Euthanasie: „Lebensende-Klinik“ wird in Holland eröffnet – Ärzteverband übt Kritik

In den Niederlanden  wird am 1. März 2012 eine spezielle Klinik für Euthanasie eröffnet. Die «Lebensende-Klinik» in Den Haag richtet sich an Patienten, deren Wunsch nach „aktiver Sterbehilfe“ von ihrem Arzt nicht erfüllt werde, wie die  „Vereinigung für ein Freiwilliges Lebensende“ (!) am 6.2.2012 mitteilte.

Es geht also im Klartext um ärztliche Hilfe beim Selbstmord.

Anders als in Deutschland, wo Euthanasie bestraft wird,  ist diese seit 2002 in den Niederlanden unter bestimmten Voraussetzungen auf Wunsch des Patienten erlaubt.

Jährlich werden rund 2500 Fälle von „aktiver Sterbehilfe“ bei den entsprechenden Kommissionen gemeldet. Das Gesundheitsministerium hatte bereits mitgeteilt, daß eine derartige „Lebensende-Klinik“ rechtlich möglich sei.

Der niederländische Ärzteverband steht dem Vorhaben allerdings ablehnend gegenüber. Dadurch werde „aktive Sterbehilfe“ auch in solchen Fällen propagiert, in denen es noch andere Behandlungsmöglichkeiten gebe. «Man kann das Leiden von Menschen in vielen Fällen auch auf andere Weise beenden, als schnell den Tod herbeizuführen», hatte die Ärztevereinigung bei Bekanntwerden der Pläne kritisiert.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.de