Ministerpräsident Orbán erinnert an die Vertreibung der Ungarndeutschen

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz) hat anläßlich des 75. Jahrestages der Vertreibung der Ungarndeutschen den Opfern mit einem Kranz gedacht. Ihnen gebühre Ehrfurcht und eine angemessene Erinnerung an ihr Leiden, schrieb er auf Facebook.

Die ungarische Regierung hatte 2013 den 19. Januar als jährlichen Gedenktag an die Vertreibung der Ungarndeutschen festgelegt. Er dient der Erinnerung an die Verbrechen der ungarischen Regierung unter sowjetischer Besatzung gegenüber der deutschstämmigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg.

1946 schaffte der erste Viehwaggon zahlreiche Deutsche ungarischer Staatsangehörigkeit außer Landes. Dabei wurden sie gemäß des Entnazifizierungsverfahrens enteignet und verloren Land, Vermögen und Staatsbürgerschaft. Weitere Opfer wurden zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt.

Quelle und Fortsetzung der Nachricht hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2021/orban-ungarndeutsche-1946/


Münster: Vertuschung am Kirchenrecht vorbei

Auf der kirchenamtlichen Seite „Katholisch.de“ wurde in einem Interview mit dem Historiker Dr. Thomas Großbölting über sexuellen Missbrauch und seine Vertuschung durch Kirchenobere in der Diözese Münster gesprochen. Der Professor arbeitet an einer Studie und hat unlängst einen Zwischenbericht vorgelegt.

Wie der Historiker erläutert, haben sich Bistumsleitungen in Münster und anderswo häufig bei der Aufarbeitung nicht einmal an das kanonische Kirchenrecht – den sog. CIC – gehalten:

„Die Bistumsleitungen gingen über die Jahrzehnte hinweg dezidiert andere Wege, als es sowohl das weltliche als auch das Kirchenrecht vorsah.

Das gilt auch für den früheren Bischof von Münster, Dr. Reinhard Lettmann. Es gäbe bei ihm „eine Reihe von Fällen, in denen er nicht nur moralisch, sondern auch juristisch und kirchenrechtlich nicht korrekt gehandelt hat.“

Dabei existieren durchaus Unterschiede zwischen den katholischen Oberhirten in Deutschland, erklärt Prof. Großbölting: „Es gibt emeritierte Bischöfe, die in ihrer Amtszeit sensibler mit dem Thema umgegangen sind und solche, die damit weniger sensibel umgegangen sind.“

Hierbei hat Rom die Kirchenleitungen weltweit bereits vor 40 Jahren zu mehr Wachsamkeit ermahnt:

Seit den 1980er Jahren hat der Vatikan die Zügel angezogen und Ortsbischöfe verpflichtet, sexuellem Missbrauch stärker nachzugehen.

Quelle für die Zitate: https://www.katholisch.de/artikel/27832-leiter-der-missbrauchsstudie-in-muenster-der-zoelibat-stand-ueber-allem


Wo bleibt staatl. Hilfe für Lockdown-Opfer?

Beatrix von Storch

Merkels Corona-Wahn geht weiter: Auch die Bild-Zeitung spricht vom „15-km-Irrsinn“:

Wenn in stark ländlich geprägten Bundesländern wie Brandenburg die Bewegungsfreiheit auf einen Umkreis von 15 Kilometern eingeschränkt wird, würde das bedeuten: In zehn von 18 Landkreisen würden die Menschen massiv in ihren Grundrechten beschnitten. Die Hälfte der Bürger in Brandenburg wäre zum Dorf-Arrest verurteilt.

Die Berliner Boulevardzeitung B.Z. fragt: „Wo bleibt die Hilfe des Staates für die Opfer des Lockdown?“

Selbständige müssen aufgeben, weil noch nicht einmal die Novemberhilfe ausgezahlt wurde. Politiker interessieren sich nicht für die materiellen und psychischen Folgeschäden des Lockdown, was das für betroffenen Menschen in aller Härte bedeutet.

Merkels Neujahrsrede, in der die Kanzlerin „staatliche Unterstützung in nie dagewesener Höhe“ für alle Lockdown-Opfer großspurig versprach, müssen die Opfer ihrer Politik, die weder Einnahmen haben noch die angekündigten Hilfsgelder bisher sahen, als reinen Hohn betrachten.

www.beatrixvonstorch.de


Weihnachtsgeheimnis im Licht des Kreuzes

Von Hermann Rieke-Benninghaus

Zu Edith Stein fällt einem ein: jüdische Herkunft, Prof. Husserl, Phänomenologie, Philosophin, Konversion, Karmel, Teresia Benedicta vom Kreuz, Holland, Deportation, Auschwitz, Heilige und Patronin Europas.

Können wir auch heute von ihr lernen?

Setzen wir uns dazu in die Zuhörerschaft ihres Vortrags über „Das Weihnachtsgeheimnis“. Wir sind Gast beim Katholischen Akademikerverband in Ludwigshafen am 31. Januar 1931:

„Christus ist Gott und Mensch – und wer an seinem Leben Anteil hat, muß am göttlichen und am menschlichen Leben Anteil haben. Die menschliche Natur, die ER annahm, gab ihm die Möglichkeit, zu leiden und zu sterben.

Die göttliche Natur, die ER von Ewigkeit besaß, gab dem Leiden und Sterben unendlichen Wert und erlösende Kraft. Christi Leiden und Tod setzt sich fort in seinem mystischen Leib und in jedem seiner Glieder.

Leiden und sterben muß jeder Mensch. Aber wenn er lebendiges Glied am Leib Christi ist, dann bekommt sein Leiden und Sterben durch die Gottheit des Hauptes erlösende Kraft.

Das ist der objektive Grund, warum alle Heiligen nach Leiden verlangt haben. Das ist keine perverse Lust am Leiden. Den Augen des natürlichen Verstandes erscheint es als Perversion. Im Licht des Erlösungsgeheimnisses erweist es sich als höchste Vernunft.

Und so wird der Christusverbundene auch in der dunklen Nacht der subjektiven Gottferne und -verlassenheit unerschüttert ausharren; vielleicht setzt die göttliche Heilsökonomie seine Qual ein, um einen objektiv Gefesselten zu befreien. Darum: Fiat voluntas tua! [Dein Wille geschehe!] auch und gerade in der dunkelsten Nacht.“

Die Lehrerin Dr. Edith Stein benennt die Heilsmittel, um unseren Willen mit dem göttlichen Willen gleichförmig zu machen. Man muß täglich auf die Worte Gottes hören und sie befolgen. Der Heiland hat gelehrt: „Bittet und ihr werdet empfangen.“

So dürfen wir den HERRN bitten, daß sein Wille geschehe. In unserer menschlichen Schwäche kommt uns das fleischgewordene Wort zu Hilfe. „Wie der irdische Leib des Menschen nach täglicher Nahrung verlangt, so verlangt auch der göttliche Geist in uns nach dauernder Nahrung„, sagte Edith Stein.

Wer das lebendige Brot vom Himmel zu seiner täglichen Nahrung macht, in dem vollzieht sich täglich das Weihnachtsgeheimnis, die Menschwerdung des Wortes. Diese Kommunion ist der sicherste Weg, jeden Tag tiefer und fester in die Kirche, den mystischen Leib Christi hineinzuwachsen.

Wer den HERRN in seinem Haus aufsucht, wird nicht mehr nur mit den eigenen Angelegenheiten beschäftigt sein, sondern sich immer mehr für die Angelegenheiten des HERRN interessieren. Wer kann der Opferfeier beiwohnen, ohne danach zu verlangen, daß sein kleines persönliches Leben hineingestellt wird in das große Werk des Erlösers?

Dazu sagt Edith Stein: „Mit dem Menschensohn durch Leiden und Tod zur Herrlichkeit der Auferstehung ist der Weg für jeden von uns, für die ganze Menschheit.“


Jüdischer Rabbi lobt wachsame Nachbarn

Der orthodoxe Gemeinderabbiner Menachem Mendel Gurewitz war am Neujahrstag in Offenbach auf dem Heimweg mit seinen Kindern verbal angegriffen worden. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf versicherte dem Rabbiner und der jüdischen Gemeinde seine Solidarität und dankte jenen, die bei dem Angriff dazwischengingen.

Der jüdische Geistliche war nicht zum ersten Mal Opfer antisemitischer Beleidigungen geworden. Die Polizei nahm den Angreifer, einen obdachlosen Mann, fest.

