Merkel-Kritikerin Prof. Gertrud Höhler wird von öffentlich-rechtlichen Sendern boykottiert

Von Felizitas Küble

Im März des vorigen Jahres haben wir eine ausführliche Besprechung des Buches „Die Patin“ veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/30/besprechung-zu-die-patin-wie-angela-merkel-deutschland-umbaut-von-gertrud-hohler/ 41SiipCEBrL__SS110_

Unsere Autorin Cordula Mohr würdigt darin die Kritik von Prof. Dr. Gertrud Höhler an der wenig demokratischen Art der Machtausübung Merkels und beschreibt einige der Faktoren des negativ-autoritäten Führungsstils der Kanzlerin.

Vor dem Erscheinen des Höhler-Buches brachte die FAZ einen Vorab-Auszug: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-politikstil-der-kanzlerin-das-system-m-11841711.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Nun wundere ich mich schon länger, warum es um diese renommierte Gelehrte in der Öffentlichkeit so still geworden ist –  dies umso mehr, als Prof. Höhler in den 80er Jahren unter der Regierung Kohl sogar mehrfach als mögliche Ministerin im Gespräch war – und zudem auch als Gast in seriösen Talkrunden bekannt war.

Die Zeitschrift „Neue Ordnung“ fragte nun die Literaturwissenschaftlerin, warum sie in den öffentlichen Medien, zumal in TV-Sendern, kaum noch wahrgenommen werde. Die Antwort Höhlers ist eindeutig:

„Seit Erscheinen des Buches ,Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut‘ bin ich öffentlich-rechtlich abgeschaltet. Das heißt: es gibt eine flächendeckende, sehr plötzliche und nahezu lückenlose Abschaltung meiner Beiträge aus allen Medienprogrammen. Der Effekt ist faktisch ein Berufsverbot.“  

(Zitat-Quelle: https://spoekenkiekerei.wordpress.com/2016/09/11/merkel-gegnerin-verschwunden/)

Info-HINWEIS: Merkels Politikstil wird z.B. auch von Prof. Gesine Schwan (SPD) deutlich kritisiert: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/06/prof-gesine-schwan-und-prof-volker-gerhardt-ueben-deutliche-kritik-an-merkels-politikstil/


„Tagesschau“ zieht gegen die CSU vom Leder

Von Felizitas Küble

Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind von ihrem Auftrag her grundsätzlich zur Sachlichkeit und Neutralität verpflichtet, zumal sie nicht von der alle_parlamente_01_59949a9a6fLinkspartei finanziert werden, sondern vom Gebührenzahler, noch dazu zwangsweise – und seit einigen Jahren sogar im Sinne einer Quasi-Steuer unabhängig davon, ob man TV, Radio oder Internetzugang besitzt.

Natürlich weiß jeder, der die bundesdeutsche Realität ohne Scheuklappen wahrnimmt, daß von Neutralität oder wenigstens von sachlicher Berichterstattung bei den Öffentlich-Rechtlichen bereits seit den 70er Jahren keine Rede sein kann.

Die „Tagesschau“ von heute (9.9.2016) stellt diesen Dauer-Mißstand in ihrem Webportal wieder eindrucksvoll unter Beweis:

Unter dem bezeichnenden Titel „Auf Krawall gebürstet“ werden die Vorschläge der CSU zur Asyl- und Einwanderungspolitik gleich vorweg abgekanzelt  –  und diese Partei, die in Bayern immerhin die Regierung stellt, wird als Krawallmacher diffamiert.       (Siehe hier: http://www.tagesschau.de/inland/csu-klausur-109.html)

Nicht nur mit der Neutralität steht die ARD seit langem auf Kriegsfuß, sondern bisweilen auch mit der Wahrheit. Hierzu ein Beispiel: Es heißt im erwähnten Tagesschau-Beitrag wörtlich:paragraph_300x3001

„Im ARD-Morgenmagazin beharrte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer wiederum auf einer Obergrenze – auch wenn diese mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.“

Der Sender verzichtet wohlweislich auf eine Begründung für seine Falschbehauptung, eine „Obergrenze“ sei angeblich grundgesetzwidrig.

Genau umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus:

Kanzlerin Merkel hat sich seit Sommer vorigen Jahres über den Asyl-Artikel des Grundgesetzes hinweggesetzt, der besagt, daß niemand Anspruch auf Asyl hat, der von einem EU-Staat oder einem sicheren Herkunftsland aus nach Deutschland einreist. Folglich galt dies auch für jene Menschenmassen Anfang September 2015 an der ungarischen Grenze. 

Entweder kann die „Tagesschau“ nicht zwischen dem Thema „Asyl“ (individueller Anspruch) und dem rechtlich ganz anders gearteteten Bereich der „Zuwanderung“ bzw. Migration unterscheiden  –  oder sie verkauft ihre Zuschauer absichtlich für dumm. Eben dies ist bei der „Glotze“ seit Jahrzehnten nichts Neues unter der Sonne.


Der ehem. SPD-Minister und Kriminologe Christian Pfeiffer über einen TV-Skandal

Silvesternacht – ein „Stresstest für den Journalismus“

Das läßt tief blicken: Jetzt haben unsere staatlichen Radioanstalten und Fernsehsender sogar Angst vor einem ehem. Minister der SPD bzw. befürchten, dieser könnte ein einziges Wort „zuviel“ über Flüchtlinge äußern, das nicht dem linken Mainstream zur Asylcausa entspricht. zeitungen

Unter dem TitelÖffentlich-rechtliche Regie  –  Wer zur Gewalt in Köln nicht gefragt ist“ hat die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hierzu am heutigen Samstag (9. Januar) ein aufschlußreiches Beispiel erwähnt.

FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld stellt in seinem Artikel schon eingangs klar:

„Experten dürfen im Interview nicht von Flüchtlingen sprechen, Moderatoren tun Polizeiaussagen als „wahrscheinlich letztlich Klischees“ ab. Wie der Rundfunk mit der Silvesternacht von Köln umgeht, ist das Gegenteil von Journalismus.“

Vorweg sei angemerkt, daß die FAZ als einzige überregional bekannte Tageszeitung von Anfang an einen kritischen Kurs in der Asyldebatte gefahren ist. Während sich der Rest der Medienrepublik bzw. der sog. „Qualitätspresse“ in einer  –  bestenfalls naiven  –  „Willkommenskultur“ übte, nannte die „Frankfurter Allgemeine“ die Probleme der Flüchtlingscausa stets realistisch beim Namen.

Zurück zu dem bereits erwähnten SPD-Politiker: Es handelt sich um den früheren Justizminister von Niedersachsen, Prof. Dr. Christian Pfeiffer. Er befaßt sich mit seinem Kriminologischen Institut in Niedersachsen seit Jahrzehnten fundiert mit Gewalt und Jugendkonflikten, erstellte Studien über die Mentalität junger Muslime etc.

Die FAZ berichtet: Er solle im Zusammenhang mit den sexuellen Gewalttaten gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln nicht von Flüchtlingen sprechen, habe ihn ein Fernsehredakteur kürzlich vor einer Sendung angewiesen, sagte Pfeiffer, als er am Donnerstagabend in der „Phoenix Runde“ zu Gast war. Sonst, wurde Pfeiffer gesagt, breche man das Interview sofort ab.“
Redakteur Hanfeld schreibt abschließend zu Recht: „Die Silvesternacht von Köln ist auch ein Stresstest für den Journalismus.“  – Das Ergebnis läßt sichtlich zu wünschen übrig.
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Medienexperten kritisieren Programm und Finanzgebaren des öffentlich-rechtlichen TVs

Anläßlich der Klage gegen den ZDF-Staatsvertrag vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe haben führende deutsche Medienwissenschaftler scharfe Kritik an Aufsichtswesen, Programmgestaltung und Finanzgebaren von ARD und ZDF geübt.

„An die heilige Kuh der Aufsicht öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten wagt sich keiner heran, da haben zu viele die Finger drin“, sagte Gabriele Goderbauer-Marchner, Professorin für Print- und Internet-Journalismus an der Universität der Bundeswehr München, gegenüber der  Tageszeitung „Die Welt“. pc_pi

„Es würde einen Mut erfordern, den ich heute noch nicht sehe, die vorhandene Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehens in moderne Strukturen des 21. Jahrhundert zu überführen. Es fehlt zum Beispiel an dem Mut, kleinere Sender zu schließen bzw. in größere Einheiten zu integrieren“, so die langjähriges Jurorin beim Bayerischen Fernsehpreis.

Zur Kontroverse um die fortlaufende Programmvermehrung, speziell die Diskussion um einen weiteren Jugendkanal von ARD und ZDF, sagte die Medienexpertin:

„Warum brauchen wir den Kinderkanal? Ich meine angesichts der fragwürdigen Qualität des Programms, aber auch in Hinblick auf die Skandale um die Geschäftsführung des Senders, dass man ihn auch einfach schließen könnte.“

Henk Erik Meier, Professor der Sozialwissenschaft an der Uni Münster, kritisierte die veränderten Prioritäten von ARD und ZDF:

„Über die Jahre haben die öffentlichen-rechtlichen Sender in Deutschland ganz massiv Programmmittel umgeschichtet: Weg von Kultur- und Informationsprogrammbestandteilen hin zu Spielfilm- und Sportangeboten“, erklärte der langjährige Mitarbeiter der Kommission für die Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) der „Welt“.

Namentlich eines dieser Spartenprogramm, der Kinderkanal, erfülle sicherlich nicht in allen Programmanteilen den erhobenen, hohen Qualitätsanspruch. „Hier wird einfach kommerzielle Massenware gezeigt“, sagte Prof. Meier.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


In aller Welt wurde Ostern gefeiert, nur nicht bei ARD und ZDF: eine öffentlich-rechtliche „Offenbarung“

Von Peter Helmes

Es ist erst wenige Wochen her, daß ich anläßlich der völlig unzulänglichen Programmgestaltung (insbesondere des ZDF) zur Papstwahl in Rom feststellen mußte: „Wir haben einen neuen Papst  –  und einen erbärmlichen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“

Diese Klage war nicht nur berechtigt, sondern wurde zu Ostern dieses Jahres in besonderer Weise bestätigt, auch und besonders durch das ZDF  –  einem Sender, der sich in diesen Tagen anläßlich seines 50-jährigen Geburtstages gar nicht genug selbst bejubeln (lassen) konnte.

ARD und ZDF unterliegen in besonderem Maße der Verpflichtung, die Bevölkerung zu informieren und die kulturellen Eigenheiten unseres Landes zu pflegen. Das ging Ostern dieses Jahres gründlich in die Hose. Man sollte meinen, hierzulande wüßte jeder, daß der Karfreitag ein ganz besonderer, weil schmerzlicher Tag und Ostern der höchste Feiertag der Christen ist. 

In aller Welt wird Ostern gefeiert  –  nur nicht bei ARD und ZDF. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Deutschlands fand Ostern 2013 schlicht nicht statt.

Nun darf man füglich nicht erwarten, daß die Programme von ARD und ZDF ununterbrochen auf die Karwoche und die Oster-Festtage zugeschnitten werden. Aber man darf von ihnen eine Programmgestaltung erwarten, die auf die christlich-abendländischen Grundlagen unseres Landes Rücksicht nimmt.

Schaut man sich nun das diesjährige Programm-Angebot von ARD, ZDF und deren „Töchtern“ an, kommt man nicht an der Feststellung vorbei, daß die Verleugnung alles Christlichen bei diesen Sendern Methode hat.

Hier das Programm in Kurzform:

Gründonnerstag: ARD und ZDF nichts, gar nichts. Ebenso die Regionalsender (WDR,SWR etc.). Nur „Arte“ brachte von 6 bis 7 Uhr morgens (!) die Matthäus-Passion.

Karfreitag: ARD: von 10 bis 11 Uhr Gottesdienst, sonst nix. Aber ab 20.15 Uhr lieferten sie „Liebe und Tod auf Java“, was angesichts Jesu Liebe und Tod an Karfreitag besonders „geschmackvoll“ klingt.

„Arte“ bot derweil  –  ebenso „geschmackvoll“  –  ab 20.15 Uhr: „Der Bestseller – Mord auf Italienisch“. –   Und zur Abrundung des Karfreitags-Debakels: Der WDR sendete ab 20.15 Uhr „Die schönsten Naturparadiese in NRW“ und ab 22.30 Uhr „Die Nonne und der Kommissar“  –  ein „würdiges“ Programm zum Tag der Kreuzigung Jesu Christi.

Karsamstag:  Über Tag nichts zu Ostern oder Karwoche. Wie zur Verhöhnung der Katholiken bot jedoch die ARD am Abend (ab 20.15 Uhr) den Film „Die Päpstin“  –  ein echter „Kracher“ zu Ostern. Geschmackloser geht´s nun wirklich nicht.

Bei den Regionalsendern Fehlanzeige.

Ostersonntag: Die ARD sendete traditionell von 10.15  bis 12.45  Uhr„live aus Rom“ den Papst-Segen „Urbi et orbi“. Das war´s dann auch    und zur Beruhigung der nicht-christlichen Gemüter gab´s am Abend einen (alten) „Tatort“.

Höhepunkte des ZDF-Programms an Ostersonntag waren ein Gottesdienst (von 9.30 bis 10.15 Uhr) und abends ein Film von Rosamunde Pilcher, gefolgt von „Inspector Barnaby“.

Die Regionalsender wußten offensichtlich nichts von Ostern.

Ostermontag: ARD: Programm ohne jeden Bezug zu Ostern, abends „Tatort“. Das ZDF brachte um 19.30 Uhr „Jesus und die verschwundenen Frauen“. Danach James Bond. Na, toll!

Und ebenso die Regional-Programme: nichts!

Das also war das „Oster-Programm“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks anno 2013.  –  Muß man Prophet sein, um vorherzusagen, daß das 2014 nicht anders sein wird?

Aber wo bleibt eigentlich der Protest  –  oder wenigstens eine Kritik  –  der Vertreter der Religionsgemeinschaften und -Verbände, die im Fernseh- bzw. Rundfunkrat sitzen?  –  Ist Ostern für sie „abgehakt“?

Aber gemach! Nicht allzu fernen Tages werden (kar-)freitags der Muezzin zum Gebet rufen, Imam Ali Baba „schlag“kräftige Suren des Koran vorbeten, Reporter gebeten, nur Islam-gerechte Berichte zu schreiben und die öffentlich-rechtlichen Sender verpflichtet, das Wort des Propheten zu verkünden. Und wenn sie dann vielleicht aufwachen, wird es zu spät sein.

Quelle: http://conservo.wordpress.com/