Nicaragua: Säure-Angriff einer Frau auf katholischen Priester im Beichtstuhl

Am Nachmittag des 5. Dezember wurde der 59-jährige Vikar der Kathedrale von Managua in Nicaragua, Pfarrer Mario Guevara, von einer 24-jährigen Frau angegriffen, die ihm Schwefelsäure ins Gesicht und über den Köper schüttete, während er in der Kirche die Beichte hörte.

Wie die Erzdiözese Managua mitteilt, brachte der Rektor der Kathedrale den verletzten Pfarrer Mario Guevara sofort zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus.

Obwohl er schwere Verbrennungen erlitten hat, scheint sein Zustand stabil zu sein. Die Frau wurde auf der Flucht von Personen aufgehalten, die sich in der Kirche aufhielten und konnte von der Polizei festgenommen werden.

Die Erzdiözese bittet um Gebete für die Gesundheit und die vollständige Genesung von Pfarrer Guevara und lädt alle Gläubigen zum Gebet „für alle unsere Priester“ ein.

Quelle: Fidesdienst


Bischofskonferenz in Nicaragua kritisiert Willkür der sozialistischen Regierung

„Wir prangern Entführungen und willkürliche Festnahmen an, deren Opfer Tausende von Zivilisten wurden. Heute werden Menschenrechte wie nie zuvor in Nicaragua verletzt“, beklagen die katholischen Oberhirten von Nicaragua in ihrer gemeinsamen Botschaft nach der Bischofskonferenz, die vom 12. bis 14. November im in Managua zusammengekommen war.

In ihrer Botschaft blicken die Bischöfe auf die Ereignisse in den vergangenen 210 Tage zurück, seit die soziale und politische Krise begann, die dazu führte, dass weite Bevölkerungsteile zu Demonstrationen gegen das sozialistische Regime von Präsident Ortega zusammenkamen, nachdem die Regierung umstrittene Maßnahmen auf den Weg gebracht hatte.

Am 18. April wurden schließlich ältere Bürger von Sicherheitskräften angegriffen, weil sie gegen eine Rentenreform demonstriert hatten.

„Es ist unsere Pflicht, die Nation davon in Kenntnis zu setzen, dass wir in den letzten Monaten den mangelnden politischen Willen der Regierung gesehen haben, einen aufrichtigen Dialog zu führen und nach Prozessen zu suchen, die zu einer demokratischen Lösung führen.

Die Übergriffe der Polizei und der regierungsnahen paramilitärischen Gruppen … gegen demonstrierende Bürger“, heißt es in dem Text weiter „müssen sowohl rechtlich als auch moralisch verurteilt werden, ebenso wie die Schändung von Kirchen … und Aggressionen gegen einheimische und internationale Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Vertreter der Zivilgesellschaft.“

Quelle: Fidesdienst


Nicaragua: Sozialistische Kirchenfeindlichkeit und Terror gegen Demonstranten

360 Todesopfer durch Milizen und kubanische Söldner

Seit dem 18. April 2018 herrschen in Nicaragua wieder bürgerkriegsähnliche Zustände. Von diesem Zeitpunkt an verloren etwa 360 Menschen ihr Leben, darunter Kinder, Studenten, Bauern, Alte und Junge.

Mehr als zweitausend Menschen wurden verletzt. Viele sind vermisst, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Auf Seite der sozialistischen Regierung stehen bewaffnete Milizen der Sandinistischen Jugend, unterstützt von Polizei, Armee und Geheimdienst.

Auf der anderen Seite Studenten, Demokratiebewegte, Oppositionelle und katholische Laien. Die Milizen der Sandinistischen Jugend gehen in der Hauptstadt Managua und anderen Städten mit systematischer Gewalt gegen die Teilnehmer von Demonstrationen vor.

„Der Aufstand der Zivilbevölkerung hat das Ziel, Freiheit und Demokratie zurück zu erobern. Jeder, der die Aufstandsbewegung unterstützt, wird verhaftet. Die Menschen werden aus ihren Häusern geholt, ins Gefängnis gebracht, wo sie geschlagen und gefoltert werden. Man wirft ihnen Straftaten vor, die sie nicht begangen haben. Unter den Inhaftierten sind auch Minderjährige und ältere Menschen“, erklärt Dr. José Orlando Lovo, Vorsitzender der IGFM in Nicaragua.

Auch außerhalb der Hauptstadt Managua breiteten sich die Unruhen aus, so in der Stadt Masaya und der Indígenas-Gemeinde Monimbo.

Am 15. Juli wurden die Dörfer Diriomo, Niquinohomo und Catarina, etwa 40 km von Managua, angegriffen. Insbesondere in Masaya kam es zu schweren Zusammenstößen mit mehreren Todesopfern und zahlreichen Verhaftungen.

Die Katholische Kirche von Nicaragua bemüht sich bisher vergeblich um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien. Sie wird von den Sandinisten als illoyal angesehen und wegen „Untreue zur Regierung“ als feindliche Organisation eingestuft.

Als sich zuvor in der Hauptstadt Managua am 14. Juli protestierende Studenten in die Kirche Divina Misericordia geflüchtet und dort verbarrikadiert hatten, wurden sie von Milizionären und „Polizisten“ beschossen. Auf Intervention der Katholischen Kirche wurden die Studenten evakuiert und in die Kathedrale von Managua verbracht. Zwei von ihnen verstarben dort in Folge ihrer Verletzungen.

Dr. Lovo und die IGFM-Nicaragua appellieren an die UNO und alle demokratischen Staaten, den Terror gegen die zivile Protestbewegung nicht zu ignorieren, sondern internationalen Druck auf die sandinistische Regierung auszuüben.

„Nicaragua ist heute ein Staat ohne Gesetze in den Händen derjenigen, die die Bevölkerung angreifen, Häuser niederbrennen, plündern und Angst schüren. Die Polizei steht ausschließlich im Dienst des Präsidenten Daniel Ortega und seiner Ehefrau, der Vizepräsidentin Rosario Murillo. Die Menschen bleiben in ihren Häusern, um sich zu schützen und ihr Leben zu retten,“ so Dr. Lovo.


Nicaragua: Fünf Kinder trotz Zika-Virus gesund zur Welt gekommen

Im zentralamerikanischen Nicragua brachten fünf Frauen, die sich mit dem Zika-Virus infiziert hatten, gesunde Kinder zur Welt. Wie dortige einheimische Quellen berichten, handelt es sich bei den seit dem 27. Januar 2016 insgesamt 184 diagnostizierten Zika-Infektionen in 34 Fällen um schwangere Frauen. Am 27. Januar 2016 konnte erstmals das Auftreten dieses Virus in Nicaragua nachgewiesen worden. Baby

In der Hauptstadt Managua leben die meisten Frauen, die sich damit infiziert haben. Bisher kam  dort kein Kind mit Mißbildungen zur Welt, obwohl diese prognostiziert wurden.

Verschiedene Organisationen, darunter die UNO, haben im Zusammenhang mit der Zika-Debatte gesetzliche Abtreibungserleichterungen gefordert.

Quelle: Fidesdienst

Artikel von Dr. Edith Breburda hierzu: https://charismatismus.wordpress.com/2016/02/22/wie-das-zika-virus-zunehmend-zu-einem-freibrief-fuer-eine-abtreibung-wird/


Nicaragua: Friedliche Rentner auf der Straße zusammengeschlagen

Rund 50 Demonstranten flohen in Managuas Kathedrale

Friedliche Proteste von Senioren für menschenwürdige Renten sind am Samstag in Nicaraguas Hauptstadt Managua von sozialistischen Schlägern auseinandergetrieben worden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, haben vermummte Schläger mit dem Symbol der sandinistischen Regierungspartei die Rentner gezwungen, sich auf den Boden zu legen und hätten dann mit großer Brutalität auf die Rentner eingetreten und -geschlagen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Polizei schritt nicht ein. Rund 50 Menschen flohen in die katholische Kathedrale der Hauptstadt.

Die IGFM kritisierte die Regierungsgewalt aufs Schärfste. Auch die katholische Kirche des Landes ergriff Partei für die Senioren. Weihbischof Silvio José Báez warf der Regierung Nicaraguas „Staatsterrorismus“ vor.

Seit einer Woche protestieren Senioren friedlich vor dem Institut für Sozialversicherung in Managua. Sie fordern bessere Lebensbedingungen und eine staatlich garantierte Mindestrente von umgerechnet rund 38 Euro im Monat. Während staatliche Medien die Proteste weitgehend ignorierten, wollen die Rentner nach Angaben der IGFM auch nach den gewaltsamen Übergriffen weiter demonstrieren. Viele von Ihnen lebten auch nach örtlichen Maßstäben in ärmsten Verhältnissen, so die IGFM.

Mehrfach schlugen Regierungsschläger auch auf Jugendliche ein, die versuchten, den misshandelten Rentnern zu Hilfe zu kommen.

IGFM-Sprecher Martin Lessenthin sieht ein Muster hinter dem Vorgehen der Regierung: „Präsident Ortega ist ein erklärter Bewunderer von Fidel Castro und Hugo Chavez. Besonders in Kuba setzt die Regierung seit Jahren gezielt Schläger ein, um Andersdenkende einzuschüchtern und friedliche Sozialproteste niederzuschlagen.“  

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Nicaragua: Katholische Kirche übt scharfe Kritik am sozialistischen Präsidenten Daniel Ortega

Die katholische Kirche im mittelamerikanischen Nicaragua wirft Staatspräsident Daniel Ortega Machtmißbrauch  und Verfassungsbruch vor.

Ortega war früher Chef der sozialistischen Sandinistenpartei, die weltweit von kommunistischer Seite unterstützt wurde. 

Das politische Leben im Land sei „dominiert von einem autokratischen und machtmissbräuchlichen Stil“, heißt es in einem Offenen Brief von Managuas Weihbischof Silvio Baez, aus dem die Tageszeitung La Prensa zitiert.

Weiter schreibt der Weihbischof,  die regierenden Politiker in Nicaragua arbeiteten mit allen Mitteln an einer Konzentration und Sicherung ihrer Macht.

Die Präsidentschaftswahlen 2011 hatte Ortega unter umstrittenen Umständen für eine weitere Amtszeit gewonnen; seine erneute Kandidatur war von der Verfassung nicht gedeckt. Ortega setzte sie per Dekret durch.

Vor wenigen Tagen erklärte seine Ehefrau Rosario Murillo, Ortega wolle auch 2016 wieder Präsident werden. 

Quelle: Radio Vatikan