Daniel Deckers wenig kluger Seitenhieb

FAZ-Attacke gegen „neunmalklugen“ Erzbischof

Unter der Überschrift „Bistum Limburg: Van-Elsts neunmalkluger Schutzherr“ veröffentlichte die FAZ online am 15. Dezember einen ebenso kurzen wie dreisten Kommentar ihres Kirchenredakteurs Dr. Daniel Deckers, der sich in der Causa Limburg als verbissener Gegner des Limburger Bischofs „bewährt“ hatte.  

Der Rundumschlag richtet sich gegen Erzbischof Gerhard Ludwig Müller und beginnt mit folgenden Worten:

„Eine Lanze nach der anderen bricht der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, der deutsche Kurienerzbischof Müller, für Tebartz van-Elst  –  obwohl er mit der Sache gar nicht befasst ist.“

Aber die „Frankfurter Allgemeine“ ist mit dieser kirchlichen Angelegenheit „befaßt“?  – 

Wer hier wohl die größere Zuständigkeit für eine angemessene Beurteilung der innerkirchlichen Situation beanspruchen kann?

Die Causa Limburg nimmt immer kuriosere Züge an, wenn eine als seriös geltende „Qualitätszeitung“ dem drittstärksten Mann der katholischen Weltkirche gleichsam einen Maulkorb verpassen will   –  ausgerechnet  auch noch die FAZ, die sich beim (un)fröhlichen Jagdtreiben gegen Bischof Tebartz-van Elst gewiß nicht mit Ruhm bekleckerte.

Dr. Deckers wirft dem deutschen Kurien-Erzbischof Müller vor, er breche „für Tebartz-van Elst eine Lanze nach der anderen“.  – Daß sich die FAZ durch Müllers „unzeitgemäße“ Wortmeldungen quasi gestört fühlt, verwundert wenig.

Deckers verzichtet freilich bei seiner Unterstellung, Glaubenspräfekt Müller fühle „sich selbst stets von Mitbrüdern und Medien verfolgt“, auf jede Begründung, von Beweisführung ganz zu schweigen. 

Der Autor wünscht sodann sehnlichst die Absetzung des  –   für einige Presseleute bzw. eine gewisse Pressemeute  –  unbequemen Kirchenmannes durch den Papst:

„Für Papst Franziskus könnte sich bald die Frage stellen, wie weise es ist, einen Neunmalklugen an der Spitze der Glaubenskongregation zu haben.“

Für die FAZ könnte sich schon längst die Frage stellen, wie  sinnvoll es ist, einen derart schwach argumentierenden Autor wie Deckers in ihrer Redaktion zu beschäftigen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Bistum Regensburg