„Mutter Teresa von Mithapur“: 83-jährige Ordensfrau hilft Obdachlosen in Indien

In Indien zeigt Schwester Elsie Vadakkekara, wie tätige Nächstenliebe aussieht. Die „Mutter Teresa von Mithapur“ kümmert sich seit 10 Jahren um psychisch kranke Obdachlose ihrer Stadt – und davon kann sie auch Corona nicht abhalten.

Ob Sommer oder Winter, Lockdown oder Monsunregen: die katholische Ordensfrau ist jeden Tag unterwegs, um die psychisch kranken Menschen, die in ihrem Viertel im westindischen Bundesstaat Gujarat auf der Straße leben, mit Essen zu versorgen. Gujarat gehört zu den besonders corona-betroffenen Gebieten in Indien.

„Ich kann nicht bequem in meinem Kloster sitzen und die Menschen dort draußen sich selbst überlassen“, hat Schwester Elsie gegenüber Ucanews erklärt und beklagt, dass sich auch zu „normalen“ Zeiten niemand um die psychisch kranken Obdachlosen kümmere.

Kein Wunder, dass die Nonne von ihren Schützlingen liebevoll „Mutter Teresa von Mithapur“ genannt wird. Die katholische Ordensfrau versorgt etwa 50 psychisch Kranke auf den Straßen Mithapurs. Jeden Tag legt sie in einer dreirädrigen Autoritschka gut 15 km zurück, um ihnen Essen zu bringen: Reis, Gemüse, Chapatis, Linsen und einen Wasserbeutel.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-05/indien-corona-ordensschwester-essen-hilfe.html


Papst bestätigt Martyrium von Sr. Aguchita

Am 22. Mai 2021 bestätigte Papst Franziskus das Martyrium der Dienerin Gottes, Schwester María Agostina López (allgemein bekannt als Aguchita).

Es geht um eine Ordensfrau, die sich vor allem um das Volk der Ashaninka bemühte, das in den Amazonasgebieten in Peru und Brasilien angesiedelt ist.

Sie wurde 1990 aus Haß gegen den Glauben von Kämpfern der Guerrillabewegung „Sendero Luminoso“ („Leuchtender Pfad“) ermordet. Die kommunistischen Rebellen terrorisierten Peru bereits seit Jahrzehnten.

Das Datum der Seligsprechung wird in Kürze bekannt gegeben.

Wie die peruanische Bischofskonferenz mitteilt, wurde Aguchita am 13. Juni 1920 in Coracora, Ayacucho, geboren. Mit 14 Jahren zog sie nach Lima, um dort die Schule der Kongregation Unserer Lieben Frau von der Nächstenliebe zu besuchen.

Aguchita trat 1941 in diese Kongregation ein, in der sie am 8. Februar 1949 ihre ewigen Gelübde ablegte. 1988 wurde sie als Missionarin in die Stadt La Florida (Junín) geschickt, wo sie trotz vieler Gefahren und Risiken blieb.

Die glaubensstarke Nonne engagierte sich für den Schutz der Ashaninka-Völker, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Ausbeutung von Gummi und Zerstörung ihrer Wälder sowie durch Krankheit und Sklaverei dezimiert wurden. Dabei widmete sie sich besonders der schulischen Bildung junger Menschen.

Am 27. September 1990 wurde sie in der Gemeinde La Florida zusammen mit acht weiteren Einwohnern auf dem zentralen Platz der Stadt von kommunistischen Rebellen ermordet.

Quelle: Fidesdienst


Papua Neuguinea: Nonne rettete bereits neunzig Frauen vor „Hexen“-Verfolgung

Auch in der heutigen Zeit gibt es Hexenverfolgungen und sogar Verbrennungen, z.B. in Papua Neuguinea. Dagegen setzen sich katholische Ordensschwestern ein, darunter die Schweizerin Lorena Jenal.

Schwester Lorena ist seit 1979 im Hochland als Missionarin aktiv. Papua Neuguinea liegt im südwestlichen Pazifik. Der Bischof beauftragte sie mit dem Einsatz gegen Hexenwahn: „Das sollte ich angehen, und so habe ich mich da voll in diesem Bereich eingearbeitet, weil dies im Moment die größte und tragischste Ungerechtigkeit hier ist.“

Vor allem junge Frauen würden verfolgt; es werde ihnen vorgeworfen, „magischen Rituale und Kulte“ ausgeführt zu haben. Wie Schwester Lorena berichtet, würden die betroffenen Frauen gefoltert und bei lebendigem Leibe verbrannt.

Die Nonne erklärt: „Ich konnte bisher 90 Frauen das Leben retten. Viele von ihnen konnte ich wieder zurück in ihre Gemeinschaft und Familien integrieren. Selbstverständlich begleite ich sie bis zum heutigen Tag weiter.“

Die meisten der befreiten Frauen unterstützen Schwester Lorena jetzt bei ihrer Arbeit, um weitere Frauen zu retten. Doch nicht immer kann Sr. Lorena die grausamen Praktiken abwenden: „Zehn Frauen, die ich retten wollte, wurden getötet. Gerade vor einem Monat ist die bisher letzte Frau gestorben, die ich retten wollte.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-03/schweiz-papua-neuguinea-itv-schwester-lorena-hexenverfolgung-not.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


MYANMAR: Ordensfrau rettet Demonstranten

Eine katholische Ordensfrau ging in der Stadt Myitkyina, der Hauptstadt des Bundesstaates Kachin im Norden von Mynamar, auf die Straße und bat die Sicherheitskräfte, keine jungen Demonstranten zu erschießen, die friedlich protestieren.

Schwester Ann Nu Thawng wurde damit zur Heldin des 28. Februar, der durch das harte Vorgehen der birmanischen Polizei gekennzeichnet war, die nach UNO-Angaben 18 Menschen bei Demonstrationen tötete und über 30 Personen Verletzungen zufügte.

„In der Region Myitkyina waren die Demonstrationen bisher immer friedlich und ohne Zwischenfälle. Aber gestern drohten Ausschreitungen zu einer Zuspitzung der Situation zu führen“, so der Katholik Joseph Kung Za Hmung, Herausgeber des „Gloria News Journal“. Er fügte hinzu:

„Das Vorgehen der Ordensfrau und die Reaktion der Polizei, die, als sie die Nonne sah, aufhörte, überraschte viele von uns. Schwester Ann ist heute ein Vorbild für die Vertreter der Kirche: Bischöfe und Priester sind aufgerufen, ihre Komfortzonen zu verlassen und sich ein Beispiel an ihrem Mut zu nehmen“.

Auch viele Nichtkatholiken lobten den mutigen Einsatz von Schwester Thawng. „Mehr als 100 Demonstranten konnten in ihrem Kloster Schutz finden. Sie hat sie vor brutalen Schlägen und Verhaftungen durch die Polizei bewahrt“, berichtet der Zeitungs-Direktor.

Quelle: Fidesdienst


Älteste Europäerin (117 J.) überstand Corona

Die älteste Europäerin Lucile Random, die Ordensschwester ist und in einem französischen Altersheim wohnt, hat eine Corona-Infektion überlebt. Kürzlich feierte sie ihren 117. Geburtstag.

Lucile Randon wurde am 11. Februar 1904 in eine protestantische Familie geboren und als Erwachsene katholisch. Mit 40 Jahren trat sie den Vinzentinerinnen bei und heisst seitdem Schwester André.

Kurz vor ihrem 117. Geburtstag hat sie eine Corona überlebt. «Ich habe es gar nicht bemerkt», zitiert n-tv die Nonne. Angst vor der Krankheit habe sie nicht gehabt, da sie sich nicht vor dem Tod fürchte.

Ab 1945 kümmerte sie sich im Krankenhaus Vichy um Waisenkinder und ältere Menschen. 1979 beendete sie ihren aktiven Dienst und lebte 30 Jahre in Les Marches. 2009 zog sie in das Altersheim in Toulon. Dort besucht sie täglich die Messe, hört Radio und nimmt am Abendgebet teil. Die Ordensfrau ist erblindet und sitzt im Rollstuhl, hat aber noch ein gutes Gedächtnis.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.jesus.ch/magazin/gesundheit_und_umwelt/386256-ordensschwester_ueberlebt_coronainfektion_mit_116.html


TRAUER um die Ordensfrau Liliane JUCHLI

NACHRUF des Deutschen Bundesverbands für Pflegeberufe vom 30. November 2020:

Generationen von Pflegenden sind mit ihren Büchern ausgebildet worden und auch im hohen Alter hat sie sich für ihren Beruf stark gemacht und gerade auch die ganz jungen Menschen im Beruf begeistert.

Am Montag ist Sr. Liliane Juchli im Alter von 87 Jahren in Bern verstorben.

Sr. Liliane Juchli war eine der mutigsten und inspirierendsten Pflegefachfrauen im deutschsprachigen Raum. Ich durfte sie über vierzig Jahre kennen. Wie vielen anderen Pflegefachpersonen auch, hat sie mir Kraft und Zuversicht vermittelt, wenn ich zweifelte und aufgeben wollte“, würdigt Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), die Verstorbene.

Sr. Liliane Juchlis berufliches Wirken umfasste mehr als 50 Jahre.

Ihr viel gelesenes Lehrbuch – im Pflegejargon ‚die Juchli‘ genannt – erschien 1973 in seiner 1. Auflage und war lange das Standardwerk in der Pflegeausbildung. Sie formulierte mit den ‚Aktivitäten des täglichen Lebens‘ ein konzeptuelles Modell der Pflege. Ihre Bücher nannte sie einmal ihre Kinder.

Seit ihrer Pensionierung vor über 20 Jahren befasste sie sich viel mit dem Altern und trat in den letzten Jahren insbesondere bei Veranstaltungen für den Pflegenachwuchs auf, wo sie begeistert gefeiert wurde.

Sr. Liliane Juchli hat sich große Verdienste um die Professionalisierung der Pflege im deutschsprachigen Raum erworben. Wir werden ihr ein ehrendes Gedenken bewahren.

Quelle: https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen/2020/DBfK-trauert-um-Sr.-Liliane-Juchli.php


Am Nasenring der Kirchenveränderer

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern – also der Zusammenschluss der Diözesanräte – behandelte am 13./14. November die „Erfahrungen von Frauen in der Kirche“.

Das Impulsreferat hielt die Ordensschwester Sara Thiel. Ihre Ordensgemeinschaft gehört zu den „Niederbronner Erlöserschwestern“. Ihr Thema beim Landeskomitee der Katholiken war „Verletzungsgeschichten von Frauen in der Kirche“.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Am Ende steht ein eindeutiges Votum: Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern „fordert die volle Gleichberechtigung von Frauen“.

Man kann die Position der Kirche zur Frage der geweihten Ämter für Frauen von verschiedenen Seiten aufzurollen versuchen, auch von der emotionalen Seite.

Der CDU-Politiker Kurt Biedenkopf sprach 1973 mit Blick auf die 68er Kulturrevolution von einer „Revolution neuer Art: Es ist die Revolution der Gesellschaft durch Sprache… Sie besetzt Begriffe und damit die Information der freien Gesellschaft“. – Was den 68ern weithin gelungen ist, wird heute innerkirchlich versucht.

Die Ordensschwester Sara Thiel predigt, wie sie selber sagt,

„regelmäßig auch an Hochfesten, im Gottesdienst, ‚aber immer unter dem Damoklesschwert, dass es offiziell nicht erlaubt ist‘“.

Diese Nonne kennt also die römische „Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester“ vom 15. August 1997. Dort heißt es:

„Daher muss die Homilie während der Eucharistiefeier dem geistlichen Amtsträger, Priester oder Diakon, vorbehalten sein. Ausgeschlossen sind Laien, auch wenn sie in irgendwelchen Gemeinschaften oder Vereinigungen Aufgaben als Pastoralassistenten oder Katecheten erfüllen… Deshalb ist nicht einmal der Diözesanbischof bevollmächtigt, von der Norm des Canons zu dispensieren.“ (Artikel 3, S. 21)

„Bei der Frauenfrage gehe es“ – nach Sr. Thiel – „nicht um Pragmatismus, sondern um eine theologische Grundsatzentscheidung, nämlich die, dass Frauen wie Männer Gottes Ebenbild seien.“

Was Johannes Paul II. am 22. Mai 1994 erneut in Erinnerung gerufen hat, nämlich: „Damit also jeder Zweifel bzgl. der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich Kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben,“ interessiert offensichtlich diese Ordensfrau nicht.

Sr. Thiel hat die üblichen drei Ordensgelübde versprochen, dazu gehört auch der Gehorsam. Wie glaubwürdig ist sie? Sara Thiel vertritt die Niederbronner Schwestern in der Initiative „Ordensfrauen für Menschenwürde.“ Diese setzt sich für die Zulassung von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern und Funktionen ein (Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, Nr. 47, 22.11.2020, S. 11).

Die von Sara Thiel genannten Verletzungen lassen sich übrigens auch für Männer finden und belegen. Tatsächlich geht es bei der Frauenfrage nicht um Verletzungen, sondern um eine Machtfrage. Wird die Strategie geschickt wie bei diesem Treffen des Landeskomitees eingefädelt, z.B. mit dem Vorwurf der Verletzung oder Ungleichbehandlung von Frauen, lassen sich Gremien und Einzelpersonen am Nasenring vorführen.

Können von solchen Gremien wirksame Initiativen zur Neuevangelisierung erwartet werden?


Schwester Jordana: Gottesdienste und Priester sind nett, aber eigentlich überflüssig

Von Felizitas Küble

Bei manchen katholischen Nonnen kann man sein blaues Wunder erleben. Ob es die Ordensfrauen von Dinklage sind, die sich voll und ganz mit der progressiven Aktion „Maria 2.0“ solidarisieren – oder etwa die Dominikanerin Jordana, die als Kinderdorfmutter tätig ist und zudem jahrelang Sprecherin beim „Wort zum Sonntag“ war. Ab und zu schreibt sie auch Bücher, darunter den Titel „Ente zu verschenken“ (siehe Foto).

Schwester Jordana mag eine freundliche Frau mit einer angenehmen Stimme sein, doch deshalb muß noch lange nicht alles richtig sein, was sie dem Radio- und Fernsehpublikum mitteilt.

Nehmen wir die Kirchensendung auf WDR 3 um 7,50 Uhr am heutigen Dienstag, dem 4. August. Schwester Jordana wird in dieser Woche Tag für Tag ausgestrahlt.

Unter dem etwas sperrigen Titel „Sichtbar oder unnütz?“ plauderte die Nonne über die Gespräche mit ihrer schwedischen Freundin Helene, die dort wegen der Coronakrise für ältere und kranke Menschen einkauft. 

Dabei macht Helene aus der Not eine Tugend, indem sie erklärt, es sei „gar nicht so schlecht“, daß die Kirchen verschlossen seien. Denn draußen in der Welt erfahre sie Dankbarkeit und Freude für ihre guten Werke: „Das ist mehr, als wir sonst bekommen, wenn wir einen Gottesdienst anbieten.“

Stellt sich nur die Frage, ob es etwa allein auf den emotionalen Lohn ankommt – oder doch noch auf etwas anderes wie z.B. die Ehre Gottes?

Sr. Jordana bekräftigt sodann, Helenes Darstellung sei „unser Bild von Kirche heute“:

„Wozu brauchen wir noch zu viel Formalität und Feierlichkeit. Ja, manchmal ist es schön sie zu erleben. Bei besonderen Festen zum Beispiel: da mag auch ich die Gottesdienste mit allem Drum und Dran. Aber die Krise hat mir gezeigt, dass  man auch ohne große Kirche eine Feier sehr spirituell und dicht feiern kann.“

Danach erzählt die Ordensfrau von ihrer stimmungsvollen Kinderdorf-Osterfeier mit Osterfeuer, Fladenbrot usw.

Zwar sei es schön, in vollen Kirchen zu singen und zu beten: „Aber bitte, erhalten wir uns auch die Kreativität, Glauben zu leben und sichtbar zu machen. In neuen Formen. Über das Internet, in häuslicher Gemeinschaft, im Garten, im Autokino oder wo auch immer. Von mir aus auch ohne Priester, die wird es sowieso immer weniger geben.“

Bei ihrer Freundin in Schweden sei das alles schon „viel sichtbarer als bei uns“  – eine Glaubensgemeinschaft „ohne Hierarchie, ohne Diskriminierung“.

Merken wir uns das als frühmorgendliches Wort zum Dienstag: Gottesdienste und Priester sind zu feierlichen Anlässen wohl eine schöne Dekoration, aber eigentlich entbehrlich – und ohne „Hierarchie“ läuft sowieso alles viel „kreativer“.


Seligsprechung einer Ordensfrau, die Opfer eines satanischen Rituals wurde

Am 19. Juni 2020 bestätigte Papst Franziskus das Dekret über das Martyrium der Dienerin Gottes, Schwester Maria Laura Mainetti vom Orden der Töchtern des Kreuzes. 

Sie wurde am 20. August 1939 in Colico (Italien) geboren, auf den Namen Teresina getauft und am 6. Juni 2000 aus Hass auf den Glauben in Chiavenna ermordet. Die Nonne wurde Opfer eines satanischen Rituals (inspiriert vom Datum des 6. Tages im 6. Monat des neuen Jahrtausends).

„Hier bin ich! HERR, vergib ihnen“, sagte Schwester Laura kurz vor ihrem Tod.

Im Alter von 18 Jahren trat Teresina in die Kongregation der Töchter des Kreuzes ein: Im August 1959 legte sie ihr erstes Gelübde als Schwester Maria Laura ab und 1960  folgten die ewigen Gelübde im Mutterhaus in La Puye. Sie widmete ihr Leben den Kindern, Jugendlichen und Familien in Vasto (Chieti), Rom und Parma, bis sie 1984 nach Chiavenna kam.

Hier leitete sie seit 1987 als Oberin auch die örtliche Ordensgemeinschaft. Die Mitschwestern beschreiben sie als „unermüdlichen und positiven Menschen, immer bereit, die Ärmel hochzukrempeln, wenn sie sich mit einer schwierige Situation konfrontiert sah“.

Schwester Maria Laura hatte ein besonderes Augenmerk für junge Menschen. Am Abend des 6. Juni 2000 verließ sie das Kloster, um drei minderjährigen Mädchen zu Hilfe zu eilen. Doch sie war von ihnen in eine Falle gelockt worden. Sie starb betend und bat Gott um Vergebung für ihre Mörderinnen.

Quelle: Fidesdienst


Nigeria: Ordensfrau rettete Schülerinnen und wurde von den Flammen eingeholt

Schwester Henrietta Alokha ist Rektorin des Bethlehem-Girls-College im nigerianischen Lagos; sie starb am Sonntag, dem 15. März, bei einer Explosion.

Während in der Schule ein Gottesdienst stattfand, ereignete sich eine heftige Explosion, die meilenweit zu hören war und einen Brand verursachte, der Häuser und Gebäude in der Umgebung schwer beschädigte.

Schwester Henrietta half zunächst den Schülerinnen, sich in Sicherheit zu bringen, aber als sie selbst das Gelände verlassen wollte, holten sie die Flammen ein und das Gebäude stürtzte über ihr zusammen.

Die Explosion soll sich in einer Gasverbrennungsanlage ereignet haben und durch den Aufprall eines Lastwagens auf ein Depot von Gasflaschen verursacht worden sein. Der durch die Explosion ausgelöste Brand zerstörte rund fünfzig Gebäude in der Umgebung, darunter auch die Schule.

Erste vorläufige Schätzungen sprechen von etwa fünfzehn Toten, doch es wird vermutet, dass man bei der Räumung der Trümmer auf weitere Tote stoßen könnte.

Erzbischof Martins von Lagos sagte nach dem Tod von Schwester Henrietta: „Sie hat durch ihr Opfer den höchsten Preis bezahlt, um die Sicherheit von über 300 Schülerinnen zu gewährleisten, für die sie Verantwortung trug“.

Er fügte hinzu: „Wir dürfen mitteilen, dass alle Schülerinnen gerettet werden konnten und diejenigen, die verletzt wurden, umgehend in verschiedenen Krankenhäusern in der Umgebung behandelt wurden“.

Quelle: Fidesdienst – Gemälde: Evita Gründler