Dr. Unterberger über die Identitäre Bewegung: „Sie fühlen sich einfach als Patrioten“

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Dr. Andreas Unterberger schreibt in der freiheitlich-konservativen Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT-online über die Identitäre Bewegung (IB), die mit gewaltfreien Aktionen gegen die „Islamisierung“ vorgeht. 
Der Publizist mit eigenem Blog (http://www.andreas-unterberger.at) war 14 Jahre Chefredakteur der Presse und der Wiener Zeitung.
Die österreichische IB-Gruppierung kam derzeit in die Schlagzeilen, weil sie vor einem Jahr eine Spende (1500 Euro) vom späteren Attentäter Brenton Tarrant erhielt, also lange vor dessen mörderischem Anschlag gegen Besucher einer Moschee in Neuseeland. 

Dr. Unterberger schreibt, die Annahme der Spende sei zum damaligen Zeitpunkt nicht rechtswidrig gewesen – und fügt hinzu: Die Geschichtsbücher vieler Demokratien sind voll solcher Affären, wo die Annahme von Spenden gegen Gesetze verstoßen oder unziemliche Abhängigkeiten geschaffen hat. Oder wo Gegner einen unbedenklichen Fall taktisch raffiniert aufgeblasen haben.“

Der Autor fährt fort: „Dennoch haben die Identitären jetzt die Aura absolut Unberührbarer, die an Pest, Cholera und Lepra leiden. Selbst ein Wiener Kaffeehaus, wo Sellner mit Journalisten reden wollte, hat blitzartig zugesperrt, so daß er in einen Park ausweichen mußte.“

Nun erfährt diese islamkritische Bewegung auch politisch starken Gegenwind:

„Die Regierung aus ÖVP und FPÖ hat nun sogar ein Verfahren eingeleitet, die Identitären zu verbieten. Das wird freilich kaum gelingen, sind sich die meisten Juristen einig. Denn in einem Rechtsstaat kann eine Regierung nicht einfach einen unerwünschten Verein auflösen, gegen den nichts Strafrechtliches vorliegt.“

Dr. Unterberger schreibt, dennoch sei „die Zukunft der Identitären in Österreich düster“ – und dies „im Unterschied zu den vielen linksradikalen Vereinen, die von roten und grünen Machthabern – oft auch finanziell – unterstützt werden“.

Dazu komme, daß „Aktionismus in bürgerlichen Kreisen abgelehnt“ werde, selbst dann, „wenn er betont gewaltfrei auftritt“: „Ihr Aktionismus wirkt  wie eine „rechte“ Wiederholung dessen, was das „linke“ Greenpeace schon oft gemacht hat.“

Abschließend schreibt Dr. Unterberger, es sei „völlig unklar“, was an den Identitären „extremistisch sein soll“: „Sie sind gegen Gewalt, sie wollen nicht die Verfassung stürzen, sie haben nichts mit Antisemitismus oder nationalsozialistischen Ideen zu tun. Sie fühlen sich einfach als Patrioten.“

Quelle für die Zitate hier: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/pesthauch-ueber-identitaeren/

 


Neuseeland: Kirche entsetzt über Massenmord

Der em. kath. Bischof von Christchurch, John Basil Meeking, äußert sein Entsetzen nach den Anschlägen auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch, in der 600.000 Menschen leben, darunter 70.000 Katholiken:

„Es ist eine schreckliche Tat, die wir mit Nachdruck verurteilen. Mit so etwas hätten wir in unserer ruhige Gemeinde in Christchurch nie gerechnet.

Wir stehen unter Schock wie die ganze Nation und wir bekunden unsere Solidarität mit den betroffenen Familien und den Muslimen. Wir vertrauen Gott die Toten und das Leid an, das durch das Massaker an Unschuldigen verursacht wurde.“

Vier bewaffnete Männer, angeführt vom 28-jährigen Australier Brenton Tarrant, verübten die Anschläge. Bei den Attentaten gab es mindestens 49 Tote. Die neuseeländische Premierministerin Jacinta Arden erklärte: „Dies ist einer der dunkelsten Tage in der Geschichte Neuseelands.“

Der Vorsitzende der Neuseeländischen Bischofskonferenz, Patrick James Auckland, gab in einer Botschaft an alle kath. Gemeinden der Nation bekannt, dass bei den Gottesdiensten am kommenden Sonntag, dem 17. März, für die Opfer gebetet werden soll.

Quelle: Fidesdienst