssen akzeptieren, dass die Glaubensfreiheit dort endet, wo andere in ihren Rechten verletzt werden. Islamisten dürfen wir bei uns nicht dulden. Sie sind – sofern irgend möglich – abzuschieben. Die unkontrollierte Zuwanderung gilt es  –  durch das Sichern der Grenzen  –  zu beenden.“

 


Berlin: Genosse Buschkowsky will keine SPD-Werbung mit seinem Namen

Heinz Buschkowsky (SPD) war von 2001 bis 2015 Bürgermeister des Berliner Problembezirkes Neukölln und galt, auch aufgrund seiner stets fulminanten Wahlergebnisse (2011 etwa 42% für die SPD), als Star unter den Berliner Genossen. Moschee-Bonn-4

Über die Grenzen der deutschen Hauptstadt hinaus wurde er besonders dafür bekannt, dass er keineswegs die Augen vor der Ausländerproblematik in Berlin und besonders in seinem Bezirk Neukölln verschloss und ein Buch darüber schrieb: Neukölln ist überall. Berlin 2012.

Nun kam es, zwei Monate vor den Wahlen in Berlin (18. September 2016), zu einem Eklat, weil der Ex-Bürgermeister der Neuköllner SPD verbot, mit seinem Namen zu werben.

Per Mail verlangte er von seinen Genossen: „Ich möchte Euch auffordern, die Facebook-Seite in meinem Namen mit sofortiger Wirkung einzustellen.“ – Als diese dem Appell nachkamen, drohte Buschkowsky sogar mit einem Anwalt.

Als Grund für diesen Schritt gab der frühere Bezirkschef an, dass ihn der Besuch seiner Nachfolgerin Franziska Giffey (SPD) in der Dar-as-Salam-Moschee, die vom Verein „Neuköllner Begegnungsstätte“ betrieben wird, in Rage gebracht habe. Dieser Verein steht wegen Verbindungen zur radikalen Muslimbruderschaft im Visier des Verfassungsschutzes.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/0021333-SPD-Mann-Buschkowsky-will-wegen-Islamisten-Hofierung-nicht-fuer-seine-Partei-die

Foto der Bonner Moschee: Dr. Bernd F. Pelz


Berlin: SPD-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky präsentiert sein kritisches Buch

Von Michael Leh

Erfrischend und unterhaltsam war die Buchvorstellung von Heinz Buschkowskys neuem Werk „Eine andere Gesellschaft“ in der Berliner Urania.

Im Unterschied zur Vorstellung seines Erstlingswerks „Neukölln ist überall“ im Jahr 2012 ebenfalls in der Urania fehlten diesmal linke Krawallmacher vor der Tür. Der große Saal war gut gefüllt, allerdings mit vorwiegend älterem deutschen Publikum. Leh - Buschkowsky mit Buch schn 1 DSC_0034 Kopie

Das Gespräch auf der Bühne mit dem wackeren Neuköllner Bezirksbürgermeister und Sozialdemokraten führte diesmal die Fernsehjournalistin Düzen Tekkal.

Sie ist in Hannover geboren, kurdisch-jezidischer Herkunft und hat sich bereits mehrfach in Fernsehbeiträgen ohne Scheuklappen mit Integrationsproblemen bei muslimischen Zuwanderern befasst.

Einige Titel ihrer Beiträge lauteten etwa „Schattenjustiz in Deutschland – wie sogenannte Friedensrichter bei Verbrechen unter Muslimen schlichten“, „Vielweiberei mitten in Deutschland – wie sich viele Migranten die Kosten ihrer Mehrfachehe über Hartz 4 bezahlen lassen“ oder „Ehrenmord an homosexuellem Türken“.

Kurz vor der Buchvorstellung mit Buschkowsky war Tekkal noch bei Dreharbeiten im syrisch-irakischen Grenzgebiet, um über das Morden der Terrormiliz „Islamischer Staat“ und das Schicksal der Flüchtlinge zu berichten.

