Älteste Kirchenorgel der Welt in Bethlehem

Die vermutlich älteste Kirchenorgel der Welt, die im 12. Jahrhundert in der Geburtskirche von Bethlehem im Einsatz war, wird derzeit aufwendig erforscht und rekonstruiert.

In einem fünfjährigen Forschungsprojekt will die Franziskaner-Kustodie von Jerusalem das Instrument, das wahrscheinlich von französischen Kreuzfahrern ins Heilige Land gebracht wurde, untersuchen und nachbauen, um wieder seinen Klang hören zu können, teilte der Orden in Jerusalem mit.

Das Instrument war zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Archäologen in der Basilika über der traditionellen Geburtsstätte Christi in Bethlehem entdeckt worden. Es befindet sich in Jerusalem und soll hier demnächst im Franziskaner-Museum ausgestellt werden.

Das Instrument sei fast ein Jahrhundert lang in der Geburtskirche verwendet worden und dann bei einer muslimischen Eroberung am Ende des 12. Jahrhundert entfernt und versteckt worden. Vermutlich wurde es in Holzkisten vergraben, um es zu schützen und eventuell wiederverwenden zu können.

Das Forschungsprojekt solle auch tieferen Aufschluss über den Einsatz und die Entwicklung der Orgel in der Liturgie sowie über die Musikgeschichte des Mittelalters geben.

Bereits im 10. Jahrhundert waren Orgeln in der Liturgie der westlichen Kirche eingeführt und stetig deren Bedürfnissen angepasst worden. Aber materielle Belege für die Entwicklung der Orgel reichten bislang nur bis ins 15. Jahrhundert zurück.

Quelle und vollständige Nachricht: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-07/heiliges-land-jerusalem-kultur-musik-forschung-cmc.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Neue CD mit Glocken- und Orgelklängen aus dem Regensburger Dom

Der Regensburger Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber hat eine neue CD herausgebracht. Er übergab den Tonträger, auf der die Kunst der Orgelimprovisation des Regensburger Domorganisten zu erleben ist, am heutigen Tag an Dompropst Dr. W. Gegenfurtner.

Foto: Bistum Regensburg

 

Das Besondere dieser Aufnahme ist, dass die Orgelimprovisation in ihrer ureigensten Funktion zu erleben ist: in Vorspielen, Zwischenspielen und Nachspielen zu Gesängen des Gottesdienstes, so wie man die Orgel in der Messfeier im Regensburger Dom zu hören bekommt. 

In der würdigen und sensiblen Gestaltung des Gottesdienstes fallen die prinzipiellen Aufgaben der Orgel und des Organisten zusammen, darauf haben sich Orgel und Organist auszurichten. So ist diese Aufnahme auch als kleine Dokumentation des gottesdienstlichen Orgelspiels des derzeitigen Regensburger Domorganisten anzusehen.

Die Gesänge, die den Improvisationen zugrunde liegen, werden von einer Schola ehem. Domspatzen vorgetragen.

Zudem sind die Glocken des Doms zu hören. Diese wurde eigens für diese Produktion aufgenommen. So wurden auf dieser Aufnahme das volle Geläut der Domglocken sowie Einzelglocken aufgezeichnet; dazu gibt es im CD-Beiheft einen kurzen Abriss über die Geschichte der Domglocken und technische Angaben über den derzeitigen Glockenbestand                

Ausführende: Franz Josef Stoiber, Orgel; Schola ehemaliger Regensburger Domspatzen  (Christoph Friebe, Dominik Lindinger, Benedikt Heggemann, Michael Vogl, Simon Wagner) unter Leitung von Karl-Heinz Liebl

Verlag Motette, Gesamtspielzeit 79:04
Erhältlich im Regensburger Info-Zentrum DOMPLATZ 5 zum Preis von 17,90 Euro.
EAN 4008950509310

Quelle: Presseamt Bistum Regensburg