Auch hierzulande Impfung gegen Bares?

Am 10. Juli 2021 veröffentlichte der Deutschlandfunk einen Bericht unter dem Titel „Bei Zahlungen steigt die Motivation zuverlässig“ über Vorschläge einer Ökonomin zu wirksam erscheinenden Impf-Anreizen in Deutschland.

Prof. Nora Szech schlägt, wie sie sagt, „mittlerweile“ als Belohnung 500 Euro für eine Corona-Impfung vor und erklärt, Studien hätten gezeigt, dass nur so die erforderliche Impfquote erreicht werden könne.

Um „Ungleichheit“ zu verhindern, „müssten mögliche Zahlungen auch rückwirkend an alle bereits Geimpften ausgezahlt“ werden.

Schon bei 100 Euro gehe die Impfbereitschaft Richtung 80 Prozent, sagte Szech im DLF; sie lehrt am Karlsruher Institut für Technologie und ist Teil des Corona-Experten-Kreises der Helmholtz-Gemeinschaft.

Zur Erinnerung:

Vor zwei Wochen haben wir hier im CF – gleichsam als Kuriosum – darüber berichtet, daß es in einer Reihe von US-Bundesstaaten bereits Impf-Lotterien mit großen Gewinnen zur Motivationssteigerung gibt: https://charismatismus.wordpress.com/2021/06/30/viele-us-bundesstaaten-bieten-impf-lotterie/


Sarrazin nimmt Wagenknecht in Schutz

Der Bestsellerautor und langjährige SPD-Politiker Thilo Sarrazin hat Sahra Wagenknecht gegen Rechtspopulismus-Vorwürfe in Schutz genommen. Anlaß ist die Kritik an der Linken-Politikerin wegen ihres neuen Buchs, in dem sie mit dem Linksliberalismus und der linken Identitätspolitik abrechnet.

„Sie hat sehr klar in ihrem neuen Buch ‘Die Selbstgerechten’ aufgeschrieben, welche Positionen Die Linke einnehmen müßte, wenn sie Arbeiterinteressen vertreten will. Das würde sich auch in den Wahlergebnissen niederschlagen“, sagte Sarrazin der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Wenn die Menschen das Gefühl hätten, ihr Staat schütze sie nicht angemessen vor Gefahren – wozu auch die unkontrollierte Masseneinwanderung zähle –, dann verlören sie ihr Vertrauen.

Wagenknecht sei ihm trotz ihrer unterschiedlichen ordnungspolitischen Leitbilder und ihres marxistisch geprägten Weltbildes schon vor Jahren als Ökonomin aufgefallen, die sehr klar und auch schonungslos analysieren könne. „Da bleibt nichts Wolkiges zurück, und das mißfällt vielen Linken, die vor allem auf einen moralischen Wohlfühl-Effekt setzen“, erläuterte der frühere Bundesbankvorstand.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/sarrazin-pro-wagenknecht/