Tekkal: „Die Bildung war mein Ticket zur Freiheit“

Düzen Tekkal (siehe Foto: mit Buschkowsky) hat als Drittes von elf Kindern („Meine Eltern haben tatsächlich eine Fußballmannschaft großgezogen“) den Universitätsabschluss geschafft.

„Auch mein Ticket zur Freiheit war die Bildung“, erklärte sie in der Diskussion mit Buschkowsky über die Schulprobleme von Zuwandererkindern. Leh - Buschkowsky und Düzen Tekkal bei Buchvorstellung

„Die andere Gesellschaft“ – dieser Buchtitel sei bewusst mehrdeutig, erklärte Buschkowsky. „Die andere Gesellschaft kann die sein, die sich in den letzten Jahrzehnten in unserem Land ganz allgemein entwickelt hat. Die sich aber, wie ich finde, ein gehöriges Stück von der entfernt hat, die mich mit ihren Werten geprägt hat“, schreibt er in seinem Vorwort.

Es könne sich aber auch auf die Gesellschaft anderer Ethnien beziehen, die mit ihren kulturellen, religiösen und zivilisatorischen Eigenheiten inzwischen auch unseren Alltag prägten. Womit Buschkowsky vor allem den Neuköllner Alltag meint, von dem die meisten Deutschen kaum etwas wissen und gerade deshalb sein Buch lesen sollten. „Neukölln ist näher als du denkst“, hatte er auch schon einmal gesagt.

„Als ich heute ins Büro fuhr“, schreibt er in dem neuen Buch, „kam mir auf dem Fussweg eine Frau entgegen. Sie schob einen Kinderwagen: An ihrer linken Hand lief ein drei- bis vierjähriges Mädchen. Nichts Außergewöhnliches eigentlich. Wenn da nicht das lange wallende Gewand und der Gesichtsschleier gewesen wären. Nur ein klitzekleiner Schlitz für die Augen gab der Frau die Möglichkeit, sich zu orientieren. Man konnte nur ahnen, dass es sich um ein weibliches Wesen handelt. Die Dame trug einen Niqab.“

Einige Zeit später habe er aus seinem Bürofenster geschaut: „Auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig liefen zwei Frauen mit Kinderwagen, die beide mit einer Burka vollverschleiert waren. Ich habe diese Situation als ausgesprochen symbolträchtig empfunden.“

„Ungeschminkt und herzerfrischend“

Buschkowsky schreibt und redet ungeschminkt und mit Mutterwitz. Herzerfrischend klar und mit gesundem Menschenverstand benennt er die Probleme. Düzen Tekkal brauchte ihm auf dem Podium gar nicht viele Fragen zu stellen, denn Hauptdarsteller Buschkowsky taugte auch als Alleinunterhalter.

Um „die andere Gesellschaft“ besser zu erkunden, hat er in Neukölln zahlreiche protokollierte Gespräche geführt, darunter mit Imamen, einem Intensivtäter, Sozialarbeitern, Lehrern, Islam-Experten und vielen Zuwanderern gerade aus dem „islamischen Kulturkreis“.

1500 eng beschriebene Seiten umfassten die Abschriften, erklärte eine Vertreterin des Ullstein-Verlages. Buschkowsky schildert die harte Realität und hält dabei mit seiner Meinung nicht hinterm Berg.

Er nennt Daten und Fakten besonders zu Neukölln, angefangen von der demographischen Entwicklung, Arbeitslosen – und Kriminalitätsrate, der Schulsituation oder der häuslichen Gewalt. Auch das Versagen der Justiz in Berlin spart er nicht aus.

