Causa Pfr. Zurkuhlen in Münster: Ist das „Predigtverbot“ von Bischof Genn berechtigt?

Von Felizitas Küble

Hier im CHRISTLICHEN FORUM wurde bereits mehrfach über die Skandalisierung einer Predigt berichtet, die der Ruhestands-Pfarrer Ulrich Zurkuhlen unlängst in der Heilig-Geist-Kirche von Münster gehalten hat.

Das von Medien und Kirchenleitung hochgeschaukelte „Ereignis“ schlägt deutschlandweite Wellen auch in Funk und Fernsehen. 

Der mittlerweile von (fast) allen Seiten kritisierte Geistliche hatte dafür plädiert, daß höhere kirchlichen Amtsträger gegenüber missbrauchsschuldigen Priestern irgendwann zur Vergebung bereit sein sollen.

Dieser Predigtteil wurde vielfach in der Öffentlichkeit so ausgelegt, als hätte Pfarrer Zurkuhlen ausdrücklich von den Opfern verlangt, den Tätern zu verzeihen, was jedoch   – jedenfalls nach Zurkuhlens Darstellung – so nicht zutrifft.

BILD: Bischof Genn mit Gläubigen bei einem Fest auf dem Domplatz

Nun hat Bischof Dr. Felix Genn wenige Tage nach jener aufregenden Sonntagsmesse einen Brief an den 79-jährigen Priester geschrieben und ihn aufgefordert, bis auf weiteres nicht mehr zu predigen.

Zunächst einige Hinweise zum formalen Gang der Dinge: Der Münsteraner Oberhirte hat dem Ruheständler damit kein formelles Predigtverbot per Dekret erteilt, sondern ihn „nur“ schriftlich zu einem Predigtverzicht aufgefordert.

Warum wählte der Bischof nicht den Weg eines Dekrets?

Dies ist aber nur scheinbar eine „mildere“ Vorgangsweise – eher umgekehrt wird ein Schuh draus:

Im Falle eines förmlichen Dekrets hätte Pfarrer Zurkuhlen den Bischof innerhalb einer kirchenrechtlich vorgeschriebenen Frist von zehn Tagen um Rücknahme der Maßnahme bitten können.

Hätte der Bischof dies abgelehnt oder innerhalb einer Frist von vier Wochen überhaupt nicht reagiert, so wäre der Weg zur vatikanischen Kleruskongregation für Pfr. Zurkuhlen frei gewesen – er hätte also einen Rekurs (Beschwerde) in der Kurie einreichen können.

Die Wahrscheinlichkeit wäre vermutlich groß gewesen, daß Rom dem Priester recht gegeben hätte. Oder warum sollte die Kleruskongregation ein Predigtverbot für gerechtfertigt halten, weil der Geistliche über Vergebung predigte, die auch Missbrauchstäter miteinbeziehe?

Bischof Genn hat den formalen Weg also vermieden, was für den betreffenden Priester aber kein Vorteil ist, da er sich nun kirchenrechtlich nicht wehren kann, der Rechtsweg ist ihm quasi versperrt.

Andererseits wird von ihm natürlich erwartet, daß er der Aufforderung des Bischofs nach einem Predigtverzicht nachkommt – eine klassische Zwickmühle also.

Fall Spätling: Bischof mußte Predigtverbot zurücknehmen

Der Münsteraner Oberhirte hatte in der Causa Spätling schon einmal den Kürzeren gezogen:

Damals erteilte er Pfarrer Paul Spätling per Dekret ein Predigtverbot, nachdem dieser am Abend zuvor eine islamkritische Ansprache gehalten hatte. Der Priester ging den oben erwähnten Rekurs-Weg, was zur Folge hatte, daß der Vatikan das Predigtverbot aufhob, also diese Maßnahme Genns für ungültig erklärte. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/07/13/vatikan-hebt-predigtverbot-fuer-islamkritischen-pfarrer-paul-spaetling-auf/)

In der Causa Zurkuhlen heißt es nun in kirchl. Äußerungen (so auch bei der gestrigen Gemeindeversammlung in der Hl.-Geist-Kirche), der Bischof habe deshalb kein formelles Predigtverbot erteilt, weil die Äußerungen von Pfr. Zurkuhlen nicht schriftlich vorlägen (der Geistliche hat frei gepredigt).

