Katholische Feministinnen „Maria 2.0“ kritisieren öffentliche Gottesdienste

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Medienberichten zufolge wendet sich die „reformkatholische“ Initiative „Maria 2.0“, die voriges Jahr in Münster entstanden ist, in einem Offenen Brief an die deutschen Bischöfe und kritisiert den allmählichen Neustart öffentlicher Gottesdienste in Deutschland, der teils ab 1. Mai und in manchen Bistümern noch später erfolgt.
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Die Frauen-Vereinigung findet die beginnende öffentliche Zelebration von hl. Messen „falsch und verfrüht“, denn dies verstoße gegen die Nächstenliebe, behaupten die progressiven Feministinnen, die sich für die Abschaffung des Zölibats, für eine liberale Sexualmoral und das Frauenpriestertum einsetzen.
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BILD: Aktivistinnen von Maria 2.0 bei einer ihrer Protestdemonstrationen in Münster
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In dem Offenen Brief heißt es, derzeit zeige sich die Gottesliebe in der Sorge für den Nächsten und damit  – so „Maria 2.0“  – im Verzicht auf den Gottesdienst.

Die Wiederaufnahme öffentlicher Messen durchkreuze den „Kraftakt“, der vielen Menschen derzeit abverlangt werde – und das sei unsolidarisch.

Zudem führe eine begrenzte Teilnehmerzahl dazu, daß ein Teil der Menschen abgewiesen werde, was gemeinschaftswidrig sei.

„Zeichenhaft und solidarisch wäre eine Kirche, die ausharrt an der Seite der Menschen und gemeinsam mit ihnen diese Zeit des Verzichts aushält“, heißt es in dem Schreiben weiter.

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Berlin: Institut St. Philipp Neri will eine Gottesdiensterlaubnis per Gericht erreichen

Das Institut St. Philipp Neri in Berlin ist eine „Gesellschaft päpstlichen Rechts“, was bedeutet, daß sie nicht dem Ortsbischof, sondern allein dem Vatikan unterstellt ist. Das Institut feiert die heilige Messe seit Jahrzehnten im traditionellen Ritus.

Wie ihr Gründer und Leiter, Propst Dr. Gerald Goesche (siehe Foto), am 27. März 2020 auf seiner Homepage mitteilt, möchte er hinsichtlich der Instituts-Kirche St. Afra eine gerichtliche Erlaubnis zum Gottesdienst einholen.

Im Einzelnen schreibt er folgendes:

Wir werden allerdings versuchen, beim Verwaltungsgericht Berlin eine einstweilige Anordnung zu erwirken, die es uns ermöglicht, weiterhin Gottesdienste mit bis zu 50 Gläubigen zu feiern.

Die Kirche St. Afra mit Markierungen an den Kniebänken für den nötigen Sicherheitsabstand zwischen den Gläubigen. 

Nach unserer Auffassung ist das ausnahmslose Verbot sämtlicher öffentlichen Gottesdienste unverhältnismäßig, weil die Gesundheit der Gläubigen in unserer Kirche – vor allem durch Markierung von Sitzplätzen im richtigen Abstand – deutlich effektiver zu gewährleisten ist als in vielen Supermärkten, welche ja geöffnet bleiben.

Auf dem Hintergrund dieser Tatsache halten wir die gegebene schwere Einschränkung des Grundrechts auf Religionsfreiheit für nicht akzeptabel.

Zu bedenken ist auch, daß – um es weltlich auszudrücken – die psychologischen Beeinträchtigungen für die Gläubige sehr schwerwiegend sind. So scheint auch die Verhältnismäßigkeit der möglichen leiblichen Folgen des Coronavirus und der seelischen Belastungen durch den Gottesdienstentzug (vor allem an den österlichen Tagen!) mehr als fragwürdig.“

Quelle und FORTSETZUNG der Stellungnahme von Dr. Goesche hier: http://www.institut-philipp-neri.de/index.php

PETITION gegen das Verbot von Gottesdiensten: https://www.openpetition.de/petition/online/grosse-kirchen-keine-gottesdienste-verbot-von-gottesdiensten-in-der-kirche-muss-aufgehoben-werden