„Jüdische Rundschau“ übt scharfe Kritik an Grünen, Islamisierung und „Klima-Hysterie“

Von Felizitas Küble

Die in Berlin ansässige Monatszeitung „Jüdische Rundschau“ versteht sich als klassisch-liberal und konservativ zugleich.

Das von Dr. Rafael Korchenzecher (siehe Foto) herausgebrachte, freiheitlich orientierte Polit-Magazin ist betont nonkonform, steht also quer zum allgemeinen politischen Zeitgeist und übt vielfach deutliche Kritik an der Bundesregierung, aber auch und vor allem an den Grünen.

Die Zeitung bietet mit ihrem üblichen Umfang von 48 Seiten reichlich Platz für ein breites Themenspektrum, zu dem auch theologische und kulturelle Beiträge zur Welt des Judentums zählen – natürlich auch Analysen zu Israel und zur Nahostpolitik.

Dr. Rafael Korenzecher befaßt sich in seiner monatlicher Kolumne meist vor allem mit der aktuellen deutschen Innen- und Außenpolitik.

In der Juli-Ausgabe geht er in seinem Editorial scharf mit den Grünen ins Gericht und spricht gleich eingangs von einem nach der Bundestagswahl abzusehenden „Graus einer grünen Regierungsbeteiligung“.

Er kritisiert eine „zur unduldsamen, geradezu inquisitorischen Klima-Religion aufgestiegene dogmatische Klima-Hysterie, die Übergriffigkeit der sich immer mehr … als supranationaler Bundesstaat gerierenden ehem. europäischen Wirtschaftsunion gegen einzelne dem EU-Brainwash nicht folgende Mitgliedsstaaten und Völker, die wachsende Verunmöglichung eines offenen jüdischen Lebens ohne allgegenwärtige Schutzbarrikaden und unwürdiges Identitäts-Mimikry sowie die Islam-generierte Messergewalt gegen alle und jeden auf den Straßen und Plätzen unserer hiesigen und westeuropäischen Städte“.

Der Herausgeber schreibt außerdem zu den jüngsten Messermorden:

„In Würzburg und in Wien wurden kürzlich wieder unschuldige Menschen von zugewanderten islamischen „Schutzsuchenden“ bestialisch ermordet. In Wien sollen nun überfälligerweise die Asylbestimmungen verschärft und die Abschiebung derartiger Täter erleichtert werden. In Deutschland ist man davon meilenweit entfernt.“

Kritisiert werden auch zeitgeistige Medien und Politiker:

„Nicht das Mitgefühl mit den Toten und Verletzten der zahlreichen entmenschten Mordtaten der Islam-motivierten Tätergruppe, sondern die Sorge, dass die brutalen Verbrechen gegen die vermeintliche „Religion des Friedens“, die doch so sehr zu Deutschland und Westeuropa gehört, instrumentalisiert werden könnten, scheint unsere Politik und ihre Medien umzutreiben.“

Mit ironischer Hinweisen vor allem in die grüne Richtung heißt es weiter:

„Jedenfalls dürfen wir, falls wir nicht alle von einer der nächsten Corona-Wellen dahingerafft werden, davon ausgehen, dass – unserem mit politischer Weisheit so überreichlich gesegneten Wahlvolk sei es gedankt – die künftigen, leider aber gewiss wiederkommenden importierten Messermorde in wundervoll klimaneutraler Umgebung vollzogen werden“.

Ablehnend äußert sich Dr. Korenzechner auch zu dem einseitigen „antirassistischen“ Symbol-Spektakel bei der kürzlichen Europameisterschaft in puncto George Floyd aus Minnesota, für den „unsere Fußballmannschaft wegen seiner Hautfarbe“ gekniet habe; sie bekomme aber „keine Geste des Mitgefühls und der Verurteilung der Frauenmorde von Würzburg zustande.

Israelfeindlichen Antisemitismus findet der Verfasser nicht zuletzt bei grün-roten Medien:

In Schweden lösen sich bereits die ersten jüdischen Gemeinden wegen der physischen Bedrohung durch Abwanderung jüdischer Menschen auf...Zu häufig wird die Israel-feindliche und judenausgrenzende Haltung nicht nur in unserer Politik, sondern vor allem auch in den vielfach 68er-sozialisierten Medien offenbar„.

Abschließend wendet sich Dr. Korenzecher wieder skeptisch den Grünen zu und warnt vor einer Wahl dieser Partei:

„Ohnehin scheint es unsere Politik, besonders die der Wasser predigenden und selbst Wein trinkenden Grünen, mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Ihre politische Hoffnungsträgerin und Lichtgestalt, Kanzlerkandidatin Baerbock, wird nahezu im Wochentakt neuer Lügen überführt….

Zuviel des Ganzen für eine Wahlpolitikerin und Kanzlerkandidatin sollte man meinen. Nur der deutsche Wähler scheint all dem nicht hinreichend Rechnung zu tragen. Jedenfalls weisen die bereits etwas gefallenen Umfragewerte die Grünen immer noch als zweitstärkste Partei aus. Bleibt nur die Hoffnung, dass Frau Baerbock da bis September noch einiges im Petto hat, und den deutschen Wähler vor dem Fehlgriff, sie und ihre Partei zu wählen, bewahren wird.“

Quelle für die Zitate: https://juedischerundschau.de/

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Palmer positioniert sich gegen Cancel Culture

Von Felizitas Küble

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer räumt zwar ein, seine umstrittene Aussage sei ein Fehler gewesen, womit er die sprachliche Stillosigkeit anspricht. Zugleich hält er daran fest, daß sein Motiv gerade nicht rassistisch war; vielmehr wollte er rassistisches Gedankengut durch ironisches Entlarven kritisieren. („Mit dem Stilmittel der Satire aufzeigen, wie heutzutage vollkommen haltlose Rassismusvorwürfe wirklich jedem zu Verhängnis werden können“, so Palmer, der zudem beklagte, sein Posting sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.)

Der springende Punkt jenseits dieser Erbsenzählerei ist aber ohnehin ein anderer, ein grundsätzlicher, nämlich die mehrheitliche Ausgrenzungswut seiner Partei ganz im Sinne der „identitätspolitischen“ Cancel Culture.

Diese fanatische Strömung akzeptiert nur stromlinienförmige Gleichschaltung und gebärdet sich noch verbissener als den bisherigen linken Zensurwahn namens „Political correctness“ (PC): Bereits in den 90er brachte die geistig wache und nonkonforme Wochenzeitung „Junge Freiheit“ einen Anti-PC-Aufkleber heraus (siehe Abbildung).

Palmer hat seine Partei in ihrem Erregungsmodus sogar ermutigt, ein Ausschlußverfahren gegen ihn anzustrengen, denn damit kann er beweisen, wie absurd der Rassismus-Vorwurf gegen ihn ist und dabei auch sonst noch einige Stühle geraderücken.

Ganz im Sinne von Sahra Wagenknecht und ihrer neuen Streitschrift wendet sich der grüne OB gegen die „selbstgerechten Lifestyle-Linken“, jene Besserverdienenden und Bildungsbürgerlichen, die gerne „rechts“ leben und links daherreden bzw. grün oder tiefrot wählen, wohl auch, um ihr Gewissen zu beschwichtigen nach der Devise: „Ich tue damit etwas für die Umwelt“ usw….

Für den eigenständig denkenden Palmer kommt es nicht infrage, sich bei der „Generation beleidigt“ zu entschuldigen oder sich einer anti-freiheitlichen Ausgrenzung zu unterwerfen.

