Neue Welle der Gewalt gegen Christen in Nigeria: 67 Todesopfer nach Fulani-Anschlägen

Bei Angriffen bewaffneter Männer im nigerianischen Bundestaat Kaduna starben in den letzten Wochen Dutzende Menschen. Der jüngste Anschlag am 19. Juli forderte 18 Todesopfer, alle waren Gäste einer Hochzeitsfeier. Die Angreifer gehören Zeugenaussagen zufolge zu den überwiegend muslimischen Fulani-Nomaden.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die nigerianische Regierung dazu auf, Maßnahmen gegen die Gewaltwelle zu ergreifen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Seit mehreren Jahren bereits kommt es zu Gebietskonflikten zwischen den Fulani-Viehhirten und den meist christlichen Bauern.

Um diesen Konflikt zu befrieden, hatte Nigerias Regierung unter Präsident Muhammadu Buhari angekündigt, sog. Ruga-Settlements einzuführen. Ruga-Zonen sollten speziell für die Viehzucht ausgewiesen werden, und so die Gebietskonflikte mit den ansässigen Bauern entschärfen.

Das aktuelle Aufflammen der Gewalt sieht die IGFM mit großer Sorge. So scheint die nigerianische Regierung die Maßnahmen zur Befriedung des Konflikts nicht glaubhaft umzusetzen, kritisiert Dr. Emmanuel Ogbunwezeh, Afrika-Referent der IGFM.

Ihm zufolge kann die Passivität der nigerianischen Regierung die gesamte Subregion Westafrika in eine ernste Krise stürzen und massive Fluchtwellen nach sich ziehen, die auch Europa erreichen können.

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Bürgerrechtler Ike aus Nigeria erhält am 3.7. den Stephanuspreis für verfolgte Christen

Der nigerianische Priester und Menschenrechtler Obiora Francis Ike (siehe Foto) erhält am 3. Juli 2020 den diesjährigen Stephanuspreis für verfolgte Christen.

Der Theologe und Sozialethiker fungiert als Direktor der schweizerischen Stiftung Globethics.net mit Sitz in Genf. Von 1998 bis 2009 war er Generalvikar des katholischen Bistums Enugu im Süden Nigerias.

„Professor Ike ist Brückenbauer zwischen Europa und Afrika, Muslimen und Christen sowie zwischen Gegenwart und Zukunft. Wir ehren ihn, weil er trotz der Gefahr für sein Leben unbeirrt und emsig an seinem Einsatz besonders für die junge Bevölkerung seiner Heimat festhält. Wir würdigen seine überzeugenden Bemühungen für mehr Frieden und Zuversicht“, erklärt Stiftungsvorsitzende Michaela Koller (siehe Foto unten).

Obiora Ike hat mehr als 20 regierungsunabhängige Organisationen gegründet. Darunter ist das Katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden (CIDJAP), das seit 1987 ein Patenschaftsprogramm für Bildung betreibt, welches auch aus Deutschland und Österreich unterstützt wird.

Ike, der fließend Deutsch spricht, studierte in Innsbruck und wurde auch in Österreich 1981 zum Priester geweiht. An der Universität Bonn folgte 1985 seine Promotion mit einer Doktorarbeit über ein Thema der katholischen Soziallehre und dessen Bedeutung für Afrika.

„Bildung gibt einem Kind einen Schlüssel für die Zukunft“, sagt er. Mit seinem Programm tut der 1956 in Nordnigeria geborene Ike genau das, was die islamistische Terrormiliz Boko Haram bekämpft. Deren Name bedeutet übertragen: Keine Ausbildung, keine westlichen Werte, keine Zivilisation. 

Seit vielen Jahren brennen diese Terroristen Schulen, Kirchen und Moscheen nieder. Sie bekämpfen die Muslime, die sich nicht ihrer Weltsicht anschließen und verfolgen die Christen, für die Nordnigeria bald schon zu einem der gefährlichsten Orte auf der Welt geworden ist.

Inzwischen herrscht in ganz Nigeria ein hohes Maß an Unsicherheit. Die Christen werfen ihrer Regierung vor, auf die blutige Herausforderung viel zu dürftig zu reagieren. Für mehr Schutz gingen sie schon demonstrieren, von Europa und Amerika weitgehend unbeachtet.