Dies war bei Pfarrer Spätling durchaus vergleichbar (dem Bischof lag kein Rede-Manuskript vor), trotzdem folgte blitzschnell das Dekret  – und dies sogar über die Medien, die früher darüber informiert waren als der betroffene Priester selbst. 

Mag Zurkuhlens Predigt auch ungelenkig und mißverständlich vorgetragen worden sein, so frag ich mich: Hätte ein bischöflicher „Rippenstoß“ – also eine Rüge oder sonstige Sachkritik  – hier nicht genügt? Oder weshalb nicht speziell begrenzt auf das Missbrauchsthema, wozu sich der Priester nicht mehr äußern solle?

BILD: Dieses Buch „Wagen wir zu sprechen“ von Pfr. Zurkuhlen behandelt das Vaterunser-Gebet

Vielleicht ging es zunächst darum, für „Ruhe im Karton“ zu sorgen, den Medien gleichsam einen Köder hinzuwerfen, damit sie in ihrem Sensationseifer erst einmal zufriedengestellt sind – und somit das Thema einpacken.

Vermutlich wird genau das Gegenteil eintreffen – nämlich nach der Devise: Wer A sagt, muß auch B sagen.

Schon auf der Gemeindeversammlung am gestrigen Montag wurde mehrfach der Ruf nach einer amtlichen Abberufung Zurkuhlens aus dem Seelsorgsteam laut.

Oder steckt womöglich eine weitere Überlegung hinter dieser Vorgangsweise?

Will sich Dr. Felix Genn gerne als Supersaubermann in puncto Missbrauchsbekämpfung profilieren?  Wäre es aber nicht ehrlicher, hierbei eigene  –  und zwar schwerwiegende  –  Versäumnisse einzuräumen? Oder soll mit diesem markigen Verhalten gerade davon  abgelenkt werden?!

Bischof Genn hatte Pfr. Terlinden befördert

Wie steht es denn mit der Causa Ulrich Terlinden?  – Hier ging es nicht um eine ungeschickte Predigt, sondern um tatsächliche Übergriffe eines Geistlichen an Schutzbefohlenen und Jugendlichen.

Obwohl diese dem bischöflichen Ordinariat längst bekannt waren, hat man den Priester allen Ernstes nach Kevealer versetzt, den größten Wallfahrtsort im Bistum Münster  – dort hatte er sogar einen eigenen Beichtstuhl.

Damit nicht genug, hat Bischof Dr. Felix Genn ihn danach sogar zum leitenden (!) Pfarrer von St. Johannes Baptist in Bedburg-Hau ernannt, obwohl dessen Übergriffigkeiten der Bistumsleitung doch seit vielen Jahren bekannt waren.

Pfr. Terlinden wurde erst im Dezember 2018 amtsenthoben bzw. suspendiert, nachdem weitere Vorwürfe laut wurden.

Die „Westfälischen Nachrichten“ (WN) schreiben dazu: „Das Bistum weist außerdem darauf hin, dass der Beschuldigte schon an zwei früheren Stationen auffällig geworden sei.“

Genau so ist es – und trotzdem hat man ihn nicht etwa „nur“ hin- und hergeschoben (wie dies früher oft in solchen Fällen erfolgte und was schon schlimm genug wäre), sondern ihn sogar befördert.

Lesen wir aus den WN weiter hierüber:

„So kam es…2006, als er Pfarrer in Ottmarsbocholt war, zu sexuellen Annäherungen an einen Erwachsenen. Terlinden musste sich daraufhin einer psychologischen Beratung unterziehen. Erneut sei es 2011 in Kevelaer zu für einen Priester unangemessenen Kontakten…mit zwei Männern gekommen, heißt es weiter. Der Priester habe daraufhin eine längere Therapie gemacht.“

Wohlgemerkt: Trotz dieser Vorgänge und der „längeren Therapie“ konnte Terlinden hinterher leitender Pfarrer in Bedburg-Hau werden. Hierfür trägt der Oberhirte von Münster zumindest eine amtliche Verantwortung.

Auch in der Causa Beese hat sich die Bistumsleitung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, sondern den verbal übergriffigen Pastor von Lippetal nach Rheine verschoben, wo er munter weitermachte: https://www.wn.de/Muensterland/2016/06/2410013-Gereon-Beese-in-Rheine-entpflichtet-Pastor-schickte-voellig-unangemessene-Nachrichten-an-Jugendliche

Soll das harte Vorgehen in der Causa Zurkuhlen darüber hinwegtäuschen, daß der Bischof allen Grund hätte, sich selber an seine eigene Brust zu schlagen?! 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Stellungnahme zur Causa Zurkuhlen von evangelikaler Seite: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2019/07/08/auch-missbrauchstaeter-duerfen-um-vergebung-bitten/


„Fernsehbischof“ Sheen wird heiliggesprochen

Am 5. Juli billigte Papst Franziskus das Dekret der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, das ein Wunder anerkennt, welches auf die Fürsprache des amerikanischen Bischofs Fulton Sheen zurückgeführt wird.

Der Erzbischof wurde am 8. Mai 1895 in Illinois als Sohn irischer Einwanderer geboren und starb am 9. Dezember 1979 in New York.

„Meine größte Liebe war immer die Mission“, erklärte der Oberhirte noch kurz vor seinem Tod.

Von 1930 bis 1950 leitete er die abendliche Radiosendung „The Catholic Hour“ (Die katholische Stunde) bei NBC.

Später wurde er berühmt durch seine Fernsehsendung „Life is Worth Living“, die mehr als 30 Millionen Zuschauer erreichte und ihm zwei Emmy Awards für seine außergewöhnlichen Medienfähigkeiten einbrachte. 

Am 28. Mai 1951 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Weihbischof von New York. Er nahm am 2. Vatikanischen Konzil teil und wurde am 21. Oktober 1966 von Papst Paul VI. zum Bischof von Rochester ernannt.

Als Professor für Philosophie lehrte er an der Katholischen Universität Washington. Er gründete die Zeitschrift „Christ in the World“ und veröffentlichte etwa 300 Bücher und Artikel.

Der Erzbischof spielte eine hervorragende Rolle bei der Bekehrung bedeutender Persönlichkeiten zum katholischen Glauben, darunter Schriftsteller, Politiker und Unternehmer. Bekannt war er auch für seinen Humor.

Er starb am 9. Dezember 1979, als er in seiner privaten Kapelle vor dem Tabernakel betete. Zuvor hatte er sich einer schwierigen Operation unterzogen.

Quelle: Fidesdienst

 


Das Weihwasser ist kein Abwehrzauber

Von Felizitas Küble

Rubén Darío Jaramillo Montoya ist Bischof von Buenaventura in Kolumbien; er wurde vor zwei Jahren von Papst Franziskus zum Oberhirten des Bistums ernannt.

Die Stadt mit ihren rd. 400.000 Einwohnern hatte jahrelang ein Riesenproblem vor allem mit ihrem Hafenviertel. Drogen, Korruption und Morde waren an der Tagesordnung, paramilitärische Banden erpressten und terrorisierten die Bürger.  

In den letzten fünf Jahren hat sich die Lage aber deutlich stabilisiert. Internationale Menschenrechtsvereine arbeiteten mit staatlichen Behörden, Soldaten und der Polizei zusammen, so daß eine „humanitäre Zone“ entstanden ist.

In den letzten zehn Jahren ist die Mordrate in Buenaventura von 121 Morden pro 100.000 Menschen auf 14 gesunken. Das ist immer noch zu hoch, aber die Stadt ist über dem Berg und kann allmählich aufatmen. (Näheres dazu auf Tekk-TV.)

Das charismatisch orientierte Infoportal „Kath.net“ meldet  –  natürlich völlig unkritisch – am 27. Juni, der bereits erwähnte Oberhirte Montoya plane für den 14. Juli, aus einem Hubschrauber massenhaft Weihwasser auf die Stadt zu sprühen, um die Dämonen auszutreiben, welche die Bewohner plagen:

„In Buenaventura müssen wir den Teufel loswerden, um zu sehen, ob wir die Ruhe wieder erlangen können, die die Stadt durch so viele Verbrechen, Korruptionsakte und so viel Böses und Drogenhandel verloren hat“, erklärte der Würdenträger weiter.

Seine Besorgnis und wohlmeinende Absicht in allen Ehren, aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

BILD: Erzbischof Johannes Dyba segnet die gläubige Menschenmenge mit Weihwasser (es handelt sich NICHT um einen Exorzismus)

Immerhin fragt man sich, warum Bischof Montoya die Teufel nicht früher von der Luft aus verjagt hat, als es der Stadt weitaus schlechter ging.

Aber noch grundsätzlicher ist die theologische Klarstellung, daß das Weihwasser ein Segensmittel und kein Abwehrzauber ist. 

Der priesterliche Segen mit dem Weihwasser  – wie er etwa in der überlieferten Messe zu Beginn mit dem „Asperges“ erteilt wurde  –  ist ein kirchliches Sakramentale und kann den Gläubigen helfende Gnaden vermitteln. Er ist aber ist kein Quasi-Exorzismus, kein Amulett-Ersatz  und auch keine Schutzmagie.

Der Bischof wäre gut beraten, die Katholiken zu mehr Kirchgang, guten Werken, Nächstenliebe und Gebet aufzufordern, er könnte auch eine bistumsweite Novene (9-Tage-Andacht) ausrufen oder eine Weihe der Stadt an Christus, den König, vornehmen. 

Sein Vorhaben jedoch, die Dämonen der Stadt mit Weihwasser zu „vertreiben“, ist mit einer nüchternen Besonnenheit nicht vereinbar und entspricht auch nicht der kirchlichen Tradition und dem Sinn des Weihwassers, der im Segnen besteht – und nicht in Teufelsaustreibung, schon gar nicht massenhaft auf eine ganze Großstadt bezogen.


Merkwürdiges Lob von Bischof Stefan Oster für das Anti-CDU-Video von Rezo

Von Felizitas Küble

Jeder, der dieses CHRISTLICHE FORUM kennt, ist sich darüber im klaren, daß wir alles andere als ein Wahlhilfeverein für die CDU sind.

Ich bin bereits 1984 aus dieser Partei ausgetreten, weil die von Kanzler Kohl im Wahlkampf 1982 versprochene „geistig-moralische Wende“ nicht eintrat  – und zudem vor allem wegen des Versagens dieser Partei mit dem „hohen C“ in der Abtreibungsdebatte.

Noch schlimmer wurden die späteren Jahre, als die Christdemokraten durch ihre Vorsitzende Merkel immer weiter nach links rückten und damit einen großen Teil ihrer konservativen Stammwählerschaft preisgaben. Bei unserer langjährigen Wunschvorstellung nach einer bundesweiten CSU machten wir leider die Rechnung ohne den Wirt…

Trotzdem steht uns die CDU immer noch weitaus näher als etwa die Grünen, eine fürchterliche Partei allein schon deshalb, weil sie seit jeher die totale Abtreibungsfreiheit bis zum 9. Monat fordert (also bis kurz vor der Geburt): „Abschaffung des § 218“ nennt sich dieser Programmpunkt bei der Melonenpartei (außen grün, innen rot).

Was sich aber Polemiker Rezo mit seinem Video „Die Zerstörung der CDU“ vor der Europawahl geleistet hat, empfinden seriöse Kritiker der CDU keineswegs als akzeptabel. Man fragt sich, ob wir in Absurdistan leben angesichts der Tatsache, daß dieser Polit-Monolog sage und schreibe 17 Millionen Klicks erhielt.

Allein der Titel „Die Zerstörung der CDU“ belegt die ultralinke Schlagseite des Unterfangens. Die CDU ist eine demokratische Partei, weshalb ein Aufruf zu ihrer Zerstörung schlicht skandalös ist. Mit diskutabler Sachkritik hat das wenig zu tun.

Sogar die linksliberale ZEIT bezeichnete Rezos Rundumschlag als „überspitzt, wütend und unfair“. Zudem werden zwei seiner Vorwürfe gegen die CDU in einem Faktencheck auf ZEIT-online kritisch beleuchtet.

