Israel: Franziskaner-Kustos ruft Christen zu Pilgerfahrten ins Heilige Land auf

Pater P. Pizzaballa ist seit 2004 Kustos des Heiligen Landes. Damit steht er der Kustodie, der Ordensorganisation der Franziskaner im Heiligen Land, vor.

Auf der Weblog TerraSanta.net wandte er sich vor kurzem an Christen in aller Welt. Er rief sie auf, das Heilige Land auch in schweren Zeiten zu unterstützen.

Die Israelische Botschaft in Berlin hat diesen Appell auf ihrer Webseite veröffentlicht:

„Seit einiger Zeit nimmt die Zahl der Pilgerreisen ins Heilige Land dramatisch ab. Dies liegt vor allem an der Angst, die die Kriege im Nahen Osten und die Angriffe von fundamentalistischen Gruppen, die auch in westlichen Ländern Massaker verübt haben, hervorrufen.

Man schätzt, dass allein die Pilgerreisen aus Italien im letzten Jahr um mehr als 40% zurückgegangen sind. Trotz einiger Anzeichen für eine zaghafte Besserung haben viele weiterhin große Angst davor, in dieses gesegnete Land zu reisen.

In dem Wissen, dass ich die Stimmen der verschiedenen christlichen Gemeinden in Israel und den palästinensischen Gebieten wiedergebe, möchte ich Euch sagen: Lasst das Heilige Land nicht im Stich!

„Wir brauchen die Präsenz christlicher Pilger“

Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, wieso man nicht eine Pilgerreise ins Heilige Land organisieren sollte. An den Heiligen Stätten und den Orten, wohin Touristen gehen, ist die Sicherheit garantiert. Und mehr als je zuvor brauchen wir, die Christen im Heiligen Land, die Präsenz und die Unterstützung von Pilgern, die aus der ganzen Welt hierhin kommen, um zu beten. ab_brenkhausen_kopten_innen_frankgrawe

Die römische Kirche hier besteht vor allem aus drei Gruppen: aus der Gemeinschaft der hiesigen arabischen Christen, der seit Langem etablierten Gruppe der Palästinenser, die die traditionelle christliche Präsenz an diesen Orten darstellen; außerdem aus der hebräischsprachigen Kehila, einer neuen Kirche, die Elemente gemeinsam hat mit den Evangelikalen, den messianischen Juden und den Katholiken und die Liturgie auf Hebräisch feiert.

Schließlich gibt es noch die internationale Gemeinde, der viele ausländische Arbeitskräfte angehören. Dazu gehören vor allem Menschen aus den Philippinen, aus Südamerika und Indien, die dauerhaft im Heiligen Land leben. Daneben gehören der dritten Gemeinschaft auch andere Gruppen mit verschiedenen Hintergründen an, die aus vielfältigen Gründen längere Zeit hier leben.

Neben Mitgliedern der römischen Kirche leben und arbeiten hier auch Mitglieder anderer wichtiger christlicher Kirchen. Dies sind ersterer Linie die griechisch-orthodoxe Kirche, die armenische Kirche und die koptische Kirche. Innerhalb der katholischen Welt gibt es ebenfalls Gruppen, die andere Riten befolgen als die römischen.“

Quelle und Fortsetzung hier: http://www.botschaftisrael.de/2015/08/06/kustos-des-heiligen-landes-appelliert-an-christen-lasst-das-heilige-land-nicht-im-stich/