Eckhard Pols leitet Gruppe der deutschen Heimatvertriebenen in der Unionsfraktion

Die Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat in ihrer konstituierenden Sitzung den niedersächsischen Abgeordneten Eckhard Pols (siehe Foto) zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Zur Arbeit der Gruppe erklärt der frisch gewählte CDU-Parlamentarier:

„Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag hat in der 19. Wahlperiode wieder eine Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten eingerichtet. Sie wird dafür Sorge tragen, dass die Anliegen der für die Unionsparteien nach wie vor wichtigen Bevölkerungsgruppen der Heimatvertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten auch im neuen Deutschen Bundestag vertreten werden.

In den anstehenden Koalitionsverhandlungen wird sie sich dafür einsetzen, Nachteile deutscher Spätaussiedler in der Rentenversicherung, die sich durch Änderungen des Rentenrechts ergeben haben, zu beseitigen.

Außerdem wird sie die deutschen Heimatvertriebenen und Aussiedler weiterhin dabei unterstützen, ihr vielfältiges kulturelles und geistiges Erbe zu bewahren sowie ihr Brauchtum lebendig zu halten.

Die Mitglieder der Gruppe dankten im Rahmen der Sitzung dem aus dem Deutschen Bundestag ausscheidenden bisherigen Vorsitzenden Klaus Brähmig herzlich für seine erfolgreiche Arbeit in der 17. und 18. Wahlperiode.“

Hintergrund:
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat seit 1949 als einzige Fraktion im deutschen Parlament eine Gruppe eingerichtet, die sich für die Aussöhnung der Deutschen mit ihrer Vergangenheit und ihren östlichen Nachbarn einsetzt.

Damit erkennt die CDU/CSU-Fraktion weiterhin das Kriegsfolgeschicksal an, aus dem sich eine Einheit aus Vertriebenen, Aussiedlern und deutschen Minderheiten ergibt und verstärkt den dahinter stehenden Solidaritätsgedanken.


Vertreibung der Deutschen nicht vergessen

Potsdamer Abkommen wurde vor 70 Jahren unterzeichnet

Am 2. August 1945 unterzeichneten die USA, Großbritannien und die Sowjetunion das Potsdamer Abkommen, das die Vertreibung von über zwölf Millionen Menschen aus den früheren deutschen Ostgebieten zur Folge hatte.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Klaus Brähmig: vertriebene_d-Kopie

„Mit der Unterzeichnung des Potsdamer gaben die Westmächte der Forderung Stalins nach, die deutschen Gebiete östlich der Oder und der Görlitzer Neiße unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung zu stellen.

In der Folge wurden über zwölf Millionen Menschen aus diesen Gebieten vertrieben. Der Verlust ihrer Heimat prägt das Leben vieler dieser Menschen bis zum heutigen Tage.

Heute verbinden uns freundschaftliche Beziehungen mit unseren östlichen Nachbarn und EU-Partnern – allen voran Polen.  Die Pflege und der Ausbau dieser Beziehungen sind uns ein Anliegen. Gleichzeitig möchten wir die Geschichte des ehemaligen deutschen Ostens sowie der Flucht und Vertreibung der dort ansässigen Bevölkerung als Folge des Zweiten Weltkriegs im Bewusstsein verankern.

Dass die  Beziehungen zu unseren östlichen Nachbarn so gut sind wie nie zuvor, liegt auch daran, dass wir unser Kulturerbe nicht vergessen haben, sondern es nutzen, um darüber gemeinsam neue Brücken bauen.

Zur Aufarbeitung dieses Kapitels der deutschen Geschichte ist es grundlegend,  dass die ‚Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘, die in Berlin entsteht, in ihrer Dauerausstellung den Schwerpunkt auf die Flucht und Vertreibung der Deutschen legen wird. So hat es der Stiftungsrat im Jahre 2012 auch beschlossen.“