Natürlich steckt nicht nur dieser grün gewickelte Youtuber hinter der Kampagne, sondern ein einflußreiches, mächtiges Mediennetzwerk, das sein Video eine Woche vor der Europawahl systematisch und geradezu generalstabsmäßig forciert hat. (Genaue Beweisführung hier: https://juergenfritz.com/2019/06/06/rezo-kampagne/)

So weit – so schlecht. Aber damit nicht genug. Nach der für die CDU miserablen Wahl meldet sich ein Bischof zu Wort, der in manchen katholischen Kreisen immer noch als „konservativ“ gilt: Stefan Oster (siehe Foto).

Der Oberhirte von Passau meinte vielleicht, es sei geschickt, sich als „Jugendbischof“ recht nah an die rotgrüne Szene heranzurobben, indem er Rezo ausführlich würdigte.

Unter dem Titel „Oster lobt Rezo-Video“ berichtete die kirchenamtliche Seite „Katholisch.de“ darüber: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/oster-lobt-rezo-video-nerv-getroffen-und-rhetorisch-brillant

Der Youtuber – so erklärte Oster – habe einen „Nerv getroffen“ und sei „rhetorisch brillant“. Sein Video sei „handwerklich klasse“ und „den Zuschauer mitnehmend“.

Und? Was tut das zur Sache?

Es handelt sich bei diesen Ausdrücken um teils emotionale, teils rein technische Lobesformeln. Geht es auch noch um den Inhalt? Um Kritik an dem Versuch einer finanzkräftigen Medienlobby, die Grünen im Wahlkampf massiv zu unterstützen?

Weit gefehlt, das scheint den Herrn Jugendbischof nicht zu interessieren.

Zwar räumt er ein, manches „bewusste Lächerlichmachen von Einzelpersonen“ in dem Rezo-Stück sei grenzwertig. Das scheint aber nur ein Schönheitsfehler zu sein, denn insgesamt sehe er das Youtube-Video als „überraschend neuen, gut gemachten und unerwartet wirkungsvollen Impuls vor der Europawahl“.

Ach so: „…ein unerwartet wirkungsvoller Impuls vor der Europawahl“ – Sollen wir jetzt also die Grünen wählen, Herr Bischof?!

Oster findet es in seiner Zeitgeist-Anbiederei  –  oder grenzenlosen Naivität?  –  sogar echt „klasse“, dass sich der junge Youtuber „so ausführlich, intensiv, ja bisweilen akribisch“ mit Politik befasse…

Oh (un)heilige Einfalt!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das CHRISTOFERUSWERK in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Oster-Foto: Forum Dt. Katholiken (Blog)


Augsburg: Bischof Zdarsa kritisiert Maria 2.0

Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa hat die Aktion „Maria 1.0“  – eine Gegenbewegung zur Kirchenstreik-Bewegung „Maria 2.0“  –  gelobt. Er sei allen Frauen dankbar, die sich „treu und zuverlässig“ für die Belange der Kirche vor Ort einsetzten.

Johanna Stöhr, die Initiatorin von „Maria 1.0“, will mit ihrer Aktion Frauen hinter sich versammeln, die an der traditionellen Lehre der Kirche festhalten wollen. Dieser Einsatz könne nicht hoch genug geschätzt werden, meint Bischof Zdarsa.

Gleichzeitig distanzierte sich Bischof Zdarsa ausdrücklich von der Aktion „Maria 2.0“: Deren Anliegen seien nicht im Sinne des katholischen Glaubens: „Wer andere dazu aufruft und ermuntert, dem eucharistischen Herrenmahl am Sonntag fernzubleiben, schließt sich de facto selbst von der eucharistischen Gemeinschaft aus und reißt noch weitere mit sich.“

Hierfür könne es kein noch so gut gemeintes Verständnis seitens der Bischöfe geben, erklärte der Oberhirte weiter. Zudem gibt Zdarsa zu bedenken, dass es jedem freistehe, „das Schiff der römisch-katholischen Kirche zu verlassen“, wie es Papst Franziskus kürzlich gegenüber einer Ordensfrau formuliert habe.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Augsburger-Bischof-lobt-Maria-1-0;art4691,198317


Regensburger Bischof zum Frauenpriestertum und den Aufgaben des Kirchenvolkes

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer stellt aus aktuellem Anlaß zum Thema Priesterweihe für Frauen fest:

„Es führt uns keinen Millimeter weiter, wenn wir uns die Geschichte der Kirche zurechtbasteln, um uns dann am Ende etwa ein Frauenpriestertum zu genehmigen.

Christus hat sehr bewusst mit Blick auf die innere Logik des priesterlichen Dienstes einen Kreis von Männern ausgewählt und ihnen die apostolischen Vollmachten übertragen.

Das war keine Rücksicht auf seine Zeit. Im Gegenteil. Er entschied im Gegensatz zu fast allen Kulturen seiner Zeit, die weibliches Priestertum in den unterschiedlichsten Formen kannten.

Die Kirche hat kein Recht, von dieser Vorgabe abzuweichen. Das gilt heute und das galt zu allen Zeiten. Die Diakonissen erfüllten eben keinen apostolischen Dienst. Sie trugen kein Weiheamt. Das ist umfangreich erforscht und belegt und Papst Franziskus bezog sich mehrfach auf diese Forschungsergebnisse. Im Übrigen haben Gemeinde- und Pastoralreferentinnen heute weit mehr Kompetenzen als die altkirchlichen Diakonissen.“

Außerdem erklärt der Oberhirte von Regensburg (siehe Foto) Folgendes zur Berufung der Laien und zum Begriff des Weltchristen:

„Die Weltchristen sind berufen, sich als Christen prägend und gestaltend einzubringen in die Politik, die Wissenschaft, die Wirtschaft, die Medienwelt oder die Kunst. Als getaufte und gefirmte Christen sind sie befähigt, diesen Dienst in eigener Verantwortung auszuüben.

Das sind die Elemente weltchristlicher Berufung und sie zu leben, schenkt den Christen und der Kirche Ausstrahlung und missionarische Kraft.

Es war das Zweite Vatikanische Konzil, das sowohl die Christen im Weiheamt als auch die Laien in ihrer jeweils spezifischen Berufung gestärkt hat. Als Ort der spezifischen Berufung der Laien wurde der ‚Weltdienst‘ formuliert. Deshalb spreche ich auch lieber von Weltchristen als von Laien. Der Begriff des Laien ist in unserem Sprachgebrauch negativ besetzt. Man denkt an Menschen mit geringer Kompetenz. Das führt auf eine völlig falsche Fährte.

Ich warne erneut vor einer Klerikalisierung der Laien und einer Laisierung der Kleriker.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/es-geht-um-heiligkeit-bischof-rudolf-voderholzer-zur-lage-der-kirche-und-zur-berufung-der-weltchristen-6725/


Die „Tagespost“ interviewte Bischof Huonder über seine Ruhestandspläne

Unter dem Titel „Huonder: Papst weiß von Umzug zur Piusbruderschaft“ berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“ (DT) in ihrer Online-Ausgabe vom 10. April 2019 über die Pläne des Schweizer Bischofs Dr. Vitus Huonder (siehe Foto).

Der Oberhirte des Bistums Chur geht demnächst mit 77 Jahren in den Ruhestand. Seine Amtszeit war von Papst Franziskus vor zwei Jahren verlängert worden (üblich ist der Ruhestand von Bischöfen mit 75 J.).

Die DT interviewte den theologisch konservativen Bischof über seinen baldigen Umzug ins Institut Sancta Maria der Piusbruderschaft. Dabei stellt sich heraus, dass der Vatikan hierüber bereits informiert ist: „In einem Schreiben des früheren Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, an die Bruderschaft ist das so formuliert“, erklärte Bischof Huonder gegenüber der „Tagespost“.

Er selbst habe zudem Papst Franziskus über den Plan informiert, sagte Huonder in einem Interview zum Ende seiner Amtszeit: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Huonder-Papst-weiss-von-Umzug-zur-Piusbruderschaft;art4691,197278

Er sei „schon lange an dem Prozess der Gespräche zwischen Rom und der Bruderschaft beteiligt“, erläuterte der Oberhirte weiter.

Er sei als Schweizer Bischof dafür ausgewählt worden, zumal die traditionsorientierte Piusbruderschaft ihren Hauptsitz in Menzingen (Schweiz) hat.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Tagespost, wie Bischof Vitus Huonder auf die jüngste Entwicklung der Piusbruderschaft und die Spaltung im Bistum Chur blickt. Die Zeitung mit dem vollständigen Interview erhalten Sie kostenlos hier: