Nordkoreas Steinzeitkommunismus verfolgt Christen und Andersdenkende

39 Menschenrechtverbände in aller Welt appellieren an die kommunistische Führung Nordkoreas, die schweren und massenhaften Verstöße gegen Grundrechte und Freiheit der Bürger einzustellen. Mehr als 200.000 Männer, Frauen und Kinder halte das kommunistische Regime in Gefängnissen und Arbeitslagern gefangen.

Auch Verwandte von Beschuldigten würden eingesperrt. Die Haftbedingungen glichen „schlimmsten Formen von Sklaverei“, heißt es in einem Offenen Brief von 39 Organisationen, darunter Human Rights Watch, Christian Solidarity Worldwide und amnesty international.

Nordkorea gilt auch als das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung. Erlaubt ist nur der Kult um den „Ewigen Präsidenten“ Kim Il-Sung (1912-1994) und seinen Sohn, den am 17. Dezember verstorbenen Diktator Kim Jong-Il (69). Dessen Sohn Kim Jong-Un (28 Jahre), der die Nachfolge angetreten hat, wird ebenfalls als „vom Himmel geborene Persönlichkeit“ bezeichnet. Wer sich dieser Verehrung verweigert, wird verfolgt.

Nach Schätzungen werden bis zu 70.000 Christen als Staatsfeinde in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Mindestens 200.000 versammeln sich im Untergrund.

Unterdessen haben nordkoreanische Medien eine Amnestie aus Anlaß der Jubelfeiern zum 100. Geburtstag Kim Il Sungs (15. April) und zum 70. Wiegenfest von Kim Jong-Il (16. Februar) angekündigt. Begnadigt werden sollen Strafgefangene, doch ist nach Angaben der Londoner Zeitung  „The Times“ unklar, ob dies politische und religiöse Gefangene einbezieht.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA