Bayern: Söder gegen grüne „Umerziehung“

Im Handelsblatt-Interview hat der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder klargestellt: Wir brauchen keinen altbackenen Umerziehungsstaat, sondern eine moderne und ökologisch-freiheitliche Gesellschaft.

Bei Klimaschutz setzt der CSU-Chef auf Anreize statt auf Verbote: „Ich glaube nicht, dass es richtig ist, die Deutschen umerziehen zu wollen.“

Die meisten wollten sich nicht von den Grünen eine komplett andere Lebensweise vorschreiben lassen, „zumal viele grüne Protagonisten sich ja selbst nicht daran halten“, betonte er: „Gerade Grüne fliegen am meisten. Das ist eine Doppelmoral.“

„Wir wollen doch nicht mit dem Klimapaket in die 80er-Jahre zurück“, sagte Söder weiter. Denn die Grünen wollten nur verbieten: „Fleischverbot, Flugverbot, Autoverbot und Heizungsverbot. Das sind alles geistige Barrikaden, die unsere Gesellschaft spalten.“

Söder warnte, dass aus ökologischen Ideen keine soziale Spaltung entstehen dürfe: „Wir dürfen Menschen, die sich keine neue Heizung leisten können, nicht im Kalten sitzen lassen. Deshalb brauchen wir hier eine sehr großzügige Forderung.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/september-2019/die-gruenen-wollen-nur-verbieten/


Das Erbprinzenpaar zu Bentheim und Steinfurt über bewährte Traditionen und Werte

„Wir leben die Werte unserer Väter und Großväter“

Die jüngste Ausgabe des Magazins MÜNSTERLAND aus dem Tecklenborg-Verlag enthält ein interessantes Gespräch mit dem adeligen Ehepaar zu Bentheim und Steinfurt: Erbprinz Carl Ferdinand und Erbprinzessin Elna-Margret stehen Rede und Antwort.steinfurt_schloss_luftbild_galleryI

Gemeinsam mit ihrem Söhnchen und dem Vater, Fürst Christian, wohnen sie in einem der schönsten Schlösser Westfalens  –  und wie so oft im Münsterland handelt es sich um eine rustikale Wasserburg (siehe Foto).

Während im Süden meist auf hohen Hügeln oder Bergen gebaut wurde, um das wertvolle Gebäude vor Angreifern zu schützen, wurde im westfälischen Flachland häufig das Wasser als „Verteidigungsanlage“ eingesetzt.

Die evangelisch-christlich gesinnte junge Adelsfamilie legt Wert auf bewährte Traditionen. Auf die Frage der Journalistin Hildebrand-Stubbe nach der „Gratwanderung“ zwischen Tradition und „Zukunftsorientiertheit“ antwortet Prinz Bentheim souverän:

„Das ist keine Gratwanderung. Es sind ja keine neuen Werte, die wir leben, es sind die Werte unserer Väter und Großväter, die heute noch Gültigkeit besitzen.“

Er fügt mit positivem Selbstbewußtsein hinzu: „Wir sind es gewohnt, in Jahrzehnten und Jahrhunderten zu denken. Das genießen auch die Mitarbeiter, dass es hier im Haus eben kein Hire-and-Fire gibt.“

„Es geht darum, ein gläubiger Christ zu sein“

Hinsichtlich seines zukünftigen Patronatsamtes in der evangelischen Kirchengemeinde zu Steinfurt erklärt der westfälische Adelige, es gehe „in erster Linie“ darum, „ein gläubiger Christ zu sein  –  und nicht um repräsentative Aufgaben.“anti_aging_food

Auf die abschließende Frage, welche Werte sie ihrem kleinen Sohn auf seinem Weg mitgeben möchten , antworten beide: „Die Werte einer christlichen Erziehung, dass er anderen Menschen mit Respekt begegnet.“  – Ganz wichtig sei ihnen, daß der Junge „nicht hochnäsig wird, nur weil er einen langen Namen hat“.

Der Erbprinz ist Jäger, seine Frau kocht das gesunde Wildfleisch, sie ist und ißt aber auch sonst sehr ernährungsbewußt. Demnächst erscheint ihr Buch „Anti Aging Food“ (siehe Foto) mit Tips für gesundes Essen und Trinken – samt Rezepten; ihr Mann hat es gut bei ihr; sie bringt ihm sogar den Kaffee frühmorgens ans Bett. 

Hinsichtlich der großartigen Wasserburg betont Prinz Bentheim seine Denkmalschutzverpflichtungen; dies gehöre zur „kulturellen Identität“ der Region. Mit der gegenwärtigen Landesregierung ist er offenbar nicht sonderlich zufrieden:

„Von Kommunen und Politikwünsche ich mir allerdings, dass sie diese Leistungen anerkennen und praktikable Lösungen für die Eigentümer finden. Die Politik setzt da oft die falschen Signale.“ 

Das Anwesen sei, so der Erbprinz, ein „ökologisches Kleinod“, das seine Familie seit Jahrhunderten bewirtschafte. Dazu erklärt er: „Die ideologisch geprägten Gesetzesänderungen unserer Landesregierung führen zu einem Verlust der ökologischen Vielfalt.“

Infos über das stets lesenswerte und ansprechende Münsterland-Magazin: http://www.tecklenborg-verlag.de/index.php/cat/c22_Muensterland-Magazin.html/XTCsid/ed2ec021d89a857c492f993065f0427c

Wasserburg-Foto: http://www.muensterland-tourismus.de/13126/schloss-steinfurt