Prof. Obiora Ike warnt vor Folgen des „arabischen Frühlings“

Vor Illusionen im Blick auf den „arabischen Frühling“ warnt der nigerianische Priester und Menschenrechtler Prof. Obiora Ike (Enugu). In den Umbruchstaaten Nordafrikas entstehe eine „anti-christliche, anti-westliche“ Bewegung, sagte er am 9. Januar 2012 im Deutschlandradio (Köln).

Länder wie Ägypten, Libyen und Tunesien führten eine islamische Staatsordnung ein. Der Arabische Frühling führe nicht zur Verwestlichung, sondern zur Arabisierung und Islamisierung, so Ike, der das katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden in Nigeria leitet. Aber auch etwa im Iran oder Irak würden Kampagnen gegen Christen geführt.

Im Blick auf die anhaltenden Anschläge der radikal-islamischen Gruppe Boko Haram a in Nigeria wünscht sich Ike einen stärkeren Menschenrechtseinsatz Europas. Die erwähnte Terrorgruppe droht Christen mit Vernichtung und Vertreibung.

Quelle: DLF, Idea