Im Oktober 2002 entging Obiora Ike selbst nur knapp einem Mordanschlag. Im November 2012 stürmten Terroristen eines Sonntags in den frühen Morgenstunden die katholische Kirche Sankt Leo in Enugu, wo Prälat Obiora Ike wirkte, und zerstörten das Inventar. Daraufhin ermutigte er die Gläubigen, standhaft im Glauben auszuharren und den Angreifern zu vergeben.

Wegen der Corona-Pandemie wird es nicht  –  wie ursprünglich geplant – einen Festakt im Rittersaal des Deutschordenshauses in Frankfurt geben. Eine Feier mit Laudatio des bekannten katholischen Publizisten Martin Lohmann wird voraussichtlich im nächsten Jahr nachgeholt.


Vergewaltigte Frauen in Nigeria klagen an!

„Die zunehmenden Vergewaltigungsverbrechen sind erschreckend, sie sind ebenso abstoßend wie verwerflich“, erklärte der katholische Erzbischof Ayau Kaigama von Abuja am 21. Juni. 

„Vergewaltigung fügt den Opfern ein unbeschreibliches psychologisches Trauma zu; sie ist nicht nur eine schwere Sünde, sondern auch eine äußerst barbarische und kriminelle Untat. Wir hoffen, dass die Täter streng bestraft und letztendlich von dem bösen Geist befreit werden, der sie dazu bringt, solch schreckliche Sexualverbrechen zu begehen“, fügte er hinzu.

Der Anstieg der Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen im islamisch regierten Nigeria hat in einigen Regionen des Landes zu Protesten geführt. Unter dem Hashtag #WeAreTired werden in den sozialen Medien dringende gesetzliche Maßnahmen und Gerechtigkeit für die Opfer gefordert.

Zwischen dem 28. Mai und dem 1. Juni wurden zwei College-Studentinnen, Uwaila Vera Omozuwa (22) und Barakat Bello (18), bei sexuellen Übergriffen vergewaltigt und ermordet. 
„Die Vergewaltigung und der Tod dieser Mädchen sind keine zufälligen Ereignisse, sondern der Höhepunkt verwerflicher Praktiken“, so die Bewegung „Women against Rape“ in einer dem nigerianischen Parlament vorgelegten Petition.

Viel Kritik wird auch am Justizsystem geübt, das Männer, denen Vergewaltigung vorgeworfen wird, selten verurteilt und stattdessen Anschuldigungen gegen die Opfer erhebt.

In Nigeria ist es deshalb üblich, dass Vergewaltigungen erst gar nicht angezeigt werden. Einige Opfer und ihre Familien befürchten Stigmatisierung, Erpressung durch die Polizei und sie haben kein Vertrauen in das Gerichtsverfahren.

Im Vorjahr erklärten Frauen im Bundeshauptstadt Abuja, die während eines Polizeieinsatzes festgenommen wurden, sie seien von den Beamten vergewaltigt worden.

Die Daten zur Anzahl der gemeldeten Fälle sind sehr begrenzt. Doch eine 2014 durchgeführte landesweite Umfrage zur Gewalt gegen Kinder in Nigeria ergab, dass jede vierte Frau im Kindesalter sexuelle Gewalt erlebte, wobei etwa 70% wiederholt vergewaltigt worden waren. Nur 5% baten um Hilfe und nur 3,5% bekamen Hilfe.

Quelle: Fidesdienst


Islamisten in Nigeria: Weitere Massenmorde von Boko Haram und Fulani-Nomaden

In der vergangenen Woche starben über 260 Menschen bei verschiedenen Angriffen der islamischen Terrormiliz Boko Haram und anderer bewaffneter Gruppen (meist muslimische Fulani-Nomaden) hauptsächlich in der nördlichen Region des Landes. 

Laut “Security Tracker of Nigeria”, der gewalttätige Vorfälle mit politischem und sozialem Hintergrund dokumentiert, verzeichnete der Bundesstaat Borno mit 114 Todesfällen die höchste Opferzahl, gefolgt vom Bundesstaat Katsina, in dem 75 Menschen ermordet wurden.

“Die Übergriffe von Nomaden auf sesshafte Bauern sind eine ernsthafte Bedrohung, die zu einer Zunahme der Hungersnot im Land führen könnte“, erklärt der katholische Bischof Paulinus Ezeokafor von Awka.

„Viele Bauern haben jetzt Angst, in ihre Höfe zurückzukeheren, und fürchten sich, von Hirten getötet zu werden“, sagte Bischof Ezeokafor am 14. Juni in der Predigt.

Bischof Ezeokafor forderte die nigerianische Regierung auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um solche Massaker zu beenden.

Unterdessen äußerte die „South East Town Union” (ASETU) Bedenken im Hinblick auf die jüngste Ankunft junger Männer aus dem Norden des Landes im Südosten. In einem Brif an die Gouverneure der Staaten warnte der Verband:

„Im Südosten und in anderen Teilen Nigerias ist die Bevölkerung Morden und Vergewaltigung durch Nomaden ausgesetzt. Die Menschen haben jetzt Angst, ihr angestammtes Land zu bewirtschaften“.

Quelle: Fidesdienst

 


Nigeria: Islamische Fulani-Nomaden verüben weiter ihre Massenmorde

Seit 2011 über 8000 Todesopfer, 200.000 auf der Flucht

Der Priester Patrick Alumuku aus der nigerianischen Erzdiözese Abuja schlägt Alarm: In seinem Land versetzen marodierende Gruppen von Fulani-Nomaden die Bevölkerung in Angst und Schrecken.
Sie kommen aus dem Niger, Tschad und Mali, und sie bewegen sich in Gruppen von „40, aber auch 100 bis 200 Menschen, greifen Dörfer an, rauben so viel sie nehmen können und fliehen dann“.

Das sagt Alumuku im Gespräch mit Radio Vatikan. Doch die Frage, die sich viele stellen, laute: „Wieso wurden sie überhaupt ins Land gelassen?“ 

Es waren etwa 150 gut bewaffnete Männer, die auf Motorrädern kamen und unter der Bevölkerung von sechs Dörfern im Bundesstaat Katsina Panik säten. In einem rund fünfstündigen Angriff schossen sie zunächst auf die Menschen, die sich ihnen in den Weg stellten – dann plünderten sie die Geschäfte und raubten das Vieh.

Mindestens 57 Opfer sind zu beklagen. Dies berichteten, noch unter Schock, die Bewohner der betroffenen Dörfer selbst: Kadisau, Hayin Kabalawa, Garke, Makera, Kwakwere und Maiganguna.

Es handele sich um den „zigsten“ Überfall von Banditen, die nicht nur Terror und Mord in der Gegend verbreiten, sondern auch vor Entführungen nicht zurückschrecken, um Lösegeld zu erpressen. Seit 2011 sind diesen Gewaltattacken mindestens 8000 Menschen zum Opfer gefallen, während 200.000 Menschen aus ihrem Zuhause fliehen mussten.

Besonders gern nehmen diese Banditen, die sich einigen Quellen zufolge dem islamischen Dschihad verschrieben haben, christliche Dörfer ins Visier. Immer wieder werden Geistliche entführt, um Geld von ihren Gemeinden zu erpressen – doch oftmals gehen diese Episoden blutig aus.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-06/nigeria-fulani-interview-abuja-opfer-bevoelkerung-angst.html


Nigeria: Ex-Muslim wg. Islamkritik verhaftet

IGFM fordert sofortige Freilassung von Mubarak Bala

Mubarak Bala, Präsident der Humanistischen Vereinigung Nigerias, wurde gestern von der Polizei in Kaduna unter dem Vorwurf der „Blasphemie“ verhaftet.

Die Verhaftung des ehemaligen Muslims folgte auf die Petition muslimischer Anwälte an den Polizeikommissar im Bundesstaat Kano, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Bala wird vorgeworfen, er habe auf seiner Facebook-Seite den Islam herabgesetzt. Der Ex-Muslim wurde von Beamten in Zivil verhaftet und seither von der Polizei in Gbabasawa, Kaduna, festgehalten.

„Die Verhaftung von Mubarak Bala ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Wir erwarten, dass er bald dem Polizeikommando des Bundesstaates Kano übergeben wird. In Kano herrscht Scharia-Recht. Blasphemie kann daher mit dem Tod bestraft werden. Mubarak Bala schwebt in großer Gefahr“, erklärt IGFM-Afrikareferent Dr. Emmanuel Ogbunwezeh.

Ogbunwezeh weiter: „In den vergangenen Wochen erhielt Bala bereits Morddrohungen von Islamisten, darunter sogar von einem Imam. Selbst ein Polizeibeamter drohte öffentlich, Bala zu töten, wenn er ihn fände. Angebliche Gotteslästerer könne jederzeit von Extremisten ermordet werden. Er muss schnellstens in Sicherheit gebracht werden!“

Weitere Infos zur IGFM: www.igfm.de/


Buch-Tip: Wird der Albtraum jemals enden?

Buch-Daten: Corinna Turner. Eines Tages. Wird der Albtraum jemals enden? – Broschiert, 184 Seiten, Preis 8,90 €, ISBN 978-3-930883-89-9, Verlag Petra Kehl

Am 15. April dieses Jahres werden es sechs Jahre sein, seit in der Nacht vom 14. auf den 15. April 2014 in Chibok, Nigeria, 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus einer Internatsschule verschleppt wurden.

Die Täter waren Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram, die seit vielen Jahren schon in Nigeria Angst und Schrecken verbreiten, indem sie morden und Menschen verschleppen. Nach einem anfänglichen Aufschrei in den Medien unter dem Motto „Bring back our girls“ ist es inzwischen still geworden um das Schicksal der Mädchen.

Viele von ihnen sind zum Glück inzwischen gerettet worden. Doch noch immer ist das Schicksal von hundert von ihnen ungeklärt. Das Interesse der Weltöffentlichkeit hat sich jedoch von Nigeria abgewandt.

Dass die entführten Schülerinnen schon bald nicht mehr von Interesse sein würden, ließ sich bei der Oberflächlichkeit unserer Zeit bereits wenige Wochen nach den Ereignissen absehen.

Corinna Turner, eine junge englische Autorin, wollte sich damit nicht abfinden. Sie schrieb einen Roman über die Ereignisse, verlegte den Schauplatz jedoch nach Europa, nach England. Es sollte nicht mehr in der Ferne geschehen, sondern gewissermaßen direkt vor den Augen der Leser.

Um die Eindringlichkeit noch zu erhöhen, erzählt sie die Ereignisse in erster Linie aus der Sicht der Betroffenen, der entführten Mädchen und ihrer Helfer. Das Ergebnis ist ein Jugendroman, der wirklich unter die Haut geht  – und daher wohl erst für Leser ab 16 Jahren geeignet ist.

Die 17-jährigen Ruth und Gemma stehen vor einem Physiktest, ihre Freundinnen Becky und Alleluia vor der Abschlussprüfung. Da werden sie in der Nacht durch den Feueralarm geweckt. Schon bald stellt sich heraus, dass die Soldaten, die sie wegen eines angeblichen Bombenalarms aus dem Schulgebäude evakuieren, keinesfalls reguläre Streitkräfte sein können.

Die Mädchen werden in wartende Transporter verfrachtet und verschleppt. Einigen wenigen gelingt unterwegs die Flucht, doch die Mehrzahl wird mit einem Schiff von der Küste zu einem Frachtschiff auf hoher See gebracht. Hatten sie bis dahin noch ein wenig Hoffnung gehabt, vielleicht noch rechtzeitig von Polizei und Armee befreit zu werden, so sehen sie sich nun einem albtraumhaften Schicksal ausgeliefert.

Als fremde Männer an Bord kommen, die sich unter den Mädchen „Bräute“ auswählen, ist die Zeit der Entscheidung gekommen. Denn jetzt müssen die Mädchen die arabischen Worte hersagen, die man ihnen beigebracht hat und die sie zu Muslimas machen.

Wie werden sich die Freundinnen Ruth, Gemma und Annabel entscheiden?

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Westafrika: Weitere Terroranschläge von Boko Haram mit 150 Ermordeten

Inmitten der Corona-Pandemie, die inzwischen auch Westafrika erreicht hat, sehen sich die Länder der Region auch mit dem Wiedererstarken der radikal-islamischen Boko Haram-Bewegung konfrontiert, die in den vergangenen Tagen eine Reihe von Anschlägen verübte, bei denen in Nigeria und dem Tschad mindestens 150 Soldaten getötet wurden.

Der schwerste Anschlag wurde am 24. März verübt, als mindestens 92 tschadische Soldaten bei dem bislang tödlichsten Angriff von Boko Haram auf der Halbinsel Boma in der an Niger und Nigeria an grenzenden Provinz Lac ermordet wurden. Berichten zufolge wurden 24 Militärfahrzeuge zerstört. Den Kämpfern soll es auch gelungen sein, sich der Waffen der Armee zu bemächtigen.

Am Vortag, dem 23. März, hatten die Dschihadisten mindestens 50 nigerianische Soldaten in einem Hinterhalt in der Nähe des Dorfes Goneri im nördlichen Bundesstaat Yobe ermordet.

Auch im Norden Kameruns an der Grenze zu Nigeria mussten in den letzten Monaten Hunderte von Familien aufgrund der erneuten Gewalt von Boko Haram aus ihren Häusern fliehen. Betroffen sind Menschen in Hidoua, Gochi, Mandaka, Tourou, Kolofata – und die Liste der seit Dezember 2019 angegriffenen Dörfer wächst weiter. Aus den meisten Dörfern wurden Brände, Plünderungen, Entführungen und Morde durch Dschihadisten gemeldet.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Nigeria: Ordensfrau rettete Schülerinnen und wurde von den Flammen eingeholt

Schwester Henrietta Alokha ist Rektorin des Bethlehem-Girls-College im nigerianischen Lagos; sie starb am Sonntag, dem 15. März, bei einer Explosion.

Während in der Schule ein Gottesdienst stattfand, ereignete sich eine heftige Explosion, die meilenweit zu hören war und einen Brand verursachte, der Häuser und Gebäude in der Umgebung schwer beschädigte.

Schwester Henrietta half zunächst den Schülerinnen, sich in Sicherheit zu bringen, aber als sie selbst das Gelände verlassen wollte, holten sie die Flammen ein und das Gebäude stürtzte über ihr zusammen.

Die Explosion soll sich in einer Gasverbrennungsanlage ereignet haben und durch den Aufprall eines Lastwagens auf ein Depot von Gasflaschen verursacht worden sein. Der durch die Explosion ausgelöste Brand zerstörte rund fünfzig Gebäude in der Umgebung, darunter auch die Schule.

Erste vorläufige Schätzungen sprechen von etwa fünfzehn Toten, doch es wird vermutet, dass man bei der Räumung der Trümmer auf weitere Tote stoßen könnte.

Erzbischof Martins von Lagos sagte nach dem Tod von Schwester Henrietta: „Sie hat durch ihr Opfer den höchsten Preis bezahlt, um die Sicherheit von über 300 Schülerinnen zu gewährleisten, für die sie Verantwortung trug“.

Er fügte hinzu: „Wir dürfen mitteilen, dass alle Schülerinnen gerettet werden konnten und diejenigen, die verletzt wurden, umgehend in verschiedenen Krankenhäusern in der Umgebung behandelt wurden“.

Quelle: Fidesdienst – Gemälde: Evita Gründler


Nigerias islamische Terrorgruppe Boko Haram ermordete über 50 Fischer im Tschadsee

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram haben mindestens 50 Menschen auf einer Insel im Tschadsee ermordet. Das sagte ein lokaler Beamter der BBC.

Bei den Getöteten handelt es sich um Opfer aus verschiedenen Nationalitäten. Die meisten seien Fischer gewesen, die auf dem See gefischt haben.
Das Verbrechen soll bereits Ende Dezember passiert sein – und erst jetzt, nachdem einige Gemeindemitglieder einen Suchtrupp in die Gegend des Angriffs geschickt haben, bekannt geworden sein.
Die Suchtruppe fand im Gewässer treibende Leichen, berichtet die BBC.
Die Regionalgouverneurin Midjiyawa Bakary bestätigte, dass der Angriff stattgefunden habe.

Auch am Freitag fand eine weitere Attacke auf ein Dorf statt. Bei Kämpfen seien mindestens 23 Menschen ermordet worden. Eine bewaffnete Gruppe überfiel ein Dorf im zentralnigerianischen Bundesstaat Kogi und brannte Teile davon nieder, wie die Zeitung „The Vanguard“ berichtete.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-01/nigeria-boko-haram-anschlag-tote-fischer-tschad-hirten.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE