Der US-Bundesstaat Mississippi führt ebenfalls ein Lebensrechts-Gesetz ein

Phil Bryant, Gouverneur des US-amerikanischen Bundesstaates Mississippi, hat am Donnerstag eines der strengsten Anti-Abtreibungsgesetze der USA unterzeichnet. Das berichtet die linksliberale österreichische Tageszeitung „Der Standard“.

Das Gesetz, das im Juli in Kraft treten soll, sieht ein Verbot vorgeburtlicher Kindstötungen vor, wenn die Herztöne des Kindes feststellbar sind. Dies ist um die 6. Schwangerschaftswoche herum möglich. Danach sind Abtreibungen nur noch erlaubt, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter ernsthaft gefährdet.

Vor Mississippi hatten bereits die Bundesstaaten Texas, Florida, Ohio und Missouri sog. „Heartbeat Bills“ verabschiedet.

Wie der „Standard“ weiter schreibt, hatten Abtreibungsbefürworter vom „Center for reproductive Rights“ (Zentrum für reproduktive Rechte) in New York schon vor der Unterzeichnung des Gesetzes durch den Republikaner Bryant angekündigt, gegen die Novelle zu klagen.

Quelle: ALfA-Newsletter


Dekret von Bischof Lennon zum visionär entstandenen „Rosenkranz der Ungeborenen“

Kirchliche Ablehnung betr. „Werk der Heiligen Liebe“ und „Erscheinungen“ an Maureen Sweeney Kyle

Foto: Bernd F. Pelz

Foto: Bernd F. Pelz

Bereits vor über eineinhalb Jahren  – unsere Webseite befand sich damals noch in ihren Anfängen  – veröffentlichten wir einen skeptischen Artikel über den sog. „Rosenkranz der Ungeborenen“, der auf angeblich himmlische Visionen an eine amerikanische „Seherin“ Maureen zurückgeht.  

Dieser „mystische“ Spezial-Rosenkranz ist auch hierzulande stark verbreitet, vor allem in erscheinungsbewegten Gebetsgruppen und  schwarmgeistig geprägten Lebensrechtskreisen. Er wird auch auf größeren Veranstaltungen seit Jahren eifrig verteilt.

Hier zunächst unsere Kritik:  Artikel

Jetzt erst haben wir erfahren, daß Bischof Richard Lennon von Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) sich im Auftrag des Vatikan bereits vor drei Jahren mit unmißverständlicher Klarheit gegen die Echtheit dieser „Erscheinungen“ gewandt hat, die den „Rosenkranz der Ungeborenen“ fordern, der von einem sog. „Werk der Heiligen Liebe“ intensiv propagiert wird.

Wir dokumentieren nachfolgend die Verkündigung des zuständigen Oberhirten im vollen Wortlaut:

DEKRET   bischof

im Namen Gottes an die Laien und den Klerus der Diözese Cleveland:

Im Licht meiner Verantwortung für die Förderung und den Schutz des kirchlichen Lebens innerhalb der Diözese von Cleveland (cc. 387, 392, 223, §2); und da ich durch den Heiligen Stuhl angewiesen wurde, definitiv zu handeln in der Angelegenheit der angeblichen Erscheinungen an Maureen Sweeney Kyle; und nachdem ich den theologischen Inhalt der angeblichen Erscheinungen und Eingebungen an Maureen Sweeney Kyle geprüft und einen Experten in dieser Angelegenheit (c. 747, §2) konsultiert habe, gebe ich, Richard G. Lennon, Bischof von Cleveland, hiermit bekannt:

1. dass die angeblichen Erscheinungen und Eingebungen an Maureen Sweeney Kyle nicht übernatürlichen Ursprungs sind.

2. Ich untersage den Mitgliedern des Klerus jegliche kirchliche Jurisdiktion, die Sakramente auf dem Gelände des „Werkes der Heiligen Liebe“ zu feiern (cc. 835, §1; 838, §4).

3. Ich ermahne die Gläubigen der Diözese Cleveland, damit aufzuhören, sich zu irgendwelchen religiösen, liturgischen, spirituellen oder frommen Zwecken auf dem Gelände des „Werkes der Heiligen Liebe“ zu versammeln (cc. 212, §§1, 3; 214).

4. Ich gebe bekannt, dass die „Confraternity of the United Hearts of Jesus and Mary“ („Bruderschaft der Vereinten Herzen Jesu und Mariens“) keine anerkannte Gemeinschaft der christlichen Gläubigen in der Diözese Cleveland ist und die Bezeichnung „katholisch“ weder legitim verwenden noch sich als katholische Gruppe bezeichnen darf (c. 216).

Dieses Dekret tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Ausgestellt in der Kanzlei der Diözese Cleveland am heutigen 11. November im Jahr des Herrn 2009

gezeichnet:

+ Richard Lennon

Bischof von Cleveland

Quelle (mit inhaltlicher Begründung des Dekrets):   http://kirchlich.net/pages/posts/bischof-von-cleveland-bezeichnet-die-sog.-offenbarungen-von-maureen-sweeny-kyle-als-nicht-uebernatuerlich1815.php