Bistum Chur: Bischof Vitus Huonder an die Priester über das päpstliche AL-Schreiben

Bischof Vitus Huonder (siehe Foto) ist katholischer Oberhirte des Bistums Chur in der Schweiz. Der theologisch konservative Bischof hat jetzt ein „Wort zum Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Amoris Laetitia“ herausgegeben, das sich an die Geistlichkeit wendet.

Darin stellt er klar, daß ein Empfang der Sakramente für zivil wiederverheiratet Geschiedene allenfalls dann möglich sei, wenn die Partner geschwisterlich-platonisch zusammenleben. bischof_vitus_gr

Einen Tag vor dem Churer Oberhirten hatten sich die deutschen Bischöfe zum päpstlichen Schreiben „Amoris Laetitia“ geäußert, dabei die kirchliche Ehelehre grundsätzlich bekräftigt, aber zugleich „Wiederverheiratete“ an ihren Seelsorger verwiesen, um mit diesem die jeweilige Situation abzuklären (womit aber der „Schwarze Peter“ bzw. die Gewissensbelastung auf den Priester übergeht).

Hier folgt nun die Erklärung von Bischof Vitus Huonder im vollen Wortlaut:

Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst

In der Diskussion rund um das Nachsynodale Apostolische Schreiben Amoris Laetitia kam das achte Kapitel mit der Frage der zivil wiederverheirateten geschiedenen Personen ins Zentrum zu stehen. Aus diesem Grund gebe ich dazu in meiner Verantwortung als Bischof zu Händen der Seelsorger (Beichtväter) einige Hinweise.

Vorgängig möchte ich das Folgende festhalten: Der Heilige Vater sagt in der Einleitung zu Amoris Laetitia, „dass nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden müssen“ (AL 3). Diese Aussage lässt den Stellenwert des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens erkennen.

„Wenn man die zahllosen Unterschiede der konkreten Situationen … berücksichtigt, kann man verstehen, dass man von der Synode oder von diesem Schreiben keine neue, auf alle Fälle anzuwendende generelle gesetzliche Regelung kanonischer Art erwarten durfte. Es ist nur möglich, eine neue Ermutigung auszudrücken zu einer verantwortungsvollen persönlichen und pastoralen Unterscheidung der je spezifischen Fälle“ (AL 300), sagt der Papst im Zusammenhang der Unterscheidung bei irregulären Situationen. 0018

Das bedeutet jedoch auch, dass der Bischof umso mehr gefordert ist, ein richtungweisendes Wort zu sprechen, da die Priester die Aufgabe haben, „die betroffenen Menschen entsprechend der Lehre der Kirche und der Richtlinien des Bischofs auf dem Weg der Unterscheidung zu begleiten“ (AL 300).

Des weitern „ist es notwendig, zur Reifung eines aufgeklärten, gebildeten und von der verantwortlichen und ernsten Unterscheidung des Hirten begleiteten Gewissens zu ermutigen und zu einem immer größeren Vertrauen auf die Gnade anzuregen“ (303).

Dem entspricht ganz, was der Heilige Vater unter Amoris Laetitia 307 sagt:

„Um jegliche fehlgeleitete Interpretation zu vermeiden, erinnere ich daran, dass die Kirche in keiner Weise darauf verzichten darf, das vollkommene Ideal der Ehe, den Plan Gottes in seiner ganzen Größe vorzulegen: ‘Die jungen Getauften sollen ermutigt werden, nicht zu zaudern angesichts des Reichtums, den das Ehesakrament ihrem Vorhaben von Liebe schenkt, gestärkt vom Beistand der Gnade Christi und der Möglichkeit, ganz am Leben der Kirche teilzunehmen.’ Die Lauheit, jeglicher Form von Relativismus oder der übertriebene Respekt¹ im Augenblick des Vorlegens wären ein Mangel an Treue gegenüber dem Evangelium und auch ein Mangel an Liebe der Kirche zu den jungen Menschen selbst“.

Im Sinne all dieser Hinweise in Amoris Laetitia bitte ich die Priester, das Folgende zu beachten: BILD0235

1. Ausgangspunkt der Begleitung, Unterscheidung und Eingliederung muss die Heiligkeit des Ehebandes (die Bindung) sein. Aufgabe der Seelsorge ist es, den Menschen das Bewusstsein der Heiligkeit des Ehebandes zu vermitteln oder wieder zu vermitteln. Der Heilige Vater spricht von der „Seelsorge der Bindung“ (AL 211; in der italienischen Sprache vincolo). Die offizielle deutsche Übersetzung von vincolo mit Bindung ist zu schwach. Deshalb spreche ich hier ausdrücklich vom Eheband.

2. Das Eheband ist schon von der Schöpfung her heilig (Natur-Ehe), umso mehr von der Neuschöpfung her (Ordnung der Erlösung) durch die sakramental geschlossene Ehe (übernatürliche Ordnung). Die Bewusstseinsbildung bezüglich dieser Wahrheit ist ein dringender Auftrag in unserer Zeit (vgl. AL 300).

3. Diese Bewusstseinsbildung ist umso notwendiger, als ein Hirte sich nicht damit zufrieden geben kann, „gegenüber denen, die in ‘irregulären’ Situationen leben, nur moralische Gesetze anzuwenden, als seien es Steine, die man auf das Leben von Menschen wirft“ (AL 305). Das Eheband selber ist eine Gabe der Liebe, der Weisheit und der Barmherzigkeit Gottes, welche den Eheleuten Gnade und Hilfe verleiht. Deshalb muss der Rückbezug auf das Eheband beim Weg der Begleitung, der Unterscheidung und der Eingliederung an erster Stelle stehen.

4. Erkennt ein Beichtvater bei einer Beichte eines unbekannten Pönitenten (bei einer „Gelegenheitsbeichte“) Fragen bezüglich des Ehebandes, welche der Klärung bedürfen, wird er den Pönitenten bitten, sich einem Priester anzuvertrauen, welcher mit ihm einen längeren Weg der Umkehr und Eingliederung gehen kann, oder er wird sich mit ihm selber außerhalb der Beichte in Verbindung setzen. DSC05481 - Kopie

5. Bei der seelsorglichen Begleitung von zivil wiederverheirateten Geschiedenen ist zunächst zu prüfen, ob die Eheschließung (die „erste Ehe“) gültig zustande kam, ob ein Eheband wirklich besteht. Diese Prüfung kann nicht der einzelne Priester vornehmen, schon gar nicht im Beichtstuhl. Der Beichtvater muss die betroffene Person an den Offizial des Bistums verweisen.

6. Wie es auch immer um die Gültigkeit der Eheschließung steht, eine gescheiterte Verbindung muss in jedem Fall menschlich und glaubensmäßig aufgearbeitet werden. Das bedeutet, dass ein längerer, Geduld verlangender seelsorglicher Weg beschritten werden muss.

„In diesem Prozess wird es hilfreich sein, durch Momente des Nachdenkens und der Reue eine Erforschung des Gewissens vorzunehmen. Die wiederverheirateten Geschiedenen sollten sich fragen, wie sie sich ihren Kindern gegenüber verhalten haben, seit ihre eheliche Verbindung in die Krise geriet; ob es Versöhnungsversuche gegeben hat; wie die Lage des verlassenen Partners ist; welche Folgen die neue Beziehung auf den Rest der Familie und die Gemeinschaft der Gläubigen hat; welches Beispiel sie den jungen Menschen gibt, die sich auf die Ehe vorbereiten. Ein ernsthaftes Nachdenken kann das Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes stärken, die niemandem verwehrt wird“ (AL 300).

„Die Hirten, die ihren Gläubigen das volle Ideal des Evangeliums und der Lehre der Kirche nahelegen, müssen ihnen auch helfen, die Logik des Mitgefühls mit den Schwachen anzunehmen und Verfolgungen oder allzu harte und ungeduldige Urteile zu vermeiden“ (AL 308).

7. Der Empfang der heiligen Kommunion der zivil wiederverheirateten Geschiedenen darf nicht dem subjektiven Entscheid überlassen werden. Man muss sich auf objektive Gegebenheiten stützen können (auf die Vorgaben der Kirche für den Empfang der heiligen Kommunion). Im Falle von zivil wiederverheirateten Geschiedenen ist die Achtung vor dem bestehenden Eheband ausschlaggebend.

Foto: E. Gründler8. Wird bei einem Gespräch (bei einer Beichte) die Absolution eines zivil wiederverheirateten Geschiedenen erbeten, muss feststehen, dass diese Person bereit ist, die Vorgaben von Familiaris consortio 84 anzunehmen (JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio vom 12. November 1981).

Das heißt: Können die beiden Partner aus ernsthaften Gründen … der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen (vgl. AL 298), sind sie gehalten, wie Bruder und Schwester miteinander zu leben. Diese Regelung gilt nach wie vor schon deshalb, weil das neue Apostolische Schreiben Amoris Laetitia ausdrücklich keine „neue gesetzliche Regelung kanonischer Art“ vorsieht (vgl. AL 300). Der Pönitent wird den festen Willen bezeugen müssen, in Achtung vor dem Eheband der „ersten“ Ehe leben zu wollen.

9. Halten wir bei der Vorbereitung und Begleitung der Traupaare, Eheleute und der Familien immer das Wort des heiligen Paulus vor Augen: „Dieses Geheimnis ist groß. Ich beziehe es auf Christus und die Kirche (Eph 5,32)“ – Sacramentum hoc magnum est, ego autem dico in Christo et in Ecclesia.

Mit meinem Dank für die Treue zum Herrn und seinem Auftrag, grüße ich herzlich, verbunden mit meinem bischöflichen Segen

+ Vitus Huonder, Bischof von Chur

¹ Das Schreiben meint damit wohl die allzu große Vorsicht oder Rücksichtnahme, so dass die Wahrheit verdunkelt würde.

Quelle: http://www.bistum-chur.ch/bistumsleitung/die-heiligkeit-des-ehebandes-wort-zum-nachsynodalen-apostolischen-schreiben-amoris-laetitia/

Gemälde: Evita Gründler


Regensburg: Bischof Voderholzer hält den Islam für kaum integrationsfähig

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer erinnert daran, dass die Welt in der wir leben, zutiefst durchdrungen ist von christlichen Glaubensvorstellungen und den daraus resultierenden Werten. Diese seien unser aller Sorge wahrlich wert, betonte der Bischof im Rahmen einer Vesper im Regensburger Dom St. Peter anlässlich des 4. Jahrestages seiner Bischofsweihe. Voderholzer 1

Der Oberhirte von Regensburg (siehe Foto) verwies darauf, dass man nicht allen, die sich Sorgen um unsere abendländische-christliche Kultur machten, von vorneherein alle möglichen pathologischen Phobien (krankhafte Ängste) unterstellen dürfe.

Das Abendland, so Voderholzer, sei keine statische Größe. Es sei gewachsen, habe viele Einflüsse und Kulturen aufgenommen und integriert. Das Abendland sei aber auch nicht einfach die Summe oder bloße Addition von unterschiedlichen Kulturen, sondern diese verschiedenen Einflüsse seien christlich transformiert.

Unser Festkalender, das Zeitempfinden überhaupt, die Kunst, ob darstellend, Musik oder Literatur, die grundsätzliche Unterscheidung von weltlichem und geistlichem Bereich; auch das Phänomen Aufklärung sei letztlich ohne die schon in der Heiligen Schrift selbst bezeugten Aufklärungs- und Entdivinisierungskonzepte (etwa im Bereich der Schöpfungstheologie) nicht zu denken, erklärte der Bischof und stellte weiter klar:

„Der Islam nun freilich, so viel Realismus müssen wir aufbringen, ist eine postchristliche Erscheinung, die mit dem Anspruch auftritt, die Kerngehalte des Christentums zu negieren: Den Glauben an den  dreifaltigen Gott, die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk am Kreuz. Nur wer seinen eigenen Glauben entweder nicht kennt oder nicht ernst nimmt, kann hier eine weit reichende Integration des Islam als Islam für möglich halten“, erläuterte der Oberhirte.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg  – Pressemitteilung


Bischof Felix Genn: Angst vor einer Islamisierung Deutschlands nicht nötig

„Vermischung der Religionen nicht aufzuhalten“

Unter dem Titel „Bischof von Münster warnt in Silvesterpredigt vor Angst  –  Genn: Christen müssen Islamisierung nicht fürchten“ berichtet die Online-Ausgabe der Bistumszeitung „Kirche und Leben“ am 31. Dezember 2016 über die Silvester-Ansprache von Bischof Felix Genn in der Lambertikirche zu Münster in Westfalen.  Genn

Die zeitgeist-liche Predigt war von Beruhigungspillen geprägt, wobei Dr. Genn (siehe Foto) betonte, Christen seien immer Friedensstifter gewesen, denn das Wort Gottes biete ihnen das Fundament für ein „friedliches Zusammenleben in einer Gesellschaft“.

Offenbar hat der katholische Oberhirten hierbei das Thema verfehlt: Es geht nicht um eine Angst vor dem Christentum, sondern vor einer Islamisierung Deutschlands. Vermutlich hat er auch seinen Schiller und dessen bekannten Spruch vergessen: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

Anscheinend haben aber eine Reihe Katholiken dieses Dichterwort verinnerlicht, denn der Bischof beklagte sich darüber, daß es auch in den Kirchengemeinden des Bistums Münster „Tendenzen der Angst vor Überfremdung und ein Misstrauen gegenüber Flüchtlingen“ gäbe.

Statt diese Befürchtungen vieler Bürger wenigstens ernst zu nehmen, weil sie immerhin u.a. auf einer Reihe von Terror-Ereignissen beruhen, lamentierte der Bischof darüber, mit derlei Sorgen „könne man Politik betreiben“, auch werde dieses Thema das „Wahljahr 2017 bestimmen“.

Er fügte ironisch hinzu: „Manche sehen schon in der Stadt Münster eine Zukunft, in der die Lamberti-Kirche zur Moschee umgewandelt wird.“

Will der Bischof sich durch derlei Übertreibungen über wohlbegründete Besorgnisse von Bürgern hinwegsetzen und sie der Lächerlichkeit preisgeben?

Islamexperte: Deutschland integriert sich in den Islam

Derweil warnt z.B. der deutsche Islamwissenschaftler und Politologe Ralph Ghadban im FOCUS sehr wohl vor einer Islamisierung, wie IDEA berichtet. Er schreibt sogar, nicht die Muslime würden sich in unseren Rechtsstaat integrieren, sondern umgekehrt: RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

„Anstatt Muslime in das bestehende Rechts- und Wertesystem einzubinden, vollzieht sich gegenwärtig eine Integration Deutschlands in den Islam. Die Verbreitung des Multikulturalismus in den neunziger Jahren habe diese Entwicklung begünstigt: „Die Kritik am Islam wurde als politisch inkorrekt verpönt. Auf alle Ebenen, der politischen, der juristischen und der Sicherheitsebene, begann der Rückzug des Staates aus Angst, rassistisch zu handeln und die Minderheiten zu stigmatisieren.“  –  Diese Art der Öffnung der deutschen Gesellschaft habe aber nichts gebracht.“

Das eigentliche Konfliktfeld bestehe darin, so der Publizist Ghadban, daß der offizielle Islam die Menschenrechte von Nicht-Muslimen nicht respektiere: „Außer den erfolglosen Islamreformern, die meistens in Exil leben, erkennt der Islam weder andere Religionen noch andere Menschen als gleichwertig an.“

Statt Islam-Sachkunde ein einseitiger Ausflug in die weite Welt

Statt sich nun inhaltlich mit diesem Problem und dem Gewaltpotential, das systemimmanent im Islam (etwa durch diverse Koransuren) vorhanden ist, zu befassen, weicht Bischof Genn lieber aus in die weite Welt bzw. internationale Politik: IGFM_Scharia

„Der Wahlkampf in den USA hat nach seiner Einschätzung gezeigt, wie in einer komplexen Welt einfache Parolen mehr Gewinn einstreichen würden als die notwendige geistige Auseinandersetzung.“

Damit unterstellt er in seiner Silvesterpredigt den vom Volk gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten, dieser habe lediglich aufgrund „einfacher Parolen“ gesiegt, statt eine „notwendige geistige Auseinandersetzung“ zu führen.

Ist dem katholischen Würdenträger etwa entgangen, daß auch Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton sich nicht als Freundin komplexer Argumentationen erwiesen hat? Was hat seine – noch dazu einseitige  –  Kritik am US-Wahlkampf in einer Silvesterpredigt zu suchen? Wo führt denn er, der Bischof, die „notwendige geistige Auseinandersetzung“? 

Ist es nicht sehr wohl eine „einfache Parole“, wenn er ohne Wenn und Aber zum Besten gibt, man brauche sich vor einer Islamisierung nicht fürchten?

Bischof Genn warnt vor einer „Abschottung“

Zudem erklärte der Bischof laut Bericht der Bistumszeitung, es führe „nicht weiter“, wenn man sich gegenüber fremden Religionen und Kulturen „abschotten“ wolle. Wörtlich heißt es zu Genns Predigt: „In einer globalisierten Welt sei die Vermischung von Kulturen und Religionen nicht aufzuhalten.“

Mit anderen Worten: Er sieht keinen Grund, irgendetwas gegen eine „Religionsvermischung“ zu unternehmen, denn „Abschottung“ ist ja nicht angesagt. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Eine „Vermischung von Kulturen und Religionen“ geht bei Licht betrachtet sogar noch über die naiv-grüne Multikulti-Ideologie hinaus, denn diese glaubt blauäugig an ein friedliches Nebeneinander verschiedener Kulturen und Religionen innerhalb eines Landes. Es wird eine Koexistenz, aber kein Synkretismus, keine Vermischung der Religionen angestrebt.

Will der Bischof von Münster die offensichtlich gescheiterte Multikulti-Traumtänzerei noch toppen, indem er einer Religionsvermischung das Wort redet?!

Hätte er sich statt dieser weitgehend oberflächlichen bis irreführenden Zeitgeist-Predigt doch selber an jenes Dichterwort von Andreas Knapp gehalten, das er in seiner Predigt so wohlwollend zitierte:

»im gedroschenen stroh
des leeren geredes
kein körnchen wahrheit mehr
täglich wächst der hunger
dass ein wort geboren werde
nahrhaft wie ein weizenkorn«

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Siehe ergänzend unser Bericht über ein von Bischof Genn verfügtes Predigtverbot für einen islamkritischen Pfarrer, das er durch vatikanischen Beschluß zurücknehmen mußte: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/13/vatikan-hebt-predigtverbot-fuer-islamkritischen-pfarrer-paul-spaetling-auf/

HIER der volle Wortlaut der Bischofs-Predigt: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/dokumentiert-die-predigt-von-bischof-felix-genn-zum-jahresschluss-2016/

Inzwischen gibt es auch auf kath.net eine lebhafte Leserdebatte: http://www.kath.net/news/58061


Regensburg: Bischof Voderholzer hat die Heilige Pforte der Barmherzigkeit geschlossen

Am heutigen Christkönigssonntag endete das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Bischof Rudolf Voderholzer schloss die Heilige Pforte bei der Kirche St. Joseph des Karmelitenklosters in der Regensburger Altstadt und feierte im Anschluss mit den Gläubigen im Dom St. Peter ein Pontifikalamt. 161120_pforte-1

Im Laufe der Liturgie ließ der Bischof die Heiligen Pforten Roms in Erinnerung an die Bistumswallfahrt nach Rom vor dem geistigen Auge der Gläubigen Revue passieren:

  • Die Heilige Pforte an der Lateranbasilika mit der ältesten Taufkapelle der Welt. Sie stelle uns die Taufe als Eintrittspforte in die Gemeinschaft der Kirche vor Augen.
  • Die Heilige Pforte der Basilika St. Paul vor den Mauern führe in die Kirche, in der sich das Grab des großen Völkerapostels Paulus befinde. Er habe sein Leben ganz in den Dienst des Evangeliums gestellt.
  • Die Heilige Pforte am Petersdom lasse die Gläubigen auf den heiligen Petrus schauen.
  • Die Heilige Pforte der Basilika Maria Maggiore habe den Blick dabei in besonderer Weise auf die Gottesmutter gelenkt. Durch sie konnte Jesus Christus, die Barmherzigkeit Gottes, unter den Mensch werden, erklärte der Regensburger Oberhirte

Heilige Jahre, wie das nun zu Ende gehende seien wichtige Zeichen, Höhepunkte im Fluss der Geschichte, hob Bischof Rudolf in seiner Predigt hervor. Das zu Ende gehende Jahr der Barmherzigkeit wollte den Gläubigen erneut die Gewissheit einpflanzen, dass die Türen des Herzens Gottes immer offen stünden, auch wenn die symbolische Pforte wieder geschlossen wurde.

Dankbar habe der Bischof auch die Rückmeldungen aus den Pfarreien vernommen, dass das Thema Barmherzigkeit das Leben und Beten in den Pfarreien geprägt habe. Die leiblichen und die geistlichen Werke der Barmherzigkeit hätten wir ein roter Faden die geistlichen Worte und Ansprachen durchzogen.  Mancherorts wurden die 14 Stationen der Kreuzwegandacht mit den 14 Werken der Barmherzigkeit in Verbindung gebracht. Ob das Jahr der Barmherzigkeit auch die Beichtpraxis belebt habe, lasse sich noch nicht abschließend sagen.

Heilige Pforten erstmals auch in den Bistümern

Im Dezember 2015 eröffnete Papst Franziskus das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit, das weltweit, und so auch im Bistum Regensburg, gefeiert wurde.  Mehr als 450 Gläubige aus dem Bistum pilgerten Ende März zusammen mit Bischof Rudolf nach Rom, um dort durch die Heiligen Pforten zu gehen und die heilige Messe zu feiern.

Erstmals in der Geschichte der Heiligen Jahre durften nach Weisung des Papstes auch in den einzelnen Diözesen Heilige Pforten geöffnet werden. In Regensburg gab es neben der Pforte des Karmelitenklosters und in der Gnadenkapelle des Schönstattzentrums in Kösching acht weitere Hl. Pforten, die von Ostern bis Pfingsten geöffnet hatten. Diese waren in Amberg, Aufhausen, auf dem Bogenberg, in Cham, Mindelstetten, Neustadt a. d. Waldnaab, Tirschenreuth und Vilsbiburg.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Bischof Richard Spencer informierte Bischof Voderholzer über die US-Militärseelsorge

„Deutsche Kultur und Lebensweise lieb gewonnen“

In herzlicher Atmosphäre hat amn gestrigen Mittwochnachmittag der Besuch von Weihbischof Richard Spencer bei Bischof Rudolf Voderholzer in Regensburg stattgefunden.

Spencer ist einer von vier aktiven Weihbischöfen der amerikanischen Militärseelsorge. Er ist für die Katholiken der US-Streitkräfte verantwortlich: in ganz Europa sowie auch in ganz Asien. Dekan Thomas Jeschner aus Eschenbach begleitet Weihbischof Spencer in diesen Tagen. Richard Spencer 2

Militärbischof Spencer dankte dem Oberhirten von Regensburg für die seelsorglichen Dienste von Dekan Thomas Jeschner und Stiftsdekan Heinrich Wachter, die zum Bistum Regensburg gehören.

Er überreichte ihm ein Geschenk, über das sich Dr. Voderholzer sehr freute: eine asiatische Figur des hl. Andreas Kim Taegon (1821 – 1846), der Koreas erster römisch-katholischer Priester war (siehe Foto). Er erlitt ein grausames Martyrium.

Seinerseits schenkte Bischof Rudolf dem bischöflichen Mitbruder eines seiner theologischen Werke in englischer Übersetzung. An kommenden Wochenende weilt Bischof Spencer bereits in Japan.

Im Rahmen des Besuchs gab Weihbischof Spencer ein Interview:

Welchen Auftrag hat die U.S.-Militär-Erzdiözese?

Die US-Militär-Erzdiözese (Archdiocese for the Military Services USA, „AMS“) wurde vor dreißig Jahren, am 30. April 1986, von Rom aus errichtet. Damals wurden 36 verschiedene Militärdiözesen in der ganzen Welt eingerichtet. Unter ihnen gibt es vier Erzdiözesen, die aufgrund ihrer Größe und ihres Auftrags eben Erzdiözesen sind.

Der Auftrag der AMS ist weltumfassend, macht also vor geographischen Grenzen keinen Halt. Wir, die AMS, sind verantwortlich für das Personal und deren Familien der US-Streitkräfte, für alle Botschaften, die ebenfalls dem Außenministerium unterstehen, und ihre Mitarbeiter sowie für alle staatlichen Veterans Administration Hospitals (Kriegsveteranenkliniken), Altenheime und Pflegekliniken in den Vereinigten Staaten.

Momentan sind wir seelsorglich für 1,8 Millionen Katholiken in unserer Jurisdiktion tätig. Bei uns sind 406 katholische Priester auf Vollzeitstellen im Einsatz, die in kirchenrechtlicher Hinsicht alle Möglichkeiten haben, um für unsere Herde seelsorglich da zu sein.

Welche Aufgaben haben Sie genau?

Als Weihbischof bin ich Erzbischof Timothy Broglio zugeordnet, der in unserer Zentrale in Washington DC sitzt. Das Gebiet, für das ich Verantwortung übernommen habe, erstreckt sich über ganz Europa und ganz Asien. Über zwei Kontinente!

Wir sind eine komplette Erzdiözese, in der alle sieben Sakramente gespendet werden und in der die Menschen aller Altersstufen religiöse Bildung erfahren, in der die Evangelisierung vorwärts gebracht wird und wo es auch die notwendige kirchliche Gerichtsbarkeit gibt. Als Hirte stehe ich den Priestern der Militärseelsorge wie auch den Priestern aus dem jeweiligen Diözesanklerus zur Seite, die in unseren Gemeinden ihren Dienst versehen.

Stehen Sie auch den Soldaten im Kampfeinsatz zur Seite?

Ich persönlich war fünf Mal im Irak und zweimal in Afghanistan im Einsatz. Ich war auch gerade zu dem Zeitpunkt im Pentagon, als am 11. September das Passagierflugzeug in das Gebäude stürzte.

Wie nehmen Sie Deutschland, seine Traditionen, Bräuche und überhaupt die Leute wahr?

Ich habe in den vergangenen sechs Jahren nacheinander in Deutschland gelebt und die deutsche Kultur, die Traditionen hier und die Lebensweise genossen und auch lieb gewonnen. In meiner Verwandtschaft mütterlicherseits sind viele niederländisch-deutsche Familienmitglieder und es war sehr aufregend, zahlreichen entfernten Verwandten einen Besuch abzustatten. Ich gehe immer wieder meinem Hobby nach, wenn ich mich am Wochenende am deutschen Volksmarsch in verschiedenen Gegenden Deutschlands beteilige und am Rhein entlang mit dem Fahrrad unterwegs bin.

Wie häufig sind Sie in den USA?

Vier bis fünf Mal im Jahr. Es gibt in jedem Jahr zwei verpflichtende Versammlungen der Bischöfe, dazu ebenfalls verpflichtende jährliche Einkehrtage für die Bischöfe. Als einer der wahlberechtigten und aktiven Bischöfe der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) nehme ich außerdem an verschiedenen Sitzungen von Kommissionen teil und leiste so meinen Beitrag zur Unterstützung der USCCB. Zusätzlich zu meinen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, die sich auf Europa erstrecken, verbringe ich jährlich 16 bis 18 Wochen in Asien: Singapur, Korea, Japan, Guam, Okinawi, auf den Philippinen etc.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Regensburg: Sieben Diakone wurden heute zu Priestern geweiht

Ein großer Tag für das gesamte Bistum Regensburg: Am heutigen Samstag, den 25. Juni 2016, weihte Bischof Rudolf Voderholzer sieben Männer zu Priestern. Ptiesterweihe Dom St. Peter 2016 Foto: altrofoto.de

Zahlreiche Gläubige und Priester aus der gesamten Diözese waren in die Kathedrale St. Peter gekommen, um mit den sieben Diakonen die Priesterweihe mitzufern, darunter  zahlreiche Familienangehörige und Freunde, die die Priesteramtskandidaten bei diesem großartigen Ereignis begleiten wollten.

Bereits im Mai hatte der Bischof zwei Ordensmänner zu Patres geweiht. 

Der Regensburger Oberhirte erklärte in der Predigt, in seinem Bistum habe man noch in vielen Gegenden fast volkskirchliche Situationen und Strukturen. Die neuen Priester könnten damit auf vieles aufbauen. Er fügte hinzu:

„Der Glaube ist nichts, was wir Menschen uns ausgedacht haben und was zur Disposition unserer Überlegungen steht, sondern der Glaube ist unsere Antwort auf göttliches Entgegenkommen. Antwort auf Gottes-Selbst-Erschließung. Glaube ist unsere vom Heiligen Geist ermöglichte und getragene Antwort auf Gottes Offenbarung  – und deshalb ein Geschenk.“   

Priester werde man nicht durch Wahl oder eine demokratische Abstimmung, sondern durch Berufung vom HERRN her und durch die Priesterweihe, sagte Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt. 

Im Rahmen des Weiheritus traten die sieben Kandidaten einzeln vor ihren Oberhirten und bekundeten ihre innere Bereitschaft zum Dienst an der Kirche in Einheit mit dem Bischof.

Der Leiter des Priesterseminars, Regens Martin Priller, erklärte sodann gegenüber dem Bischof, dass das Volk und die Verantwortlichen befragt und die Kandidaten für würdig befunden wurden, die Weihe zu empfangen.

Auf die Weihe durch die Handauflegung des Regensburger Oberhirten folgten daraufhin Riten, die das Geschehen und den Auftrag der Priester ausdeuten: Die jungen Männer wurden mit Stola und Messgewand bekleidet, ihre Hände wurden  gesalbt. Aus der Hand des Bischofs erhielten sie Hostienschale und Kelch zur Feier der Eucharistie.

Mit dem Friedensgruß, der Umarmung durch den Bischof und die anwesenden Priester endete die Weihehandlung. Im Anschluss feierten die sieben Männer mit Bischof Voderholzer und den Gläubigen erstmals als geweihte Priester die hl. Messe. 

Quelle: Bistum Regensburg, Jakob Schötz – Fotos: altrofoto.de


Regensburger Bischof feiert mit 1300 Verheirateten ihr Ehejubiläum im Dom

Mehr als 650 Ehepaare folgten der Einladung von Bischof Rudolf Voderholzer zum Tag der Ehejubilare nach Regensburg. Bereits seit mehreren Jahren werden die langjährig kirchlich Verheirateten an diesem Tag für ihr Eheversprechen geehrt, das sie einst vor dem Traualtar feierlich gelobten.  Ehejubilare Bollwein Segen

Aus der ganzen Diözese waren daher am Sonntag Ehepaare in die Domstadt angereist, um zusammen mit ihrem Oberhirten im Rahmen eines Pontifikalamts in der Kathedrale St. Peter dieses außerordentliche Jubiläum zu feiern, darunter zahlreiche Paare, die bereits ihren 50., 60. oder sogar 65. Ehrentag begehen können.

FOTO: bitte draufklicken, damit es größer und besser sichtbar wird

Nach Wortgottesdienst und Eucharistiefeier spendeten Bischof Rudolf Voderholzer, Weihbischof Josef Graf und Weihbischof Reinhard Pappenberger jedem Ehepaar den Segen. Dabei wurden ihnen geschnitzte Erinnerungskreuze aus Olivenholz überreicht, die Christen aus dem Raum Bethlehem gefertigt hatten.

Mit dem Ehe-Sakrament durchs Leben

Der Bischof war sichtlich überwältigt von den vielen Ehepaaren, die seiner Einladung nach Regensburg gefolgt waren. In seiner Predigt zitierte er das Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus: DSC_0199

„Das Sakrament ist weder eine Sache noch eine Kraft. In Wirklichkeit begegnet Christus selbst durch das Sakrament der Ehe den christlichen Gatten. Er bleibt bei ihnen und gibt ihnen die Kraft, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihm so nachzufolgen, aufzustehen, nachdem sie gefallen sind, einander zu vergeben, die Last des andern zu tragen.

Die christliche Ehe ist ein Zeichen, das nicht nur darauf hinweist, wie sehr Christus seine Kirche in dem am Kreuz besiegelten Bund geliebt hat, sondern das diese Liebe in der Gemeinschaft der Gatten gegenwärtig werden lässt.

Bei einem Besuch in der vergangenen Woche bei der Caritas-Einrichtung in Amberg nutzte Bischof Rudolf die Gelegenheit, um die dortige Eheberaterin nach dem Geheimnis einer gelingenden Ehe zu fragen. Die Antwort war, die Regel „5:1“ zu befolgen.

Eheberaterin empfiehlt die „Regel 5:1“

Dahinter, so der Bischof, verstecke sich eine Erfahrung, die sicher so manches Ehepaar kenne: Erst auf fünfmal Worte des Dankes, der Ermutigung und Wertschätzung dürfe ein Wort der Ermahnung und der Kritik folgen. Logo Christustag

„Merken wir uns das. Diese Regel ähnelt in gewisser Weise dem, was Papst Franziskus immer wieder nennt als das Geheimnis eines guten Zusammenlebens in der Familie. Drei Worte die Wunder wirken: ‚Bitte, Danke und Verzeih!‘  – Nicht nur ‚Entschuldigung‘, sondern wirklich ‚Verzeih mir‘.

Das, in Verbindung mit 5:1, darin so scheint mir, besteht tatsächlich eines der Geheimnisse einer gelingenden Beziehung. Und die Kraft dazu schenkt uns der gekreuzigte und auferstandene HERR, der Bräutigam seiner Kirche, der am Kreuz 100:0 für die Menschheit gewirkt hat“, so Bischof Rudolf Voderholzer.

Darüber hinaus dankte der Regensburger Oberhirte allen Jubilaren für ihr leuchtendes Beispiel für ein gelingendes Eheleben. Sie gäben mit der Treue zu ihrem Eheversprechen damit gerade auch den jungen Menschen, die auf der Suche sind, ein ermutigendes Beispiel.

Wolfgangs-Medaille für 65 Jahre Ehe

Nach dem darauffolgenden gemeinsamen Mittagessen im Regensburger Kolpinghaus erhielten die Ehepaare Hildegard und Erwin Bollwein aus der Pfarrei St. Barbara in Maxhütte-Haidhof, Elisabeth und Georg Kreuzer aus der Pfarrei St. Josef in Regensburg Reinhausen sowie Elisabeth und Georg Wienzek aus der Pfarrei St. Nikolaus in Theuern, die heuer alle ihr 65-jähriges Ehejubiläum feiern können, aus der Hand von Bischof Rudolf die Wolfgangs-Medaille.

Die Wolfgangs-Medaille ist die höchste bischöfliche Auszeichnung für engagierte Laien im Bistum Regensburg.

Quelle: Pressestelle Bistum Regensburg