Für die besonders im Zusammenhang mit der islamischen Zuwanderung herrschende „Political Correctness“ hat er bissig-ironische Wendungen parat. Zugleich weist er auch auf das teils erhebliche Mobbing hin, dem kritische Stimmen ausgesetzt sind. Buschkowsky:

„Hochkonjunktur hat im Moment der links definierte Rassismus. Nichts können Sie sich schneller verdienen als den Titel Rassist. Allein das Kaufen und Lesen dieses Buches macht Sie schon verdächtig.“

Unser Autor Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung diese Beitrags in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ vom 11. Oktober 2014


Politische Blindheit blendet selbst schwerste Kriminalität von Roma-Sippen aus

Von Michael Leh

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat eine Tagung über die Roma in Berlin veranstaltet.  Das Thema in der Berliner Volksbühne lautete „Roma in Berlin – Klischees und Lebenswelten“. 

Michael Leh

Michael Leh

Über die Lebenswelten von Roma in Berlin erfuhr man jedoch so gut wie nichts. Nur Bezirksstadträtin Franziska Giffey (SPD) wartete mit Informationen über die Schulsituation von Romakindern in Neukölln auf. Klischees über Roma wurden zwar fortwährend beklagt, zum Teil auch überkandidelt, ihr Zustandekommen aber nicht tiefergehend analysiert. 

Sind Roma immer nur Opfer?

Umso deutlicher wurden die Klischees der überwiegend linken Tagungsteilnehmer: Für sie sind Roma stets nur Opfer, während die schlimme deutsche Mehrheitsgesellschaft nicht genug für die Roma tut.

Die bereits jetzt erheblichen Leistungen des deutschen Steuerzahlers für aus Rumänien und Bulgarien zugewanderte Roma wurden mit keiner Silbe gewürdigt.

Die „Gypsy-Industrie“  –  wie der Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek die Projektförderungen der europäischen Roma-Politik nennt –  erachtet vielmehr die deutschen Zahlungen in Millionenhöhe als reinste Selbstverständlichkeit. Gerade sprach auch der Präsident des Deutschen Städtetages, Ulrich Maly (SPD), davon, dass Deutschland an den Roma „noch eine historische Schuld abzutragen hat“.

Ideologischen Romaverstehern und mimosenhaften Roma-Repräsentanten kann man es dabei aber kaum recht machen.

Roma-Vertreter reagieren allergisch auf Kritik

So kritisierte eine Roma-Vertreterin auf der Tagung, dass der Bezirk Berlin-Neukölln eine Impfaktion für Roma-Kinder durchführte, wodurch „Gesundheitsprobleme ethnisiert“ würden.

Also musste Stadträtin Giffey noch rechtfertigen, dass man in Neukölln Roma-Kinder impfte, die ohne jeden Impfschutz waren. „Es wurde von Ärzten dringend empfohlen, niemand wurde dazu gezwungen, es war ein freiwilliges Angebot, das für alle galt, nicht nur für Roma-Kinder“, erklärte sie. Die Kosten für den Impfstoff hatte der Berliner Senat übernommen. pc_pi

Der Politologe Markus End erklärte, Antiziganismus sei auch heute in Deutschland weit verbreitet. In einem Gutachten hatte er geschrieben, fast die Hälfte der Deutschen sei der Ansicht, Roma würden „zur Kriminalität neigen“.

Sowohl in seinem Gutachten als auch auf der Tagung blieb jedoch die erhebliche Kriminalität einzelner Roma-Gruppen  komplett ausgespart. Sie hat dabei längst Schäden in Millionenhöhe bei den Opfern bewirkt, insbesondere durch massenhafte Wohnungseinbrüche und den berüchtigten „Enkeltrick“.

Als der Autor dieses Beitrags auf der Tagung darauf hinwies und erklärte, dass leider gerade auch durch hochkriminelle Roma-Gruppen antiziganistische Vorurteile gezüchtet würden, war dies wie ein Stich ins Wespennest.

Nicht einmal der „Enkeltrick“ war bekannt

Die Moderatorin der Podiumsdiskussionen, die Kulturwissenschaftlerin Julia Roth, fragte zunächst verständnislos, was denn der Enkeltrick sei. Dieselbe Roth behauptete zugleich, die deutsche Polizei müsse noch „sehr viel lernen“, um Roma nicht „zu kriminalisieren“.

