Forschungen zum Hl. Nikolaus: Reliquien stammen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.

Wie die Infoseite „Grenzwissenschaft aktuell“ berichtet, haben Wissenschaftler der britischen Oxford-Universität jetzt Reliquien datiert, die kirchlich dem hl. Bischof Nikolaus zugesprochen werden und die seit dem Jahre 1087 in der nach dem Heiligen benannten Basilika in Bari aufbewahrt werden.

Das Ergebnis der Radiokarbontests bestätigt, daß die Knochen immerhin das richtige Alter  –  nämlich 4. Jahrhundert n. Chr.  –  aufweisen, also von dem beliebten Heiligen stammen können  –  und somit nicht widerlegt sind (wie es bei manch anderen Reliquien der Fall ist).

Der sowohl von der katholischen Kirche wie auch von der ostkirchlichen Orthodoxie verehrte Bischof Nikolaus starb im Jahre 343 nach Christus. Er gehörte zu jenen Oberhirten, die sich im damaligen christologischen Streit für den Glauben an die Gottheit Jesu eingesetzt haben.

Weitere Infos hier: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/knochenreliquie-des-heiligen-nikolaus-koennten-vom-heiligen-stammen20171218/


Recklinghausen: Sonder-Ausstellung über den hl. Nikolaus im Ikonen-Museum

In Europa gilt er als bekanntester Heiliger aller Zeiten, aber auch auf anderen Konti­nenten wird er verehrt. Kaum einer weiß, daß Nikolaus im 4. Jahrhundert Bischof von Myra an der Südküste der heutigen Türkei war. nikolaus

Kinder lieben ihn für die Ge­schenke, die er am 6. Dezember mit weißem Bart und rotem Gewand aus seinem Sack verteilt, ein Brauch, der durch den niederländischen „Sinterklaas“ populär wurde und nur im westlichen Christentum existiert.

Im christlichen Osten ist Nikolaus seit über tausend Jahren ein beliebter Volksheiliger, dem viele Kirchen geweiht sind. So soll er in Rußland die Stadt Možajsk vor dem Angriff der Tartaren bewahrt haben.

Legenden schildern sein stets hilfsbereites und menschenfreundliches Wesen und schreiben ihm zahlreiche Wunder zu. Als „Heiliger für alle Fälle“ gilt Nikolaus u.a. als Patron der Seefahrer und aller Reisenden.

Vom 19. Oktober 2013 bis zum 23. Februar 2014 stellt das Ikonen-Museum in seinen neu gestalteten Räumen 114 Nikolaus-Ikonen aus der haus­eigenen Sammlung vor.

Dazu zählen griechische und russische Ikonen, die mit Eitempera auf Holz gemalt sind und ins 15. bis 19. Jahrhundert datieren, rumäni­sche Hinterglasikonen, Buchmalereien, ein byzantinisches Relief aus Steatit und unzählige Varianten russischer Metallikonen, die häufig kunstvoll emailliert und wegen ihrer Robustheit bei Reisenden sehr beliebt sind.

Begleitend erscheint ein Katalog mit Abbildungen und ausführlichen Beschreibungen aller ausgestellten Stücke.

Öffnungszeiten: täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr

Quelle: http://www.kunst-in-recklinghausen.de/02imausstellunge.html


6. Dezember – Namensfest des heiligen Bischofs Nikolaus

Am 6. Dezember feiert die katholische Weltkirche den Gedenktag des Hl. Nikolaus von Myra aus dem Gebiet der heutigen Türkei. Der glaubensstarke Bischof gilt als Vorbild der Nächstenliebe und Freund der Kinder. bischof

Er verteilte sein Vermögen an Arme und setzte sich für Benachteiligte ein. Zudem bewies er diplomatisches Geschick und er setzte sich gegen religiöse Irrlehren ein. 

Die Verehrung des hl. Nikolaus entwickelte sich bereits in der spätantiken Zeit. Kaiser Justinian weihte ihm Mitte des 6. Jahrhunderts eine Kirche in Konstantinopel – dem heutigen Istanbul.

Der Kult verbreitete sich auch in Griechenland, wo Nikolaus hochverehrt und als „Hyperhagios“, gleichsam als Überheiliger, angesehen wird – danach gelangte die Verehrung auch in die slawischen Länder.

Über die byzantinische Tradition wurde Nikolaus einer der am meisten geschätzten Heiligen Rußlands, er folgt im Osten in der Verehrung unmittelbar nach Maria.

In Rom wurde Nikolaus ab dem 8. Jahrhundert verehrt, der Kult verbreitete sich anschließend in Süd- und Mitteleuropa. Um 980 entstand in Deutschland die erste Nikolauskirche in Brauweiler. Zwischen dem 11. bis zum 16. Jahrhundert wurden diesseits der Alpen mehr als 2.200 Kirchen nach dem heiligen Bischof benannt.

 Als Gabenbringer für Kinder ist Nikolaus ab dem Jahr 1555 belegt. Seit dem 17. Jahrhundert wurden dem gütigen Nikolaus furchteinflößende Begleiter zur Seite gestellt, die seine Schützlinge zu rechtem Verhalten anhalten sollten: In Deutschland ist das Knecht Ruprecht, in Frankreich Père Fouettard, in der Schweiz Schmutzli usw.

Ursprünglich gab es die Geschenke am Nikolaustag  –  und nicht an Weihnachten; in einigen Ländern ist dies heute noch der Fall.

Die katholische Kirche legt in der Weihnachtszeit besonderen Wert darauf, daß der heilige Nikolaus mit all den christlichen Idealen verehrt wird, für die er steht. Dies kann der von Geschäftemacherei, Kitsch und Werbung geprägte sog. „Weihnachtsmann“ nicht bieten. 

Quelle: Radio Vatikan, ökumen. Heiligenlexikon