Ike kritisiert Schweigen zu Christenverfolgung

Der katholische Priester und Publizist Obiora Ike, ehem. Generalvikar in Süd-Nigeria, erklärt in einem Appell an die internationale Gemeinschaft , „sich für die Christen in Nigeria und der gesamten Region einzusetzen, bevor es zu spät ist und ganze Landstriche von allen nicht-muslimischen Religionen gesäubert und endgültig der Scharia unterstellt sind“.

Laut Obiora Ike (siehe Foto) hat sich die Lage für Christen in seinem Heimatland mit der Präsidentschaft Mohammed Buharis, eines „fanatischen Muslim“, deutlich verschlechtert. Das Staatsoberhaupt schreite weder gegen die fortwährende Ermordung christlicher Bürger ein noch verfolge er die polizeibekannten Mörder strafrechtlich.

Allein 2020 sind laut Ike mehr als 3000 Angehörige christlicher Familien von muslimischen Fanatikern und islamischen Terrorgruppen in Nigeria „kaltblütig massakriert“ worden.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-12/obiora-ike-nigeria-christen-verfolgung-islam-sahara-oesterreich.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Nigeria: Islamischer Terrorismus gegen Christen breitet sich auf den Süden aus

Gewalttäter stürmen Kirche  von Prälat Obiora Ike und entweihen Altarsakrament

In den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags haben Terroristen die katholische Kirche St. Leo in Enugu gestürmt. Hier wirkt der auch in Deutschland bekannte Prälat Prof. Dr. Obiora Ike als Pfarrer und Förderer des interreligiösen Dialogs.

Die Angriffe auf die Kirche begannen um zwei Uhr nachts mit der Zerstörung des gesamten Inventars wie Altar, Gefäße, Musikausstattung, Stühle,  Kanzel, Statuen, religiöse Bilder und die Mikrofonanlage der Kirche, wobei sogar das Allerheiligste Sakrament entweiht wurde.

Sicherheitskräfte, die um vier Uhr vor Ort ankamen, bestätigten, daß es sich um einen terroristischen Angriff gegen eine religiöse Stätte handelte. Die Schäden belaufen sich auf 10. Millionen Naira (50.000 Euro). 

Die Gläubigen, die die Sonntagsmesse besuchen wollten, konnten keinen Gottesdienst feiern, beteten aber draußen unter freiem Himmel. Von den 5000 Christen besuchen 90 Prozent die sonntägliche Meßfeier.

Prälat Ike ermutigte bei seiner Predigt die Gläubigen, standhaft im Glauben auszuharren, trotz aller Verfolgung, religiöser Intoleranz und Fanatismus. Er empfahl den Katholiken, den Angreifern zu vergeben und eine Woche für sie zu beten, zu fasten und zu opfern.

Der Bischof der Diözese, Dr. Callistus Onaga, rief die Christen dazu au auf, wachsam zu bleiben und den Glauben zu verteidigen.

Im Norden Nigerias sind durch radikal-islamische Gruppen bereits viele Kirchen zerstört und Christen ermordet worden.

Es ist das erste Mal, daß diese Art von Terrorismus auf den südlichen Teil Nigerias übergreift.

Quelle: ZENIT.org