Der Rabbiner lobte den Beistand von Nachbarn, die aus den Fenstern heraus den Angreifer anschrien und die Polizei riefen, andere hätten den Mann auf eigene Faust verfolgt.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-01/deutsch-mainz-bischof-angriff-rabbiner-antisemitismus.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Bischöfe in Frankreich: „Das Krebsgeschwür des Terrorismus stoppen“

Einige Stunden nach dem islamistischen Attentat, bei dem am 29. Oktober in der Basilika Notre-Dame in Nizza drei Menschen ermordet wurden, äußerte die französische Bischofskonferenz in einer Erklärung ihr tiefes Bedauern und bekräftigte, dass „die Katholiken sich trotz des Schmerzes weigern, sich von der Angst überwältigen zu lassen“.

Weiter heißt es: „Unsere Gedanken und Gebete gelten den Opfern, den Verwundeten, ihren Familien und Angehörigen. Diese Menschen wurden angegriffen und getötet, weil sie sich in der Basilika aufhielten. Sie waren Symbol für etwas, das bekämpft werden soll.“

Die katholischen Oberhirten erinnern in diesem Zusammenhang die Ermordung von Pater Hamel, der am 26. Juli 2016 von zwei Islamisten am Altar seiner Kirche in Saint-Étienne du Rouvray ermordet wurde.

Sodann erklären sie weiter:
„Dieser Terrorismus zielt darauf ab, Angst in unserer gesamten Gesellschaft zu erzeugen. Es ist dringend erforderlich, dieses Krebsgeschwür zu stoppen, genauso wie es notwendig ist, sich um die unverzichtbare Geschwisterlichkeit zu bemühen, die uns alle angesichts dieser Bedrohungen vereint“.

Quelle: Fidesdienst


Linke „taz“ berichtet über Missbrauchsopfer im Sport: 200.000 Betroffene sind bekannt

Inzwischen ist erwiesen, daß es in Fußballvereinen, Sportverbänden etc. zu 200.000 Missbrauchsvorfällen gekommen ist – Dunkelziffer nicht miteinbezogen.

Während das Thema in den Mainstream-Medien kaum der Rede wert ist, geschweige zu jahrelangen Debatten führt (wie im Fall der katholischen Kirche), hat sich die Tageszeitung „taz“ aus Berlin das Thema am 16.10.2020 immerhin genauer vorgeknöpft.

Am heutigen 22. Oktober erschien in dieser linksalternativen Zeitung folgende bemerkenswerte Leserzuschrift von Ernst Göbel als „Brief des Tages“ :

Im Sport ist die Hölle los

Die taz ist das erste der mir zugänglichen Medien, das die Missbräuche im Sport einer Würdigung wert findet. Als die Deutsche Bischofskonferenz sich mit dem Missbrauch in der Katholischen Kirche beschäftigte, waren die Medien voll davon. Zerknirschte Bischöfe stellten sich bohrenden Fragen, die Schicksale von Opfern wurden in „Dokumentationen” breit dargestellt, Forderungen nach finanzieller Entschädigung erhoben. Soweit, so richtig.

Am 13. Oktober stellten die „Unabhängige Kommission“ und die Universität Ulm die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Missbrauch im Sport vor. Das ZDF berichtete darüber nur am Rande. Man sprach von hoher Dunkelziffer und 200.000 bekannten Fällen.

Der Vertreter der Uni Ulm zeigte sich nicht überrascht, dass diese Zahlen die von den Kirchen zu verantwortenden mehrfach übersteigen. Eine junge Judoka schilderte in wenigen Sätzen, was ihr angetan wurde. Schnell weiter zur nächsten Meldung!
Sind wir bereit, dem Sport alles zu verzeihen, Hauptsache, die grölenden Fans dürfen in den Stadien toben, und die „Spitzensportler“ bringen Medaillen nach Hause?

Ernst A. Göbel, Idar-Oberstein


IGFM fordert für jesidische Opfer ein Kriegsverbrechertribunal gegen den IS

Am 19. Verhandlungstag gegen den Iraker Taha Al-J, wurde die jesidische Hauptzeugin Nora B. zum letzten Mal vor Gericht vernommen. Sie war im Jahr 2015 zusammen mit ihrer Tochter von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an den Angeklagten als Sklavin verkauft worden.

Der Angeklagte ließ die damals 5-jährige Tochter vor den Augen ihrer Mutter angekettet qualvoll verdursten.

Der am Oberlandesgericht Frankfurt verhandelte Fall offenbart die Brutalität der IS-Gewaltherrschaft und stellt eine erhebliche psychische Belastung für das Opfer dar.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mahnt daher an, dass das jesidische Volk nur in einem IS-Kriegsverbrechertribunal Gerechtigkeit erfahren könne.

Die Zeugin Nora B. sagte am Ende der Verhandlung, sie fordere „ihre Rechte, die Rechte ihrer Tochter und die Rechte der jesidischen Gemeinschaft“ ein.

Die IGFM erneuert die Forderung zur Errichtung eines IS-Tribunals, das die Kämpfer der Terrormiliz zur Rechenschaft zieht. Zusätzlich zur Verurteilung internationaler Straftaten werden in einem solchen Tribunal die Schicksale der IS-Opfer dokumentiert, aufgearbeitet und in den Gesamtkontext eingeordnet.

„Die Jesiden, insbesondere die verschleppten und vergewaltigten Frauen und Mädchen, werden nur durch ein IS-Tribunal Aufarbeitung und Gerechtigkeit erfahren“, mahnt Khalil Al-Rasho an, Leiter der Humanitären Hilfe Nahost der IGFM.

Weitere Informationen über den Prozess


GOTT kann „eure Feiern nicht riechen“, sondern das Recht ströme wie Wasser

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Amos 5,14-15.21-24:

Sucht das Gute, nicht das Böse; dann werdet ihr leben und dann wird, wie ihr sagt, der HERR, der Gott der Heerscharen, bei euch sein.
Hasst das Böse, liebt das Gute und bringt bei Gericht das Recht zur Geltung!
Vielleicht ist der HERR dem Rest Josefs dann gnädig.
.
Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen.
Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an euren Gaben und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen.
.
Hinweg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören, sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
.
Foto: Felizitas Küble

Vergewaltigte Frauen in Nigeria klagen an!

„Die zunehmenden Vergewaltigungsverbrechen sind erschreckend, sie sind ebenso abstoßend wie verwerflich“, erklärte der katholische Erzbischof Ayau Kaigama von Abuja am 21. Juni. 

„Vergewaltigung fügt den Opfern ein unbeschreibliches psychologisches Trauma zu; sie ist nicht nur eine schwere Sünde, sondern auch eine äußerst barbarische und kriminelle Untat. Wir hoffen, dass die Täter streng bestraft und letztendlich von dem bösen Geist befreit werden, der sie dazu bringt, solch schreckliche Sexualverbrechen zu begehen“, fügte er hinzu.

Der Anstieg der Fälle von sexueller Gewalt gegen Frauen im islamisch regierten Nigeria hat in einigen Regionen des Landes zu Protesten geführt. Unter dem Hashtag #WeAreTired werden in den sozialen Medien dringende gesetzliche Maßnahmen und Gerechtigkeit für die Opfer gefordert.

Zwischen dem 28. Mai und dem 1. Juni wurden zwei College-Studentinnen, Uwaila Vera Omozuwa (22) und Barakat Bello (18), bei sexuellen Übergriffen vergewaltigt und ermordet. 
„Die Vergewaltigung und der Tod dieser Mädchen sind keine zufälligen Ereignisse, sondern der Höhepunkt verwerflicher Praktiken“, so die Bewegung „Women against Rape“ in einer dem nigerianischen Parlament vorgelegten Petition.

Viel Kritik wird auch am Justizsystem geübt, das Männer, denen Vergewaltigung vorgeworfen wird, selten verurteilt und stattdessen Anschuldigungen gegen die Opfer erhebt.

In Nigeria ist es deshalb üblich, dass Vergewaltigungen erst gar nicht angezeigt werden. Einige Opfer und ihre Familien befürchten Stigmatisierung, Erpressung durch die Polizei und sie haben kein Vertrauen in das Gerichtsverfahren.

Im Vorjahr erklärten Frauen im Bundeshauptstadt Abuja, die während eines Polizeieinsatzes festgenommen wurden, sie seien von den Beamten vergewaltigt worden.

Die Daten zur Anzahl der gemeldeten Fälle sind sehr begrenzt. Doch eine 2014 durchgeführte landesweite Umfrage zur Gewalt gegen Kinder in Nigeria ergab, dass jede vierte Frau im Kindesalter sexuelle Gewalt erlebte, wobei etwa 70% wiederholt vergewaltigt worden waren. Nur 5% baten um Hilfe und nur 3,5% bekamen Hilfe.

Quelle: Fidesdienst