Es geht um den Kern der liberalen Demokratie

In der „Welt am Sonntag“ vom 9. Mai 2021 erschien auf Seite 6 ein Artikel unter dem Titel „Boris Palmer äußert sich“. Darin stellt der grüne Politiker – dessen Corona-Politik in Tübingen erstaunlich erfolgreich gelaufen ist – klar:

„Ich kann Ächtung und Existenzvernichtung wegen angeblich falscher Wortwahl niemals akzeptieren“. Es gehe ihm bei seiner Kritik um den „Kern der liberalen Demokratie“.

Palmer wendet sich in seinem Statement in der „Welt am Sonntag“ gegen ein ausuferndes „Jakobinertum“ von Denunzianten und linken Fanatikern: „Die Welt wird einfach nicht besser, wenn man Menschen gesellschaftlich ächtet und ihre berufliche Existenz vernichtet, weil sie einen ungeschickten Satz gesagt haben, den man absichtlich falsch versteht“.

Dieses Ausgrenzungs-Phänomen passiere in letzter Zeit „leider“ immer häufriger und trage den Namen Cancel Culture.

Er fügt hinzu: „Gegen diese um sich greifende Ideologie wehre ich mich mit jeder Faser meines politischen Daseins.“

Das neue Jakobinertum entwickle sich, so schreibt Palmer abschließend, „zu einer ernsthaften Gefahr für die offene Gesellschaft. Dem entgegenzutreten, halte ich für eine Bürgerpflicht.“

Der bekannte Bestsellerautor, evangelische Theologe und ehem. ZDF-Moderator Peter Hahne (siehe Foto) hat den biographischen Hintergrund Palmers (Elternhaus, Vorfahren, spezifische Prägung) in „Tichys Einblick“ sehr anschaulich geschildert.

Sein Artikel ist gerade für die aktuelle Debatte sehr aufschlußreich: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/boris-palmer-und-der-remstal-rebell-der-apfel-faellt-nicht-weit-vom-stamm/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Schweiz: WELTWOCHE-Herausgeber stellt Corona-Politik stark infrage

In der Schweiz sorgen vor allem zwei angesehene Publikationen für nonkonforme (unangepaßte) Berichterstattung und Kommentare, nämlich die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) und die „Weltwoche“. Die NZZ gilt in Deutschland inzwischen gleichsam als „Westfernsehen“ (im ironischen Rückblick auf die frühere „DDR“-Mediensituation).

Der Link zur liberal-konservativen WELTWOCHE befindet seit jeher in unserem Blogroll auf der Startseite.

WELTWOCHE-Herausgeber und Chefredakteur Roger Köppel (siehe Foto), der auch schon in bundesdeutschen Talkshows auftrat, stellt unter dem Titel „Der Spuk muss ein Ende haben“ in seinem Editorial kritische Fragen zur aktuellen Corona-Politik. 

Der skeptische Untertitel lautet: „Ist der Shutdown der teuerste Fehlschlag aller Zeiten? Indizien mehren sich.“

Weiter heißt es bei Köppel, der zugleich als Abgeordneter der Schweizerischen Volkspartei (SVP) im Nationalrat sitzt:

„Kann es sein, dass der Corona-Kurs ein tragischer Irrweg ist? Das Resultat einer medial-epidemiologisch befeuerten Politpanik, die Milliarden an Volksvermögen vernichtet und künftige Generationen auf Jahrzehnte hinaus belastet?

Wird der Corona-Frühling 2020 in die Geschichte eingehen als massenpsychologisches Hysteriephänomen, das mehr Existenzen ruiniert als die Krankheit, die allerdings ganzen Gesellschaften und ihren Regierungen vorübergehend den Verstand raubte?“

Er fährt fort: „Die Zahlen lassen diesen Schluss zumindest nicht als vollkommen abwegig erscheinen.“

Weiteres dazu hier: https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2020-17/kommentare-analysen/der-spuk-mussein-ende-haben-die-weltwoche-ausgabe-17-2020.html