Der Justiziar des Zentralrats der Sinti und Roma, Arnold Roßbach, versuchte in Abrede stellen, dass der Enkeltrick so gut wie ausschließlich von einer rund 1000-köpfigen Roma-Sippe verübt wird. Auf den Hinweis, dass es sich hierbei um die gesicherte Erkenntnis u.a. vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) handelt, schnaubte Roßberg, der BDK sei schon öfters mit „rassistischen Äußerungen“ aufgefallen.

Gewissenlose Raubzüge von Roma-Clans

Den Hinweis des Autors auf die Aussage von Oberstaatsanwalt a.D. Egbert Bülles, wonach im Großraum Köln mehr als 50 Prozent der Bandeneinbruchsdiebstähle auf das Konto von Roma- und Rumänenbanden zurückgingen, wollte Roßbach unwirsch damit abtun, dass der Zentralrat der Sinti und Roma früher schon Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Äußerungen Bülles´ erhoben habe.

Roßbachs Verhalten war typisch für den Zentralrat der Sinti und Roma, der jede Erwähnung krimineller Aktivitäten von Roma insbesondere durch Serienbeschwerden beim Deutschen Presserat niederzubügeln sucht.

Bülles hat in seinem Buch „Deutschland, Verbrecherland?“ ein Kapitel „Der Konzern der Diebe“ überschrieben. Darin schildert er die gewissenlosen Raubzüge von Roma-Clans.

Wie er betont, will er keineswegs Angehörige ethnischer Minderheiten wie Roma und Sinti unter Generalverdacht stellen. Man dürfe jedoch nicht verschweigen, woher insbesondere organisierte Banden stammen. Bülles beschreibt auch, wie Roma-Bosse Kinder mit Schlägen und Nahrungsentzug zum Stehlen abrichten.

Auch dies war kein Thema für die Roma-Vertreter und Roma-Versteher.

Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung in der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) am 14. 12.2013

Weitere INFO-Links:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/millionenbetrug-die-hintermaenner-der-enkeltrick-mafia-a-937677.html
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/enkeltrick-nach-anruf-selbstmord-12634.html
http://suche.ostpreussenarchiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=archiv13&File=0420130126paz05.htm&STR1=enkeltrick&STR2=&STR3=&STR4=

Berlin: Mildes Urteil für türkischstämmigen Angreifer Ali T.

Von Michael Leh

Gehetzt von Ali T., kam Guiseppe Marcone 2011 auf dem Berliner Kaiserdamm ums Leben. Jetzt wurde dort eine Gedenktafel enthüllt (siehe Foto). Der Haupttäter und ein Mittäter, die Marcone bereits in der U-Bahnhaltestelle Kaiserdamm angriffen, bekamen nur Strafen zur Bewährung. PAZ26_2_Marcone_b21b2ec577

Über 100 Menschen versammelten sich am Berliner Kaiserdamm zum Gedenken an Guiseppe Marcone. Am Fußgängerüberweg gegenüber der U-Bahn-Haltestelle steht auf dem Mittelstreifen der Straße jetzt ein für ihn gepflanztes Bäumchen.

Auf der Gedenktafel an der Pflanzschale heißt es: „An dieser Stelle wurde Guiseppe Marcone am 17. September 2011 im Alter von 23 Jahren von gewalttätigen Jugendlichen zu Tode gehetzt.“  –  Letzteres ist nicht ganz richtig: Ali T. und Baris B. waren zur Tatzeit bereits 22 und 21 Jahre alt.

Marcone hatte sich gerade für vier Jahre bei den Gebirgsjägern verpflichtet. Die Fahrkarte für seinen Dienstantritt am 4. Oktober in Bayern war schon gekauft. Frühmorgens am 17. September kam er mit seinem Freund Raul von einer Feier, der U-Bahnhof Kaiserdamm war eine Station auf dem Heimweg.

Wie seine Mutter Vaja gegenüber der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ (PAZ) erklärt, fuhr Giuseppe praktisch nie U-Bahn, sondern stets mit dem Fahrrad. Nur weil er seinen Freund begleiten wollte, war er an diesem Tag gegen 5 Uhr früh in der U-Bahn; sein Fahrrad hatte er auch hier dabei.

Auf dem U-Bahnsteig wurden die beiden von den Türken Ali T. und Baris B. erst angepöbelt und dann angegriffen. Die Schläger waren bereits wegen Raub und Körperverletzung polizeibekannt. Doch für mehr als eine Woche Jugendarrest und ein paar aufgebrummte Sozialstunden hat es bei der Berliner Justiz nie für sie gereicht  –  und so liefen sie weiter als menschliche Zeitbomben herum.

„Wir dachten doch nicht, dass die von Neukölln hierherkommen“, sagt Giuseppes Mutter im Gespräch mit der PAZ. Doch die Schläger waren da. Ali T. erklärte gegenüber Marcone, er werde ihn auch „im Einzelkampf ficken“. Marcone flüchtete die U-Bahntreppe hinauf auf die Rognitzstraße.

Dann rannte er  –  verfolgt von Ali T.  –  über die erste Hälfte der Fußgängerfurt des Kaiserdamms. Die auf dem Mittelstreifen bis dicht an die Fußgängerfurt querparkenden Pkw erschwerten den Blick auf die Fahrbahnen der anderen Seite. Um diese Uhrzeit schien es praktisch keinen Verkehr zu geben. Verhängnisvollerweise kam jedoch gerade ein Auto, als Guiseppe die Fahrbahn betrat. Erst wurde er gegen die Windschutzscheibe und dann gegen einen Ampelmast geschleudert. Die Ampel steht noch heute schief durch die Wucht des Aufpralls.

Wie es im Urteil heißt, starb Marcone noch am Unfallort an einer Hirn- und Halsmarkzerreißung sowie einem stumpfen Brustkorbtrauma mit Lungenzerreißung.

Das Gericht verurteilte Ali T. wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haft von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Baris B., der Marcone nicht verfolgte, erhielt eine viermonatige Haftstrafe, ebenfalls zur Bewährung. Der Staatsanwalt hatte viereinhalb Jahre für Ali T. gefordert. 

Das Gerichtsurteil enthält falsche Angaben

Im Urteil finden sich auch falsche Angaben. So ist von den „ersten fünf Fahrstreifen“ die Rede, die Marcone „problemlos“ habe überqueren können. Der Kaiserdamm hat an der Stelle, um die es geht, jedoch nur vier Fahrstreifen. 

Laut Urteil habe nicht sicher geklärt werden können, in welchem Abstand Ali T. hinter Guiseppe her gewesen sei. Fest stünde, „dass der Angeklagte T. nicht dichter als sieben bis neun Meter hinter dem Geschädigten Marcone hinterherlief“. Angeblich fünf Fahrspuren, nicht dichter als sieben bis neun Meter  –  dies klingt, als habe es noch einen ziemlichen Abstand zwischen beiden gegeben. Doch davon kann keine Rede sein.

Ali T. hatte eingeräumt, die erste Fahrspur bereits betreten zu haben. Der Autor dieses Beitrags hat die Breite der vier Fahrspuren vermessen: sie beträgt nur 11,68 Meter. Bei einem Lauftest rannte der Autor die vier Fahrspuren bis zum Mittelstreifen handgestoppt in drei Sekunden. Wenn Ali T. sieben bis neun Meter hinter Marcone war, bedeutet dies bei einem schnellen Lauf nur einen Abstand von zwei bis drei Sekunden. Doch eine Aussage bezüglich der Zeit findet sich nicht im Urteil.

Dabei ist klar: Der Täter war Marcone ganz dicht auf den Fersen. Wie Frau Marcone bestätigt, hat der Richter im Prozess auch erklärt: Wäre Giuseppe „etwas schräger oder langsamer über die Straße gelaufen, wäre der Zusammenprall mit dem Auto nicht auf diese Weise passiert“. Doch: Wäre Giuseppe langsamer gelaufen, hätte ihn der Verfolger gehabt.

Es gab nichts, was das Gericht nicht heranzog, um Ali T. milde zu bestrafen. Dass ihm in der U-Haft der Doppelmörder Memet Y. einen Kochtopf auf den Kopf schlug, wurde ebenso strafmildernd berücksichtigt wie unter anderem eine angeblich stigmatisierende Presseberichterstattung. Dabei hat die Presse nie den vollen Namen des Täters genannt oder ein unverpixeltes Foto des Gesichts gezeigt.  

Unser Autor Michael Leh ist Journalist und lebt in Berlin.

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ vom 27.6.2013


SKANDAL in Berlin: Michael Büge bleibt Burschenschafter bei „Gothia“ und verliert dadurch sein Amt als Staatssekretär

JUNGE UNION und CDU-Kreisverband protestieren gegen Rauswurf

Der konservative CDU-Politiker Michael Büge wird sein Amt als Staatssekretär für Soziales am 30. Juni 2013 abgeben. Und warum dies?  –  Weil der Senat der Bundeshauptstadt am gestrigen Dienstag seine Entlassung beschlossen hat.

Der abservierte Christdemokrat ist zugleich CDU-Kreisvorsitzender in Berlin-Neukölln. „Die CDU-Parteispitze um Frank Henkel wollte mit der Entlassung von Büge offenbar etwas Ruhe in ihre Personallage bringen“, schreibt heute der „Tagesspiegel“.

Man wollte also  – mit anderen Worten  –  den Koalitionspartner SPD und überhaupt die rotgrüne Medienszene beschwichtigen…

Die Entlassung des Staatssekretärs wird damit begründet, daß er die Burschenschaft „Gothia“ nicht verlassen wollte, die im linken Lager als rechtslastig diffamiert wird.

Dabei hat selbst der Berliner Verfassungsschutz bestätigt, daß die Gothia nicht als rechtsextrem eingestuft wird, wie sogar der  –  gewiß nicht als konservativ geltende  –  „Deutschlandfunk“ zu dieser Causa klarstellte.

Noch vor einem Monat hatten CDU und SPD  –  die beiden Koalitionspartner in der Bundeshauptstadt  – Michael Büge gemeinsam gestützt und einen Antrag der Linksfraktion abgelehnt, Büge wegen seiner Mitgliedschaft in der Burschenschaft zu entlassen.

Also ausgerechnet die spätkommunistische Linksfraktion, die selbst im Glashaus sitzt, wollte diesen Christdemokraten mit der lächerlichen „Begründung“ abservieren, er betreibe eine „inakzeptable Nähe zur rechten Szene“.

Daß die CDU jetzt jämmerlich einknickt, ist aber das eigentlich Verhängnisvolle!

Staatssekretär Büge gehört seit 31 Jahren der CDU an und ist seit 1989 Mitglied der „Gothia“.  Er sagt, er habe bei der Burschenschaft „seit mehr als 25 Jahren viele soziale Kontakte. Das sind unter anderem Ärzte, Ingenieure oder Juristen“.

Büge ist Diplom-Kaufmann und hat lange als Sozialexperte im Bezirksamt Neukölln gearbeitet. Referenten bei „Gothia“ waren u. a. der SPD-Politiker Egon Bahr, der CDU-Politiker Jörg Schönbohm oder Ex-Wissenschaftssenator George Turner, wie der Berliner „Tagesspiegel“ heute berichtet.

Die „Junge Union“ in Berlin-Neukölln kritisiert Büges Entlassung, denn es habe zu keinem Zeitpunkt Kritik an dessen Arbeit gegeben. Auch der Neuköllner CDU–Kreisvorstandsvize Falko Liecke betont, der Kreisverband „steht geschlossen hinter Michael Büge“.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster