NSU-Prozeß: Türkischer Politiker lehnt Kreuz im Münchner Gerichtssaal als „Bedrohung für Nichtchristen“ ab

Der türkische Parlamentsabgeordnete Mahmut Tanal hat das Münchner Oberlandesgericht aufgefordert, das Kreuz aus dem Verhandlungssaal im NSU-Prozeß zu entfernen.

Das Kreuz sei eine Bedrohung für Nichtchristen, sagte Tanal, der einer sechsköpfigen Parlamentarierdelegation aus Ankara angehört, die den Prozeßbeginn gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des NSU am Montag in München verfolgte.

Deshalb müsse das Kreuz sofort verschwinden. Das christliche Symbol sei nicht mit einem Rechtsstaat zu vereinbaren.

Zugleich  äußerte Tanal den Verdacht, deutsche Sicherheitsbehörden hätten die dem NSU zugeschriebenen Taten gedeckt. Wenn eine Gruppe acht Türken und einen Griechen mit ein und derselben Waffe ermorden könne, ohne aufzufliegen, bedeute dies, „daß dahinter staatliche Kräfte stehen“, mutmaßte der türkische Politiker laut Nachrichtenagentur AFP.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Strukturelle Ähnlichkeiten zwischen Links- und Rechts-Terorrismus: NSU-Mitglied sympathisierte mit der RAF

Brauner und Roter Terror: Brüder im Ungeiste

Uwe M., Mitglied der rechtsradikalen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), sympathisierte offenbar mit der linksradikalen Rote Armee Fraktion (RAF).
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins FOCUS sagte das ein Jugendfreund von M. beim Bundeskriminalamt aus. Andreas R. erklärte, M. und er hätten 1989/90 in Jena über die RAF gesprochen.

„Damals erzählte mir M., dass es ihm imponiere, wie die Terroristen untergetaucht sind.“

Tatsächlich hatten die Mitglieder der NSU ihren Alltag im Untergrund ähnlich akribisch organisiert wie die Täter der letzten, der sog. „dritten“ RAF-Generation. So wie die Mitglieder der NSU hatten auch die RAF-Terroristen Banken überfallen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auch der Suizid von M. und seinem Komplizen Uwe B. im November 2011 hat Vorbilder in der RAF-Geschichte.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur